CH134494A - Münzfernsprecher. - Google Patents

Münzfernsprecher.

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CH134494A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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      Münzfernsprecher.       Die Erfindung betrifft einen Münzfern  sprecher, bei welchem .die Herstellung einer  Verbindung sowohl automatisch     bezw.        balb-          automatisch,    als auch nicht automatisch be  werkstelligt werden kann.  



  Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss  dadurch gelöst, dass für die Kassierung der       eingeworfenen    Münzen mehrere Organe vor  gesehen sind, von denen jedes unabhängig  von dem andern bei seiner Beeinflussung die  Kassierung bewirkt.  



  Von einer beispielsweisen Ausführungs  form des Münzfernsprechers mit den erfin  dungsgemässen Kennzeichen, bei welchem  die Herstellung einer Verbindung sowohl  selbsttätig durch den Teilnehmer, als auch  nicht selbsttätig über ein Vermittlungsamt  erfolgen kann, zeigt     Fig.    1 die Schaltung,  während     Fig.    2 eine Vorderansicht, und       Fig.    3 einen Teil des Münzfernsprechers  darstellt.

      Anhand der Schaltung nach     Fig.    1, in  welcher die Kontakte in ihrer Ruhestellung,  das heisst bei aufgehängtem     Mikrotelephon     gezeichnet sind, soll im folgenden die Wir  kungsweise des gezeichneten Apparates, und  zwar getrennt für selbsttätig vom Teilneh  mer und durch ein Vermittlungsamt herzu  stellende Gesprächsverbindungen näher er  läutert werden. In der gezeigten Ruhestel  lung ist die Teilnehmerschleife<I>a, b</I> durch  den     Hakenumschalterkontakt        IIU    über .den       Urecker    W und Kondensator C geschlossen.  so dass der Wecker auf ankommende Signal  rufe ansprechen kann. Durch das Abnehmen  .des Handapparates wird der HU-Kontakt  umgelegt und die Sprechleitung geschlos  sen.

   Der Münzfernsprecher ist     gesprächsbe-          r        eit.     



  Will' der Teilnehmer eine selbsttätige  Verbindung herstellen, so hat er zunächst  eine     bezw.    mehrere der Gebühr entspre  chende Münzen     einzuwerfen.    Durch Ab-      rahme des Handapparates (Telephon oder       Mikrotelephon)    wird der HU-Kontakt um  gelegt, während der von einem     Münzfühl-          hebel    gesteuerte Kontakt     HF,    welcher bei  nicht eingeworfener Münze den Impulskon  takt JA kurzschliesst und somit den Teil  nehmer an einer Impulsgabe verhindert, ge  öffnet bleibt. In bekannter Weise kann jetzt  vermittelst eines Nummernschalters (Im-.

         pulskontakt   <I>JA,</I>     Nummernschalterkontakt          lJK)    die Wahl der gewünschten Verbin  dung erfolgen. Nach beendigtem Gespräch  wird -durch Auflegen des     Mikrotelephones     der HU-Kontakt, sowie beim Ablauf einer  durch Einhängen des     Mikrotelepliones        beein-          flussten    und zum Beispiel aus einem Feder  werk bestehenden     Zeitschalteinrichtung    der  Kontakt<I>HUI</I> umgelegt.

   Der Kassiermagnet       KDI        wird    eingeschaltet und befördert die  eingeworfenen Münzen, welche für die Dauer  des Gespräches in einem     Sammelbehälter    zur       Verfügung    des Sprechgastes gehalten wer  den, in die Kassette.     _    Die Einrichtung ist so  getroffen, dass für den Fall, in welchem sich  der     gewünschte    Teilnehmer nicht meldet,  der Kassiermagnet nicht anspricht. Die Mün  zen bleiben im     .Sammelbehälter,    bis sie durch  eine beim Ablauf .des Federwerkes beein  flusste Einrichtung in den Münzauswurf  kanal zurückgegeben werden.  



