CH135494A - Apparat für photographische Tonaufzeichnung bezw. -Wiedergabe. - Google Patents

Apparat für photographische Tonaufzeichnung bezw. -Wiedergabe.

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CH135494A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Apparat für photographische Tonaufzeichnung     bezw.    -Wiedergabe.    Die Erfindung betrifft einen Apparat zur  photographischen Tonaufzeichnung     bezw.     zur Miedergabe solcher Aufzeichnungen.  Die akustischen     Sehwingungen    werden bei  solchen Apparaten mit Hilfe eines von den  Schwingungen     beeinflussbaren    Lichtstromes  auf eine lichtempfindliche     Platte    oder Film,  den     sogenannten    Aufzeichnungsträger, auf  gezeichnet.

   Für die :getreue Aufzeichnung       von        @Sohwingungen    von verhältnismässig ho  her Frequenz, zum Beispiel der Obertöne be  stimmter Tonwellen, und für die getreue  Wiedergabe der beispielsweise auf     einem     Film gemachten Tonaufzeichnung ist bei  verhältnismässig mässiger Filmgeschwindig  keit erforderlich, dass der Lichtbüschel an  der Stelle, wo er auf den Film auftrifft,  sehr schmal ist. Zu diesem Zwecke     @vur    de  bisher in unmittelbarer Nähe des     bewegton     Filmes eine Blende mit einem Spalt vorge  sehen, dessen Breite in der Grössenordnung  von     25,u    liegt.

   Es sind auch bereits solche  Anordnungen bekannt, bei welchen die    Blende vom Film entfernt ist und     ei!ier     breiteren Spalt besitzt, von dem durch ge  eignete Linsen ein verkleinertes Bild auf  dem Film erzeugt wird. Bei solchen Appa  raten macht es jedoch häufig     ,Schwieri;-          keiten,    eine genügende Lichtintensität auf  dem Film zu erhalten, während bei Benut  zung eines ,Spaltes von mikroskopischer  Breite in     unmittelbarer    Nähe     des    Films die  Bauart und der Betrieb des Apparates       Sohwierigkeiten    machen.

   Die Erfindung be  zweckt, diese Schwierigkeiten zu beseitigen  und     einen    Apparat zu bauen, der sehr wirk  sam ist und bei welchem die Einstellung  und     Benutzung    erleichtert ist.  



  Gemäss der Erfindung wird auf dem  Aufzeichnungsträger durch ein eine Zy  linderlinse enthaltendes optisches System  ohne Anwendung eines engen Spaltes in der  Nähe oder in einiger Entfernung vom Auf  zeichnungsträger auf letzterem eine intensive  Lichtlinie senkrecht zur     Bewegungsrichtung     des Trägers erzeugt.      Die Zeichnung zeigt in     Abb.    1 ein Aus  führungsbeispiel in .Seitenansicht und teil  weise im .Schnitt, während     Abb.2    das op  tische ;System für sich in etwas grösserem       Massstabe    zeigt. Dieses Ausführungsbeispiel  bezieht sich auf die bekannte Tonaufzeich  nung mittelst     Oszillographes.     



  Mit 1 ist eine Trommel bezeichnet, über  welche der Film 2 läuft, der durch Leer  walzen 3 und 4 gegen die Trommel ange  drückt wird. Ein Rohr 5, welches den  Hauptteil des optischen .Systems trägt, ist  auf einer Grundplatte 6 einstellbar be  festigt, und hierdurch können dem optischen  System die verschiedenen Bewegungen er  teilt werden, -die für die richtige Einstellung  der Lichtlinie auf dem Film erforderlich  sind. In der     Abb.    1 sind nur zwei     D4instell-          schrauben.    7 und 8 für Grob- und Feinein  stellung des Rohres in der Längsrichtung  dargestellt. Auf der dem Film abgewandten  Seite des Rohres ist der Oszillograph 10 mit  dem kleinen Spiegel 11 und den für die ver  schiedenen Einstellungen erforderlichen Ein  richtungen angeordnet.

   An den Oszillo  graphen ist diejenige Einrichtung ange  schlossen zu .denken, die die aufzuzeichnen  !den Tonwellen in elektrische Schwingungen  umsetzt, zum Beispiel ein Kondensator  mikrophon. Die Verbindung beider erfolge  vorzugsweise über einen geeigneten Ver  stärker. Die als Lichtquelle     dienende    Glüh  lampe 12 ist an dem einen Ende des Rohres  5     mittelst    eines Armes 13 befestigt und ist  auch mit     Einstellv        orrichtungen    zur Fest  legung ihrer Lage versehen. In einem seit  lichen Tubus des Rohres 5 ist eine Linse ? 5  und eine Blende 16 vorgesehen.

