CH135531A - Schnellanstrichverfahren. - Google Patents

Schnellanstrichverfahren.

Info

Publication number
CH135531A
CH135531A CH135531DA CH135531A CH 135531 A CH135531 A CH 135531A CH 135531D A CH135531D A CH 135531DA CH 135531 A CH135531 A CH 135531A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
paint
additive
coat
dependent
rapid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Frenkel Hermann
Original Assignee
Frenkel Hermann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Frenkel Hermann filed Critical Frenkel Hermann
Publication of CH135531A publication Critical patent/CH135531A/de

Links

Landscapes

  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description


      Schnellanstrichverfahren.       Die Bestrebungen der     Anstrichtechnik.     bei den     Anstriehverfahren    eine wesentliche       Abkürzung,der    zur Ausführung des     Anstri-          ehes    erforderlichen Zeit herbeizuführen,  scheiterten bisher daran,     dass    man jedem  Anstrich eine verhältnismässig lange Zeit       zür    vollständigen     Durühtrocknung    lassen       musste,    ehe der neue Anstrich aufgetragen  werden konnte.

   Mit Recht galt es bei den       bisherio,    n     Anstrichverfahren    als einer der  schlimmsten Fehler, den zweiten und drit  ten Anstrich aufzutragen, ehe der     vorbpr-          gehende    vollkommen     erhäxtet    war.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  bildet ein Verfahren, mit dessen Hilfe es  gelingt, diese. nach den bisherigen Erfah  rungen     für    unbedingt erforderlich erachtete  vollkommene     Durchtrocknung    der vorherge  henden Anstriche zu ersparen. überraschen  derweise und im Gegensatz zu den bisheri  gen Erfahrungen können nach der Erfin  dung mehrere Aufstriche kurz     hintereinan-          cler    erfolgen, ohne     dass    die vorhergehenden    Anstriche durchtrocknet sind; diese können  sogar noch     -nass    sein.  



  Zur Ausführung des neuen Verfahrens  müssen.     Anstrichmittel    verwendet werden.  deren Trocknung     sichli    nicht     von    der Luft her  durch eine allmähliche, ins Innere dringende  Verfestigung vollzieht, sondern     solehe,    die  von innen heraus in ihrer ganzen     MLa#sse    fest  werden.  



  Solche beim Trocknen in ganzer Masse  festwerdenden     Anstrichmittel    können bei  spielsweise so hergestellt werden,     dass    man  zweckmässig vorher geblasene fette Öle mit  geringen Mengen Chlorschwefel behandelt,  aber durch rechtzeitige Zugabe von     Verdün-          nungsmitteln,    wie     Laükbenzin    und weiteren  Mengen fetten Ölen das vorzeitige Festwer  den der Masse verhindert. Nach Zugabe vor       Trochenstoffen    und Lösungsmitteln entsteht  schliesslich ein     Anstrichmittel;    dieses kann  auch mit Farbstoffen angetrieben werden.  



  Ein     Anstrichmittel,    das sich für das vor  liegende neue     Anstrichverfahren    als ganz      besonders geeignet erwiesen     hat,    kann bei  spielsweise nach folgender Vorschrift erhal  ten werden,  <B>30</B> Teile, zweckmässig geblasenes. Leinöl  werden mit<B>1</B> bis 2 Teilen Chlorschwefel zu  sammengerührt.

   Es tritt eine Reaktion unter  Selbsterwärmung ein, die sich     durelt    Zusatz  von     Verdünnungsmitteln    (Lackbenzin, Benzol  und dergleichen) mässigen     lässt.    In dem     Art-          genblick,    wo sich die Masse gerade noch  rühren     lässt,    unterbricht man die Reaktion  und setzt allmählich noch 40 Teile Leinöl  zu. Durch weitere Zugabe von<B>Öl,</B>     Siceativ     und     Laakbenzin    wird die Masse bis zur  streichfähigen Konsistenz verdünnt.  



  Das     Schnellanstriehverfahren    gemäss vor  liegender Erfindung ist nun dadurch     ge-          ]#erinzeichnet,        dass'man    die anzustreichenden  Gegenstände zunächst mit einem     GruDdan-          strieb.    aus einer Masse versieht, deren     Bili-          demittel    'aus fettem<B>01</B> bestellt-, das mit Chlor  schwefel unter Zusatz von     VerJünnungsmit-          teln,    wie Lackbenzin, und weiteren Mengen  fetten     Üles    nur teilweise umgesetzt     wordeii     ist.