  Wünscht der Teilnehmer ein Fernge  spräch über ein Vermittlungsamt zu führen,  so hat er zunächst als Grundgebühr eine  oder mehrere Münzen einzuwerfen. um durch  Freigabe des Impulskontaktes<I>JA</I> die Ver  bindung mit dem Amt herstellen zu können.  Hat die Beamtin die verlangte Teilnehmer  stelle erhalten, so wird der Sprechgast auf  gefordert, die für .das Gespräch fällige Ge  bühr zu entrichten. Die Einzahlung der Ge  bühr kann in beliebigen Münzen erfolgen.  Ihre Anzahl und Wertigkeit wird der Beam  tin durch akustische Zeichen, welche beim  Anschlagen der Münzen an tönende Organe,  zum Beispiel an Klangstäbe, Röhren oder  dergleichen entstehen, durch ein besonderes  Klangmikrophon GM übermittelt.

   Hierauf  wird der Sprechgast aufgefordert, zwecks         Kassierung    der     eingeworfenen    Gebühr<B>da,;</B>  Kassierorgan, welches zum Beispiel in     einer     Taste oder einem Knopf besteht, zu betä  tigen. Die erfolgte Kassierung wird der B  amtin durch ein bei der Betätigung des     Kas-          sierorganes    hervorgerufenes Klangsignal an  gezeigt. Ist die Amtsleitung oder die  gewünschte Teilnehmerleitung. besetzt, so       wird    in gleicher Weise wie bei den selbst  tätig hergestellten Verbindungen durch Auf  legen     bezw.    Aufhängen des Handapparate  die eingezahlte Grundgebühr zurückgegeben.

    Um zu verhindern,     dass    der Sprechgast     vo-          der    Betätigung der Kassiertaste durch die  Beeinflussung des Hakenumschalters sein  Geld zurückerhält, ist ein     Summerkontakt          ,SK    vorgesehen, welcher der Beamtin den  Versuch einer unbefugten     Zurücknahme    des  Geldes anzeigt.  



  Die mechanische Arbeitsweise des Appa  rates sei anhand der in     Fig.    2 und 3 gege  benen Darstellungen näher erläutert.  



  In     Fig.    2 sind die auf einer     Monta;-e-          platte    1 befestigten Apparate in ihrer Ar  beitsstellung, das heisst bei eingeworfener  Kürze und abgehobenem     Mikrotelephon,    dar  gestellt.

   Die Wirkungsweise des     Apparates     bei der selbsttätigen Herstellung der Verbin  dung durch den Teilnehmer ist folgende:  Nach Einwurf einer 10     Pfg.-        bezw.    von  zweimal 5     Pfg.-Münzen    in die entsprechen  den     Einwurfschlitze    nimmt der     Teilnehmer     das     Mikrotelephon    vom Hakenumschalter ?,  welcher, um die Achse 3 drehbar angeordnet,  durch die Federkraft der Schraubenfeder 4  in seiner gezeichneten Stellung gehalten  wird.

   Die Münze hat nach dem Einwurf den  an mehreren nicht gezeichneten Klangkör  pern vorbeiführenden Münzkanal 5 durch  laufen und wird in den als     Münzsarnmel-          kanäle    6     ausgebildeten        Sammelbehältern    durch  den vom Hakenumschalter gesteuerten und  beim Abnehmen des Handapparates in den  Sammelkanal eingreifenden     Fühlhebel    7 ge  prüft. Ist keine Münze im Kanal vorhanden.  so schliesst der     Fühlhebel    7 vermittelst     seines     Gliedes 8 den Kontakt     MF,    im andern Falle  wird der Eingriff .des     Fühlhebels    durch die      Münze verhindert.