   Letztere hat,  wie die     A'bb.2    erkennen lässt, eine gerad  linige Kante, wodurch ein Teil des von der  Linse 15 kommenden Lichtbüschels abge  schnitten wird. Unterhalb der Linse und des       Diaphragmas    und aus der Mittelachse des  Rohres 5 herausgerückt, ist der einstellbare  <B>S</B>     ieoel   <B>17</B>     uncefähr    unter 45<B>'</B>     -eneigt    an  <B>P</B>     l#   <B>Z,</B>     l#     geordnet, so dass er den von der Lichtquelle  kommenden Lichtbüschel nach dem     Oszillo-          graphenspiegel    11 reflektiert.

   Der Spiegel    17 hat halbkreisförmige Gestalt, um Inter  ferenz mit dem vom     Oszillographenspiegel     zurückgeworfenen Lichtbüschel zu vermei  den.     Unmittelbar    vor dem Oszillographen  spiegel ist noch eine Linse 18 angeordnet,  durch die der einfallende und der reflek  tierte Büschel     hindurchtreten.    Um :die Ein  stellung des vom     Oszillographenspiegels    re  flektierten Lichtbüschels zu erleichtern, ist  nahe dem andern Ende des Rohres 5 eine  Blende 19 von quadratischem Querschnitt  vorgesehen, und um die Lage des Licht  büschels auf der Blende beobachten zu kön  nen, ist aus der Rohrwand eine passende  Öffnung 20 ausgeschnitten.

   Die Blende wird  derart eingestellt, dass die geradlinige Seite       des     Lichtfleckes, die dem schar  fen Rand des Lichtbüschels entspricht, an  genähert durch die Mitte der     Blen.denöffnung     geht, Der die     Blendenöffnung    durchsetzende  Teil des Lichtbüschels geht erst durch eine  zylindrische Linse 21, deren Achse verti  kal     bezw.    parallel zur     Schwingungsachse          .des    Lichtbüschels angeordnet ist. Hinter der  zylindrischen Linse 21 ist .das Linsensystem  22 angeordnet.

   Diese: besteht aus den Lin  sen 23 und     2.1,    die mit der zylindrischen  Linse 21 derart zusammenarbeiten,     dass    der  die Blende 19 durchsetzende Lichtbüschel  von rechteckigem Querschnitt auf dem Film  2 eine sehr schmale, intensive Lichtlinie 25  erzeugt. Das Linsensystem 22 würde den  Lichtbüschel auf -dem Film in einem punkt  artigen Fleck sammeln, die Zylinderlinse  21 breitet den .Fleck quer zur     Bewegungs-          richtung    .des Filmes zu einer Lichtlinie aus.  Nenn der Büschel entsprechend den       Schwingungen    des     Spiegels    11 hin- und her  schwingt, ändert sich die Länge der Licht  linie 25 entsprechend.

   Das bewegliche Ende  der Lichtlinie ist scharf definiert, und es  bildet sich auf dem Film, während er mit  gleichmässiger Bewegung fortschreitet, eine  sägeartige Aufzeichnung. Für das Linsen  system 22 eignet sich ein mikroskopisches  Objektiv von passender, .äquivalenter Brenn  weite und numerischer     Apertur,    mit wel  chem eine helleuchtende Linie von der ge-      wünschten Länge und von einer Weite von       25,u        bezw.    mehr oder weniger leicht er  reicht werden kann.  



  Um die Lichtlinie auf dem Film in die  richtige Lage zu bringen und sie scharf  einzustellen, ist an dem Apparat eine Vor  richtung vorgesehen, die ein vergrössertes  Bild der Lichtlinie entwirft und dessen Be  obachtung gestattet. Zu diesem Zweck ist  bei dem dargestellten Beispiel innerhalb des  Rohres 5 zwischen der Zylinderlinse     21.     und der Linse 23 eine dünne, planparallele  Glasplatte 28, zum Beispiel ein Deckglas,  ungefähr unter einem Winkel von 45   vor  gesehen und gegenüber diesem Glas in einem  Seitentubus 29 eine Linse 30 und ein Schirm  31, etwa eine     'Mattscheibe,

          angeordnet.    Ein       kleiner    Bruchteil des den Film in der Licht  linie 25 erreichenden Lichtes wird von -der  Filmoberfläche reflektiert und von diesem  reflektierten Licht wird ein Teil nach  Durchsetzen des Linsensystems 22 an der  geneigten Glasplatte 28 über .die Linse 30  nach dem Schirm 31 reflektiert, wo er ein  vergrössertes Bild 32 der Lichtlinie 25  bildet.  



  Ein solches vergrössertes Bild der Licht  linie bietet dem Bedienungsmann grosse  Hilfe. Er kann durch Beobachtung -des ver  grösserten Bildes die Lichtlinie während der  Tonaufzeichnung genau auf dem Film ein  stellen und .die richtige Einstellung aufrecht  erhalten. Auch hat er so eine dauernde,  sichtbare Anzeige der Ablenkung der Am  plitudenänderung und der Arbeitsweise des  Filmes, zum Beispiel ob der Film auf der  Trommel vorhanden ist oder etwa, infolge  Ablaufes oder     Zerreissens    fehlt. Ein oder  mehrere auf dem Schirm 31     eingekrazte     oder     sonstwie    markierte Linien erleichtern  die schnelle und genaue Einstellung der       Apparatur    für die richtige Einstellung der  Lichtlinie.  



