CH134606A - Verfahren zur Herstellung inniger Gemenge von Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung inniger Gemenge von Stoffen.

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CH134606A
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Polanyi Michael
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung inniger Gemenge von     Stoffen.       Die Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung inniger Gemenge  von     Stoffen,    insbesondere zur Herstellung  von kolloidalen Gemengen. Der gegenwärtige  Stand der Technik kennt verschiedene Mög  lichkeiten, derartige Mischungen herzustel  len. Das Anwendungsbereich der     bekannten     Methoden ist jedoch stark beschränkt, weil  man in der     uTahl    der zu verwendenden  Stoffe an enge Grenzen gebunden ist. Zum  Beispiel ist bei den Verfahren zur Herstel  lung von Legierungen die Erzielung einer  feinkörnigen Verteilung nur bei     eutektischen     Mischungsverhältnissen möglich.  



  Die gegenwärtig bekannten Verfahren  zur Herstellung kolloidaler Gemenge sind  nur für eine ganz beschränkte Zahl von  Stoffen anwendbar. Die     Bredigsche    Methode  zum Beispiel, nach der kolloidale     Metall-          lösungen    dadurch hergestellt werden, dass  ein Metall innerhalb einer Flüssigkeit durch  sehr starke elektrische Kräfte zerstäubt    wird, ist für die meisten organischen Flüs  sigkeiten nicht anwendbar,- da die Erhitzung,  die bei der     Zerstäubung    des     Metalles    inner  halb der Flüssigkeit entsteht, von dieser  nicht vertragen wird. Überhaupt ist die Er  zeugung kolloidaler Metallösungen in orga  nischen Flüssigkeiten nur selten gelungen.  



  Die Erfindung bezweckt, die Möglich  keit der Herstellung von innigen Gemengen  von Stoffen, sowohl hinsichtlich der     Art     der zu vermengenden Stoffe,. wie auch hin  sichtlich des gewünschten Mischungsver  hältnisses, in bedeutender Weise zu     er-          weitern..     



  Nach dem Verfahren gemäss der Erfin  dung wird wenigstens der eine der Stoffe  in feinverteilter Form in einem Raum, in  dem verminderter Druck herrscht, mit der  Oberfläche eines zweiten, sich im flüssigen  Zustand befindenden Stoffes in Berührung  gebracht und die mit dem feinverteilten  Stoffe in Berührung kommende Flüssigkeits-           oberfläche    ohne Zuhilfenahme des feinver  teilten Stoffes ständig     erneuert,    also nicht  etwa dadurch, dass der in dem feinverteilten  Zustand befindliche Stoff, zum Beispiel der  Dampf dieses Stoffes, in die Flüssigkeit ein  geleitet wird. Die Überführung des einen  Stoffes     in    einen feinverteilten Zustand kann  durch Verdampfen, Zerstäuben, auf mecha  nischem oder elektrischem Wege und der  gleichen erfolgen.

   Man wendet mit Vorteil  für dieses Verfahren den elektrischen Licht  bogen, die Erhitzung mit Kathodenstrahlen  oder     Hochfrequenzwirbelströmen    an. Die  feine Verteilung kann auch durch das       Schoopsche    Verfahren, durch katholische       Zerstäubung    oder dergleichen herbeigeführt  werden.  



  Um aus dem flüssigen Stoff möglichst  grosse Oberflächen für die Aufnahme des  feinverteilten Stoffes zu schaffen, bildet  man aus dem flüssigen Stoff zweckmässig  Körper mit grosser freier Oberfläche. Dies  kann beispielsweise dadurch geschehen, dass  man den flüssigen Stoff in Tropfen oder  dünnen Strahlen durch einen von dem fein  verteilten Stoff erfüllten Raum hindurch  leitet. Man kann aber auch die Flüssigkeit  durch Düsen in diesem Raum zerstäuben.  



  Um die Aufnahmefähigkeit des flüssigen  Stoffes zu erhöhen, ist es zweckmässig, die  Oberfläche dieses Stoffes an dem feinver  teilten Stoff mit grosser Geschwindigkeit       vorbeizubewegen,    oder umgekehrt. Dabei  wird zweckmässig die freie Oberfläche im  Kreislauf aus einem Vorrat des flüssigen  Stoffes gebildet.  



  Nach dem beschriebenen Verfahren kön  nen nicht nur die Stoffe-verarbeitet werden,  die sie h     nieht    chemisch gegenseitig be  einflussen und nach der Vermischung in  feinverteiltem Gemenge in kolloidaler oder  echter Lösung nebeneinander bestehen blei  ben, sondern es können auch Stoffe ver  arbeitet werden, die chemisch aufeinander  einwirken und nach der innigen Vermengung  in einen neuen chemischen Stoff übergehen.  



