CH135265A - Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von reinem Aluminium aus Rohaluminium, Aluminiumlegierungen und dergleichen. - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von reinem Aluminium aus Rohaluminium, Aluminiumlegierungen und dergleichen.Info
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Description
Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von reinem Aluminium aus Rohalumiuium, Aluminiumlegierungen und dergleichen. Es ist ein Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von reinem Aluminium durch Raffination von Robaliiminitim, Aluminium legierungen und dergleichen bekannt, bei dem sowohl die aus dem zu raffinierenden, Aluminium enthaltenden Gut bestehenden Anoden, wie auch die Kathoden in fester Form, senkrecht angeordnet angewendet wer den, unter Benützung eines Elektrolytbades, dessen Schmelzpunkt niedriger als derjenige der Elektroden ist, und das aus Halogen salzen des Aluminiums und der Alkali- oder Erdalkalimetalle besteht, beziehungsweise aus Halogensalzen des Aluminiums, der Alkali- und der Erdalkalimetalle. Bei diesem Verfahren wird das Aluminium in fester Form an der Kathode abgeschieden, und es hat sich nun gezeigt, dass es um so reiner ist, je geringer die Stromdichte an der Anode gehalten wird. Denn bei kleinen anodischen Stromdichten ist die selektive Wirkung des elektrischen Stromes gegenüber den einzelnen Komponenten der Anode weit besser als bei hohen Stromdichten. Insbe sondere gelingt es bei Anwendung kleiner Stromdichten, das als unerwünschte Verun reinigung in jedem Rohaluminium vorhandene Eisen aus dem Elektrolyten und aus dem Kathodenniederschlag fernzuhalten, obwohl es eine viel grössere Tendenz hat, in Lösung zu gehen, als das ebenfalls stets vorkommende Silizium, während wesentlich höhere Kathoden stromdichten zulässig sind. Wie festgestellt ist, steigt, nachdem das Aluminium bis zu einer Tiefe von einigen Millimetern aus der Anode herausgelöst ist, die Badspannung erheblich an, weil die unge löst zurückbleibenden Bestandteile, in der Hauptsache Eisen und Silizium, auf der Anodenoberfläche eine wie ein Diaphragma wirkende Hülle bilden, die dem Stromdurch gang einen Widerstand entgegensetzt und so die Spannung erhöht. Dieses Ansteigen der Spannung hat aber zur Folge, dass weitere Störungen in diesem Anodenprozess auftreten, die einerseits örtliche Temperaturerhöhungen, anderseits Erhöhungen des Potentialsprunges zwischen Anode und Elektrolyt bewirken. Infolgedessen wird schliesslich das Abschei- dungspotential des Eisens erreicht, so dass auch dieses aus den äussern Schichten der Anode in Lösung geht. Zwischen der anodischen Stromdichte, dem störenden, zusätzlichen Spannungsabfall zwischen Anode und Elektrolyt, und der Dicke der aus ungelösten Rückständen be stehenden Schichten besteht nun ein be stimmter Zusammenhang, indem ein be stimmter Spannungsabfall zwischen Anode und Elektrolyt bei kleinen Stromdichten erst bei grösserer Dicke der abgebauten Schicht erreicht wird, als es bei grösseren Strom dichten der Fall ist. Es ist deshalb notwendig an der Anode möglichst kleine Stromdichten einzuhalten, um eine für die Wirtschaftlich keit des Verfahrens genrügend dicke Schicht abzubauen, ohne das Abscheidungspotential der übrigen Anodenbestandteile, insbesondere des Eisens, zu erreichen. Mit andern Worten Es gelingt nur bei Anwendung geringer anodischer Stromdichten genügend Aluminium aus der Anode herauszulösen, ohne dass gleich zeitig Eisen und andere Verunreinigungen aus der Anode in Lösung gehen und sich mit dem Aluminium an der Kathode nieder schlagen. Anderseits ist aber eine hohe Stromdichte für die Wirtschaftlichkeit des ganzen Ver- fabrens wichtig, da sie eine wesentliche Material- und Raumersparnis mit sich bringt, indem die Metallerzeugung je Oberflächen einheit der Elektroden mit der Stromdichte wächst. Dadurch, dass bei grössern Strom dichten die Elektroden kleiner gehalten wer den können, wird auch die Elektrolytmenge verringert, woraus sich wiederum eine wesent liche Heizstromersparnis ergibt. Deshalb wäre es auch nicht zweckmässig, kleine Kathoden neben grösseren Anoden zu verwenden, da in diesem Falle weder die Badausmasse, noch die Elektrolytmenge in ökonomischer Weise verringert werden könnten. Würden aber Kathoden und Anoden von gleichem Umfang verwendet, so wäre mit den gebräuchlichen plattenförmigen Elektroden mit ebener Ober fläche