CH134085A - Verfahren zur Oxydation von Äthylalkohol. - Google Patents
Verfahren zur Oxydation von Äthylalkohol.Info
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Description
Verfahren zur Oxydation von Äthylalkohol. Es ist bekannt, Äthylalkoboldampf durch Überleiten zusammen mit Luft oder Sauer stoff über Katalysatoren, zum Beispiel Kupfer oder Silber zu oxydieren. Dabei entstehen neben Wasser und Acetaldehyd'Essigsäure, Methan, Acetale usw. Es ist bisher nicht möglich gewesen, die Oxydation so zu lei ten, dass gute Ausbeuten an Acetaldehyd und Essigsäure erreicht werden, also die Bildung von wertärmeren Nebenprodukten vermieden oder auf ein Minimum verringert wird. In der Tat besteht auch noch keine industrielle Erzeugung von Acetaldehyd und Essigsäure auf dem angegebenen Wege.
Es wurde gefunden, dass man in sehr guter Ausbeute zu einem Gemisch der wertvolleren Produkte, Acetaldehyd und Essigsäure, ge langt, wenn man mit Silber als Katalysator so arbeitet, dass die Temperatur am Kataly sator gemessen nicht unter 3800 und nicht über 4400, zweckmässig aber zwischen 400 und 4200 C ist. Diese engen Grenzen müs sen, wie gefunden wurde, festgehalten werden, will man gute Ausbeuten erzielen. Ferner schreckt man zweckmässig die den Katalysa tor verlassenden Gase sofort hinter ihm ab, so dass weitere Veränderungen im Gasge misch unterbleiben.
<I>Beispiel 1:</I> Es wurde Luft durch Äthylalkohol (96 %) bei 500 C bis zur annähernden Sättigung geleitet und das Gasgemisch mit einer sol chen Geschwindigkeit über ein (vorgeheiztes) Silberdrahtnetz beziehungsweise durch das selbe hindurch geleitet, dass die Temperatur des Katalysators sich dauernd zwischen 408 und 4100 C befand. Zur genauen Messung war ein Teil des Katalysators -fest um das Thermoelement herumgewickelt.
Dabei wur- den 65% des Alkokols in Acetaldehyd und Essigsäure. umgesetzt, 31,5% wurden wie- dergewonnen.
Statt Drahtnetz kann man Silber auf einem Träger, zum Beispiel auf Aspest, ver wenden. Geht- man mit- der= Temperatur höher als angegeben, so sinken die Ausbeuten. Bei 4540 C ergaben sich Gesamtausbeuten an Aldehyd,-_Säure-und Alkohol von- nur 77o%4 Wenn die-Reaktionswärme etwa bei zu langsamem Durchleiten -der Gase- öder bei andern- -Mischungsverhältnissen- oder -ändern Dimensionen des Apparates nicht -hinreicht;
um die angegebenen Temperaturen aufrecht zu - erhalten, --so hilft . man: sich durch .eine besondere Heizung- der Gase-oder-des Kata- lysators,--zum Beispiel so, das -man die Luft- oder--das Gasgemisch -vorwärmt (ganz oder .zum Teil) -oder indem man- die Wärme der Reaktion im Gegenstromprinzip zur-Hei= zung benützt öder dergleichen,
wobei =man aber trotzdem für rasche- Abschreckung -der R e a:k: tionszase, -diede <B>1</B> n 'Katal satorverlassen, <B>- I -</B> y Sorge tragen muss.
Es gefunden, dass_ es zwecks Erzielung -guter Ausbeuten- -an Oxydations produkten vorteilhaft ist, die-- den Alkohol mitführende Menge Luft (Sauerstoff)<B>so-</B> zu be messen, däss eine ziemlich weitgehende Aus- nützüng des Sauerstoffes in der Reaktion statt findet.- Beispiel _ _ <I>2- _</I> .
