Apparat für photographische Tonaufzeichnung bezw. -Wiedergabe. Die Erfindung betrifft einen Apparat zur photographischen Tonaufzeichnung bezw. zur Miedergabe solcher Aufzeichnungen. Die akustischen Sehwingungen werden bei solchen Apparaten mit Hilfe eines von den Schwingungen beeinflussbaren Lichtstromes auf eine lichtempfindliche Platte oder Film, den sogenannten Aufzeichnungsträger, auf gezeichnet.
Für die :getreue Aufzeichnung von @Sohwingungen von verhältnismässig ho her Frequenz, zum Beispiel der Obertöne be stimmter Tonwellen, und für die getreue Wiedergabe der beispielsweise auf einem Film gemachten Tonaufzeichnung ist bei verhältnismässig mässiger Filmgeschwindig keit erforderlich, dass der Lichtbüschel an der Stelle, wo er auf den Film auftrifft, sehr schmal ist. Zu diesem Zwecke @vur de bisher in unmittelbarer Nähe des bewegton Filmes eine Blende mit einem Spalt vorge sehen, dessen Breite in der Grössenordnung von 25,u liegt.
Es sind auch bereits solche Anordnungen bekannt, bei welchen die Blende vom Film entfernt ist und ei!ier breiteren Spalt besitzt, von dem durch ge eignete Linsen ein verkleinertes Bild auf dem Film erzeugt wird. Bei solchen Appa raten macht es jedoch häufig ,Schwieri;- keiten, eine genügende Lichtintensität auf dem Film zu erhalten, während bei Benut zung eines ,Spaltes von mikroskopischer Breite in unmittelbarer Nähe des Films die Bauart und der Betrieb des Apparates Sohwierigkeiten machen.
Die Erfindung be zweckt, diese Schwierigkeiten zu beseitigen und einen Apparat zu bauen, der sehr wirk sam ist und bei welchem die Einstellung und Benutzung erleichtert ist.
Gemäss der Erfindung wird auf dem Aufzeichnungsträger durch ein eine Zy linderlinse enthaltendes optisches System ohne Anwendung eines engen Spaltes in der Nähe oder in einiger Entfernung vom Auf zeichnungsträger auf letzterem eine intensive Lichtlinie senkrecht zur Bewegungsrichtung des Trägers erzeugt. Die Zeichnung zeigt in Abb. 1 ein Aus führungsbeispiel in .Seitenansicht und teil weise im .Schnitt, während Abb.2 das op tische ;System für sich in etwas grösserem Massstabe zeigt. Dieses Ausführungsbeispiel bezieht sich auf die bekannte Tonaufzeich nung mittelst Oszillographes.
Mit 1 ist eine Trommel bezeichnet, über welche der Film 2 läuft, der durch Leer walzen 3 und 4 gegen die Trommel ange drückt wird. Ein Rohr 5, welches den Hauptteil des optischen .Systems trägt, ist auf einer Grundplatte 6 einstellbar be festigt, und hierdurch können dem optischen System die verschiedenen Bewegungen er teilt werden, -die für die richtige Einstellung der Lichtlinie auf dem Film erforderlich sind. In der Abb. 1 sind nur zwei D4instell- schrauben. 7 und 8 für Grob- und Feinein stellung des Rohres in der Längsrichtung dargestellt. Auf der dem Film abgewandten Seite des Rohres ist der Oszillograph 10 mit dem kleinen Spiegel 11 und den für die ver schiedenen Einstellungen erforderlichen Ein richtungen angeordnet.
An den Oszillo graphen ist diejenige Einrichtung ange schlossen zu .denken, die die aufzuzeichnen !den Tonwellen in elektrische Schwingungen umsetzt, zum Beispiel ein Kondensator mikrophon. Die Verbindung beider erfolge vorzugsweise über einen geeigneten Ver stärker. Die als Lichtquelle dienende Glüh lampe 12 ist an dem einen Ende des Rohres 5 mittelst eines Armes 13 befestigt und ist auch mit Einstellv orrichtungen zur Fest legung ihrer Lage versehen. In einem seit lichen Tubus des Rohres 5 ist eine Linse ? 5 und eine Blende 16 vorgesehen.
