CH135452A - Verfahren und Einrichtung zum Spulenwechsel bei Weberei-Vorbereitungsmaschinen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Spulenwechsel bei Weberei-Vorbereitungsmaschinen.

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CH135452A
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Inventor
Co W Schlafhorst
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Schlafhorst & Co W
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Description


  Verfahren und     Einrichtun;    zum     Spulenwechsel    bei     Weberei-Vorbereitungsmaschinen.       Die vorliegende Erfindung hat ein Ver  fahren und eine Einrichtung zum Spulen  wechsel bei     Weberei-Vorbereitungsmaschinen     zum Gegenstande, bei welchen mehrere mit  ihrem Fadenende verknüpfte     Kreuzspulen          gleichachsig    auf einer besonderen     Sammel-          hülse    oder Spindel angeordnet sind. Diese  Kreuzspulen müssen bisher ausserhalb des  Zettelgatters öder der sonstigen Vorbereitungs  maschine auf ihre gemeinsame, sie tragende  Hülse aufgesteckt und miteinander verknüpft  werden.

   Es muss also jedesmal eine Arbeits  unterbrechung zum Beispiel in dem betreffen  den Zettelgatter stattfinden, um die Hülse  der alten Spulen mit ihrem     Spulenrest    aus  dem Gatter herauszunehmen und die zwei  oder mehreren neuen gefüllten, miteinander  verknüpften Kreuzspulen wieder aufzustecken.  Vor allen Dingen bleibt hierbei, wenigstens  bei der hintersten Spule des Aggregats, auch  der     Spulenrest    weiter bestehen, da es prak  tisch nicht möglich ist, zum Beispiel in einem  Zettelgatter mit einer grossen Anzahl Fäden    die einzelnen Endspulen eines jeden Aggre  gats bis auf den letzten Rest ablaufen zu  -lassen., zumal die sämtlichen Spulen niemals  gleichzeitig ablaufen.

   Es würde vielmehr  hierdurch     vielzuviel    Stillstand der Zettel  maschine entstehen ; um den letzteren zu  vermeiden, muss man sämtliche Spulen  gleichzeitig auswechseln und bei sämtlichen  Fäden noch mehr oder weniger grosse Spulen  reste belassen. Ein ununterbrochenes Arbeiten  ist also unmöglich, desgleichen eine Ver  meidung der     Spulenreste    und des zeitrauben  den     Wiederauf-    oder     -umspulens    der letzteren.

    Man hat zwar zum Beispiel Zettelgatter ge  baut, bei welchen man die miteinander ver  knüpften Kreuzspulen in bekannter Weise  nebeneinander anordnet und deren     b@ittel-          achse    nach einer gemeinsamen Fadenöse ein  stellt, um auf diese Weise ein Nacheinander  ablaufen der Kreuzspulen zu bewerkstelligen.  Bei dieser Anordnung der Kreuzspulen     bann     man wohl ein ununterbrochenes Arbeiten des  Zettelgatters ermöglichen, es liegt hier aber      anderseits der Nachteil vor, dass die betreffen  den Zettelgatter mehr als den doppelten  Raum eines normalen Gatters beanspruchen.  



  Die vorliegende Erfindung hat sich die  Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu ver  meiden, indem sie ein neues Verfahren und  eine neue Einrichtung zum Auswechseln der  Spulen angibt, welche ein ununterbrochenes       Nachbeschicken    der     Spulenhalter    bei gleich  achsiger Anordnung der Kreuzspulen während  des Betriebes gestattet.  



  Hinzu kommt noch, dass die bei den be  kannten Einrichtungen erforderlichen gemein  samen Hülsen oder andere gemeinsame Garn  träger, welche zum Zusammenhalten der       Kreuzspulenaggregate    ausserhalb des Gatters  dienen, vollkommen fortfallen. Ferner ist  durch die vorliegende Neuerung die Möglich  keit gegeben, die Kreuzspulen auf die Auf  steckspindeln des Gatters sogar vollkommen  hülsenfrei aufzuschieben, wodurch die Anzahl  der für den Betrieb benötigten     Spulenhülsen     wesentlich verringert werden kann.  



  Auf der Zeichnung sind durch die     Fig.1     bis 4 verschiedene Ausführungsbeispiele des  Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die     Fig.    5  und 6 zeigen schematisch ein mit dem Er  findungsgegenstande ausgestattetes Zettel-*       gatter    in der Vorderansicht und in der Drauf  sicht. Hierbei sind je zwei Einrichtungen  aus der Reihe der übrigen herausgezogen  dargestellt, in welcher Stellung die Neube  schickung erfolgt.  