  Eine beispielsweise Vorrichtung zur  Ausübung des Verfahrens, bei der die Ober-    Fläche des flüssigen Stoffes rasch an dem  feinverteilten Stoffe     vorbeibewegt    wird,  ist in der anliegenden Zeichnung dar  gestellt.  



  Die     Fig.    1 zeigt die ganze Vorrichtung  im Schnitt durch die Drehachse des um  laufenden Körpers;  die     F'ig.    2 zeigt eine Einzelheit dieses       X'örpers    im Schnitt nach der Fläche     X- < X     der     Fig.    1.  



  Der Behälter 1 mit den Wandungen 2, 3  hat im Deckel 4 eine verschliessbare Öff  nung 5 zum Einfüllen des flüssigen Stoffes  und eine Öffnung 6 für das Auspumpen der  Luft. In dem Deckel ist     ferner        ein    aus  den Wandungen 7, 8 bestehendes Rohr gas  dicht eingesetzt, das mit seinem obern Teil  in den Behälter 9 zur Verdampfung oder       Zerstäubung    eines andern Stoffes mündet.  Der Behälter 9 und die Rohrwand 7 sind  von dem     Heizwiderstand    10 umgeben. Der  dichte     Absehluss    zwischen der Rohrwand 8  und dem Behälterdeckel 4 wird durch die  Stopfbüchse 11 herbeigeführt, die durch Ein  leiten von     Pressflüssigkeit    durch die Öff  nungen 12 aufgebläht und gekühlt wird.

    



  In dem Behälter 1 ist die Trommel 13  angebracht, die von der Antriebswelle 14  getragen wird. Die Antriebswelle ist abge  dichtet durch den Behälterboden nach     unten     in den Lagerkörper 15 geführt und stützt  sich unter Zwischenschaltung der Kupplung  16 auf die Schneckenwelle 17, die in dem  Gehäuse 18 gelagert ist. Das Gehäuse ent  hält auch das die Schnecke antreibende  Schneckenrad 19.  



  Der     Lagerkörper    wird von der mit dem  Gehäuse 1.8 verbundenen Scheibe 20 getragen  und mündet mit seinem untern Teil in den  Topf 21. Der Topf 21 steht durch den Na:       nal    22 mit dem Vorratsgefäss 23 für das  Schmiermittel, beispielsweise Öl, in Verbin  dung. Der Stand des:     Schmiermittels    kann  an der Anzeigevorrichtung 24, die ebenfalls       mittelst    eines Kanals 25 mit dem Topf 21  verbunden ist, abgelesen werden. Das  Schmiermittel dringt durch die Öffnung 26  in den Lagerkörper 15 ein und wird durch           eine    in der Welle 14 angebrachte Schrauben  rinne 27 in der gewünschten Weise verteilt.  



  In dem untern Teil der Trommel 13 ist  der Boden 28 eingebaut, und unterhalb des  Bodens ist die mit den spiralförmigen Rin  nen 29 versehene, als Schleuderpumpe wir  kende Scheibe 30 angebracht. Sie saugt  durch den Ringspalt 31 die Flüssigkeit aus  dem Behälter an, fördert sie in den Ring  kanal 32 im Boden 28 der Trommel, worauf  sie durch die Öffnung 33 mit dem Regel.  venti.l 34 in die Trommel gelangt.  



  Der obere Rand 35 der Trommel springt  gegen die Achse nach innen zu vor und ist  mit.     Ausflussöffnungen    36 versehen, die  durch die Stellschrauben 37 reguliert wer  den können.  



  Durch die an den Boden des Behälters 1  angeschlossene Leitung 38 kann die Flüssig  keit aus dem Behälter abgelassen werden.       '/.wischen    -den Behälterwandungen 2, 3 sind  die Kühlschlangen 39 angeordnet, die mit  den Stutzen 40, 41 an eine Wasserleitung  angeschlossen werden.  



  An dem Rohr 8 /ist ein.     kammartiger     Körper 24 angebracht, der mit seinen Zin  ken in die Flüssigkeitsschicht taucht und       Wirbelungen    in dieser .Schicht herbeiführt.  



  Der Mantel der Trommel ist auswechsel  bar, zum Zwecke, Mäntel mit.verschiedener       Konizität    auf den Boden 28 aufsetzen zu  können. Auf diese Weise kann die Schicht  dicke der benetzenden Flüssigkeit geregelt  und leicht den verschiedenen Betriebsbedin  gungen angepasst werden.  



