CH135312A - Verfahren und Vorrichtung zur Wiederverflüssigung der beim Abzapfen und Umfüllen verflüssigter Gase entstehenden unvermeidlichen Verdampfungsprodukte. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Wiederverflüssigung der beim Abzapfen und Umfüllen verflüssigter Gase entstehenden unvermeidlichen Verdampfungsprodukte.

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CH135312A
CH135312A CH135312DA CH135312A CH 135312 A CH135312 A CH 135312A CH 135312D A CH135312D A CH 135312DA CH 135312 A CH135312 A CH 135312A
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Industriegasverwertung Mit Bes
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  Verfahren und Vorrichtung zur     Wiederverftiissigung    der beim     Abzapfen    und Umfüllen  verflüssigter Gase entstehenden unvermeidlichen     Verdampfungsprodukte.            Gegenwärtig    ist es üblich im Betriebe  der     Luftverflüssigungsanlagen,    beispielsweise  zur Gewinnung reinen flüssigen Sauerstoffes,  die Flüssigkeit aus dem     Luftverflüssigungs-          apparat    in grosse     Aufspeicherungsbehälter          überzufüllen,    und dann auch die Flüssigkeit  aus den     Aufspeicherungsbehältern    in andere  Gefässe umzufüllen.

   Die     Vordampfungsproduk-          te    (Verlustgase) des flüssigen Gases werden  gegenwärtig, wenn man sie nicht gänzlich  ins Freie entweichen lassen will, ausserdem  noch in     Niederdruckgasometern    aufgefangen  und dann mit Hilfe von Kompressoren in  geeigneten Füllbehältern zum Gebrauche  wieder verdichtet.  



  Dieses sehr umständliche und ebenso un  zulängliche wie kostspielige Verfahren des       Aufspeicherns    und Wiederverdichters vermei  det man gemäss der Erfindung, indem man  die     Verdampfungsprodukte    einer     Verflüssi-          gungs-    und Trennvorrichtung zuführt, um sie    nochmals zu verflüssigen, allerdings unter  der Voraussetzung, dass die Kälteleistung der  Vorrichtung nun auf einen derartigen Wert  gebracht wird, dass auch diese     Verdampfungs-          produkte    zusätzlich wieder verflüssigt wer  den können.  



  Dementsprechend ist der Gegenstand der  vorliegenden Erfindung ein Verfahren und  eine Vorrichtung zur     Wiederverflüssigung     der beim Abzapfen und Umfüllen verflüssig  ter Gase entstehenden unvermeidlichen     Ver-          dampfungsprodukte,    wobei das Verfahren in  der Weise durchgeführt wird, dass die     Ver-          dampfungsprodukte    in eine     Verflüssigungs-          und    Trennvorrichtung eingeführt werden, bei  welcher durch Erhöhung des Druckes und  Steigerung der Kälteleistung einer Entspan  nungsmaschine so viel überschüssige Kälte  erzeugt wird,

   dass hierdurch die     Verdamp-          fungsprodukte    wieder verflüssigt werden.  



  Inder Zeichnung ist eine Einrichtung zur      Ausführung des Verfahrens beispielsweise  schematisch dargestellt.  



  Es bezeichnet 1 eine     Luftverflüssigungs-          und    Trennungssäule, deren Kondensator mit  2 bezeichnet ist. 3 ist der Verdampfer der  Anlage. Durch die Rohrleitung 4 wird der  flüssige     Sauerstoff    in die Abfüllflasche 5 ge  leitet, deren     Abzugrohr    für die Gase mit 6  bezeichnet ist. Dieses Abzugsrohr mündet in die  Rohrleitung 7, welche den Kondensator 2 mit  einem Aufbewahrungsbehälter 8 für flüssige  Gase verbindet, in welchen durch die Rohr  leitung 9 die Flüssigkeit aus dem Konden  sator gelangt. 10 ist ein weiterer,     tracispor-          tabler    Flüssigkeitsbehälter, der durch die  Rohrleitung 11 mit der Anlage in Verbin  dung steht.

   Dieser Behälter kann beliebig  zur Füllung herangefahren und angeschlos  sen werden. Seine Verlustgase gelangen durch  die Rohrleitung 7 gegebenenfalls auch in  den     Kondensator    der     Gasrektifikationssäule     1 zurück.  



