CH135541A - Einrichtung zum Abdichten von Wellen gegen heisse, dampfförmige oder flüssige Hochdruckmedien. - Google Patents
Einrichtung zum Abdichten von Wellen gegen heisse, dampfförmige oder flüssige Hochdruckmedien.Info
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Description
Einrichtung zum Abdichten von Wellen gegen heisse, dampfförmige oder flüssige Hochdruckmedien. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Abdichten von Wellen gegen heisse, dampfförmige oder flüssige Hochdruckme dien, insbesondere gegen Wasserdampf oder Wasser. Bei dieser Einrichtung soll erfin dungsgemäss die Wärmezufuhr nach der Ab dichtungsstelle der Welle durch einen Flüs- sigkeitsa.bschluss aus kalter Hochdruckflüs sigkeit unterbunden und die Abdichtung mit- telst Spaltwirkung durch ein unter Über druck an die Welle gebrachtes Medium ho her Zähigkeit bewirkt werden.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes sind in der Zeichnung darge stellt.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 ist an das Hochdruckgehäuse 1 ein Fortsatz 2 mit- telst eines Halses 3 angeschlossen, der zur Verminderung der Wärmeleitung möglichst eingeschnürt ist. Die Welle 4 bildet mit. der hier gleichzeitig als Lager dienenden Büchse <B><U>5</U></B> einen Dichtungsspalt 6.
Dem Ringraum 7 wird durch Rohr 8 unter Überdruck bei spielsweise Öl von hoher Zähigkeit als Dich tungsmedium und gleichzeitig zur Lager schmierung zugeführt. Der Hauptteil strömt durch Spalt 6 über den drucklosen Raum 9 und das Rohr 10 ab, während ein geringer Restteil durch den Dichtungsspalt 11 der Zwischenbüchse 12 in den Ringraum 18 des Flüssigkeitsäbschlusses gelangt. Die Büchse 12 ist in einer Ringnut 14 quer zur Achsrich tung der Welle verschiebbar geführt, so dass ein sehr enger Dichtungsspalt 11 ausführbar wird und durch diesen Dichtungsspalt nur der möglichst kleine Restteil des Öles in den Ringraum gelangen kann.
Der Ringraum 13 ist mit Kühlflüssigkeit gefüllt, deren Ab fliessen in den Hochdruckraum 15 durch die Pumpwirkiing eines auf der Welle ange brachten Gewindes 16 erschwert wird.
Das durch Rohr 10 abfliessende Dich tungsmedium strömt in das mit einem Sieb 17 und einer Kühlschlange 18 versehene Ge- fäss 19. Von dort saugt es die Pumpe 20 an, die vom Elektromotor 21 über das Vorge- lege 22 angetrieben wird, und presst es in den Akkumulator 23 unter dessen Kolben 24. Der obere Kolbenraum 25 steht durch die Rohre 216 und 27 mit dem Ringraum 13 in Verbindung, wodurch das Dichtungsmedium unter dem Druck der Absperrflüssigkeit, vermehrt um das Gewicht des Kolbens 24 und des mit ihm durch Stange 28 verbun denen einstellbaren Gewichts 29 steht.
Hier durch wird verhindert, dass beim Versagen der Presspumpe 20 sofort die Dichtungs- und Schmierwirkung aufhört. Die Pumpe 20 ist so bemessen, dass sie ein Mehrfaches der durch die Spalten 6 und 11 abströmenden Henge fördert. Die überschüssige Menge wird durch Ventil 30, das vom Kolben 24 mittelst der Platte 31 gesteuert wird, in das Gefäss 19 zurückgeleitet.
Dem Ringraum 13 wird im vorliegenden Falle gekühltes Hochdruckmedium (Flüs sigkeit bezw. Kondensat) als Abschlussflüs- sigkeit selbsttätig zugeführt. Hierzu ist der Ringraum mit dem Druckraum 15 durch eine Leitung 32 verbunden, in die eine Kühlvorrichtung 33: eingeschaltet ist. Die von der Absperrflüssigkeit aufgenommene Wärme wird in einer Thermosyphon-Kreis- laufkühlung abgeführt, die durch ein .Schleuderrad 34 unterstützt wird.
