CH133919A - Selektiv wirkende Rückstrom-Schutzvorrichtung für Gleichrichteranlagen. - Google Patents

Selektiv wirkende Rückstrom-Schutzvorrichtung für Gleichrichteranlagen.

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CH133919A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Selektiv wirkende     Rückstrom-Schutzvorrichtung    für     Gleichriehteranlagen.       Um in     Gleichrichteranlagen,    in denen  mehrere Gleichrichter parallel auf das Netz  arbeiten, bei einer Rückzündung den rich  tigen Gleichrichter abzuschalten, hat man  bereits verschiedene Mittel vorgeschlagen,  insbesondere hat man für diesen Zweck       Rückstromschalter    oder     Rückstromrelais    ver  wendet, die entweder polarisiert oder mit  Strom- und Spannungsspule ausgerüstet sind  oder durch Stromverdrängung ausgelöst wer  den.

   Damit bei Kurzschlüssen und Rück  zündungen von ganz kurzer Zeitdauer nicht  jedesmal die betreffende Einheit abgeschal  tet wird, verwendet man zwei Schalter, die  in     Reihe    oder parallel liegen und von denen  einer ein Schnellschalter ist und parallel zu  einem     Strombegrenzungswiderstand        liegt,     während der andere nur bei fortbestehendem  Überstrom ausgelöst wird und die Einheit  dann endgültig abschaltet.  



  Auf eine solche zweistufige Schaltung  mit     Rüekstromauslösung    bezieht sich die Er  findung, und zwar     wird    nach Auslösung des    auf Überstrom ansprechenden, nicht notwen  digerweise richtungsabhängigen Schnell  schalters, der einen     Strombegrenzungswider-          stand    einschaltet, der zweite Schalter in Ab  hängigkeit von der Richtung des Spannungs  gefälles in diesem Begrenzungswiderstand  ausgelöst.  



  Dies kann auf verschiedene Weise ge  schehen,     zum    Beispiel gemäss     Fig.    1 mittelst  eines polarisierten Relais oder gemäss     Fig.    2  mittelst eines Differentialrelais.     In    diesen  Figuren bedeutet a den Haupttransformator,  b den daran     angeschlosssenen        Quecksilber-          dampf-Gleichrichter,    c das von den parallel  geschalteten     Gleichrichtereinheiten    gespeiste  Gleichstromnetz,<B>d</B> den richtungsunabhängi  gen     Überstromschnellschalter,    zu dessen  Kontakten der Begrenzungswiderstand e pa  rallel liegt, und f den Hauptschalter,

   der nur  bei     Rückstrom    auslösen soll.  



  Gemäss'     Fig.    1 ist an die Klemmen des       Begrenzungswiderstandes    e die Spule eines  polarisierten     Rückstromrelais        g    angeschlos-      sen, dessen     gern    bei Rückstrom aufwärts  bewegt wird und die Klinke h des Schal  ters f löst, bei Vorwärtsstrom jedoch ab  wärts gezogen     würde,    wenn er nicht durch  einen Anschlag i daran verhindert wäre.  



  Nach     Fig.    2 liegen     zwischen    den Klem  men des im positiven Leitungszug liegen  den Begrenzungswiderstandes die zwei Spu  len<I>m</I> und<I>n</I> des Differentialrelais<I>k,</I> die  beide mit ihren andern Enden zum negativen  Netzpol führen. '       Im    Normalbetrieb halten sich die An  ziehungskräfte der beiden Spulen m und n  die Wage. Bei einem     Kurzschluss    im Netz c,  also mit normaler Stromrichtung vorwärts  öffnet sich     zunächst    der Schalter d und  schaltet den Widerstand e in den Kurz  schlusskreis, der nunmehr die volle Gleich  richterspannung erhält.

   Infolgedessen sinkt  die Spannung an der Spule n auf einen  minimalen     Betrag,    während an der Spule m  die gleiche Spannung herrscht wie an den  Klemmen des Widerstandes e. Das Diffe  rentialrelais k schlägt somit nach links aus  und treibt die     Klinke    h gegen den An  schlag<I>i;</I> der Schalter     f    wird somit nicht ge  öffnet. Bei einer     Rückzündung    jedoch ver  schwindet die Spannung zwischen den Elek  troden des Gleichrichters b. Nach Öffnen  des     Schnellschalters        d    bleibt die Spüle<I>m</I>       spannungslos;    und die Spule n erhält -die  volle     Klemmenspannung    des Widerstandes e.

         Fodglich    kippt das Relais k nach rechts und  löst die     Verklinkung        h    des Schalters<I>f.</I>  



  Durch die vorstehende Schaltung wird  zugleich erreicht, dass der Hauptschalter f  nicht eingeschaltet werden kann, bevor nicht  der Begrenzungsschalter d     eingeschaltet    ist.  



  Um die Spulen. des Relais k erst beim  Eintreten einer das Ansprechen des Schnell  schalters     d    veranlassenden     Störung    unter  Spannung     zu    setzen, kann man, wie in       Fig.    3 dargestellt, am Schalter d Hilfskon  takte o anordnen, durch die der Stromkreis  der Spulen<I>m</I> und<I>n</I> nur     dann    geschlossen  wird, wenn der Schalter<B>d</B> offen ist. Man  kann dann diese Spulen besonders stark be  messen.    Einen weiteren Kontakt kann     man    an  einem     der,Schalter   <I>d</I> oder     f    anbringen, durch  den beim Ansprechen dieses.

   Schalters auf  irgendeine Weise, zum Beispiel durch Öff  nung eines     Stromwandlerkurzschlusses,    der  dem betreffenden Gleichrichter zugeordnete  Ölschalter der     Wechselstromseite    geöffnet  wird. Denn es muss auch verhütet werden,  dass vom speisenden Wechselstromnetz her  auf den     Kurzschluss,    einer Einheit .Strom ge  liefert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selektiv wirkende Rückstrom-Schutzvor- richtung für Gleichrichteranlagen mit meh-, reren parallel geschalteten Einheiten;
    deren jede gleichstromseitig mit zwei in Reihe oder parallel liegenden selbsttätigen Schaltern ausgerüstet ist, von denen der eine ein auf Überstrom ansprechender, nicht notwen digerweise stromriehtungsabhängiger Schnell schalter ist und beim Öffnen einen Strom begrenzungswiderstand in den Hauptstrom kreis des Gleichrichters einschaltet, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schalter in Abhängigkeit von der Richtung des Span nungsgefälles in diesem Begrenzungswider stand ausgelöst wird. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Auslöse vorrichtung für den zweiten Schalter ein an den Klemmen des Begrenzungswider standes liegendes stromrichtungsabhängi- ges Relais dient. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als. Auslöse vorrichtung für den zweiten Schalter die an den Klemmen des Begrenzungswider standes liegende ,Spule eines Rückstrom relais dient. 3. Vorrichtung nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass' als Aus lösevorrichtung ein -polarisiertes Rück stromrelais vorgesehen ist.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass als Auslöse- vorrichtung für den zweiten Schalter ein Differentialrelais mit für Vorwärtsstrom gehemmter Auslösemöglichkeit dient. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Spulen des Differentialrelais zwischen je einer der Klemmen des Begrenzungs- widerstandes und dem andern Netzpol liegen. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Stromkreis der Relaisspulen erst durch den sich öff nenden Schnellschalter geschlossen wird.
CH133919D 1927-07-09 1928-07-03 Selektiv wirkende Rückstrom-Schutzvorrichtung für Gleichrichteranlagen. CH133919A (de)

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