  Zur Verflüssigung der     Verdampfungspro-          dukte    wird der Gasdruck erhöht, so dass die  in der Expansionsmaschine hervorgerufene  Kühlwirkung sich steigert, indem man die       Endtemperatur    nicht mehr auf<B>-1300</B> C  belässt, sondern beispielsweise bis auf etwa  mindestens -<B>1700</B>     C    herunterdrückt. Unter  diesen Umständen kann also ein wesentlich  höherer Prozentsatz des gesamten verarbei  teten Gasgemisches (im vorliegenden Falle  der Luft)     verflüssigt    werden.  



  Führt man in einem derartigen mit er  höhtem Druck arbeitenden     Kältemittelerzeu-          gungsverfahren    die     Verdampfungsprodukte     dem Kondensator der Kolonne wieder zu, so  erzielt man die restlose     Rückverflüssigung     aller     Verdampiungsprodukte,    und sie brau  chen nicht mehr an der Erzeugerstelle auf  gespeichert zu werden.  



  Es wird dann zweckmässig ausschliesslich  verflüssigtes Gas zur Herstellung von Druck  gas verwendet und die     Kältemittelerzeugung     beginnt an einem solchen Punkte, dass bei  spielsweise in     Luftverflüssigungsanlagen    sich  ein Überschuss an Kälte über die in der Ver  flüssigungsanlage befindliche Kältemenge be-         findet;    die normalerweise dazu dient, den       Gesamtsauerstoffgehalt    der Luft zu verflüs  sigen.

   Im Gegensatz zur bisher üblichen  Arbeitsweise geht man über den gegenwärtig  gebräuchlichen Druck von 200     At.    hinaus,  um sowohl die durch im Innern des Dros  selventils geleistete Arbeit, als auch die  durch äussere Arbeit hervorgerufene Kälte  wirkung auf eine beträchtlich     niederigere     Stufe zu bringen.

   Man ist daher bei An  wendung eines Druckes bei 250     At.    zur Ver  flüssigung der Luft     vermittelst    einer Expan  sionsmaschine im Stande, die Kältewirkung  derartig     zii    steigern, dass von 100     m3    Luft  nicht nur 20,9     m3,    dem Gehalt des Sauer  stoffes in der Luft entsprechend, sondern  ungefähr 25 ms in den flüssigen Zustand  übergeführt werden können.  



  Die Verlustgase können bei Zweistufen  kolonnen an einer untern Stelle der atmo  sphärischen Säule unmittelbar über dem Flüs  sigkeitsspiegel des schwersiedenden Gases  zweck Wiederverflüssigung in die     Verflüs-          sigungs-    und Trennvorrichtung eingeführt  werden, bei     Einstufenkolonnen    können sie an  einer untern Stelle der Kolonne unmittel  bar über dem Flüssigkeitsspiegel des schwer  siedenden Gases zwecks Wiederverflüssigung  in die     Flüssigkeits-    und Trennvorrichtung  eingeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Wiederverflüssigung der beim Abzapfen und Umfüllen verflüssig ter Gase entstehenden unvermeidlichen Verdampfungsprodukte, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verdampfungsprodukte in eine Verflüssigungs- und Trennvor richtung eingeführt werden, bei welcher durch Erhöhung des Druckes und Stei gerung der Kälteleistung einer Entspan nungsmaschine so viel überschüssige Kälte erzeugt wird, dass hierdurch die Verdamp- fungsprodukte verflüssigt werden. Il.
    Einrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine mit der Ver- flüssigungs- und Trennvorrichtung ver- bundene Abfüllflasche und ein Aufbe wahrungsgefäss für verflüssigte Gase und einen transportablen Aufbewahrungsbe hälter für verflüssigte Gase, die sämtliche durch Rückführungsleitungen mit der Ver- flüssigungs- und Trennvorrichtung ver bunden sind. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verdamp- fungsprodukte bei Zweistufenkolonnen an einer unteren Stelle der atmosphärischen Säule unmittelbar über dem Flüssigkeits spiegel des schwersiedenden Gases zwecks Wiederverflüssigung in die Verflüssigungs- und Trennvorrichtung eingeführt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verdamp- fungsprodukte bei Einstufenkolonnen an einer untern Stelle der Kolonne unmittel bar über dem Flüssigkeitsspiegel des schwersiedenden Gases zwecks Wieder verflüssigung in die Verflüssigungs- und Trennvorrichtung eingeführt werden.
CH135312D 1926-12-29 1927-11-16 Verfahren und Vorrichtung zur Wiederverflüssigung der beim Abzapfen und Umfüllen verflüssigter Gase entstehenden unvermeidlichen Verdampfungsprodukte. CH135312A (de)

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