Es wurde ein Genenge= aus Luft und. 96 %igem. .Äthylalkohol - hergestellt; -das nur- 30 -% Sauerstoff mehr enthielt als nötig war, um- allen-Alkohol in Acetaldehyd überzu- . führen.
Bei Einhaltung -einer- Reaktionsteen- peratur von 4280' C ergab sich-- bezogen auf <B>d</B>ie -angewandte Menge -Alkohol eine Aus beute an unverändertem Alkohol von 22, 3 0%x an Aldehyd und Essigsäure von 70,8%,
so däss die--Cz-esamtäüsbeute- unter--Berücksichti= gung der 4 % Wasser des 9G=o/oigen Alkohols 97,1% erreichte; die als -eine gute angesehen werden- muss.
Arbeitet man dagegen mit einem grösseren <B>üb-</B> erschuss an Sauerstoff, <B>-</B>so geht- die<B>Aus-</B> beute an Aldehyd und Essigsäure stark zu rück. So erhielt man bei 4050 -C und einem drei- bis f'ünüachen Überschuss an Sauerstoff unter- im übrigen gleichen Verhältnissen- wie im obigen Beispiel nur= rund 38 /o Aldehyd und Essigsäure, - ohne das im übrigen _ eine Zerstörung des =Alkohols eingetreten--wäre. Es hat sich-ferner-vorteilhaft ergeben, die als zweckmässig -erkannte Temperatur.
am Katalysator durch- genaue Regelung der Strömungsgeschwindigkeit des Gasgemisches einzustellen. Man korrigiert so such am-bä= quemsten - die-Schwankungen- der Tempera tur:. die sich,. aus irgend welchen Gründen während des katalytischen - Prozesses--ein- stellen. Man kann sie auch durclh-=.Änderung des Verhältnisses zwischen --Sauerstöff-und indifferentem.
Gas bei Anwendung von- Luft usw.- einstellen. " Benutzt man, wie angegeben, - einen ver hältnismässig -- geringen - Überschuss -an Luft (Sauerstoff), so hat--man- abgesehen von dem Vorteil --einer kleineren Menge- zu k'ü'hlender Reaktionsgase den weiteren,
das man -sieh innerhalb- der in-<U>Absatz</U> -2 genannten maxi malen Temperaturgrenzen ohne Gefahr einer - Ausbeuteverminderung freier bewegen darf als bei Verwendung eines- grösseren= Sauer stoffüberschusses.
So ergab sich auch bei 435" C eine- nur recht wenig schlechtere- Material ausbeute --des Alkohols (Bezogene auf die- .ge= wonnene- Menge Aldehyd und -Essigsäure und= die- zurückgewonnene Menge- Alkohol)- als bei.410 o C.'\- .Das beschriebene Verfahren kann auch- bei -Minderdräck--oder--höherem- als Atmos= - phärendrUck ausgeübt werden.\
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: - -Verfahren zur Herstellung eines Gemisches- von Acetaldehyd und Essigsäure durch-Oxy- dation -von Äthylalkohol mit Luft= mittelst- Silber als Katalysator, dadurch gekennzeich-=- net, das= man die Oxydation.bei Katalysä,- tortemperaturen- von-380-4400 ' C vornimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren - nach Patentanspruch, dadurch- gekennzeichnet; das man nach dein -VVelassen des Katalysators ab- schreckt. - 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Gemenge von Alkohol und Luft verwendet, die einen kleinen Überschuss an Sauerstoff enthal ten.
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| DE134085X | 1926-11-12 | ||
| DE120127X | 1927-01-12 |
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| CH134085A true CH134085A (de) | 1929-07-15 |
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ID=25750712
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| CH134085D CH134085A (de) | 1926-11-12 | 1927-11-09 | Verfahren zur Oxydation von Äthylalkohol. |
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1927
- 1927-11-09 CH CH134085D patent/CH134085A/de unknown
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