CH134196A - Vibrationsschnellregler für die Regelung von Generatoren auf gleichbleibenden Strom oder gleichbleibende Spannung. - Google Patents
Vibrationsschnellregler für die Regelung von Generatoren auf gleichbleibenden Strom oder gleichbleibende Spannung.Info
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Description
Vibrationsschnellregler für die Regelung von Generatoren auf gleichbleibenden Strom oder gleichbleibende Spannung. Für Regelung auf gleichbleibende Span nung oder gleichbleibenden Strom bei Zug beleuchtungsgeneratoren werden sowohl Zit terregler, als auch Kohlendruckregler ver wendet. Beiden Reglerarten haften grosse Nachteile an, welche deren Verwendungs gebiet trotz der grossen mechanischen Ein fachheit ziemlich eng begrenzen.
Beim Zitterregler besteht der Nachteil darin, dass die Zitterkontakte infolge zu grosser Beanspruchung einer raschen Zer störung unterworfen sind. Das rührt davon her, weil beim Öffnen der Kontakte eine zu grosse Spannungsdifferenz zwischen den Kon takten vorherrscht. Diese Spannungsdifferenz ist bedingt durch den starren Widertand. der parallel zu den Zitterkontakten geschal tet ist.
Infolgedessen entsteht bei jeder Öff nung ein Lichtbogen, dessen Intensität von der Erregerstromstärke und dem Spannungs abfall in Abhängigkeit steht. Durch die Ver wendung eines mehrstufigen Widerstandes wird die Funkenbildung durch die Kontakte zwar geschwächt; sie ist aber bei grösserem Erregerstrom immer noch viel zu gross, so dass auch in diesem Falle die Lebensdauer der Vibrationskontakte reichlich kurz ist.
Beim Kohlenduckregler machen sich die Nachteile in der Weise geltend, dass der Ohmsche Widerstand der Kohlensäure auf die Dauer nicht gleichbleibend ist, sondern in der je nach der Struktur der Kohle empfindlichen Änderungen unterwor fen ist. Dieses beeinträchtigt in störender Weise die feine Regulierung, so dass der Kohlendruckregler nur da Verwendung fin den kann, wo keine genaue Regulierung vor geschrieben ist.
Gemäss der Erfindung wird dem Vibra- tions- oder Zitterkontakt eines Reglers ein regelbarer, induktionsfreier Widerstand pa rallel geschaltet, der praktisch zwischen Null und einem Maximalwert einstellbar ist. Als regelbarer Widerstand dient zweckmässig ein Kohlendruckregler, der durch das Zusammen arbeiten mit dem Vibrationskontakt eine feinstufige Regulierung in Abhängigkeit von der Erregung des Generators ermöglicht.
In der Zeichnung zeigen Abb. 1 und 2 schematisch Beispiele eines einfachen Reg lers und eines Doppelreglers gemäss der Er findung und Abb. 3 und 4 ass Ausführungs beispiel eine konstruktive Durchbildung des letzteren in Ansicht und Grundriss; Abb. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform.
In der Abb. 1 bedeutet a den Anker der Zugbeleuchtungsdynamo und b deren Erregung. Der Regler besitzt den Vibrations- oder Zitterkontakt c und einen dem Kon takt parallel geschalteten Kohlendruckregler d. Der obere Teil des Vibrationskontaktes c und das den Druck auf die säulenartig ge schichteten Platten des Kohlendruckreglers ausübende Glied sitzen an einem gemein samen Hebel e, der in f gelagert und als Anker eines Elektromagnetes g ausgebildet ist. Der Elektromagnet g wird in Abhängig keit von Strom oder Spannung der Dynamo a erregt und liegt beispielsweise an den Klemmen der Erregung b und der Dynamo a.
lt ist eine mit Vorspannung versehene Feder, die den Druck der Kohlenplatten des Reg lers reguliert und damit den Widerstands wert des letzteren bestimmt. Die Feder h dient ausserdem dazu, den Vibrationskontakt geschlossen zu halten. In der Ruhestellung des Reglers bei geschlossenen Vibrations- kontakten c ist der Druck auf die Kohlen platten am grössten und damit der Wider standswert des Kohlendruckreglers am ge ringsten, das heisst annähernd gleich Null. Nach Öffnung des Kontaktes c wird unter Spannung der Feder h der Druck auf die Kohlenplatte des Reglers vermindert und da mit der Widerstandswert desselben mit zu nehmender Entfernung der Kontaktteile von einander bis auf einen Maximalwert erhöht.
