CH134220A - Verfahren zur Herstellung von Cholinmonoborat aus Cholin und Borsäure. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Cholinmonoborat aus Cholin und Borsäure.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Cholinmonoborat aus Cholin und Borsäure. Den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Cholinmonoborat aus Cholin (P-Oxyäthylen- trimethylammoniumhydrogyyd) OH-CH?-CHa- (CHB)3 N < OH und Borsäure, das dadurch gekenn zeichnet ist, dass man zu einer Lösung von 1 Mol. Cholin mindestens 1,
aber nicht mehr als 3 Mol. Borsäure zusetzt und das ent stehende Cholinmonoborat durch Behandlung mit Lösungsmitteln, in denen es unlöslich ist, in feste Form überführt. Es handelt sich bei dem vorliegenden Verfahren um eine Salz bildung.
In der Literatur ist die Herstellung eines triborsauren Salzes des Cholins durch Ein wirkenlassen von mindestens 3 Mol. Borsäure auf 1 Mol. Cholin beschrieben.
Das monoborsaure Salz des Cholins hat sich bisher nur in wässeriger Lösung, und zwar durch Zusatz von einem Mol. Borsäure auf ein Mol. Base herstellen lassen. Konzen triert man eine solche wässerige Lösung, so tritt meist eine Zersetzung des Salzes ein und es gelingt nicht aus dem zurückbleibenden zähen Syrup das Salz zum Kristallisieren zu bringen.
Überraschenderweise gelingt es aber, den Syrup, der sich beim Konzentrieren der Lösung bildet, zum Erstarren zu bringen, wenn man von einer Lösung ausgeht, die auf 1 Mol. Cholin mehr als 1 Mol. aber weniger als 3 Mol. Borsäure enthält.
Am zweckmässigsten verwendet man auf 1 1M1. Base 2 Mol. Borsäure. Bei einem der artigen Mengenverhältnis erhält man sogar, wie Versuche ergaben, eine fast quantitative Ausbeute an monoborsaurem Cholin.
Beim Eindampfen einer derartig herge stellten Lösung hinterbleibt, wie Versuche ergaben, zunächst ebenfalls ein zäher Syrup, der in der gälte glasig erstarrt, ohne zu kristallisieren. Dieser Syrup löst sich leicht in Alkohol, ist jedoch unlöslich in Äther, Aceton, Benzol und Essigester. Versetzt man nun diesen Syrup vor dem Erstarren mit derartigen Lösungsmitteln, in denen er unlöslich ist, wie zum Beispiel mit Aceton, so erstarrt er nach einiger Zeit kristallinisch zu monoborsaurem Cholin.
Man kann den beim Eindampfen der Lö sung entstehenden Syrup auch zunächst in Alkohol auflösen und sodann mit Lösungs mitteln versetzen, in denen er unlöslich ist. Es fällt dann ein öliger, syrupöser Körper aus, der nach einiger Zeit erstarrt und eben falls aus monoborsaurem Cholin besteht.
Man kann auch von einer alkoholischen Cholinlösung ausgeben, und diese mit der nötigen Menge Borsäure versetzen und das Monoborat sodann mit Lösungsmitteln, in denen es unlöslich ist, ausfällen. In diesem Falle ist ein Konzentrieren der Lösung unter Bildung eines Syrups nicht vonnöten.
Dass man aus einer derartigen Lösung das reine monoborsaure Salz und nicht ein Ge menge von 112onoborat und Diborat erhält ist zweifellos überraschend.
Man kann auch nach dem vorliegenden Verfahren von äquimolekularen Mengen von Cholin und Borsäure ausgehen, doch muss man dann die Lösung im Vakuum konzen trieren. Die Verarbeitung des hierbei erhal tenen Syrups kann, wie oben angegeben; ge schehen.
