Vorrichtung zum Schutz elektrischer Maschinen und Apparate mit geschlossenem Gehäuse. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz elektrischer Ma schinen und Apparate (Transformatoren, Schalter, Motoren, Generatoren usw.) mit geschlossenem Gehäuse, bei denen sich bei nicht normalen Betriebszuständen Dämpfe und gasartige Zersetzungsprodukte der Iso liermittel bilden. Gemäss der Erfindung weist die Vorrichtung Organe auf, die unter dem Einfluss der Dämpfe und gasartigen Zer setzungsprodukte stehen und so ausgebildet sind, dass sie bei der Veränderung des -\Värine- gleichge-v#richtes zwischen ihnen zugeführter und von ihnen abgeführter Wärme eine dem Schutz dienende Funktion herbeiführen.
Hierbei kann die Veränderung des Wärme gleichgewichtes entweder durch eine Ver änderung des Wärmeleitvermögens der die Or,ane umgebenden Stoffe bei konstanter Temperatur derselben oder durch eine Än derung der Temperatur dieser Stoffe selbst oder durch beides bewirkt werden. In der Zeichnung sind drei Ausführungs beispiele der Vorrichtung veranschaulicht, und zwar für einen Transformator. Bei der Ausführungsform der Einrich tung gemäss Fig. 1 ist a ein Rohr, das bei spielsweise an den Deckel eines Transforma tors angeschlossen ist, und durch das die bei nicht normalen Betriebszuständen entste henden Dämpfe und gasartigen Zersetzungs produkte der festen und flüssigen Isolier mittel abziehen können.
In dem Rohr a be findet sich ein durch eine Stromquelle v be heizter elektrischer Draht c, in dessen Strom kreis ein Registrierinstrument d eingeschaltet ist. Befindet sich in dem Rohr a (bei nor malem Betriebszustand) Luft, so wird diese Luft infolge ihres ganz bestimmten Wärme leitvermögens unter Vermittlung des Drah tes c eine bestimmte Stellung des Zeigers e' des Registrierinstrumentes d zur Folge haben.
Treten nun Zersetzungsgase oder Dämpfe in das Rohr a ein, so wird sich; da das Wärmeleitvermögen der Zersetzungsgase ein anderes ist als das der Luft, die Temperatur und damit der Widerstand des Drahtes, c ändern,, und diese Widerstandsänderung wird ein Ausschlagen des Zeigers e' aus der bei Luft eingenommenen Stellung bewirken. Der ausschlagende Zeiger e' ist als Kontakt teil in der Weise ausgebildet, dass er bei seinem Ausschlag einen Kontaktteil e' be rührt.
Durch die Berührung der Kontakt teile e1 und e2 wird ein Stromkreis geschlos sen, der zur Betätigung eines Signals oder der Abschaltvorrichtung des zu schützenden elektrischen Apparates dient.
Die beschriebene Schutzeinrichtung kann in Verbindung mit den Schutzeinrichtungen gemäss dem Patent Nr. 10170$ und dem Zu satzpatent Nr. 114429 benutzt werden, da durch, dass an dem Rohr a ausser dem Drahte c eine einstellbare Klappe f vorgesehen ist, die bei gefahrbringendem Druck im Trans formator ausschwingt und einen Stromkreis schliesst, der zum Beispiel die Abschaltung des Transformators einleitet oder bei einem Brand oder einer Explosion Löschvorrich- tungen in Betrieb setzt oder eine Umschal tung (Ausschaltung des gefährdeten und Einschaltung des neuen Transformators) vornimmt.
Der mit den Kontaktteilen e', e2 in Verbindung stehende Stromkreis kann dann zweckmässigerweise dazu benutzt wer den, ein optisches oder akustisches Signal auszulösen.
Die Temperaturänderung des Drahtes c und die durch diese herbeigeführte Wider- standsänderung desselben kann gleichzeitig dazu benutzt werden, eine Belüftung des, Raumes über dem Ölspiegel herbeizuführen, also zur Verhinderung der Bildung von Kon denswasser und zur Abführung der Zerset zungsgase in dem Sinne, wie es durch das Pa tent Nr. 117639 bekannt geworden ist.
Um die Temperatur des Widerstands drahtes c und damit den Ausschlag des R.e- gistrierinstrumentes d von den Schwankun gen der Temperatur im freien Raum unab- hängig zu machen, kann man beispielsweise so vorgehen, dass' man einen zweiten, dem Draht c genau gleichen, ebenfalls elektrisch beheizten Draht im freien Raum vorsieht, und diesen zweiten Draht mit dem Draht c und dem Registrierinstrument d nach Art der bekannten Wheatstoneschen Brücke so schaltet, dass bei Eintreten eines Wider standsunterschiedes der beiden Drähte ein Ausschlagen des Zeigers e' erfolgt.
In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungs beispiel veranschaulicht, bei dem der Draht c in dem Rohr a nicht frei, sondern in einer Hülse g luftdicht, oder zum Beispiel unter Äther, abgeschlossen liegt. Das als Druck messer ausgebildete Registrierinstrument d bezw. die Kontakteinrichtung e', e' ist hier an die Hülse g angeschlossen.
Bei einer Veränderung des Wärmeleitvermögens des umgebenden Mediums wird sich auch die Temperatur der Hülse und damit der Druck der in der Hülse eingeschlossenen Luft bezw. des Ätherdampfes verändern, und diese Druckänderung wird dazu benutzt, die Kon takteinrichtung des Registrierinstrumentes zu betätigen.
Fig. 3 zeigt das 'dritte Aus@führungs- beispiel, bei dem in dem Rohr<I>a</I> ein Draht<I>h</I> ausgespannt ist. Befindet sich Luft in dem Rohr a, so wird der Draht h, der die Tem peratur, der Luft annimmt, entweder ganz gespannt sein oder eine gewisse Durchbiegung aufweisen. Treten Zersetzungsgase in das Rohr ein, so wird sich infolge der von den Zersetzungsgasen mitgeführten Wärme, die dem Draht zugeführt wird, die Temperatur des Drahtes h und damit seine Durchbiegung ändern.
Der Draht lt kann mit einer Re- gistrier- und Kontakteinrichtung in der Weise in Verbindung stehen, dass die Ände rung der Durchbiegung des Drahtes benutzt wird, um eine zum Schutz des elektrischen Apparates dienende Funktion auszuüben. Zum Zwecke, die Temperatur des Drahtes h von den Schwankungen der Aussentemperatur unabhängig zu machen, kann eine Einrich tung i nach Art des bekannten Kompen sationspendels angebracht werden.
Diese Einrichtung i befindet sich zweckmässiger weise in einem Gehäuse 7c, das immer mit Luft erfüllt ist.
Der Draht c bezw,. der Draht h kann beliebige Querschnittsform haben; er erhält vorteilhafterweise eine möglichst grosse Ober fläche, zum Zwecke, die Wärme sehr schnell aufzunehmen und wieder abzugeben. Hierzu eignet sich am besten die Bandform, das heisst ganz dünn ausgewalzter Draht, der in )Vellen- oder Schraubenlinienform aufgewik- lelt sein kann.