Die Wirkungsweise des Reglers ist folgende: In der Anfahrstellung des mit der Zug beleuchtungsdynamo ausgerüsteten Fahr zeuges fliesst Strom von der Dynamoklemme x über die Erregung b über den Drehpunkt f des Hebels e und diesen selbst und weiter über den geschlossenen Vibrationskontakt c, sowie parallel dazu über den Kohlendruck regler d zur Dynamoklemme y. Bei stei gender Dynamospannung spricht der Elektro magnet g an, der seinen Anker e anzieht und den obern Teil des Vibrationskontaktes c von seinem festen Gegenkontakt abhebt. Im Moment des Öffnens des Kontaktes bleibt noch annähernd der grösste Druck der Fe der h auf die Platten des Kohlendruckreglers erhalten, so dass infolgedessen sein Wider standswert praktisch Null bleibt.
Auf diese Weise wird die Spanungsdifferenz zwischen, den Vibrationskontaktteilen niedrig gehalten und die Entstehung von die Kontaktteile zer störender Öffnungsfunken ist verhindert. Eine weitere Vermeidung der Funkenbil dung lässt sich durch eine Unterteilung des Kontaktes in mehrere Einzelkontakte erzie len. Vergrössert sich mit zunehmender Span nung der Luftspalt zwischen den Vibrations- kontaktteilen, dann nimmt gleichzeitig unter Spannung der Feder h der Druck auf die Kohlenplatten des Reglers ab und der Wi derstandswert desselben nimmt entsprechend zu.
Sinkt die Dynamospannung, dann wer den die Vibrationskontaktteile wieder ein ander genähert, der Widerstandswert des Kohl.endruckreglers nimmt ab und erreicht seinen Nullwert bei Schliessen des Vibrations- kontaktes.
Abb. 2 zeigt schematisch die Vereinigung von zwei Reglern gemäss Abb. 1 zu einem Doppelregler. Der Anker e. ist als doppel- armiu#er Hebel ausgebildet, dessen Lagerung zur Vermeidung von Reibungen in Spitzen erfolgen kann. Der Elektromagnet ,g ist so ausgebildet, dass seine Pole zu beiden Seiten des zweiarmigen Ankers e liegen. Beide Reg ler sind symmetrisch zur Mittellinie des An kers e angeordnet, und ihre Vibrationskon- ta.kte sind parallel geschaltet, so dass sich der dem Regler zugeführte Strom auf beide Kontakte verteilt.
Die Vibrationskontakte beider Regler können aber auch in Reihe ge- sehaltet werden. Diese doppelte Ausbildung eines Reglers, dessen Kontakte synchron mit- einander gesteuert werden, hat den besonde ren Vorteil, dass bei Schadhaftwerden der einen Reglerhälfte trotzdem die zweite noch betriebsfähig ist.
Eine konstruktive Durchbildung eines derartigen Doppelreglers ist in Abb. 3 und Abb. 4 in Ansicht und Grundriss beispiels weise dargestellt. Gleiche Buchstaben be zeichnen gleiche Teile aus Abb. 1. Die Wir kungsweise ist die gleiche wie vorher be schrieben.
Die den Anpressdruck der Kohlenplatten des Kohlendruckreglers regulierende Feder lt wird zweckmässig in das Innere des Kohlen druckreglers selbst verlegt. Zu dem Zweck werden die säulenförmig geschichteten Koh- lenplatten mit einer Bohrung versehen, und die Feder lh wird in dem so entstehenden Kanal angeordnet. Das eine Ende der Feder ist einstellbar an der Reglerhülse i befestigt. Der durch die Bohrungen der Platten gebildete Kanal dient gleichzeitig als Luftführung für die Kühlung des Reglers. Die Regelung des Pressdruckes der Kohlenplatten p der Kohlen druckregler d, dl ist in der Weise ermög licht, dass die Federn h an am Reglergehäuse drehbar gelagerten Hebeln in, m1 befestigt sind, die durch die Federn n, n1 mit den En den des zweiarmigen Ankers e verbunden sind.
Die durch Verminderung des Pressdruckes der Platten erzeugte Erhöhung des Wider standswertes des Kohlendruckreglers kann noch durch das Eigengewicht der Platten unterstützt werden, indem man die Regler so einbaut, dass das offene Ende des Regler gehäuses senkrecht nach unten gerichtet ist.
Bei den bisher beschriebenen Ausfüh rungsbeispielen ist der Vibrationsregler mit dem Kohlendruckregler mechanisch starr gekuppelt, so dass beide in Abhängigkeit von der Erregerstromstärke des Generators syn chron gesteuert werden. Man kann nun auch unter Vermeidung der mechanischen Kupp lung der beiden Regler den Kohlendruck regler in Abhängigkeit von dem über die Vi- brationskontakte fliessenden Erregerstrom des Generators für sich elektromagnetisch steuern, wie in Fig. 5 dargestellt ist. a ist der Generator und b dessen Erregung.
