CH135228A - Verfahren zum Entwässern von Papier- und Zellstoffbahnen. - Google Patents
Verfahren zum Entwässern von Papier- und Zellstoffbahnen.Info
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Description
verfahren zuin Entwässern von Papier- und Zellstoffbahnen. Bekanntlich werden Papier- und Zellstoff bahnen bei ihrer Herstellung durch Nass pressen hindurchgeführt, um durch mechani- sehe Ausscheidung eines möglichst grossen Teiles des darin enthaltenen Wassers das nachfolgende Trocknen in den in der Regel reit Dampf beheizten Trockenzylindern mit einem geringeren Wärmeaufwand durchzu führen.
Die Menge des durch die Nasspressen aus der Papier- und Zellstoffbahn entfernten Wassers könnte dadurch erhöht werden, dass diese innerhalb der Nasspressenpartie, das heisst vor der letzten Nasspresse erwärmt und dadurch die Viskosität des Wassers verringert wird. Diese Zwischenerwärmung in der Nass- pressenpartie kann jedoch aus dem folgenden Grunde nicht auf die bei Papiermaschinen übliche Weise mittelst geheizter Zylinder durchgeführt werden.
Papier- und Zellstoff bahnen haben bekanntlich vor der letzten Nasspresse noch einen hohen Wassergehalt (80-90 Hundertteile und mehr und um diese verhältnismässig grossen Wassermengen inner halb einer äusserst kurzen Zeit auf 6011 bis <B>800</B> zu erwärmen, müssten die Heizzylinder eine hohe Temperatur besitzen;
durch die Berührung mit den heissen Zylindern würde aber die infolge ihres hohen Wassergehaltes noch sehr empfindliche Papier- und Zellstoff bahn beschädigt werden und ausserdem würde in manchen Fällen durch die züi intensive Erwärmung der die Heizzylinder berühren den äussersten Schichten der Papier- und Zellstoffbahn die Leimung derselben nach teilig beinflusst werden.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die Erwärmung der Papier- und Zellstoffbahn innerhalb der Nasspressenpartie, das heisst vor der letzten Nasspresse unter Vermeidung jeder unmittelbaren Berührung mit irgend welchen harten Heizkörpern durchgeführt, so dass alle schädigenden Einwirkungen auf die Papier- und Zellstoffbahn hintangehalten werden. Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus führungsbeispiele zur Durchführung des Ver fahrens dienenden Einrichtungen.
Das Bei spiel nach der Fig. 1 zeigt eine Einrichtung zur Zwischenerwärmung der Papier- und Zellstoffbahn mittelst elektrischer Strahlungs heizkörper, und.jenes nach der Fig. 2 eine Einrichtung zur Zwischenerwärmung mittelst Dampfes.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird die in der üblichen Weise von der Nasspartie, (Siebblech oder dergleichen, be ziehungsweise den ersten Nasspressen) der Papiermaschine oder dergleichen kommende noch einen sehr hohen Wassergehalt be sitzende Papier- und Zellstoffbahn a über zwei Rollen b, c geleitet, bevor sie der letz ten Nasspresse <I>d, f</I> zugeführt wird. Auf der einen Seite der nassen Papier- und Zellstoff bahn a sind mehrere elektrische Strahlungs heizkörper vorgesehen, die beispielsweise aus vom elektrischen Strom durchflossenen und dadurch zum Glühen gebrachten Heizdrähten bestehen.
Diese Heizdrähte g erstrecken sich vorzugsweise über die ganze Breite der Papier- und Zellstoffbahn a und. sind in sofittenartigen, das heisst sich gleichfalls über die Breite der Papier und Zellstoffbahn a erstreckenden Reflektoren h von parabel- förmigem Querschnitt angeordnet.
Auf der anderen Seite der Papier- und Zellstoffbahn a ist ein schirmartiger Reflektor i angeordnet, welcher die durch die Papier- und Zellstoff bahn a teilweise hindurchgehenden Wärme strahlen zurückwirft, so dass die Bahn a ohne beiderseitige Anordnung von Strahlungsheiz körpern von beiden Seiten her bestrahlt wird.
Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht eine überaus intensive Zufuhr von Wärme zu der nassen Papier- und Zellstoffbahn a, so dass deren Wassergehalt trotz der grossen Geschwindigkeit der Papier- und Zellstoff bahn (ungefähr 2-b Metersekunden) und trotz der bloss einige Sekunden oder Bruchteile von Sekunden andauernden Bestrahlung auf 60-80 (: erwärmt wird; hierbei wird die Papier- und Zellstoffbahn auf ihrer ganzen Dicke gleichmässig durchwärmt und es tritt keinerlei schädliche Beeinflussung auf.
Durch die Zwischenerwärmung wird die Viskosität des in der Papier- und Zellstoffbahn a ent haltenen Wassers so weit verringert, dass die nachfolgende Nasspresse d, f einen weit aus grösseren Teil des Wassers auszupressen vermag, als ohne die Zwischenerwärmung möglich wäre. Die Papier- und Zellstoffbahn a verlässt die Nasspresse mit einem bedeutend höheren Trockengehalt, so dass die in der darauffolgenden Trockenpartie der Papier maschine zuzuführende Wärmemenge wesent lich geringer wird.
Bei Störungen des Betriebes, zum Beispiel beim Reissen der Papier- und Zellstoffbahn a würde diese durch die Strahlungsheizkörper g vollkommen getrocknet werden oder sie könnte mit den Heizkörpern g in Berührung gelangen, wodurch die Gefahr entsteht, dass die Papier- und Zellstoffbahn a zu brennen beginnt. Um dies zu verhindern, sind vor den Reflektoren h. Abblendevorrichtungen vorgesehen, die bei dem dargestellten Aus führungsbeispiel aus Klappen j bestehen, welche durch ein Gestänge in<I>zu</I> gemein samer Betätigung verbunden sind.
Bei Be triebsstörungen, zum Beispiel beim Reissen der Papier- und Zellstoffbahn a werden die Klappen j entweder von Hand oder mittelst einer automatisch wirkenden Vorrichtung geschlossen. Selbstverständlich kann die Einrichtung auch so getroffen werden, dass bei Betriebsstörungen die Strahlungsheizkörper g automatisch aus dem Stromkreise ausge schaltet werden.
Die Heizkörper g können selbstverständ lich auch auf andere Weise als durch elek trischen Strom so weit erhitzt werden, dass sie eine hinreichend intensive Wärmestrah lung der Papier- und Zellstoffbahn a be wirken.
Eine weitere Ausführungsform der Er findung besteht darin, dass der jeweils vor den Nasspressen liegende Teil der nassen Papier- und Zellstoffbahn selbst als elektrischer Widerstandsheizkörper dient. Der durch die- sen Teil der Papier- und Zellstoffbahn hin durchgeleitete Strom erwärmt diese samt dem darin enthaltenen Wasser.
Zur Zwischenerwärmung der Papier- und Zellstoffbahn in der Nasspressenpartie können ferner auch überhitzter Dampf oder Heissluft oder ein Gemisch von beiden verwendet werden. In der Fig. 2 der Zeichnung ist als weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Einrichtung zur Erwärmung der nassen Papier- und Zellstoffbahn mittelst Dampfes dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus einer flachen Blechhaube n, die oberhalb der Papier- und Zellstoffbahn a angeordnet ist und dereri Ränder möglichst nahe an die Bahn a heranreichen, diese jedoch nicht be rühren.
In diese Haube n wird mittelst eines mit Austrittsöffnungen o versehenen Rohres p Dampf eingeleitet. Um die noch sehr emp findliche Papierbahn vor Dampfstrahlen oder Kondensat zu schützen, ist das Dampfrohr p mit einer Schutzhülse<I>q</I> versehen. Die Haube n ist mittelst zweier Bügel r an dem Gestell der Maschine befestigt.
An die Stelle einer einzigen Haube n können selbstverständlich auch zwei solche Apparate zu beiden Seiten der nassen Papier- und Zellstoffbahn angeordnet werden.
Zur Verhütung der Abkühlung kann über der Haube n eine (in der Zeichnung nicht dargestellte) zweite Schutzhaube angeordnet werden. Um das Austreten von Dampf schwaden an den Rändern der Haube n zu verhindern, kann der Dampf aus dem Zwi schenraum zwischen der Haube ri und der Schutzhaube abgesaugt werden; beispielsweise mittelst eines Dampfstrahlgebläses, das von dem in die Haube it einzuleitenden Dampf betrieben wird.
