Vorrichtung zur Einstellung von Mittelpufferkupplungen in die Mittellage. Gegenstand der Erfindung ist eine Ab änderung der Vorrichtung zur Einstellung von Mittelpufferkupplungen in die Mittel lage nach dem Patentanspruch des Haupt patentes, die auf eine Vereinfachung der im Hauptpatent gezeigten Ausführung der Vor richtung hinausläuft.
Bei der im Hauptpatent gezeigten Vor richtung erfolgt die Einstellung der Kupp lung in die horizontale Lage durch ein Feder system, bei dem die Spannkräfte von vier Federn bezw. zwei Federpaaren in der ver tikalen Richtung wirken.
Aufgabe der Erfindung ist es, dieses Federsystem durch einfachere und technisch zuverlässige Mittel zu ersetzen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss da durch gelöst, da.ss der die Kupplung stützende Träger aus zwei gelenkig miteinander und in ihrem Gelenkpunkt mit dem Kupplungs schaft gelenkig verbundene, beiderseits der Kupplung je an zwei Punkten pendelnd und drehbar aufgehängten Hebeln besteht, an deren freien Enden je eine Ausgleichskraft angreift, welche beiden Ausgleichspunkte den Kupplungsschaft in der horizontalen A7ittella.ge im Gleichgewicht zu halten ver mögen, wobei von den beiden Aufhänge punkten jedes Hebels jeweils der eine oder der andere wirksam wird, je nachdem die Kupplung aus der Mittellage nach oben oder unten ausschwingt, wobei im ersteren Falle das Kupplungsgewicht,
im letzteren Falle die Ausgleichkräfte am längeren Hebelarm wirken und wobei .sich die Hebel unter dem Einfluss der auf sie wirkenden Kräfte selbst tätig in die Lage einzustellen suchen, die der Mittellage der Kupplung entspricht.
Zwecks Vermeidung des plötzlichen, schlagartigen Wechsels der wirksamen Drehpunkte für die Hebel beim Wechsel der Ausschlagrichtung der Kupplung durch die horizontale Mittelage hindurch wird zweck mässig zwischen den Auflagepunkten der Pendel eine Lasche angeordnet, auf welchen Laschen sich die Hebel beim Drehpunkt wechsel abwälzen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist auf der Zeichnung in mehreren Ausfüh rungsbeispielen veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung .mit in horizontaler Mittellage befindlicher Kupplung; Fig. 2 zeigt dieselbe Ausführungsform Bach unten, Fig. 3 mit nach oben ausschlagender Kupplung; Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung, bei der die das Kupplungs gewicht kompensierenden Gewichte durch die Kraft einer Feder ersetzt sind; Fig 5 zeigt eine der Fig 4 ähnliche, wei tere Ausführungsform; Fig 6 und 7 zeigen die Pendel ver bindende Laschen.
Wie bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent dient eine in den Tragblechen d quer zur Wagenlängsrichtunb befestigte Stange a als Aufhängung für die beiden, ebenfalls U-förmig gekrümmten Pendel laschen e, in denen mit halbkugelförmigen Köpfen b zwei Pendelstangen c hängen.
Die beiden äussern und innern Pendelstangen c haben am untern Ende je einen halbkugel- förmigen Kopf<I>m</I> bezw. <I>n.</I> Auf den Köpfen in und n ruhen bei in .der horizontalen Nor mallage befindlicher Kupplung die Hebel g, deren innere Enden einen Gelenkbolzen i um fassen, der in einem gabelförmigen Lager p steckt, das mittelst des Bolzens g mit dem Kupplungsschaft h verbunden ist. An den äussern Enden der Hebel g sind bei der Aus führungsform nach den Fig. 1 bis 3 Gewichte f angebracht, die sich.mit dem Gewicht des Kupplungskopfes bei in horizontaler Mittel stellung befindlicher Kupplung im Gleich gewicht befinden.
Die Gewichte können als Laufgewichte ausgebildet, das heisst auf den Hebeln g verschiebbar, sein.
Bei Verschiebungen der Kupplung in der Längsrichtung des Kupplungsschaftes, wie sie bei Zug- und #Stoss#beanspruchung auf treten, wirken die Pendelstangen c und die Pendellaschen e zusammen als Pendel von der Summe der Länge der genannten Teile.
Bei Querverschiebungen der Kupplung, also beim Albweichen von der vertikalen Mittelstellung, wirkt .die Rückstellungskraft am kürzeren Pendel, nämlich an den Pendel stangen c; infolgedessen kommt es in diesem Falle zu einer grösseren Kraftäusserung als im ersten Falle.
Da sowohl die obern Köpfe b, als auch die untern in und 7z der Stangen c an den Auflageflächen kugelförmig ge staltet sind, so vermögen die Stangen c Pendelbewegungen nach ollen Richtungen hin auszuführen, wobei sich die parallelen Stangen c gegenüber den Hebeln g und dem sie tragenden Teil der U-förmigen Pendel laschen e so einstellen, dass sie mit den ge nannten Teilen ein schiefes Parallelogramm einschliessen.
Weicht die Kupplung aus ihrer horizon talen Mittellage nach unten aus (Fig. 2), so nehmen die Hebel g die, in Fig. 2 dargestellte Schräglage ein.
Den Hebeldrehpunkt bildet dann. der der Kupplung h zunächst liegende Kopf n.. Infolgedessen wirken die Gewichte f am längeren Hebelarm als das Gewicht der Kupplung und stellen diese in die Normal- lagezurück,indem sie sie anheben.@Erfolgt das Ausweichen der Kupplung in der in Fig. 3 angedeuteten Weise nach oben, so liegen die Drehpunkte der Hebel g bei den Köpfen m, also erheblich weiter von der Kupplung ent fernt als im ersten Falle.