die aus den oben dargelegten Gründen erwünschte Bedingung, nämlich grosse katlio- dische und kleine anodische Stromdichte, nicht zu erreichen. Zudem wäre bei solchen Anoden eine volle Ausnutzung des Anoden materials nur zu erreichen mit verhältnis mässig dünnen Anoden, die dafür um so häufiger auszuwechseln wären, oder aber, indem man mit der Belastung stark zurück ginge und so die Erzeugung je Oberflächen einheit in recht unwirtschaftlicher Weise vermindert. Diese Übelstände werden nur) gemäss vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, dass man der Anode eine grössere Oberfläche gibt, als einer gleich schweren, plattenförmigen Anode von gleichem Umfang und mit ebener Oberfläche entsprechen würde. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass die Anode mit Erhöhungen und Ver tiefungen irgend welcher Art; wie z. B. Rippen oder Rillen, versehen wird. Dabei war es zu erwarten, dass auf einer solchen unebenen Oberfläche der Abbau praktisch nur an den vorspringenden Stellen sich vollziehen würde, da bekanntlich die Stromlinien solche Stellen, wie z. B. Ecken, Kanten usw. bevorzugen, so dass dort die Auflösung oder bei Kathoden die Abscheidung sehr> viel rascher vor sich geht, als an ebenen oder gar vertieften Stellen der Elektroden. Überraschenderweise hat es sieh <B>nun</B> gezeigt, dass dieser Vorgang, der eine gute Ausnutzung des Anodenmaterials verhindert hätte, im vorliegenden Falle nicht eintritt. Wahrscheinlich infolge der guten Leitfälligkeit des Elektrolyten findet der Abbau in den Vertiefungen ebenso gut statt wie an den vorstehenden Rippen, Kanten usw, so dass eine solche Grossoberflächen anode überall gleichmässig abgebaut wird. Solche Anoden können mit etwa zwei bis achtmal grösserer Oberfläche hergestellt werden als eine plattenförmige Anode mit ebener Oberfläche von gleichem Gewicht und gleichem Umfang. Während bei einer solchen plattenförmigen Anode die Spannung über das zulässige Mass ansteigt, wenn etwa 301/o des Aluminiums in Lösung gegangen sind, braucht eine entsprechende Grossflächenanode erst ausgewechselt zu werden, nachdem bis etwa 90 % des Aluminiums herausgelöst sind. Dabei tritt trotz dieses weitgehenden Ab baues keine Verunreinigung des Elektrolyten durch Abbröckeln oder Lösen des Anoden rückstandes auf, sondern die ursprüngliche Form der Anode bleibt erhalten. In Fig. 1 und 2 ist beispielsweise eine solche Grossflächenanode dargestellt. Fig. 1 ist ein Aufriss, Fig. 2 ein Querschnitt durch die Anode. Durch eilte wellenförmige Aus, Bildung der Oberfläche wird diese wesentlich vergrössert. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, können dabei die Rippen derart gegeneinander ver schoben sein, dass einer Erhöhung auf der einen Seite der Anode eine Vertiefung auf der andern Seite entspricht. Dadurch wird erreicht, dass die Anode überall gleich dick ist und schwer abzubauende dickere Kern stücke vermieden werden. Selbstsprechend sind auch noch andere Ausführungsformen möglich, z. B. indem die Rippen nicht nur in einer Richtung verlaufen, sondern in mehreren, wodurch auf der Anodenoberfläche pyramidenartige Gebilde entstehen. Anoden, die durch Walzen oder Pressen hergestellt werden, können z. B. auch wellblechartig ausgebildet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von reinem Aluminium aus Rohaluminium, Aluminiumlegierungen und dergleichen unter Verwendung des zu raffinierenden Gutes als feste Anode und einer Kathode ebenfalls in fester Form, beide senkrecht angeordnet, und eines Elektrolytbades, dessen Schmelz punkt niedriger als derjenige der Elektroden ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anode verwendet wird, die eilte grössere Oberfläche besitzt als eine plattenförmige, ebene Anode voll gleichem Ümfar)g und gleichem Gewicht. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eilte Anode verwendet wird, deren Oberfläche durch Anbringen von Erhöhungen und Vertiefungen ver grössert ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anode verwendet wird, deren Oberfläche durch Anbringen voll Rippen und Rillen vergrössert ist. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eilte Anode verwendet wird, deren all beiden Seiten angebrachten Erhöhungen und Vertiefungen derart gegen einander versetzt sind, dass dicke Kern- stücke vermiedet) werden und die Anode überall eilte möglichst gleiche Dicke hat.
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