Die Zwischenerwärmung der Papier- und Zellstoffbahn in der Nasspressenpartie kann in Rahmen der vorliegenden Erfindung auch auf die Weise durchgeführt werden, dass gleichzeitig mit der Papier- und Zellstoffbahn auch der sie begleitende weiche Nassfilz oder bloss dieser erwärmt wird. In diesem Falle liegt der Nassfilz auf dem Heizzylinder auf, während die Erwärmung der Papier- und Zellstoffbahn mittelbar erfolgt. Bei dieser Ausführungsform des Verfahrens wird eine teilweise Trocknung des Nassfilzes erzielt, die für den Betrieb und für die Lebensdauer des Filzes vorteilhaft ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entwässern von Papier- und Zellstoffbahnen in der Nasspressenpartie, dadurch gekennzeichnet, dass die nasse Papier- und Zellstoffbahn vor ihrem Durchgang durch die Nasspresse erwärmt wird, ohne sie bei dieser Erwärmung mit harten Heizkörpern in Berührung zu bringen, um schädliche Ein wirkungen auf die nasse Papier- und Zell stoffbahn hintanzuhalten. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der Papier- und Zellstoffbahn vor ihrem Durchgang durch die letzte Nasspresse der Nasspartie mittelst durch Wärmestrahlung wirkender, die Papier- und Zellstoffbahn nicht berührender Heizkörper erfolgt. 2.Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Erwärmung der Papier- und Zellstoffbahn vor ihrem Durchgang durch die letzte Nasspresse der Nasspartie mittelst im Abstande von ihr angeord neter elektrischer Strahlungsheizkörper er folgt, 3. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der nassen Papier- und Zellstoffbahn vor ihrem Durchgang durch die letzte Nass presse der Nasspartie mittelst eines hoch erhitzten gasförmigen Wärmeträgers er folgt. 4.Verfahren nach dem .Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der nassen Papier- und Zellstoffbahn vor ihrem Durchgang durch die letzte Nass presse der Nasspartie auf elektrischem Wege erfolgt, indem der vor der Nass- presse befindliche Teil derselben als Wider standsheizkörper für durch ihn hindurch geleiteten elektrischen Strom dient. 5. Verfahren nach dein Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der nassen Papier- und Zellstoffbahn vor ihrem Durchgang durch die letzte Nass- presse der Nasspartie durch Erwärmung des sie begleitenden Nassfilzes erfolgt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT135228X | 1927-09-12 | ||
| AT100128X | 1928-01-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH135228A true CH135228A (de) | 1929-09-15 |
Family
ID=25605867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH135228D CH135228A (de) | 1927-09-12 | 1928-09-08 | Verfahren zum Entwässern von Papier- und Zellstoffbahnen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH135228A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027502B (de) * | 1953-03-14 | 1958-04-03 | Max Wuppermann Dipl Ing | Vorrichtung zum Trocknen von elektrolythaltigen, in feuchtem Zustand elektrisch leitfaehigen Papier- od. dgl. Bahnen |
| DE1062538B (de) * | 1953-12-30 | 1959-07-30 | Waldhof Zellstoff Fab | Verfahren zur Herstellung von Papier mit grosser Dehnung auf Papiermaschinen |
| DE1082857B (de) * | 1954-01-23 | 1960-06-02 | Paul Lippke | Verfahren zur Verbesserung der Entwaesserung und Vergleichmaessigung der Trocknung von endlosen Bahnen aus Faserstoffen |
-
1928
- 1928-09-08 CH CH135228D patent/CH135228A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027502B (de) * | 1953-03-14 | 1958-04-03 | Max Wuppermann Dipl Ing | Vorrichtung zum Trocknen von elektrolythaltigen, in feuchtem Zustand elektrisch leitfaehigen Papier- od. dgl. Bahnen |
| DE1062538B (de) * | 1953-12-30 | 1959-07-30 | Waldhof Zellstoff Fab | Verfahren zur Herstellung von Papier mit grosser Dehnung auf Papiermaschinen |
| DE1082857B (de) * | 1954-01-23 | 1960-06-02 | Paul Lippke | Verfahren zur Verbesserung der Entwaesserung und Vergleichmaessigung der Trocknung von endlosen Bahnen aus Faserstoffen |
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