Infolgedessen drückt das an den längeren Hebelarmen wir kende Kupplungsgewicht ,gegen die Wirkung der am kurzen Hebelarm wirkenden Ge wichte f die Kupplung in die Normallage nach unten, Abis die Hebel g wieder auf beiden Köpfen na und n aufliegen.
Es leuchtet ein, dass man nach den Hebel gesetzen bei geeigneter Wahl der Gewichte die Kupplung stets in die Mittellage zurück kehren russ, wenn sie .durch äussere Ein flüsse nach oben oder unten daraus verdrängt wird, und dass ihr Widerstand gegen eine Verdrängung aus dieser Lage um so grösser sein wird, je grösser die Änderung des Hebel- armverhältnissesbei der Verlegung des wirk- sauren Drehpunktes von in, nach n. oder um- ",rekehrt ist.
Mit der Wahl der Hebelarm längen hat man also einen willkürlichen Ein fluss auf die Tätigkeit .der Kupplung in be- zu < ,- auf ihr Verharren in der horizontalen Mittellage.
Die durch die Sehwerkraft wirkenden CTewichte f können, ohne das Wesen der Er findung zu ändern, durch andere Mittel, bei spielsweise Federn, Luft- oder Flüssigkeits puffer oder dergleichen ersetzt werden.
Die Fig. 4 und 5 zeigen Ausführungs formen, bei denen die Gewichte durch eine auf beide Hebel g einwirkende Blattfeder t ersetzt sind.
Im Falle der Fig. 4 ist die Blattfeder au einem mit dem Wagengestell fest verbun denen Widerlager 7c befestigt und mit den äussern Enden der Hebel g durch Hänge laschen l verbunden. Bei dieser Anordnung gelangen dieselben Hebelverhältnisse zur Anwendung wie bei der Anordnung nach den Fig. 1 'bis 3. Allerdings geht ein Teil der Federspannung nutzlos in das Wagengestell.
Will man dies vermeiden, so kann man die Anordnung nach Fig. 5 wählen, bei der der Förderband s mit zwei hörnerartigen An sätzen v versehen ist, die sich in den Punkten <I>r</I> gegen die Hebel<I>g</I> stützen. Vermittelst dieser hörnerartigen Ansätze wird seitens der Feder t auf die beiden Hebel g je ein nach oben wirkendes Drehmoment mit der Hebel armlänge r-k erzeugt. Diese Drehmomente wirken :einem Drehmoment entgegen, das sich aus dem am Hebelarm i-k wirkenden An teil des Kupplungsgewichtes ergibt.
Die mit- telst der hörnerartigen Ansätze v ausgeübten Drehmomente unterstützen also die mittelst der Hängelasche <I>l</I> an den Punkten k der Hebel g angreifenden, nach abwärts wirken den Federkräfte, wobei die letzteren sowohl wie die die erwähnten Drehmomente erzeugen den Kräfte von ein und .derselben Feder er zeugt werden. Daraus ergibt sich, dass die Feder bei der Anordnung gemäss Fig. 5 sehwäeher gehalten werden kann als bci der Anordnung nach Fig. 4.
Dadurch, dass man die Punkte r, an denen die hörner artigen Ansätze v des Federbundes s an den Hebeln g angreifen, entweder näher an die Punkte<I>n</I> oder näher an den Punkt<I>i</I> heran rückt, kann man das Verhältnis der Hebel arme rk <I>:</I> ik verändern, wodurch man die Möglichkeit erhält, verschieden schwere Kupplungstypen bei Verwendung gleich starker Federn ohne ungünstige Beeinflus sung der Mittelstellvorrichtung von dieser tragen zu lassen.
Werden zwecks Erzeugung möglichst starker vertikaler Mittelstellkräfte die Dreh punkte<I>in</I>, und<I>n</I> jedes Hebels g möglichst weit voneinander angeordnet, so treten bei etwaigen vertikalen Schwingungen der Kupplung beim Durchgang durch die Mittellage und dem dadurch bedingten Wechsel der Drehpunkte sehr starke ,Schläge auf, die ein Verbiegen der Hebel g veranlassen können.
Um dem vorzubeugen, kann man gemäss der Fig. 6 eine nach oben gekrümmte Lasche oder Brücke w zwischen den Kopfpunkten<I>m</I> und n der Pendel c an bringen, auf denen beim Drehpunktwechsel der Berührungspunkt<I>x</I> .des Hebels<I>g</I> sich abwälzt, was ohne Stoss oder Schlag vor sich geht.
Um sicher zu sein, dass ein äusserer Ein fluss bei Anwendung der gekrümmten Lasche w nicht die genaue horizontale Mit tellage der Kupplung in Frage stellt, so kann zwischen .der Anordnung nach den Fig. 1 bis 5 und derjenigen nach Fig. 6 ein Mittelweg eingeschlagen werden, indem ge mäss Fig. 7 die Wälzfläche des Kurven stückes 7v nicht eine durchweg gleichmässig gekrümmte Kurve darstellt, sondern ein von zwei kurvenförmigen Endstücken einge schlossenes gerades Mittelstück aufweist, so dass sowohl beim Punkt g, wie beim Punkt z,
die diese Endpunkte der geraden Strecke darstellen, wieder ein Sprung der Hebel g eintritt, .der aber wegen der kürzeren Ent fernung der Punkte y und z nicht so schä#d- lich wirken vermag wie der grössere Sprung von<I>m</I> nach ia oder umgekehrt gemäss Fig. 1.