       -wo-rauf    man zum mindesten einen wei  teren Anstrich, der das gleiche Bindemittel  enthält, vor der Trocknung des vorausge  henden Anstriches aufträgt.  



       Man    erhält also einen Anstrich, der aus  wenigstens den zwei oben gekennzeichneten       nass    aufeinander gestrichenen Schichten     be-          #teht#    Auf diese kann dann noch     nass    ein  beliebig zusammengesetzter     Endanstriell    auf  getragen worden sein.  



  Man kann den oben gekennzeichneten     An-          strichmitteln    vor ihrem Aufstreichen einen  geringen Zusatz von solchen Stoffen geben,  die eine zu schnelle Trocknung an der Ober  fläche der Aufstriche verhüten. Als solche  können verwendet werden: hochsiedende       Kohlenwasserstoffe,    ätherische Öle, organi  sche Amine,     hachsiedende    Ester oder deren  Gemenge.

   Diese Stoffe wirken schon in klei  ner M enge dahin,     dass    die oberflächliche  Oxydation, und somit auch die Erhärtung  von der Oberfläche her, gehemmt wird, so       dass    die     Trochnung    durch Erstarren der  ganzen aufgetragenen Masse von innen her-    aus noch reiner und unmittelbarer in Er  scheinung tritt.  



  Je nach dem Zweck des Anstriches kann       man    durch Auftragen zu einer früheren oder  etwas späteren Zeit erreichen,     dass    ein mehr  oder minder grosses Verschmelzen     (Ineinan-          derübergehen)    der einzelnen Anstriche bei  der Trocknung erzielt -wird.  



  Will man eine besonders     g-atei        Versohmel-          zum,    der einzelnen Anstriche zu einer     ein-          C,          heitlichen    Schicht erzielen, so wird man den  zweiten Anstrich schon sehr kurze Zeit nach  dem ersten Anstriche auftragen. Will man  die Verschmelzung nicht so stark gestalten,  -um etwa durch mehrere dünne     Schichfed-e--i#n-e     elastische Gesamthaut aufzubauen, so wird  man ein Auftragen der folgenden Schichten  in     eineill    etwas späteren Stadium der Trock  nung, aber immer     noch.vor    vollendeter Trock  nung, ausführen.  



  Die letzten Anstriche-     (Endanstriche)     brauchen nicht unbedingt die Eigenschaften  der ersten Schichten zu haben, die vorste  hend geschildert sind; vielmehr können 'hier,  <B>je</B> nach dem Zweck, dem Aussehen     usw.,    das  erforderlich erscheint,     Anstlichmittel    der  verschiedensten Art, wie Ölfarben, Lackfar  ben,     Nitroeellulose-Farben-    und Lacke ange  wendet werden.  



       Dij    im allgemeinen die Anstriche in Zeit  abständen von<B>1</B> bis 4 Stunden aufeinander  folgen können, so, gelingt es sogar, einen  dreifachen Anstrich im Verlauf eines Tages  auszuführen, wozu bisher mindestens zwei  Tage beansprucht wurden, wenn der zweite  Auftrag am Abend des ersten Tages über  haupt schon aufgebracht werden konnte.  



  Bei Anwendung eines geeigneten     Nitro-          eellulose-        Deeklackes        a.ls        Endanstrich.    kann  eine aus drei Schichten bestehende Lackie  rung innerhalb von 4 Stunden fertiggestellt  werden. Wenn auch die     Durchtroeknung     <B>en</B>  einige Zeit in Ansprach nimmt, so sind doch  schon wenige Stunden nach dem letzten Auf  trag die     Lackierungen    so unempfindlich ge  worden,     dass    man zum Beispiel einen auf  diese Weise lackierten Wagen ohne weiteres  ins Freie bringen kann, ohne eine Beeinträch-           tigung    der     LackierunK    befürchten zu müs  sen.