Letztere hat, wie die A'bb.2 erkennen lässt, eine gerad linige Kante, wodurch ein Teil des von der Linse 15 kommenden Lichtbüschels abge schnitten wird. Unterhalb der Linse und des Diaphragmas und aus der Mittelachse des Rohres 5 herausgerückt, ist der einstellbare <B>S</B> ieoel <B>17</B> uncefähr unter 45<B>'</B> -eneigt an <B>P</B> l# <B>Z,</B> l# geordnet, so dass er den von der Lichtquelle kommenden Lichtbüschel nach dem Oszillo- graphenspiegel 11 reflektiert.
Der Spiegel 17 hat halbkreisförmige Gestalt, um Inter ferenz mit dem vom Oszillographenspiegel zurückgeworfenen Lichtbüschel zu vermei den. Unmittelbar vor dem Oszillographen spiegel ist noch eine Linse 18 angeordnet, durch die der einfallende und der reflek tierte Büschel hindurchtreten. Um :die Ein stellung des vom Oszillographenspiegels re flektierten Lichtbüschels zu erleichtern, ist nahe dem andern Ende des Rohres 5 eine Blende 19 von quadratischem Querschnitt vorgesehen, und um die Lage des Licht büschels auf der Blende beobachten zu kön nen, ist aus der Rohrwand eine passende Öffnung 20 ausgeschnitten.
Die Blende wird derart eingestellt, dass die geradlinige Seite des Lichtfleckes, die dem schar fen Rand des Lichtbüschels entspricht, an genähert durch die Mitte der Blen.denöffnung geht, Der die Blendenöffnung durchsetzende Teil des Lichtbüschels geht erst durch eine zylindrische Linse 21, deren Achse verti kal bezw. parallel zur Schwingungsachse .des Lichtbüschels angeordnet ist. Hinter der zylindrischen Linse 21 ist .das Linsensystem 22 angeordnet.
Diese: besteht aus den Lin sen 23 und 2.1, die mit der zylindrischen Linse 21 derart zusammenarbeiten, dass der die Blende 19 durchsetzende Lichtbüschel von rechteckigem Querschnitt auf dem Film 2 eine sehr schmale, intensive Lichtlinie 25 erzeugt. Das Linsensystem 22 würde den Lichtbüschel auf -dem Film in einem punkt artigen Fleck sammeln, die Zylinderlinse 21 breitet den .Fleck quer zur Bewegungs- richtung .des Filmes zu einer Lichtlinie aus. Nenn der Büschel entsprechend den Schwingungen des Spiegels 11 hin- und her schwingt, ändert sich die Länge der Licht linie 25 entsprechend.
Das bewegliche Ende der Lichtlinie ist scharf definiert, und es bildet sich auf dem Film, während er mit gleichmässiger Bewegung fortschreitet, eine sägeartige Aufzeichnung. Für das Linsen system 22 eignet sich ein mikroskopisches Objektiv von passender, .äquivalenter Brenn weite und numerischer Apertur, mit wel chem eine helleuchtende Linie von der ge- wünschten Länge und von einer Weite von 25,u bezw. mehr oder weniger leicht er reicht werden kann.
Um die Lichtlinie auf dem Film in die richtige Lage zu bringen und sie scharf einzustellen, ist an dem Apparat eine Vor richtung vorgesehen, die ein vergrössertes Bild der Lichtlinie entwirft und dessen Be obachtung gestattet. Zu diesem Zweck ist bei dem dargestellten Beispiel innerhalb des Rohres 5 zwischen der Zylinderlinse 21. und der Linse 23 eine dünne, planparallele Glasplatte 28, zum Beispiel ein Deckglas, ungefähr unter einem Winkel von 45 vor gesehen und gegenüber diesem Glas in einem Seitentubus 29 eine Linse 30 und ein Schirm 31, etwa eine 'Mattscheibe,
angeordnet. Ein kleiner Bruchteil des den Film in der Licht linie 25 erreichenden Lichtes wird von -der Filmoberfläche reflektiert und von diesem reflektierten Licht wird ein Teil nach Durchsetzen des Linsensystems 22 an der geneigten Glasplatte 28 über .die Linse 30 nach dem Schirm 31 reflektiert, wo er ein vergrössertes Bild 32 der Lichtlinie 25 bildet.