  Die Vorrichtung arbeitet auf folgende  Weise: Zunächst wird in den Behälter 9  ein Stoff, beispielsweise ein Metall, ein  gebracht, das in feinverteilten Zustand über  geführt werden soll. Durch die Öffnung 5  wird ein anderer Stoff in den Behälter 1       eingefüllt.    Hierauf wird durch den Stutzen  6 die Luft aus dem Behälter 1 abgesaugt  und der Behälter fest verschlossen. Nun  mehr wird die Trommel 13     mittelst    des  Getriebes 17, 19 in Umdrehung versetzt und  der Heizwiderstand 10 eingeschaltet.

   Infolge  der Schleuderkraft wird die Flüssigkeit aus    dem Behälter 1 durch den Ringspalt 31,  die Kanäle 29, den     Ringkanal    32 und die  Öffnung     33    in die Trommel emporgehoben,  wo sie sich in dünner Schicht auf dem     in-          nern    Umfang der Trommel verteilt. Der       einspringende    Rand 35 bewirkt eine Stauung  dieser Flüssigkeitsschicht und verhütet, dass  diese nach oben weggeschleudert wird. Es  kann nur so viel Flüssigkeit aus der Trom  mel ausfliessen, als die Weite der Öffnungen  36     zulässt.    Die     Durchflussgeschwindigkeit     kann durch die Schrauben 34 und 37 ge  regelt werden.  



  Gegen die ständig im Kreislauf aus dem  Behältervorrat erneuerte Flüssigkeitsschicht  werden durch das Rohr 7, das in das Innere  der Trommel mündet, die aus dem Behälter 9  entweichenden Dämpfe geleitet. Sie konden  sieren sich auf dieser Flüssigkeitsschicht.  Um eine unzulässige Erwärmung der Flüs  sigkeit durch die bei der Kondensation frei  werdende Wärme zu verhüten, wird der       Flüssigkeit    durch die Kühlschlangen 39  dauernd Wärme entzogen.  



  Hat sich die Flüssigkeit des Behälters 1  genügend mit dem aus dem Behälter 9 ent  weichenden Stoff angereichert, so wird die       Vorrichtung    stillgesetzt und die Flüssig  keit durch das Rohr 38 aus dem Behälter  entleert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1: Verfahren zur Herstellung inniger Ge menge von Stoffen, insbesondere zur Her stellung von kolloidalen Gemengen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der eine Stoff in feinverteilter Form in einem Raum, in dem verminderter Druck herrscht mit der Oberfläche eines andern, sich im flüs sigen Zustande befindenden Stoffes in Be rührung gebricht und die mit dem feinver teilten Stoff in Berührung kommende Ober fläche ohne Zuhilfenahme des feinverteilten Stoffes ständig erneuert wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der eine Stoff verdampft und auf die rasch bewegte Oberfläche eines andern, flüssigen Stoffes aufkondensiert wird. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der eine Stoff auf mechanischem Wege zerstäubt und dieser zerstäubte Stoff gegen die rasch be wegte Oberfläche eines andern, flüssigen Stoffes geleitet wird. PATENTANSPRUCH II:
    Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach dem Patentanspruch I, da, durch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des flüssigen Körpers durch einen ununter brochenen Umlauf der Flüssigkeit erneuert wird. indem in eine in dem Flüssigkeits behälter sich mit grosser Geschwindigkeit drehende Schleudertrommel die Flüssigkeit in einem ununterbrochenen Strom eintritt und der feinverteilte Stoff gegen die Innen seite der Schleudertrommel geleitet wird, so da.ss er mit der sich mit grosser Geschwindig keit bewegenden Oberfläche der über die Innenwandung der Trommel ausgebreiteten Flüssigkeitsschicht in Berührung kommt. UNTERANSPRüCHE d.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der ,Schleudertrommel als Schleuder pumpe ausgebildet ist, welche die Flüs- sigkeit aus dem ruhenden Behälter in einen Ringkanal und aus diesem duxch regelbare Eintrittsöffnungen in das In nere der Schleudertrommel fördert. 4.
    Vorrichtung nach dem Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand der Schleudertrommel an ihrem obern, offenen Ende mit einem radial nach innen gerichteten Flansch versehen und unter halb dieses Flansches durch regelbare Austrittsöffnungen durchbrochen ist 5. Vorrichtung nach dem Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleu dertrommel auswechselbar ist, um sie durch andere Schleudertrommeln mit ab weichender Wandkonizität zwecks Rege lung der Dicke der Flüssigkeitsschicht ersetzen zu können. 6.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeu gung einer turbulenten Flüssigkeitsströ mung innerhalb der Schleudertrommel ein oder mehrere in die Flüssigkeits schicht hineinragende Widerstände orts fest angeordnet sind. 7. Vorrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da-ss die Flüssig keit durch regelbare Eintrittsöffnungen in die Schleudertrommel gefördert wird.
CH134606D 1927-03-04 1928-02-27 Verfahren zur Herstellung inniger Gemenge von Stoffen. CH134606A (de)

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