CH135320A - Einrichtung zur selbsttätigen Beeinflussung des Energiestromes zwischen zwei miteinander gekuppelten Wechselstromnetzen verschiedener Frequenz. - Google Patents
Einrichtung zur selbsttätigen Beeinflussung des Energiestromes zwischen zwei miteinander gekuppelten Wechselstromnetzen verschiedener Frequenz.Info
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Description
Einrichtung zur selbsttätigen Beeinflussung des Energiestromes zwischen zwei mitein- ander gekuppelten Wechselstromnetzen verschiedener Frequenz. Es ist eine Einrichtung bekannt, welche die Leistung eines zwei Netze kuppelnden Umformers in Abhängigkeit von der Fre quenz des einen der beiden Netze einstellt: Der Umformer besteht aus einer synchronen und einer asynchronen Maschine, die durch -Schlupfwiderstand oder durch eine Kommu- tatorhintermaschine gesteuert wird.
Die ver langte Leistungsabhängigkeit wird dadurch erreicht, da,ss der Schlupfwiderstand oder die Erregung der Kommutatorhintermaschine in Abhängigkeit von der Frequenz des einen Netzes geregelt -wird.
Es ist nun für die Erregung der Kommu- tatorhintermaschine eine Sonderschaltung be kannt geworden, bei der die Leistung der Asynchronmaschine unabhängig von ihrer Schlüpfung nur von der Stellung eines Re gelorgans im Erregerkreis abhängt. Der Er regerstrom der Hintermaschine ist dabei keine eindeutige Funktion der ,Stellung dieses Regelorpans, er wird vielmehr auch von der Schlüpfung der Asynchronmaschine beein flusst, wodurch eben die Unabhängigkeit der Leistung von der Schlüpfung erreicht wird.
Bei dieser :Schaltung genügt die einleitend erwähnte Einrichtung für alle vorkommenden Betriebsbedingungen, um eine nur von der Frequenz des einen Netzes abhängige Lei stung zu erreichen.
Wenn dagegen, wie es bei vielen Formen der Kaskadenschaltung von Asynchron-. maschine und Kommutatorhintermaschine der Fall ist, der Erregerstrom der Hinter maschine eine eindeutige Funktion der Stel lung des Regelorgans im Erregerkreis und von .der ;Schlüpfung unabhängig ist, ist die Leistung der Asynchronmaschine nur bei konstanter.Schlüpfung eine eindeutige Funk tion der Stellung dieses Regelorgans.
Solange nun bei der Kupplung zweier Netze über einen Umformer die Frequenz des Netzes der Asynchronmaschine (das weiterhin mit Netz B bezeichnet sein soll), konstant ist, ist auch die Schlüpfung der Asynchronmaschine eine Funktion .der Frequenz des Netzes der Synchronmaschine (das weiterhin mit Netz A bezeichnet sein soll). Um eine bestimmte Abhängigkeit .der Leistung der Asynchron maschine und damit der des Umformers von der Frequenz des Netzes A zu erreichen, ge nügt es also, das Regelorgan der Kommuta- torhinterma.schine in Abhängigkeit von der Netzfrequenz A zu regeln.
Schwankt aber auch die Netzfrequenz B, ändert sich also die Schlüpfung der Asynchronmaschine unab hängig vom Frequenzwert des Netzes A, so wird die verlangte Abhängigkeit der Um formerleistung von der Netzfrequenz A ge stört. Oft wird bei konstanter Frequenz von A auch die Konstanz der Umformerleistung angestrebt.
Es ändert sich aber in diesem Falle mit der Frequenz von B die Schlüp- fung der Asynchronmaschine und damit de ren LeistunP. da das Regelorgan im Erreger kreis der Hintermaschine, bei dieser Fre- quenzschwa.nkung seine Stellung nicht än dert, weil diese nur von .der Netzfrequenz von A abhängt.
Es ist an anderer Stelle (siehe Patent schrift Nr. 199089) schon darauf hingewie sen. dass durch gegenseitige Beeinflussung von zwei Reglern die Charakteristik des Umformers weiter beeinflusst, beispielsweise das Überschreiten einer bestimmten Leistung vermieden werden kann. Auf die gleiche Weise kann erfindungsgemäss auch bei schwankender Frequenz beider Netze eine eindeutige Abhängigkeit der Umformer leistung nur von der Frequenz des Netzes A erreicht werden.
Beispielsweise kann dies durch Zusammenarbeiten von zwei Dreh za.hl-abhängigen Reglern erreicht werden, die als Fliehkraftregler oder als elektrische Regler, die von einer Tachometerdynamo ge steuert werden, ausgeführt sein können. Der eine Regler (a) wird dabei von der Frequenz des Netzes A beeinflusst, der andere Regler (b) von der Frequenz .des Netzes B. Bei spielsweise soll nun der Regler b auf den Regler a einwirken und dieser seinerseits auf das Regelorgan der Hintermaschine, dessen Stellung demnach vom augenblicklichen Wert der Frequenzen beider Netze abhängt.
Der Regler a verstellt dabei das Regelorgan der $intermaschine ,derart in Abhängigkeit von der Frequenz von A, dass für den Hittel- wert der Frequenz von B die verlangte Lei stungscharakteristik des Umformers in Ab hängigkeit von der Frequenz von A erreicht wird. Bei diesem Mittelwert der Frequenz von B beeinflusst der Regler<I>b</I> den Regler<I>a</I> nicht.