Ein solches vergrössertes Bild der Licht linie bietet dem Bedienungsmann grosse Hilfe. Er kann durch Beobachtung -des ver grösserten Bildes die Lichtlinie während der Tonaufzeichnung genau auf dem Film ein stellen und .die richtige Einstellung aufrecht erhalten. Auch hat er so eine dauernde, sichtbare Anzeige der Ablenkung der Am plitudenänderung und der Arbeitsweise des Filmes, zum Beispiel ob der Film auf der Trommel vorhanden ist oder etwa, infolge Ablaufes oder Zerreissens fehlt. Ein oder mehrere auf dem Schirm 31 eingekrazte oder sonstwie markierte Linien erleichtern die schnelle und genaue Einstellung der Apparatur für die richtige Einstellung der Lichtlinie.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in ihrer Anwendung auf einen Amplitudenfilm dargestellt, ist aber nicht hierauf beschränkt, sondern kann auch beim Intensitätsfilm an gewendet werden. In diesem Falle würde ,der Oszillograph um<B>90'</B> zu verdrehen sein, so dass die Schwingungsachse seines iSpiegels horizontal liegt. Ferner wäre es in diesem Falle zweckmässig, den gesamten Bauteil, der die Lampe 12, die Linse 15, die Blende 16 und den Spiegel 17 enthält, um 90 um die Mikroskopachse herumzuschlagen.
Bei -den .Schwingungen des Oszillographenspie- gels behält dann die Lichtlinie 25 konstante Länge, während sich ihre Intensität mit den Oszillographensehwingungen ändert.
Zur Überwachung des Schwingungsvor ganges durch den den Apparat Bedienenden kann in bekannter Weise in Reihe mit dem Stromkreis,des Oszillographen oder mit dem jenigen des Tonaufnehmers ein Kopfhörer geschaltet sein. Hierdurch wird aber die Wirkungsweise des Oszillographen und des optischen Systems nicht überwacht. Es wird daher zweckmässigerweise eine weitere Über wachungsvorrichtung vorgesehen, die in der lichtelektrischen Zelle 35 besteht, die am Ende eines seitlichen Tubus 36 des Mikro skoprohres 5 gegenüber dem seitlichen Tubus 29 und der planparallelen Platte 2-8 ange ordnet ist.
Von dem durch den Oszillo- graphenspiegel in iSchwingungen versetzten Lichtbüschel geht der grösste Teil durch die Blende 19 und die Glasplatte 28 zu dem Film 2. Ein kleiner Bruchteil jedoch wird durch die Glasplatte 28 seitlich nach der Zelle 35 abgelenkt. Indem nun .diese Zelle mit einem Telephon (Kopfhörer) des De dienungsmannes, und zwar vorzugsweise über einen Verstärker, verbunden wird, ist der Bedienungsmann in der Lage, die rich tige Betriebsweise des gesamten Apparates mit seinem Ohr zu überwachen und die In tensität und Qualität der aufzuzeichnenden Musik- oder andern Töne zu beurteilen.
Ein grosser Teil des beschriebenen Appa rates kann auch in Wiedergabeapparaten be nutzt werden, insbesondere das optische System einschliesslich der Zylinderlinse 21 und des Linsensystemes 22 zum Erzeugen der Lichtlinie und die zur Beobachtung der letzteren dienende Vorrichtung. An Stelle der Schwingung :des Lichtbüschels durch den Oszillographenspiegel tritt bei der Ton wiedergabe eine lichtelektrische Zelle, die hinter dem Film angeordnet ist.