Der mit Zitterspule versehene Regler ist mit r bezeichnet. c sind die im Erregerstromkreis liegenden Vibra- tionskontakte. Parallel zu den Vibrations- kontakten liegt der Kohlendruckregler d, dessen Widerstandswert durch den Druck des unter Wirkung des Elektromagnetes s ste henden Ankers t geregelt wird.
Wenn also zum Beispiel der gesamte Er regerstrom über die Vibrationskontakte flie ssen würde, so würde dadurch der Elektro magnet s stark erregt, und der Anker t würde einen grossen Druck auf die Kohlensäure des Kohlendruckreglers ausüben, dessen Wider standswert infolgedessen vermindert würde. Die Klemmenspannung am Generator würde demzufolge ansteigen. Der Vibrationsregler würde aber sofort einen grösseren Licht bogenwiderstand einstellen, so dass durch ent sprechende Verringerung der Anzugskraft des Elektromagnetes der Druck des Ankers t auf die Kohlensäure vermindert und somit der Widerstandswert des Kohlendruckreglers erhöht würde.
Auch bei diesem Ausführungs beispiel werden die Vibrationskontakte durch den parallel gesehalteten Kohlendruckregler entlastet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vibrationsschnellregler für die Regelung von Generator auf gleichbleibenden Strom oder Spannung mit einem dem Vibrations- kontakt parallel geschalteten induktions freien Widerstand, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand in Abhängigkeit von dem Vibrationskontakt periodisch praktisch von Null auf einen Maximalwert reguliert wird. UNTERANSPRÜCHE: I.Schnellregler nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass; dem Vibra- tionskontakt ein Kohlendruckregler pa rallel geschaltet ist. \?. Schnellregler nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zwei Vibra- tionskontakte und zwei Kohlendruck.- regler in Abhängigkeit von der Genera torklemmenspannung durch einen im Schwerpunktgestützten, frei schwingen den Anker eines Elektromagnetes ge meinsam gesteuert werden. 3.Schnellregler nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, da an dem Elek- tromagnetanker mit einer Übersetzung versehene Übertragungsgestänge für die Änderung des Widerstandswertes der Kohlendruckregler angreifen. 4. Schnellregler nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Änderung des Widerstandswertes des Kohlendruck- reglers durch Veränderung seines Plat tendruckes derart erfolgt, dass bei ge schlossenem Vibrationskontakt der Druck hoch und infolgedessen der Widerstands wert gering ist, während nach Öffnen des Kontaktes der Widerstandswert in Abhängigkeit von der Abnahme des Druckes zunimmt. 5.Schnellregler nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die durch Verminderung des Druckes der Kohlen platten erzeugte Erhöhung des Wider standswertes des Kohlendruckreglers durch das Eigengewicht der Platten un terstützt wird. 6. Schnellregler nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Platten druck des Kohlendruckreglers durch eine mit Vorspannung versehene Feder er zeugt wird. 7. Schnellregler nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Vorspan nungsfeder zentral durch eine Bohrung der Platten des Kohlendruckreglers ge führt ist. B. Schnellregler nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der durch die zentrale Bohrung der geschichteten Plat ten gebildete Kanal so ausgebildet ist, dass er als Luftführung für die Kühlung des Reglers dienen kann. 9.Schnellregler nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Vibra- tionskontakt des Reglers mehrfach unter teilt ist. 10. Schnellregler nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass er als Doppel regler ausgebildet ist, wobei jedem Vibra- tionskontakt ein Kohlendruckregler pa rallel geschaltet ist. 11. Schnellregler nach Unteransprüchen 3 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibrationskontakte beider Regler und die den Widerstandswert der Kohlen druckregler verändernden Übertragungs gestänge symmetrisch an einem doppel armigen Hebel sitzen, der in Abhängig keit von der Erregung des Generators ge steuert wird. 12.Schnellregler nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibra- tionskontakte beider Regler parallel ge schaltet sind. 13. Schnellregler nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibra- tionskontakte beider Regler in. Reihe ge schaltet sind. 14.Schnellregler nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, da.ss der dem Vi brationskontakt parallel geschaltete Koh. lendruckregler in Abhängigkeit von dem über den Vibrationskontakt fliessenden Erregerstrom des Generators für sich elektromagnetisch gesteuert wird. 15.Schnellregler nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem Vibrationskontakt ein Elektro magnet geschaltet ist, dessen Anker den Druck auf die Kohlensäule des Kohlen druckreglers reguliert.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE134196X | 1927-06-01 | ||
| DE200627X | 1927-06-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH134196A true CH134196A (de) | 1929-07-15 |
Family
ID=25751818
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH134196D CH134196A (de) | 1927-06-01 | 1928-05-22 | Vibrationsschnellregler für die Regelung von Generatoren auf gleichbleibenden Strom oder gleichbleibende Spannung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH134196A (de) |
-
1928
- 1928-05-22 CH CH134196D patent/CH134196A/de unknown
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