Hülsentrockner. Es wurde bis jetzt in der Papierhülsen- industrie, die auf den automatischen Hülsen- wickelmaschinen gewickelten und geklebten Hülsen in nassem Zustande mittelst Draht sieben auf Wagen in Trockenräume gebracht, was jedoch sehr umständlich und zeitraubend ist. Ebenso sind Hülsenwickelmaschinen be kannt, in welchen Trockenapparate eingebaut sind, wobei die Hülsen zum Trocknen auf einen teilweise geheizten gasten geführt und hauptsächlich die konischen Hülsen in diesen Trockenapparaten nach dem Trocknen zu Stangen automatisch ineinandergesteckt wer den.
Diese Trockenapparate mit Kettentrans port haben den grossen Nachteil, dass die Ketten in dem geheizten Raum einem grossen Verschleiss unterworfen sind und gestreckt werden, so dass Störungen durch ungenauen Vorschub, hauptsächlich beim Ineinander stecken der konischen Hülsen, leicht vor kommen. Ausserdem beansprucht ein derarti ger Kettentrockner eine ziemlich grosse An triebskraft und einen grossen Raum, so dass ein solcher nur in hohen Räumen in die Maschine eingebaut werden kann.
Der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Hülsentrockner kennzeich net sich nun dadurch, dass er ein ringförmiges mit Heissluft erwärmtes Gehäuse besitzt, in welchem die Papierhülsen während ihrer zwangsweisen Bewegung getrocknet werden.
Durch diesen Hülsentrockner wird eine günstige Raumausnützung erreicht. Ebenso ist die Ringform zum Trocknen von derarti gen Hülsen eine günstigere gegenüber den in der Einleitung angeführten Anlagen. Der Ringtrockner kann so ausgeführt werden, dass er einen leichten Gang besitzt und mit einem viel geringeren Kraftaufwand angetrie ben werden kann, als dies bei dem bekannten Kettentransport der Fall ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand durch die Abb. 1-8 beispiels weise dargestellt.
Abb. 1 zeigt einen Hüisenringtrockner in Vorderansicht und teilweise im Schnitt, bei welchem die Hülsenkammern ausserhalb an den Führungssebienen angebracht sind und die Lagerung sowie der Antrieb innerhalb der Führungsschienen vorgesehen ist; Abb. 2 zeigt die Oberansicht und einen teilweisen Schnitt der Abb. 1; Abb. 3 zeigt einen Hülsentrockner in Ringform, bei welchem die Hülsenkammern innerhalb der Führungsschienen vorgesehen sind und der Antrieb sowie die Lagerung ausserhalb der Führungsschienen stattfindet; Abb. 4 zeigt eine Draufsicht und teil weisen Schnitt der Abb. 3 ;
Abb. 5 zeigt einen Hülsenringtrockner, bei welchem mehrere, konzentrisch angeord nete Hülsenringe zu einem Ganzen vereinigt sind und der Antrieb, sowie die Lagerung desselben wie bei der Ausführung nach den Abb. 3 und 4 gedacht sind; Abb. 6 zeigt beispielsweise eine Gruppe von Trockenapparaten in Vorderansicht; Abb. 7 zeigt die Draufsicht der Abb. 6; Abb. 8 zeigt schematisch noch weitere Möglichkeiten, wie die Apparate beispiels weise gruppiert werden können.
In dem Trockenkammergehäuse a, das mit einem Deckel b abgeschlossen ist, befin det sich der Hülsenkammerring c (Fig. 1 und 2), der aus den Ringen d von beliebigem Profil und den Hülsenkammern e beliebiger Form zusammengesetzt ist. Im obern und untern Teil von Abb. 1 sind beispielsweise zwei verschiedene Formen der Hülsenkammern angegeben. Der Hülsenkammerring c kann sich derart zusammensetzen, dass die Hülsen kammern e ausserhalb (Abb. 1 und 2) oder innerhalb der Ringe c!' angeordnet sind (Abb. 3 und 4).