   Der Kontakt<I>HU</I> wird  durch den gleichfalls um die Achse 3  schwingbaren und von dem Hakenumschalter  vermittelst des Stiftes 9 mitgenommenen  Hebel 10 umgelegt. Die Impulsgabe kann  nunmehr durch einen in der Zeichnung nicht  dargestellten Nummernschalter erfolgen. Hat  der Teilnehmer eine Verbindung erhalten,       und    legt nach beendigtem Gespräch     den     Handapparat auf den Hörerhaken, so wird       l)ei    der Abwärtsbewegung des Hakenum  schalters vermittelst des mit diesem     gekup-          pelten    Gliedes 11, welches an der Nase 12  des um die Achse 13 drehbaren und durch       (.lie    Schraubenfeder 14 in der Ruhelage ge  haltenen Hebels 15 angreift, das Federwerk  16 aufgezogen.

   Bei dieser     Bewegung    des  Hebels 15 wird vermittelst des Stiftes 17  das Glied 18 mitgenommen, der Kontakt       111,7.1    umgelegt und dadurch der     Kassier-          rnagnet    19 eingeschaltet.  



  Das mit dem Magnetanker 20 verbundene  Schaltglied 21 wird durch zwei Bolzen 22  geführt und überträgt die Bewegung des  Ankers vermittelst des in einen Schlitz ein  greifenden Hebels 23 auf .die miteinander  gekuppelten     Münzsammelkanäle    6.     \Vie    aus  der in     Fig.    3 gegebenen Darstellung ersicht  lich ist, besteht jeder Kanal aus zwei um die  Achse 24 drehbar angeordneten und einen  Hohlraum bildenden Seitenwänden 25 und  26, von denen, die nach der gleichen Rich  tung hin zu bewegenden, zwecks     gleichzei-          tio-er    Steuerung durch ein Gestänge 27, 28       bezw.   <B>2</B>9 miteinander verbunden sind.

   Wird  nun beispielsweise bei einer Erregung des       Magneten    19 der Hebel 23 nach abwärts be  wegt, so wird infolge der starren Verbin  dung dieses Hebels mit der Seitenwand 26  des zweiten 10     Pfg.-Münzsammelka.nals     diese     Seitenwand    und infolge der Verbin  dung durch das Gestänge 2 7 auch die Seiten  wand 26 des ersten Kanals seitwärts geöff  net. Die Münzen werden in die zur Münz  kassette führenden Kanäle 30 befördert       (Fig.    3).

   Hat der Hakenumschalter 2 seine  Ruhestellung erreicht, verlässt der Hebel 11  die Nase 12, weil der in der Grundplatte 1    befestigte Stift 49 zufolge der schrägen       Aussparung        48        den        Hebel        11        nach        links     wodurch die Nase 12 ausser Eingriff  kommt. Das Federwerk 16 kann     @da.nn    zum     Ab-          !,auf    gelangen. Die Feder 47 drückt den Hebel  1.1 dauernd gegen den Stift 49.

   Der Hebel  32 wird infolge der Federkraft -der Schrau  benfeder 31 mit der Nase 12 zum Eingrit     f     gebracht werden und wird beim Ablauf de  Federwerkes die Rückgabevorrichtung     betä.     tigen. Kurz bevor der Hebel 15 seine höchste  in der     Fig.    2 dargestellte Lage erreicht, ver  lässt die Nase 12 den Hebel 32 zufolge der  an der Aussparung 50 auf der linken Seite  vorgesehenen     Abschrägung.    Die Übertra  gung der Bewegung auf .die     Münzsammel-          kanäle    erfolgt in ähnlicher Weise wie bei  der Kassiervorrichtung.