Claims (1)

  1. PATENTAINTSPRüCHE: <B>1.</B> Schnellanstrichverfahren, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Gegenstände zu nächst mit einem Grundanstrich aus einer Masse versieht, deren Bindemittel aus fettem<B>Öl</B> besteht, (las mit Chlor- sehwefel unter Zusatz von Lackverdün- nungsmitteln und von weiteren Mengen fetten Öles nur teilweise umsetzt worden ist. worauf man zum mindesten einen weiteren Anstrich, der das gleiche Binde mittel enthält, vor der Trochnung des vorausgehenden Anstriches aufträgt.
    <B>11.</B> Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter Anstrich, dadurch gekennzeichnet, dass er aus wenigstens den zwei im Patentanspruch I gekenn zeichneten nass aufeinander gestrichenen Schichten und einem auf diese noch nass aufgetragenen End'anstrieh besteht.
    UNTERANSPRüCIIE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruah I, da durch gekennzeiehnet, dass man der An- strichmasse vor dem Aufstreichen einen geringen Zusa-tz von solchen Stoffen gibt, die eine zu schnelle Trocknung an der Oberfläche der Aufstriche verhüten. #h Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass der Zusatzstoff ein hochsieden der Kohlenwasserstoff ist.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unferansprucli <B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass der Zusatzstoff ein hochsieden der Ester ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass der Zusatzstoff ein ätherisches <B>01</B> i4. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass der Zusatzstoff ein erganische,9 Amin ist.
    <B>6.</B> Anstrich nach Patentanspruch II, da- durali gekennzeichnet, dass der Endan- strich aus einem Nitrocellulose-Decklack besteht-.
CH135531D 1927-04-14 1928-03-23 Schnellanstrichverfahren. CH135531A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE135531X 1927-04-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH135531A true CH135531A (de) 1929-09-30

Family

ID=5665999

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH135531D CH135531A (de) 1927-04-14 1928-03-23 Schnellanstrichverfahren.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH135531A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH135531A (de) Schnellanstrichverfahren.
DE504868C (de) Anstrichverfahren
EP0882773B1 (de) Wässriger Lack und Verfahren zu seiner Herstellung
DE538074C (de) Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl.
DE658578C (de) Verfahren zur Erzielung besonderer Farbtoenungen auf gepraegten Folien
DE2540878C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Überzügen
DE4114518A1 (de) Oberflaechenbeschichtungsmaterial und verfahren zu dessen auftragung sowie vorrichtung dafuer
DE579219C (de) Verfahren zur Herstellung von Wachs- und Ledertuchen
DE585222C (de) Verfahren zur Reinigung von Metalloberflaechen
DE605225C (de) Verfahren zum Anstreichen von geglaetteten, rohen Wandflaechen mit nicht in Wasser geloesten und bzw. oder nicht in Wasser emulgierten Celluloseester und bzw. oder Celluloseaether enthaltenden Farben
AT117839B (de) Anstrichverfahren.
DE915546C (de) Verfahren zum farbigen Ausstatten von stabfoermigen Gegenstaenden, wie Schreib- und Zeichenstiften
DE368236C (de) Belegmasse fuer Fahrzeugdaecher aller Art
DE608738C (de) Schnell-Lackierverfahren
AT125666B (de) Verfahren zum Auftragen mehrerer schnell aufeinanderfolgender Anstrichschichten.
AT146168B (de) Verfahren zum Verkleben von lackierten Folien aus Zellulosehydrat.
DE366098C (de) Wasserloesliche OEl- und Lackfarben
DE653249C (de) Zusatzmittel fuer Anstrichstoffe
DE548273C (de) Herstellung von Schmirgelpapier
DE479965C (de) Verfahren zur Darstellung gummiartiger Massen
DE889502C (de) Herstellung lufttrocknender, pigmentierter Phenol-formaldehydharzlacke
DE802499C (de) Verfahren zum Herstellen entfernbarer Schriftzuege, Darstellungen u. dgl. auf glatten Flaechen
DE1943523C3 (de) Verwendung von Reaktionsprodukten als Thixotropie erzeugender Zusatz für Überzugsmittel
DE451922C (de) Photochemisches Lackierverfahren
DE843131C (de) Verfahren zur Herstellung von auch als thermoplastische Klebemittel verwendbaren Lacken