CH133883A - Vorrichtung zum Abdichten von bewegten Maschinenteilen, insbesondere Kolbenstangen und Wellen. - Google Patents
Vorrichtung zum Abdichten von bewegten Maschinenteilen, insbesondere Kolbenstangen und Wellen.Info
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/16—Sealings between relatively-moving surfaces
- F16J15/18—Sealings between relatively-moving surfaces with stuffing-boxes for elastic or plastic packings
- F16J15/184—Tightening mechanisms
- F16J15/185—Tightening mechanisms with continuous adjustment of the compression of the packing
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Description
Vorrichtung zum Abdichten von bewegten Maschinenteilen, insbesondere Kolbenstangen und Wellen. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten von bewegten Maschinenteilen, ins besondere Kolbenstangen und Wellen und besteht darin; dass die Anpressung des bezie hungsweise der Abdichtungsorgane durch ein zu- und abführbares, flüssiges oder gasförmiges Mittel erfolgt, zum - Zweck, nicht nur die Anpressung zentrisch auszuüben, sondern auch die bei starren Anpressungsmitteln, zum Bei spiel infolge von Wärmespannungen ein tretende unerwünschte Veränderlichkeit des Anpressungsdruckes auszuschalten.
Die Wir kung des Anpressungsmittels kann durch mindestens ein Zwischenglied auf das be ziehungsweise die Abdichtungsorgane über tragen werden. Es können Mittel vorgesehen sein, durch welche der Anpressungsdruck des beziehungsweise der Abdichtungsorgane in Abhängigkeit vom Druck im abzudichtenden Arbeitsraum, zum Beispiel in dem Zylinder einer Kolbenmaschine oder in dem Gehäuse einer Rotationsmaschinu, eingestellt wird, zum Zweck, bei Übergang auf andere Druckver- hältnisse den an und für sich konstant zu haltenden Anpressungsdruck den neuen Ver hältnissen anzupassen.
Die Veränderung des Anpressungsdruckes kann durch eine selbst tätig wirkende oder eine von Hand betätigte Vorrichtung erfolgen. Die die Einstellung des Anpressungsdruckes des beziehungsweise der Abdichtungsorgane bewirkende Vorrichtung kann als an sich bekanntes Abblaseventil ausgebildet sein.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 vergleichsweise eine bekannte, Fig. 2 ein Beispiel einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung zum Abdichten der Kolbenstange eines Kompressors, während in Fig. 3, 4 und 5 Einrichtungen für die Einstellung des Anpressungsdruckes beispiels weise zur Darstellung gebracht sind.
Bei bekannten Dichtungsvorrichtungen wird gemäss Fig. 1 in einer die Kolbenstange 1 abdichtenden Stopfbüchse 2 das Dichtungs organ 3 durch ein Distanzstück 4 und eine zwischem diesem und einer Überwurfmutter 5 angeordnete-Büchse 6 an die Kolbenstange gepresst. Nach diesem Prinzip gebaute Stopf büchsen haben den Nachteil, dass, wenn sich das Abdichtungsorgan 3 während des Betriebes erwärmt, es sich ausdehnt und infolge der Unnachgiebigkeit des Distanzstückes in stärkerem Masse auf die Kolbenstange drückt, den normal eingestellten An.pressungsdruck also vergrössert.
Die Folge .davon ist eine stärkere Reibung, welche die Wärmeentwick lung erhöht und zur weitern Vergrösserung des Anpressungsdruckes führt, bis das Ab dichtungsorgan zerstört wird. Durch die bis her übliche Verwendung von Schrauben oder Überwurfmuttern kann ferner eine vollständig zentrische Anpressung des Dichtungsorgans nicht erreicht werden.
Wie diese Nachteile behoben werden können, zeigt Fig. 2, in welcher 7 den Kom- pressorzylinder, 8 den Kolben, 9 das Ab dichtungsorgan des Arbeitsraumes 10 des Kompressors bedeutet. Die Anpressung des Abdichtungsorgans 9 erfolgt durch ein mit einem Kolben 11 versehenes Zwischenglied 12. Der Kolben 11 befindet sich in einem zylindrischen Ausbau 13 des Kompressor zylinders, welcher durch einen mit einer Führung 14 versehenen Deckel 15 abge schlossen ist. Die untere Seite (Raum 16) des Kolbens 11 steht unter der Wirkung eines durch die Leitung 17 zugeführten Druck mittels, zum Beispiel 01.