  Bei sämtlichen Ausführungsformen stellt  1 die Aufsteckspindel dar, auf welcher die  Kreuzspulen x und y, sei es mittelbar unter  Zwischenschaltung einer Hülse 3 oder un  mittelbar angeordnet sind. Die Aufsteckspin  del sitzt lösbar in einem Arm 4, indem sie  an diesem Ende mit einem Zapfen 2 ver  sehen ist, der eine Ringnut besitzt, in welche  sich ein in 4 vorgesehener Splint oder Sperr  hebel 5 legt. An dem andern Ende ist die  Aufsteckspindel mit einem radial verschieb  baren Zapfen 9 oder einem Kopf 10 ver  sehen, um ein selbsttätiges Abgleiten der  Spule zu verhindern. Der Arm selbst ist auf  einem Stab 6 verschiebbar und dieser in dem    gemeinsamen Tragbalken 8 entweder fest,  wie in     Fig.    1 dargestellt, oder ebenfalls ver  schiebbar, wie in     Fig.    2 und 3 gezeigt, an  geordnet.

   Der Stab 6 kann prismatischen  oder runden Querschnitt haben. In letzterem  Falle wird er mit einer in eine Nut des  Armes 4 eingreifenden Feder 7 versehen, die  bei 19 unterbrochen ist, um innerhalb dieser  Unterbrechung den Arm seitlich schwenken  zu können. Selbstverständlich kann man  auch umgekehrt den Keil     bezw.    die Feder 7  innerhalb der Nabe des Armes 4 und in dem  Stab 6 eine Nut anbringen, die bei 19 in  der Umfläche sich fortsetzt, um den Arm hier  ebenfalls seitlich schwenken zu können.    Bei normalem Arbeitsgang steht die Auf  steckspindel 1 mit den beiden Kreuzspulen x,  y und dem Arm 4 in der Stellung der     Fig.    1  und 2 ; ist die vordere Spule x abgelaufen,  dann überträgt sich selbsttätig der Faden  abzug von x auf y, weil das Ende von x  mit dem Anfang von y verknüpft ist.

   Um  nun auf die Aufsteckspindel, beispielsweise  bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1,  eine frische Kreuzspule aufsetzen zu können,  schiebt man die Spule     _y    mit ihrer Hülse 3  soweit nach vorn, dass die vordere Hülse 3  über den federnden Zapfen 9 gleitend herab  fällt.

   Es entsteht also der Zustand der sche  matischen     Fig.        1a.    Hierauf verschiebt man  den Arm 4 mit Spindel und Spule in die  Stellung der     Fig.        1b    und bringt gemäss     Fig.        1e     zwischen Arm und Spule eine Hilfsstütze 14  an, worauf der Arm 4 seitlich geschwenkt  und gemäss     Fig.        1d    eine neue Spule auf die  Spindel 1 geschoben wird.

   Ist dies geschehen,  dann schwenkt man den Arm 4 in seine  ursprüngliche Stellung zurück und schiebt  ihn mit seinem obern Teil über das freie  Ende der Aufsteckspindel 1, entfernt die  Hilfsstütze 14, verknüpft die Fadenenden der  Spulen miteinander und schiebt das Ganze  in die ursprüngliche Stellung     (Fig.        1e),    die  der Stellung der     Fig.l    wieder entspricht.    Der Vorgang bei dein Ausführungsbeispiel  nach     Fig.    2 ist derselbe, nur mit dem Unter  schiede; dass nicht 4 auf 6, sondern 4 mit 6      in 8 verschoben wird und die Kreuzspulen  unmittelbar auf der Aufsteckspindel 1 sitzen.  



  Sitzen die Kreuzspülen beispielsweise auf       dünnwandigen    zylindrischen Hülsen, die man  vor dem Aufstecken der Kreuzspulen auf die  Aufsteckspindel entfernen will, dann muss  die Aufsteckspindel 1 einen äussern Durch  messer haben, der dem äussern Durchmesser  der Hülse 18 entspricht (siehe     Fig.    3,     3a),     während deren Zapfen 2, der in den     Fig.    1  und 2 von dem Arm 4 aufgenommen wird,  einen äussern Durchmesser gleich dem innern  Durchmesser der Hülse 18 aufweist.

   Man  schiebt also bei seitlich     geschwenktem    Arm 4  die neue Kreuzspule     J    mit ihrer Hülse 18  über den Zapfen 2, so dass sie an dem  stärkeren Teil der Aufsteckspindel Anschlag  findet und nunmehr die Kreuzspule von  ihrer Hülse auf die Aufsteckspindel über  gleiten kann. Ist dies geschehen, dann zieht  man die Hülse 18 ab, schwenkt den Arm 4  in seine ursprüngliche Stellung und schiebt  ihn über den Zapfen 2 und verriegelt beide  durch b.    Die Zwischenstütze 14 kann eine belie  bige Ausführungsform erhalten. Bei dem in  den     Fig.3    und 4 gezeigten Ausführungs  beispiel besteht sie aus einerseits die Auf  steckspindel 1, anderseits den Führungsstab 6  umgreifenden Klammern 13 und 12 mit zwei  um einen gemeinsamen Zapfen 20 gelagerten  Zangenhebeln 11.