   Der um die Achse  33 drehbare Hebel 34 überträgt die Auf  wärtsbewegung des Gliedes 32 auf das  Schaltglied 35, welches mit ;dem Schalthebel  36 in Eingriff gebracht ist. Durch die  starre Verbindung dieses Hebels 36 mit der  Seitenwand 25 des vierten Sammelkanals  und der Kupplung dieser Wand mit den  übrigen Seitenwänden durch das Gestänge  29 werden die     Münzsammelkanäle    geöffnet,  und die Münzen werden bei erfolglosem An  ruf in die Rückgabekanäle 37, welche in den  gemeinsamen Auswurf 38 münden, zurück  gegeben. Bei den beiden rechtsliegenden       Sammelbehältern        (Fig.    3) sind der Deutlich  keit halber die Kanäle 30 und 37 nicht ein  gezeichnet.  



  Im Falle der Führung von Fernge  sprächen über ein Vermittlungsamt ist die  mechanische Arbeitsweise im ersten Teil des  Bedienungsvorganges die gleiche wie die  oben beschriebene. Nach Einwurf einer  Grundgebühr für die Freigabe des Impuls  gebers und nach Abnahme des     Mik.ro-          telephons    kann der Teilnehmer die Verbin  dung zum Amt herstellen. Die auf die Auf  forderung der Beamtin vom Sprechgast ein  gezahlten Münzen werden, nachdem sie in  bekannter Weise beim Durchlaufen der K a.       näle    je nach ihrer Wertigkeit ein- oder zwei  mal verschiedene     Klwigkörper    angeschlagen      haben, in den     Münzsammelkanälen    6 :gehal  ten. Bei einer Betätigung des Kassierorganes  (z.

   B. eines Druckknopfes, welcher auf  die Fläche 41 des um die Achse 42 drehbar       -eardn-eten    Hebels 43 einwirkt), wird der  <B>.</B> ang  mit--dem Schaltglied 44 vermittelst des Bol  zens 40 verbundene und durch die Schrau  benfeder 45 in der gezeichneten Stellung ge  haltene Hebel 46 nach abwärts bewegt. Die       Münzsammelkanäle    werden infolge der  Kupplung des Schaltgliedes 44 über     den     Schalthebel 39 mit den     .Seitenwänden    26 ge  öffnet, die Münzen fallen in die Kassette.  Gleichzeitig wird durch ein mit dem Hebel  in Verbindung stehendes Glied ein Klang  körper angeschlagen,     um,der    Beamtin die er  folgte Kassierung anzuzeigen.  



  Versucht der Teilnehmer vor der Betä  tigung des Kassierorganes sein Geld durch  eine Beeinflussung des     Hakenumschalters     wieder     ,zurückzuerhalten,    so wird infolge     -der     Abwärtsbewegung des Hebels (15) der     Sum-          merkontakt        Slc    freigegeben und damit die  obere Kontaktfeder infolge ihrer besonderen  Ausbildung in Schwingungen versetzt, wo  durch der Beamtin der Versuch der unbe  rechtigten Entnahme des Geldes angezeigt  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Münzfernsprecher für automatische und nichtautomatische Herstellung einer Verbin- dung, dadurch gekennzeichnet, dass für die Kassierung der eingeworfenen Münzen meh rere Organe vorgesehen sind, von denen je des unabhängig von dem andern die Kassie rung vornehmen kann. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.. Münzfernsprecher nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassie rung der eingeworfenen Münzen bei der automatischen oder halbautomatischen Herstellung .der Verbindung selbsttätig und bei der nichtautomatischen Verbin-- dungsherstellung :durch ein vom Teilneh mer zu bedienendes Organ erfolgt. \3.
    Münzfernsprecher nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beiden Kas sierorganen gemeinsame, die Münzen in einer Zwischenstellung haltende Sammel behälter zugeordnet sind. '._-.. Münzfernsprecher nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammel- behälter (6) aus zwei drehbaren, einen Hohlraum bildenden Seitenwänden (25, 26) bestehen, von :denen die Seitenwände (26) mit den Kassierorganen gekuppelt sind.
CH134494D 1927-10-21 1928-03-29 Münzfernsprecher. CH134494A (de)

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