Nimmt aber die Frequenz von B einen andern Wert an, so wirkt der Regler b der art auf den Regler a, und damit mittelbar auf das Regelorgan der Hintermaschine ein, dass trotz veränderter Frequenz von B die Leistung den der Frequenz'von <B>A</B> entsprechen- d'enWert beibehä.lt. Zu diesem Zweck kann der Regler b beispielsweise die Richtkraft des Reglers a oder die Übertra;gungsvorrichtun- zwischen dem Regler a und dem Regelorg;a.n der Kommutatorhintermaschine beeinflussen.
Die verlangte Charakteristik des Umfor mers kann aber auch durch das Zusammen arbeiten eines Leistungsreglers und eines Drehzahlreglers erreicht werden, wobei bei spielsweise der Leistungsregler das Regel organ der Hintermaschine und der Drehzahl regler den Leistungsrealer beeinflusst.
Der Leistungsregler stellt dabei die Leistung des Umformers auf einen von den Frequenz- schwankungen beider Netze, also von der ,Schlüpfung der Asynchronmaschine unab- hängigen und konstanten Wert ein, dessen Grösse von der Einstellung des Reglers selbst zum Beispiel von der Grösse seiner Richt- kraft abhängt.
Wird nun diese Richtkraft selbst durch den Drehzahlabhängigen Regler entsprechend der Frequenz des Netzes A ver stellt, so steht wieder die Leistung des Um formers unabhängig von Frequenzschwan- kungen im Netz B in eindeutiger Abhängicr- keit von der Frequenz des Netzes A.
Entsprechend kann auch die Leistung des Umformers in Abhängigkeit von der Fre quenz des Netzes der Asynchronmaschine statt der der Synchronmaschine geregelt werden. Ein Ausführungsbeispiel zeigt schema tisch die beiliegende Figur. i ist die Syn chronmaschine, die an das Netz<I>A,</I> k die Asynchronmaschine, die an das Netz B an neschlossen ist.
irr ist die Kommutatorhinter- maschine mit ihrer Erregerwicklung e, die beispielsweise von einem mit den Maschinen <I>i</I> und k direkt gekuppelten, aber in der Figur nicht gezeichneten Frequenzumformer ge speist wird. a ist ein drehzahlabhängiger Regler, der von der Welle der Maschinen i und 7c angetrieben wird und folglich von der Frequenz des Netzes A beeinflusst wird.
Die ser Regler beeinflusst den Regelwiderstand g im Erregerkreis der Kommutatormaschine m in solcher Weise, dass eine bestimmte Ab hängigkeit der Leistuno der Umformergruppe von der Frequenz von A erreicht wird. b ist ein drehzahlabhängiger Regler, der von einem kleinen an B angeschlossenenSynchronmotor n angetrieben wird.<I>b</I> beeinflusst durch die Feder f die Richtkra.ftdes Reglers<I>a.,</I> aber nur dann, wenn die Frequenz von B von einem be stimmten Mittelwert abweicht.
Die Anord nung ist nämlich so, dass für diesen Mittel wert von der Frequenz von B der Punkt c der Feder f mit dem Drehpunkt<I>d</I> des Hebel armes h, zusammenfällt, so dass in diesem Falle der Regler b keinen Einfluss auf die Richtkraft des Reglers a ausübt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einriehtung zur selbsttätigen Beein flussung des Energiestromes zwischen zwei miteinander gekuppelten Wechselstrom netzen verschiedener Frequenz durch eine aus Synchronmaschine, Asynchronmaschinc und Kollektormaschine bestehende Ma schinengruppe, wobei die Leistung mittelst eines Reglers in bestimmter Weise von der Frequenz des Netzes der Synchronmaschine abhängig .gemacht ist, .dadurch gekennzeich net, dass die Einwirkung von Frequenz schwankungen des Netzes der Asynchron maschine .durch einen zweiten Regler auf= gehoben wird. UNTERAN SPRüCECE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, ge- l@ennzeichnet durch die Verwendung von zwei Drehzahl-abhängigen Reglern, die von den Frequenzen der beiden Netze ge steuert werden und deren einer das Regel organ der Asynchronmaschine, deren an derer den erstgenannten Regler beein- f lusst. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Verwendung eines Leistungsreglers und eines Drehzahlab hängigen Reglers, wobei der Leistungs regler, solange er vom Drehzahlabhän gigen Regler nicht beeinflusst wird, den Asynchronmotor auf konstante Leistung steuert, während der von der Frequenz seines Netzes beeinflusste Drehzahl-ab- hän-gige Regler den Wert der Leistung einstellt, auf die der Leistungsregler steuert. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Leistung der Asynchronmaschine in Abhängigkeit von ,der Frequenz des Netzes der Asynchron maschine .gesteuert wird, während die Einwirkung von Frequenzschwankungen des Netzes der Synchronmaschine durch .den zweiten Regler ausgeglichen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| CH135320A true CH135320A (de) | 1929-09-15 |
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| CH135320D CH135320A (de) | 1927-01-24 | 1928-01-07 | Einrichtung zur selbsttätigen Beeinflussung des Energiestromes zwischen zwei miteinander gekuppelten Wechselstromnetzen verschiedener Frequenz. |
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| CH (1) | CH135320A (de) |
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1928
- 1928-01-07 CH CH135320D patent/CH135320A/de unknown
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