   Jeder dieser beiden Zangen  hebel ist mit je einem in 14 verschiebbaren  Stab 21 gelenkig verbunden, vorn denen jeder  an seinem freien Ende ein     Widerlager    16  trägt und unter der Wirkung einer Feder 17  steht. Werden also die Zangenhebel 11 zu  sammengedrückt, dann bewegen sich die  beiden     Widerlager    16 gegeneinander, und  man kann die Stütze 14 mit ihren Klauen  13 und 12 von 1 und 6 abnehmen. Damit  aber die Zwischenstütze 14 in ihrer aufrech  ten Stellung, die sie unbedingt haben muss,  bleiben kann, ist das untere     Widerlager    16  ebenfalls mit einer dem Führungsorgan     7-          Keil    oder Feder - entsprechenden Nut ver  sehen.

      Die Einrichtung nach den     Fig.    2, 3, 3a  hat gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach       Fig.    1 den Vorteil, dass man in dem be  treffenden Betriebe bedeutend weniger Spulen  hülsenmaterial benötigt.  



  Aus dem hier Erklärten geht hervor, dass  aus den in einer langen Reihe (z. B. 20 bis<B>50)</B>  hintereinander angeordneten     Spulen-Aufsteck-          einrichtungen    jede einzeln herausgezogen  werden kann, um eine neue Spule einsetzen  und anknüpfen zu können, ohne dass der  Fadenablauf irgendwie unterbrochen zu wer  den braucht; das einzige, was in diesem  Falle für einen vorübergehenden Zeitpunkt       eintrifft,    ist, dass der Ballon entsprechend  länger     bezw.    die Entfernung zwischen Spule  und Fadenführer etwas länger wird, was  aber praktisch nichts zu bedeuten hat.

   Da  durch aber, dass jede     Spulen-Aufsteckein-          richtung    aus der Reihe herausgezogen werden  kann,<B>kann</B> die bedienende Person das Ein  setzen der Hilfsstütze und das Auswechseln,  sowie Verknüpfen der Fäden handlicher  durchführen.  



  Anstatt bei dem     Neubeschicken    nur eine  Nachfolgespule aufzuschieben, kann man in  gleicher Weise gleichzeitig auch mehrere  aufstecken und miteinander verknüpfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1: Verfahren zum Spulenwechsel bei Weberei- Vorbereitungsmaschinen mit konachsial auf gesteckten und mit ihren Fadenenden mit einander verknüpften, nacheinander ablau fenden Kreuzspulen, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf der vordern Spule die Nachfolgespulen auf der Spindel in die Vor derstellung geschoben, hierauf mit der Spin del und ihrem Träger zurückgeschoben werden und die Spindel durch eine Zwischen stütze hinter der arbeitenden bezw. ablau fenden Spule unterfangen wird, worauf nach vorübergehender Entfernung ihres eigent lichen Trägers eine oder mehrere neue Spulen auf die Spindel aufgeschoben werden,
    der Träger in seine ursprüngliche Stellung zu rückgebracht, die Zwischenstütze entfernt, die Spulen miteinander verknüpft und das ganze Aggregat wieder in die Vorderstellung zurückgeführt wird. <B>PATENTANSPRUCH</B> 1I: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Spindelträger (4) in seinem obern Teil lösbar die Aufsteckspindel (1) aufnimmt, mit seinem untern Teil da gegen auf einem im Gestellkörper (8) fest sitzenden oder verschiebbaren Stab (6) in der Stablängsrichtung verschiebbar, aber nicht verachwenkbar und erst am Ende des Stabes in einer Ausnehmung (19)
    der Führung ver- schwenkbar ist, um beim Einführen neuer Spulen aus dem Bereich der letzteren zu gelangen. UNTERANSPRü 0EE 1. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Aufsteck spindel an ihrem vordern Ende einen radial verschiebbaren und unter Feder druck stehenden Anschlag (9) trägt, um bei Verwendung von Spulen mit Hülse ein selbsttätiges Abgleiten der Hülse zu verhindern, ein Darübersohieben der abge laufenen Hülse aber bequem durchführen zu können. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von hülsenlosen Spulen die Aufsteck spindel an ihrem vordern Ende mit einem runden Kopf (10) versehen ist, der beim Ablauf des Garnrestes die Ballonbildung nicht stört. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Spulen mit dünnwandigen Hülsen, die vorher entfernt werden sollen, der in den Spindelträger (4) einsetzbare Zapfen (2) eine dem Innendurchmesser der Hülse ent sprechende Dicke aufweist und der äussere Durchmesser der Aufsteckspindel dem äussern Durchmesser der Hülse (18) ent spricht, so dass ein Übergleiten der Spule von der Hülse auf die Spindel möglich ist. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zwischen stütze (14) an ihren beiden Enden mit die Aufsteckspindel (1) und den Stab (6) umgreifenden Klauen (13, 12) und inner halb der letzteren mit durch eine unter Federdruck stehende Zange (11) gegen läufig verschiebbaren Widerlagern (Z1, 16) versehen ist, durch welche Widerlager Aufsteckspindel und Stab in den Klauen festgehalten werden.
CH135452D 1928-01-04 1928-12-03 Verfahren und Einrichtung zum Spulenwechsel bei Weberei-Vorbereitungsmaschinen. CH135452A (de)

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