Auf die obere Seite des Kolbens 11 (Raum 18) gelangtes 01 kann durch die Leitung 19 wieder abgeleitet werden. Die Anpressung des Abdichtungsorgans 9 er folgt also unter der Wirkung eines zu- und abführbaren Mittels, welches zugleich als Schmiermittel verwendet werden kann, indem es durch den als Drosselstelle wirkenden Spalt 20 der Kolbenstange entlang und durch Öffnungen 21 und den Spalt 22 in den Raum 18 und von dort durch die Leitung 19 nach aussen entweichen kann.
Fig. 3 zeigt die Fördervorrichtung 23, welche Öl aus der Leitung 24 ansaugt und durch die Leitung 25 in den Raum 16 unter dem Kolben 11 drückt und das Mittel, durch welches der- Anpressungsdruck des Abdich tungsorgans in Abhängigkeit vom Druck im Arbeitszylinder eingestellt wird. Das durch das Saugventil 26 des Kompressors angesaugte Mittel wird nach der Verdichtung durch das Druckventil 27 ausgestossen.
Die daran an geschlossene Druckleitung 28 steht durch eine Abzweigung 29 mit einem Zylinder 30 in Verbindung, in welchem ein mit einem Ventil 31 verbundener Kolben 32 angeordnet ist: Vermittelst des Ventils 31 kann die Druck ölleitung 25 mit dem Ablauf 33 in Verbindung gebracht und dadurch der die Anpressung des Abdichtungsorgans bewirkende Druck ver ändert werden. Diese Veränderung ist einer seits durch die Schliessfeder 34, anderseits durch den zusätzlich wirkenden Druck auf den Kolben 32 bedingt, so dass bei Förderung auf höheren Druck das Abdichtungsorgan stärker, bei Forderung auf niedrigeren Druck das Abdichtungsorgan schwächer an die Kol benstange 8 angepresst wird.
Die Einstellung des Druckes des die Ver änderung des Anpressungsdruckes des Ab dichtungsorgans ermöglichenden Druckuiittels kann natürlich auch von Hand erfolgen, in dem, wie in Fig. 4 dargestellt ist, der auf das Ventil 31 wirkende Druck der -Schliess feder 35 durch ein Handrad 36 beliebig ver stellt werden kann.
Anstatt durch ein Handrad kann, wie aus Fig. 5 zu entnehmen ist, die Einstellung des Druckes für das Druckmittel durch ein auf einem in 37 gelagerten Hebel 38 verschieb bares Gewicht 39 erfolgen. Durch Verschieben des Gewichtes wird der Druck, bei welchem das Ventil 31 abzublasen beginnt, verändert.
Die Anpressung des Abdichtorgans kann, ohne Übertragung durch ein Zwischenglied, auch direkt erfolgen. Weist die Abdichtungs vorrichtung mehrere Dichtungsorgane auf, so können alle, oder mindestens ein Teil der selben, unter der Wirkung eines zu- lind ab führbaren Mittels an die Dichtungstelle ge presst werden.
Wenn das Abdichtungsorgan 9 sich nun zum Beispiel infolge Erwärmung dehnt, so -wird diese Dehnung auf das Zwischenglied 12 weitergeleitet, welches seinerseits auf die im Raum 16 vorhandene Flüssigkeit drückt. Steigt dadurch der Druck der Pressflüssigkeit über das als zulässig oder gewünscht einge stellte Mass, so bläst das Ventil 31 ab und stellt dadurch den für den konstanten An pressungsdruck notwendigen Öldruck her. Wenn zum Beispiel in einem Zylinder nor malerweise die Verdichtung von 300 auf 800 Atmosphären erfolgt, so kann durch die in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Vorrich tungen der für diesen Verdichtungsdruck eingestellte Anpressungsdruck entsprechend verändert werden, wenn die Verdichtung von 300 auf 500 Atmosphären zu erfolgen hat.