Zum Aus scheiden des durch den Spalt 11 tretenden Dichtungmediums ist in den Kreislauf ein Absetzgefäss 35 eingeschaltet, aus dem es durch das Absperrorgan 36 zeitweise oder dauernd abgeleitet wird, während die Ab sperrflüssigkeit durch Rohr 27 über eine Kühlvorrichtung 37 in den Abschlussraum 13 zurückströmt.
Der Gehäuseteil 2 hat einen Kühlmantel 38, der beispielsweise mit den Kühlvorrich tungen 37 und .33 hintereinander von Kühl wasser durchflossen wird.
Die Zwischendichtung der Räume 7 und 1'3 kann auch durch eine mit der Dichtungs büchse 5 aus einem Stück hergestellte feste Büchse oder auch durch besondere La- byrinthe, Kohleringe, u'eichpa.ekungsringe oder dergleichen erfolgen.
Der Antrieb der Pumpe 20 kann auch von der abzudichtenden Welle abgeleitet werden, die selbstverständlich auch beson dere Lager unabhängig von der Dichtungs büchse 5 erhalten kann.
Bei der in Fig. \? gezeigten, für Schleu derpumpen bestimmten Ausführungsform strömt das dem Ringraum 7 durch Rohr 8 unter Überdruck zugeführte Dichtungsme dium teils durch die Spalte 11 der Zwi- schendichtungsbtichsen 12 in den Ringraum 13 ab, teils durch den Spalt 6 der festen Büchse 5, die als Lager dient, und die Spalte 39 der Büchsen 40 zum Regelspalt 41, der statt radial auch konisch ausführbar ist. Die beweglichen Büchsen 12 und 40 sind nach der Achsrichtung der Welle einstellbar, und ihre seitlichen Anlageflächen 42 sind in der Mitte deren achsia.ler Länge angeordnet.
Bei Fortfall der Wellenlagerung innerhalb der Stopfbüchsen kann Büchse 5 durch beweg liche Büchsen 12 ersetzt werden. Das Dich tungsmedium wird im Regelspalt 41, der aus dem -Wellenbund 43 und dem Doppel kolben 44 gebildet wird, gedrosselt, strömt in den Raum 45 und über das Drossel- und Sicherheitsorgan 46 und das Rohr 10 ab.
Das Organ 46 könnte auch in ein Dros sel- und ein :Sicherheitsorgan unterteilt wer den.
Der Druck im Raum 45 bezw. die ab fliessende Menge des Abdichtungsmediums, die im Orga.n46 mittelst desVentils47 und der Mutter 48 einstellbar ist, wird dadurch kon stant gehalten, dass der achsial im Gehäuse 2 verschiebbare Doppelkolben 44 die Grösse des Regelspaltes 41 entsprechend dem Druck im Raum 45 einstellt. Eine unzuläs sige Druckerhöhung in diesem Raum, bei spielsweise infolge Verstopfung des Organs 46, wird :durch die Federbelastung des Ven tils 47 vermieden. Die innere Führung des besser nicht rotierenden Doppelkolbens ist mit sehr geringem Spiel ausführbar und zweckmäBigerweise von einem Kühlmantel 49 umgeben.
Die äussere Kolbenführung ist mittelst Kolbenringen 50 abgedichtet. Die geringen Verluste von Dichtungsmedium infolge Undichtigkeit der beiden Kolben führungen werden durch Rohr 51 abge führt.
Die Abdichtung des Doppelkolbens könnte auch durch Stopfbüchsen bekann ter Art gesehen. Statt des einen Regelspal tes 41 können vorteilhaft auch mehrere mit entsprechenden Kolben Ilintereinanderge- schaltet werden.
