CH135423A - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Zirkonoxyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Zirkonoxyd.

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CH135423A
CH135423A CH135423DA CH135423A CH 135423 A CH135423 A CH 135423A CH 135423D A CH135423D A CH 135423DA CH 135423 A CH135423 A CH 135423A
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zirconium oxide
hydrolyzable
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Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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      Terfahren    zur Herstellung von Gegenständen aus     Zirkonoxyd.       Die Herstellung von Gegenständen aus       Zirkonoxyd,    welches bekanntlich eine  sehr grosse Widerstandsfähigkeit gegenüber  chemischen und thermischen Einflüssen be  sitzt, bereitet grosse     iSchwierigkeiten,    da  reines     Zirkonoxydvöllig    unplastisch ist und  sich infolgedessen nach den üblichen Metho  den, zum Beispiel durch Anrühren mit Was  ser, nicht verformen     lä.sst.    Setzt man aber,  um es formbar zu machen, dem     Zlrkonoxyd     plastische Stoffe, wie zum Beispiel Ton zu,

    so bedingt .dies eine nicht unbeträchtliche  Verminderung der thermischen und chemi  schen Widerstandsfähigkeit der so herge  stellten Gegenstände.  



  Zur Behebung dieser Schwierigkeiten  hat man versucht, durch Erhitzen geeig  neter Salze im Zustande feiner Verteilung  gewonnenes     Zirkonoxyd    durch Verteilung in  Wasser in Gegenwart geeigneter Elektro  lyte, zum Beispiel von Nitraten oder Chlo  riden, plastisch zu machen. Auch diese     Ver-.       suche haben aber zu einem technisch befrie  digenden Erfolg nicht geführt. Die aus der  artig präpariertem     Zirkonoxyd    erzeugten  Gegenstände sind stark porös,     undurch-          scheinen.d    und zeigen einen leicht brüchigen,  nicht     bezw.    stumpf klingenden Scherben.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man diese  Übelstände vermeiden und aus     7irkonoxyd     Gegenstände von     ausgezeichneten.    Eigenschaf  ten erhalten kann, wenn das     Zirkonoxyd    mit       hydrolysierbaren    Zusatzstoffen, wie zum  Beispiel     hydrolysierbaren    Verbindungen des       Zirkons    oder anderer geeigneter Elemente,  zum Beispiel des Aluminiums oder des Mag  nesiums; auf trockenem Wege innig ver  mischt und dann erst mit Hilfe von     hydro-          lysierenden    Flüssigkeiten plastisch gemacht  und geformt wird und die geformten Körper  gebrannt werden.

   Als     hydrolysierbare    Zu  satzstoffe kommen insbesondere     Halogenide,     .wie zum Beispiel     Zirkontetrachlorid,    Alu-           miniumehlorid,        Magnesiumchlorid        usw.    in  Betracht.  



  In Ausübung der Erfindung kann man  zum Beispiel derart verfahren,     dass        Zirkon-          oxyd    mit den     hydrolysierbaren    Stoffen, zum  Beispiel     Zirkontetraehlorid,    innig vermischt  wird, zum Beispiel derart, dass die Stoffe  in einer Mühle trocken miteinander     vermah-          len    werden. Durch Zusatz von Wasser zu  dem Mischgut erhält man eine     Masse,    von  ausgezeichneter     Bildsamkeit    und Plastizität.  Als Zusätze kommen Mengen von zum Bei  spiel     1-10%    des     hydrolysierbaren    Stoffes  in Betracht.

   In einzelnen Fällen gelingt es  sogar, mit weniger als 1% auszukommen.  Die Verarbeitung der plastischen Mischung  kann nach üblichen Methoden, zum Bei  spiel durch Giessen, Drehen, Pressen, Stamp  fen usw. geschehen.  



  Da. beim Brennen der     erfindungsgemäss     herbestellten Gemische Hydrolyse, bei Ver  wendung von Halogeniden als Zusatzstoffe  unter Verflüchtigung der Halogenwasser  stoffsäure, stattfindet, so erhält man bei       Verwendung    von z. B.     Zirkontetra.chlorid    als  Zusatzstoff eine einheitliche Masse von     Zir-          kon.oxyd.    welches ausserordentlich feuer  beständig und     widerstandsfähig    ist.  



  Werden     Halögenide    anderer Elemente,  zum Beispiel des Aluminiums oder des Ma  gnesiums usw. benutzt, so enthält,     d1"der    Zu  satz nur ein sehr     geringer    zu sein braucht,  ,das     fertige    Produkt nur sehr geringe     3len-          gen    eines fremdartigen Oxyds.

   Die     Bestän-          digkeit    so hergestellter Gegenstände wird  infolgedessen im Vergleich zu reinen     Zir-          konoxy        dgegenständen    nur ganz     unwesent-          lich     Der aus     Zirkonoxyd    und     hydrolysier-          baren    Stoffen     hergestellten    Masse können  noch andere, insbesondere feuerbeständige  oder     gegen    chemische Einflüsse beständige  Stoffe, wie zum Beispiel     Thoroxyd,    einver  leibt werden.

      Durch Verformen     und    Brennen der er  findungsgemäss hergestellten plastischen  _Massen kann man hochfeuerfeste und geben  chemische Agenzien ausserordentlich wider  standsfähige Gegenstände, wie Tiegeln,  Muffeln, Platten     usw.    erhalten, welche     @sieh     durch porzellanartig     glasiges    Aussehen, hel  len Klang und zusammenhängenden festen       Seherben    auszeichnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCR: Verfahren zur Herstellung von Gegen- ständen aus Zirkonoxyd, dadurch gekenn zeichnet, dass das Zirkonoxyd mit hydroly- sierbaren Zusatzstoffen auf trockenem Webe innig vermischt und dann erst mit Hilfe von liydrolysieren.den Flüssigkeiten plastisch gemacht und geformt wird und die geformten Körper gebrannt werden. UNTER ANSPRüCHE : . 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung hydroly- sierbarer Zirkon!verbiiidungen als Zu satzstoffe. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die @'rrivendung von Halogeniden als Zusatzstoffe. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendumr von Zirkontetrachlorid als Zusatzstoff.
    4,. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass ausser hydrolysier- baren Zusatzstoffen noch andere feuer feste Zusatzstoffe einverleibt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ael@eiinzeichnet, dass neben hydrolysier- ba.ren Zusatzstoffen noch Thoroxt--cl zu gesetzt wird.
CH135423D 1926-12-27 1927-12-21 Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Zirkonoxyd. CH135423A (de)

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