Neben dieser gewollten Veränderung be ziehungsweise Anpassung des Anpressungs- druckes wird eine Abdichtungsvorrichtung ge schaffen, bei welcher es möglich ist; dass trotz den im Betrieb vorkommenden elastischen Deformationen des Abdichtungsorgans die da mit ungewollt auftretenden .Änderungen des Anpressungsdruckes ausgeglichen werden und der Anpressungsdruck auf gleicher Höhe ge halten wird. Infolge der zentrischen An pressung erfolgt auch eine gleichmässige Ab dichtung und der Verschleiss des Abdichtungs organs ist sehr klein.
Ein weiterer Vorteil der gemäss der Erfindung gebauten Ab dichtungsvorrichtung besteht darin, dass die gewollte Veränderung des Anpressungsdruekes beziehungsweise die Regulierung desselben nicht mehr von der Zugänglichkeit der Stopf büchse abhängig ist, sondern das Anziehen beziehungsweise Lösen des Dichtungsorgans von der Zugänglichkeit unabhängig erfolgen kann.
Die erwähnten Vorteile ergeben sich auch für die Abdichtung von Maschinen mit dre henden Wellen, deren Abdichtung in gleicher Weise, wie die auf der Zeichnung für Kolben maschinen dargestellte, erfolgen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Abdichten von bewegten Maschinenteilen, insbesondere Kolbenstangen und Wellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressung des beziehungsweise der Ab dichtungsorgane durch ein zu- und abführbares, flüssiges oder gasförmiges Mittel erfolgt, zum Zweck, nicht nur die Anpressung zentrisch auszuüben, sondern auch bei die starrer An pressung durch Materialeigenschaften der An- presselemente bedingte, unerwünschte Ver änderlichkeit des Anpressungsdruckes auszu schalten. UNTERANSPRÜCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung des An pressungsmittels durch mindestens ein Zwischenglied auf das beziehungsweise die Abdichtungsorgane übertragen wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, durch welche der Anpressungsdruck in Abhängigkeit vom Druck im abzudichten den Arbeitsraum eingestellt wird; zum Zweck, bei Mergang auf andere Druck verhältnisse den an und für sich konstant zu haltenden Anpressungsdruck den neuen Verhältnissen anzupassen. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine die Veränderung des Anpressungsdruckes selbsttätig bewirkende Vorrichtung. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpressungsdruck des beziehungsweise der Abdichtungs organe durch eine von Hand zu betätigende Vorrichtung eingestellt werden kann. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Einstellung des Anpressungs- druckes des beziehungsweise der Abdich tungsorgane bewirkende Vorrichtung als Abblaseventil ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH133883T | 1928-02-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH133883A true CH133883A (de) | 1929-06-30 |
Family
ID=4391988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH133883D CH133883A (de) | 1928-02-08 | 1928-02-08 | Vorrichtung zum Abdichten von bewegten Maschinenteilen, insbesondere Kolbenstangen und Wellen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH133883A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE848130C (de) * | 1941-10-21 | 1952-09-01 | Westdeutsche Getriebewerke Boc | Stopfbuechse |
| DE1525738B1 (de) * | 1966-05-20 | 1970-01-29 | Masch U Bohrgeraetefabrik A W | Abdichtung zwischen einem Gehaeuse und einem Deckel,einer Buechse od.dgl. |
| US3988000A (en) * | 1975-04-07 | 1976-10-26 | Dresser Industries, Inc. | Seals for a gas service butterfly valve |
-
1928
- 1928-02-08 CH CH133883D patent/CH133883A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE848130C (de) * | 1941-10-21 | 1952-09-01 | Westdeutsche Getriebewerke Boc | Stopfbuechse |
| DE1525738B1 (de) * | 1966-05-20 | 1970-01-29 | Masch U Bohrgeraetefabrik A W | Abdichtung zwischen einem Gehaeuse und einem Deckel,einer Buechse od.dgl. |
| US3988000A (en) * | 1975-04-07 | 1976-10-26 | Dresser Industries, Inc. | Seals for a gas service butterfly valve |
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