Man kann also entweder aus dem erhaltenen Syrup unmittelbar durch Zusatz von Lösungsmitteln, in denen das Cholin- monoborat unlöslich ist; das Salz ausfällen, oder man kann den durch Vakuumkonzen tration erhaltenen Syrup zunächst in Alkohol auflösen und sodann das Salz aus der alko holischen Lösung durch Zusatz der oben ge nannten Lösungsmittel, die das Cholinmono- borat nicht lösen ausfällen.
Das Cholinmonoborat ist ein weisses mikro kristallinisches Salz, das mit 1 Mol. Wasser kristalliert. Es reagiert gegen Lakmus alkalisch und schmilzt über 3000. Es löst sich leicht in Wasser und in Alkoholen. Aus der heissen konzentrierten alkoholischen Lösung fällt es beim Abkühlen zuerst ölig aus. Es ist un löslich in Äther, Essigester, Aceton, Benzol, Toluol. Aus der alkoholischen Lösung kann man es durch diese Lösungsmittel ausfällen. Das Salz ist für therapeutische Zwecke be stimmt.
<I>Beispiel I:</I> In einer wässerigen Lösung von<B>18</B> gr Cholin werden 9 gr Borsäure aufgelöst und die Lösung im Vakuum bei etwa 30-60o eingedampft. Den öligen Rückstand löst man in Alkohol und versetzt die gegebenenfalls filtrierte Lösung mit Aceton. Es fällt wieder ein Öl aus, das nach einigem Stehen fest wird. Man filtriert den festen Körper ab, wäscht mit Aceton nach und trocknet im Vakuum oder bei erhöhter Temperatur zum Beispiel <B>50'</B> ohne Vakuum. Das weisse Salz ist Cholin- monoborat mit 1 Mol. Wasser.
<I>Beispiel</I> II: Eine wässerige Lösung von 24 g Cholin wird mit 24 g Borsäure versetzt und auf dem Wasserbad zu einem Syrup eingedampft. Der zurückbleibende Syrup wird in 150 cm' Alkohol gelöst, gegebenenfalls filtriert und mit 300 emg Aceton gefällt. Das ausfallende Öl erstarrt bald. Man filtriert dann ab, wäscht 'mit Aceton nach und trocknet den weissen Niederschlag.
Er besteht aus reinem Cholin- monoborat mit 1 Mol. Wasser (berechnet: 7,64% N; gefunden 7,57% N).
<I>Beispiel</I> III: Eine alkoholische Lösung von 9 gr Cholin wird mit 5 gr Borsäure versetzt. Nachdem die Borsäure gelöst ist, gibt man zu dieser Lösung Aceton in solcher Menge, dass auf weiteren Zusatz keine Trübung mehr ein tritt. Der ausgefällte, anfangs ölige Nieder schlag erstarrt bald. Es wird abfiltriert, mit Aceton und Äther gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Cholin- monoborat aus Cholin und Borsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man zu einer Lösung von 1 Mol. Cholin mindestens 1, aber nicht mehr als 3 Mol. Borsäure zusetzt, und das entstehende Cholinmonoborat durch Behand lung mit Lösungsmitteln, in denen es un löslich ist, in feste Form überführt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in wässeriger Lösung arbeitet, die erhaltene Lösung konzentriert und den erhaltenen Syrup mit Lösungsmitteln behandelt, in denen Cholinmonoborat unlöslich ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 1 Mol. Cholin 2 Mol. Borsäure anwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den beim Konzentrieren entstandenen Syrup zunächst in Alkohol auflöst und sodann mit Lösungsmitteln versetzt, in denen das Cholinmonoborat unlöslich ist. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in alkoholischer Lösung ausführt, und das entstandene Cholinmonoborat aus der Lö sung durch Zusatz von Lösungsmitteln, in denen es unlöslich ist, ausfällt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Cholinmono- borat mit Aceton ausfällt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man äquimolekulare Mengen von Cholin und Borsäure anwendet und die Konzen tration der Lösung im Vakuum vornimmt.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2774759A (en) * | 1955-01-06 | 1956-12-18 | American Cyanamid Co | Preparation of choline base and choline salts |
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1928
- 1928-02-01 CH CH134220D patent/CH134220A/de unknown
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