Um die Wärmezufuhr zur Abdichtungs stelle der geringen Spaltweiten wegen ge nügend stark zu unterbinden, ist .die Welle mit einer Bohrung 52 und im Kühlraum 13 mit Rippen 54 versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Abdichten von Wellen gegen heisse, dampfförmige oder flüssige Hochdruckmedien, insbesondere gegen Was serdampf oder Wasser, dadurch gekennzeich net, dass die Wärmezufuhr nach der Ab dichtungsstelle der Welle durch einen Flüs- sigkeitsabschluss aus kalter Hochdruckflüs sigkeit unterbunden wird und die Abdich tung mittelst Spaltwirkung :durch ein unter Überdruck zugeführtes Medium hoher Zä higkeit erfolgt, von dem der Hauptteil durch den Abdichtungsspalt an der Welle nach dem Freien abströmt, während der möglichst kleine Restteil durch eine Zwi- schendiehtung in den Raum des Flüssig keitsabschlusses gelangt, aus dem er mit der Kühlflüssigkeit abgeführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Abschluss- flüssigkeit gekühltes Hochdruckmedium dem Flüssigkeitsabschlussraum durch eine Rohrverbindung (32) des Flüssig- keitsa,bschlussraumes (13) mit dem Druckraum (15) zugeführt wird, in welche eine Kühlvorrichtung (33) ein geschaltet ist. ?. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die von der Ab schlussflüssigkeit aufgenommene Wärme in einer besonderen Thermosyphon- Kreislaufkühlung abgeführt wird. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass der Thermosyphon-Kreislauf der Abschlussflüssigkeit durch ein mit der Welle (4) umlaufendes Schleuder rad (3:4) unterstützt wird. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Abdich tungsspalt (6) durch eine Büchse (5) gebildet wind, die gleichzeitig als Lager für die Welle (4) ausgeführt ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zwischen dichtung ebenfalls durch Spaltwirkung mittelst einer Büchse (12) erfolgt, die sich quer zur Achsrichtung der Welle (4) einstellen kann.6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Dich tungsmedium aus einem Akkumulator (2'3) zufliesst, in dem es unter dem Druck des Hochdruckmediums vermehrt um eine einstellbare, mittelst eines Kol bens (24) wirkende Belastung gehalten wird. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Pumpe (2(0) für das Dichtungsmedium ein Mehrfaches der benötigten Menge liefert, wobei die Überschussmenge durch ein selbsttätig gesteuertes Überströmorgan <B>(</B>3,0) abläuft. B.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Übertritt von Abschlussflüssigkeit in den Hoch druckraum (15) durch die Pumpwir- kung eines auf der Welle (4) angebrach ten Gewindes (16) erschwert wird. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass der Abdich tungsspalt (6) und die Zwischendichtung (11) oder nur eine der beiden Abdich- dungsstellen in mehrere hintereinander geschaltete Einzelspalte unterteilt ist. 10.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass mindestens einer der Spalte, welche die Abdichtung nach dem Freien bewirken,, als Regelspalt (41) radial oder konisch verläuft. 11. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die Menge des durch den Regelspalt (41) strömenden Mediums mittelst eines Steuerorgans konstant er halten wird. 12. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan für den Regelspalt (41) als Doprpelkolben (44) ausgebildet ist.13. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 bis 1.2, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens eine der Abdichtungsflächen des Doppelkolbens (44) gegen das abzudichtende Gehäuse mit Kolbenringen (50) versehen ist. 14. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 bis 13, dadurch ge kennzeichnet, da,ss die innere Führung des Doppelkolbens (44) von einem Kühl mantel (49) umgeben ist. 15.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 und 1.0, dadurch ge kennzeichnet, dass die seitliche Anlage fläche (42) jeder Spaltbüchse (40) in der Mitte deren achsialer Länge ange ordnet ist. 16. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 9 bis 15, dadurch ge kennzeichnet, dass das Drosselorgan (46) für das Abdichtungsmedium gleichzeitig als. Sicherheitsventil (47,, 48) ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE135541X | 1928-09-21 | ||
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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| CH135541D CH135541A (de) | 1928-09-21 | 1928-12-17 | Einrichtung zum Abdichten von Wellen gegen heisse, dampfförmige oder flüssige Hochdruckmedien. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH135541A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1054795B (de) * | 1956-07-10 | 1959-04-09 | Zoellner & Co | Labyrinthdichtung fuer Wasserbremsen und andere nur zeitweise ganz mit Wasser gefuellte Kreiselmaschinen |
-
1928
- 1928-12-17 CH CH135541D patent/CH135541A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1054795B (de) * | 1956-07-10 | 1959-04-09 | Zoellner & Co | Labyrinthdichtung fuer Wasserbremsen und andere nur zeitweise ganz mit Wasser gefuellte Kreiselmaschinen |
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