Die Lagerung des Hülsenkämmer- ringes c erfolgt durch mehrere Laufrollen f, auf welchen die Ringe d gleiten. Die Um drehung des Hülsenkammerringes c wird mittelst eines angetriebenen Zahnrades g bewerkstelligt, das mit der an einem der Ringe<I>d</I> vorgesehenen Verzahnung <I>h</I> im Ein griff steht. Das Zahnrad g kann auf einer der Rollenachsen i oder aber auf einer be sonderen Achse k befestigt sein. Der Antrieb des Zahnrades g kann auf eine beliebige Art und Weise erfolgen.
Die Hülsenkammerringe, werden seitlich durch eine Anzahl Gleitrollen L geführt, die an dem Gehäuse a zweckent sprechend verteilt sind, so dass dem Hülsen kammerring c ein leichtes, spielfreies Laufen ermöglicht wird. Auf der Stirnseite des Ge häuses a, b (in Abb. 6) sind Öffnungen v angebracht, durch welche die Hülsen von Hand oder automatisch ein- und ausgeschoben werden.
Zu dem Hülsenkammerring c können gemäss Abb. 5 noch mehrere Hülsenringe in konzentrisch angeordnet und mit ihm zu einem Ganzen vereinigt sein, so dass sich sämtliche im Gehäuse a eingebauten Hülsen kammern gleichzeitig drehen. In diesem Fall sind die, die Hülsenkammern e tragenden Ringe n durchbrochen; damit die Trockenluft auch nach den innen liegenden Hülsenkammern strömen kann. Wenn die Heissluft jedem einzelnen Ring n zugeführt wird, brauchen die Ringe n nicht durchbrochen zu sein.
Die Hülsenkammern e (in Abb. 1 und 3) sind ihrer ganzen Länge nach mit einem Schlitz o versehen, in welchem der Hülsen- ausstosser p jeweilen geführt wird. Um der eingepressten Heissluft in den Hülsenkammern e eine gute Zirkulation zu ermöglichen, sind dieselben mit Durchbrechungen g versehen. An dem Gehäuse a sind eine oder mehrere Öffnungen r angebracht, an welche Luftdüsen angeschlossen werden, mit deren Hilfe heisse Luft in die Kammern e gepresst und wieder abgesaugt wird.
An Stelle der Kammern e können auf den Ringen n auch Dorne oder dergleichen befestigt sein, auf welche die-zu trocknenden Hülsen aufgesteckt werden.<I>Der</I> Hülsenkammerring c rotiert intermittierend in dem Gehäuse a. Nach jeder Hülsenausstossung bezw. Einführung einer Hülse wird der Hülsen kammerring c um eine Kammer vorgeschoben. Die Einrichtung kann auch so getroffen wer den, dass der Hülsenkammerring c gleichför mig rotiert. Das Gehäuse a und der Deckel b werden vorteilhaft aus Wärme-Isoliermaterial hergestellt, was jedoch nicht unbedingt er forderlich ist.
Anstatt das Gehäuse a und den Deckel b aus Wärme-Isoliermaterial her zustellen, können die Wände auf der Innen- seite auch mit einem wärmeisolierenden Hateriar belegt sein.
Ein derartiger Hülsenringtrockner kann mit andern Hülsenringtrocknern gleicher Art derart gruppiert werden, dass eine ganze Anzahl solcher Hülsenringtrockner in einem verhältnismässig kleinen Raum untergebracht werden kann. Die Gruppierung erfolgt zweck mässig in der Weise, dass jedes einzelne Element leicht ausgeschaltet werden kann.
Der Hülsenringtrockner kann zwecks Raumersparnis auch mit dem bekannten Kettentrockner gekuppelt werden. Hierbei dient der Kettentrockner als Transportmittel von der Hülsenwickelmaschine zum Ring trockner. Die Hülsen können von Hand oder selbsttätig in den Ringtrockner eingesetzt und hier vollends getrocknet werden.
Der Ringtrockner kann sowohl vertikal als auch horizontal angeordnet werden.