CH134532A - Verfahren und Einrichtung zum Bohren von Erdlöchern. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Bohren von Erdlöchern.

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CH134532A
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B7/00Special methods or apparatus for drilling
    • E21B7/18Drilling by liquid or gas jets, with or without entrained pellets

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Description


  Verfahren und Einrichtung zum Bohren von Erdlöchern.    Zum Bohren von Erdlöchern     wurden    bisher  durchwegs Erdbohrer benützt, die eine erheb  liche mechanische Antriebskraft benötigen  und infolge grosser Abnützung in kurzer Zeit  durch neue Bohrer ersetzt werden müssen.  



  Demgegenüber geschieht nach dem Ver  iahren     gemäss    der     Erfindung    das Bohren von  Erdlöchern in der Weise, dass mittelst eines  Strahlrohres Wasser unter hohem Druck in  den Boden geleitet wird. Eine     Einrichtung     zur Durchführung des Verfahrens kennzeichnet  sich dadurch, dass durch eine über die Bohr  stelle aufzusetzende Haube ein an eine Druck  wasserleitung anzuschliessendes Strahlrohr  verschiebbar hindurchgeführt ist.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel einer solchen Einrichtung in einem  Vertikalschnitt dargestellt.  



  Eine über der Bohrstelle auf den Boden  aufzusetzende Haube 1 ist in der Mitte ihres  Bodens mit einer Führung 2 für ein Strahl  rohr 3 ausgerüstet, welches in der Führung 2  gegen Längsverschiebung nach oben     mittelst     eines selbsttätig     wirkenden,    mit Hilfe eines    aus der Führung herausragenden Armes ausser  Wirkung setzbaren Klemmhebels 7 (oder  einer Zange) gesichert ist.

   Am obern über  den Boden der Haube 1 hinausragenden  Ende trägt das Strahlrohr 3 ein mit Hand  griff und Absperrhahn ausgerüstetes, abnehm  bares Kniestück 4, an welchem ein Hoch  druckschlauch oder -Rohr angeschlossen wird,  welcher seinerseits an der Druckleitung eines  Kompressors oder, bei günstigen Verhältnissen  für     #    Hochdruckwasserleitungen (20 bis 30       Atm.),    an eine solche Leitung angeschlossen  wird. Im Boden der Haube 1 ist ein     mittelst     einer Klappe 5 abschliessbares Schauloch 6  vorhanden, um feststellen zu können, wie  sich bei der Herstellung von vertikalen Ent  wässerungsschächten im Bohrloch vorhandenes  Wasser nach dem Schliessen des Strahlrohres  verhält.

   Bleibt das Wasser im Bohrloch  stehen, so ist das ein Beweis, dass es noch  nicht nach unten in eine durchlässige Grund  schicht abfliessen kann, das Bohrloch also  noch nicht tief genug ist. Sinkt das Wasser  dagegen im Bohrloch rasch, so ist das ein      Zeichen, dass letzteres eine genügende Tiefe  hat.  



  Die Durchführung des Verfahrens zur Her  stellung eines Erdloches, zum Beispiel in  sumpfigem, durch vertikale Entwässerungs  schächte trocken zu legendem Boden, gestal  tet sich wie folgt: Nach dem Ausheben eines  etwas tiefen Rasenziegels wird die Haube 1  über die Bohrstelle gelegt und das Strahl  rohr durch die Führung 2 hindurch gesteckt  bis es unten auf dem Grund der Bodenver  tiefung aufsteht. Der die Arbeit ausführende  Mann stellt sich auf die Haube 1, wobei er mit  dem einen Fuss die Klappe 5 geschlossen hält.  Sodann wird der Absperrhahn im Kniestück 4,  das mit beiden Händen so gehalten wird,  dass das Strahlrohr unten auf dem Grund  des Bohrloches aufsitzt oder von diesem etwas  gehoben ist, geöffnet, worauf durch Erosion  der Grund des Bohrloches unter dem Strahl  rohr und um dieses herum weggespült wird.

    Das Wasser steigt ausserhalb des Strahl  rohres im Bohrloch nach oben und reisst  dabei vom Boden gelockertes Material mit  nach oben. Dieses wird beim Austritt aus  dem Bohrloch unter der Haube seitwärts  geschleudert. Mit dem Fortschritt der Bohrung  wird das Strahlrohr abwärts bewegt, welch  letzteres daher je nach der erforderlichen  Tiefe des Bohrloches nach oben verlängert  werden muss. Es hat sich gezeigt, dass durch  dieses Bohrverfahren in sehr kurzer Zeit be  trächtliche Tiefen erreicht werden können,  wobei die erzeugten Löcher gleichmässig  zylindrisch ausfallen und die lichte Weite  derselben in gewissen Grenzen verschieden  gewählt werden kann. Zu diesem letztge  nannten Zweck wird das Strahlrohr- mit seiner  Mündung mehr oder weniger vom Boden des  Bohrloches abgehoben, um dadurch eine ent  sprechende Verteilung des Wasserstrahles zu  erzielen.

   Ist eine genügende Tiefe des Bohr  loches erzielt, so wird das Strahlrohr aus  der Haube herausgezogen und die letztere  von der Bohrstelle abgehoben.  



  Das beschriebene Verfahren wird mit  Vorteil bei der Herstellung von vertikalen  Drains zur Entwässerung von nassem Boden    angewendet, doch kann es natürlich auch in  andern Fällen, wo ;es sich darum handelt,  im Erdboden Bohrlöcher zu erzeugen, zur  Anwendung gelangen.  



  Wie aus dem Gesagten hervorgeht, ist  keinerlei mechanische     Vorrichtung    zum Heben  des gelösten Bodenmaterials aus dem Bohr  loch erforderlich, da dieses Material durch  das mit grosser Wucht im Bohrloch empor  steigende Wasser mitgerissen und heraus  befördert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Bohren von Erdlöchern, dadurch gekennzeichnet, dass mittelst eines Strahlrohres Wasser unter hohem Druck in den Boden geleitet wird. Il. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine über die Bohrstelle aufzusetzende Haube ein an einer Druckwasserleitung anzuschliessendes Strahlrohr verschiebbar hindurchgeführt ist. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Strahlrohr am obern Ende mit einem abnehmbaren, an eine Druckwasserleitung anzuschliessen den Kniestück versehen ist, welches einen Absperrhahn und zum Halten des Strahl rohres einen Handgriff aufweist.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch Il und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube mit einer Führung für das Strahlrohr versehen ist, welche Fübrung eine ausser Wirkung setzbare Vorrichtung aufweist, die ein Zurückweichen des Strahl rohres nach oben verhindert. 3. Einrichtung nach Patentanspruch TI und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Haube ein mittelst einer Klappe abschliessbares Schauloch aufweist.
CH134532D 1928-10-25 1928-10-25 Verfahren und Einrichtung zum Bohren von Erdlöchern. CH134532A (de)

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