  Die Erfindung ist in der Zeichnung in  ihrer Anwendung auf einen     Amplitudenfilm     dargestellt, ist aber nicht hierauf beschränkt,  sondern kann auch beim Intensitätsfilm an  gewendet werden. In diesem Falle würde    ,der Oszillograph um<B>90'</B> zu verdrehen sein,  so dass die Schwingungsachse seines     iSpiegels     horizontal liegt. Ferner wäre es in diesem  Falle zweckmässig, den gesamten Bauteil,  der die Lampe 12, die     Linse    15, die Blende  16 und den Spiegel 17 enthält, um 90   um  die Mikroskopachse herumzuschlagen.

   Bei  -den     .Schwingungen    des     Oszillographenspie-          gels    behält dann die Lichtlinie 25 konstante  Länge, während sich ihre Intensität mit den       Oszillographensehwingungen    ändert.  



  Zur Überwachung des Schwingungsvor  ganges durch den den Apparat Bedienenden  kann in bekannter Weise in Reihe mit dem       Stromkreis,des    Oszillographen oder mit dem  jenigen des Tonaufnehmers ein Kopfhörer  geschaltet sein. Hierdurch wird aber die  Wirkungsweise des Oszillographen und des  optischen Systems nicht überwacht. Es wird  daher     zweckmässigerweise    eine weitere Über  wachungsvorrichtung vorgesehen, die in der  lichtelektrischen Zelle 35 besteht, die am  Ende eines seitlichen Tubus 36 des Mikro  skoprohres 5 gegenüber dem seitlichen Tubus  29 und der planparallelen Platte 2-8 ange  ordnet ist.

   Von dem durch den     Oszillo-          graphenspiegel    in     iSchwingungen    versetzten  Lichtbüschel geht der grösste Teil durch die  Blende 19 und die Glasplatte 28 zu dem  Film 2. Ein kleiner Bruchteil jedoch wird  durch die Glasplatte 28 seitlich nach der  Zelle 35 abgelenkt. Indem nun .diese Zelle  mit einem Telephon (Kopfhörer) des De  dienungsmannes, und zwar vorzugsweise  über einen Verstärker, verbunden wird, ist  der Bedienungsmann in der Lage, die rich  tige Betriebsweise des gesamten Apparates  mit seinem Ohr zu überwachen und die In  tensität und Qualität der aufzuzeichnenden  Musik- oder andern Töne zu beurteilen.  



  Ein grosser Teil des beschriebenen Appa  rates kann auch in Wiedergabeapparaten be  nutzt werden, insbesondere das optische  System einschliesslich der Zylinderlinse 21  und des     Linsensystemes    22 zum Erzeugen  der Lichtlinie und die zur Beobachtung der  letzteren dienende Vorrichtung. An Stelle  der Schwingung :des Lichtbüschels durch den           Oszillographenspiegel        tritt    bei der Ton  wiedergabe eine lichtelektrische Zelle, die  hinter dem Film angeordnet ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Apparat für photographische Tonauf zeichnung bezw. -Wiedergabe, dadurch ge- kennzeichet, dass auf dem Aufzeichnungs träger durch ein eine Zylinderlinse enthal-, tendes optisches .System ohne Anwendung eines engen Spaltes in der Nähe oder in einiger Entfernung vom Aufzeichnungs träger auf letzterem eine intensive Lichtlinie senkrecht zur Bewegungsrichtung des Trä gers erzeugt wird <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Apparat nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Beobachtungsvorrich tung für die Lichtlinie des Aufzeich nungsträgers, durch welche von der Lichtlinie ein vergrössertes Bild auf einem Schirm entworfen wird. 2. Apparat nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch eine im Weg des Lichtbüschels liegende, plan- para.llele Glasplatte, durch welche ein Teil des von der Lichtlinie reflektierten Lichtes nach einer Mattscheibe geworfen wird. 3.
    Apparat nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Überwachungsvor richtung, bestehend in einer lichtelek trischen Zelle, auf welche ein Teil des veränderlichen Lichtbüschels durch eine in seinen Weg gestellte planparallele Platte geworfen wird, und durch .den die Lichtschwingungen mittelst Telephons in hörbare Töne rückverwandelt werden. d. Apparat nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, da.ss die planparallele Platte gleichzeitig zur Beobachtung der Lichtlinie ,dient.
CH135494D 1927-11-28 1928-11-24 Apparat für photographische Tonaufzeichnung bezw. -Wiedergabe. CH135494A (de)

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