CH135581A - Anlasseinrichtung für Drehstrommotoren mit Umschaltung im Primärkreis. - Google Patents
Anlasseinrichtung für Drehstrommotoren mit Umschaltung im Primärkreis.Info
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Description
Anlasseinrichtung für Drehstrommotoren mit Umschaltung im Primärkreis. Es ist bekannt, Drehstromasynchron- motoren unter Vorschaltung von Widerstän den vor die Primärwicklung anlaufen zu las sen. Mit Hilfe dieser Anla.sswiderstände lässt sich zwar eine beliebige Grösse des Anlass- stromes und des Anlaufmomentes einstellen; will man jedoch einen besonders sanften An lauf ereichen, so braucht man ein möglichst gleichmässig ansteigendes Drehmoment.
Da jeder bestimmten Stellung des dreiphasigen Anlasswiderstandes ein bestimmtes Anlauf moment entspricht, muss man also. den An lasswiderstand während des Anlaufes ver stellen, denn die von der Änderung des Schlupfes abhängige Änderung des Anlauf momentes ist bei Drehstrommotoren im ersten 'feil des Anlaufes verhältnismässig sehr ge ring.
Die Erfindung erreicht das gleiche Ziel des sanften Anlaufes von Drehstrommotoren mit wesentlich einfacheren Mitteln. Erfin dungsgemäss wird einer Phase des Primär- kreises eine von den andern Phasenspannun gen verschiedene Spannung zugeführt.
Durch die Unsymmetrie in der Spannungs verteilung der Motoren entsteht ein inverses Drehfeld, das während des Anlaufes des Mo tors langsam bis auf Null abnimmt, so dass auch das Gegenmoment sich verkleinert und das resultierende Anlaufmoment entsprechend sanft ansteigt.
Ausführungsbeispiele zeigen die Figuren. In Fig. 1 bedeutet 1 die dreiphasige Primärwicklung des Asynchronmotors, des sen übrige Teile als unwesentlich fortgelas sen sind. 2 ist ein Ohmscher Widerstand mit einem regelbaren Kontakt 3.
Dieser @Vi- derstand ermöglicht es,, einer Phase des Ständers eine Spannung zuzuführen, deren Grösse von den andern Spannungen des durch das Netz 1 gegebenen Drehfeldsystems ab weicht. , I Die Einstellung des Widerstandes ernmög- licht eine Veränderung des Anlaufvorganges.. Ist nämlich die dritte Spannung des Dreh- i'eldsystems gleich Null, läuft der Motor also nur einphasig, so entsteht überhaupt kein Drehmoment.
Ist die dritte Spannung gleich den beiden andern Drehfeldspannungen, so ist das volle Moment erreicht. Durch eine beliebige Wahl zwischen Null und der vollen Spannung lässt sich also das Anlaufmoment auf einen bestimmten Wert einstellen.
Der Widerstand kann auch kapazitiver oder induktiver Art sein. Für gewisse Fälle, wie zum Beispiel für sanft anlaufende An triebe in der Textilindustrie, genügt eine feste Einstellung ;des Kontaktes 3. Nach dem Anlauf wird der Widerstand zweck- mässig kurzgeschlossen.
In Fig. 2 hat die eine Phase 5 der drei- phasigen Primärwicklung des Motors An zapfungen, von denen die eine, zum Bei spiel 6, mit der entsprechenden Phase der Netzspannung verbunden ist. Die Wirkung ist die gleiche wie in Fig, 1.
In Fig. 3 wird die Grösse der dritten Spannung mit Hilfe eines Spannungsteilers 7 eingestellt. Die dreiphasige Wicklung des Motors und ihr Anschluss an das Netz sind aus der Figur ohne weiteres zu erkennen.
Die beschriebene Anlasseinrichtung eignet sich besonders für die Textilindustrie. Nun verlangen Textilmaschinen zwecks Schonung des Materials verhältnismässig lange Anlauf zeiten. Bei der grossen Zahl der Einzelan triebe wird deshalb das Bedienungspersonal, welches erst nach Beendigung der Anlauf periode den Widerstand kurzschliessen darf, verhältnismässig lange in Anspruch genom men.
Rechnet man noch mit den Zuf ä11ig- keiten einer falschen Bedienung, durch wel che sehr leicht eine Beschädigung des Wi derstandes eintreten kann.; so ergibt bieh hieraus die Aufgabe,, den @nlassvorgang sol cher Motoren selbsttätig zu gestalten.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt da durch, dass Mittel vorgesehen werden, die in Abhängigkeit vom Einschaltvorgang arbei ten und den Anlasswiderstand während des Anlaufvorganges zur Wirkung bringen. Zum Beispiel kann durch Einlegen des Hauptschal- ters ein unabhängiges Zeitrelais eingeschaltet werden, das nach Ablauf einer vorbestimm ten Zeit den nur in einer Phase liegenden An lasswiderstand überbrückt.
Ein anderes Ausführungsbeispiel zeigt die Fig. 4. Hier bedeutet 11 ein dreiphasiges Netz und 12 den Asynchronmotor, der über die Zuleitungen 18 und über einen Schalter 14 an das Netz angeschlossen ist. Im Primär kreis des Asynckronmotors, und zwar nur in einer Phase, liegt ein mit Umschaltkontakten 15 und 16 versehenes Stromrelais 17. sowie der Anlasswiderstand 18,. Der Anlassvorga.ng gestaltet sich nun wie folgt: Beim Einlegen des Schalters 14 fliesst der Strom zunächst durch die Relaisspule 17 über die Kontakte 16, ohne dass der Anlass- widersta.nd zur Wirkung -kommt.
Im näch sten Augenblick zieht infolge des Anlauf stromes das Relais seinen Anker an und bringt hierdurch den Widerstand 18 zur Geltung. Der Motor erreicht nunmehr seine Betriebsdrehzahl; hierdurch sinkt der Anlass- strom auf den normalen Betriebsstrom her unter, das Relais 17 lä.sst seinen Anker wie der fallen und schaltet somit den Widerstand 18 ab. Der Motor ist nun in Betrieb.
In Fig. 5 ist, zum Beispiel für einen. nor malen Flyer, eine Kennlinie dargestellt, wel che das Widerstandsmoment (Wd) des Flyers in Abhängigkeit von der Drehzahl rz zeigt. Der Wert für das normale Widerstands moment ist durch die gestrichelte Horizontal linie ebenf alls gekennzeichnet. Man erkennt aus der Kennlinie, dass gerade zu Beginn des An lassens die Widerstandskräfte sehr hoch sind.
Daher wirkt der Umstand günstig, dass im ersten Augenblick des. Anlassvorganges das Relais 17 die Kontakte 16 noch überbrückt.
Es besteht insbesondere in der Textil- industrie häufig die Aufgabe" mehrere Mo toren einer Maschinengruppe gleichmässig an zulassen. Vorteilhaft kann man dann diese gemeinsam anzulassenden Motoren mit einer gemeinsamen Anlasseinrichtung nach der Er findung versehen, indem eine Phase der Zu- leitung der Motoren eine von den andern Pha sen a.bweic.hende Spannung erhält.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anlasseinrichtung für Drehstrommotoren mit Umschaltung im Primärkreis, da durch gekennzeichnet, da.ss eine Wicklungs phase des Primärkreises beim Anlassen an eine von den andern Phasenspannungen verschiedene Spannung angeschlossen ist. UNTERANSPRüCHE 1. Anla.sseinrichtung nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss nur eine Phase des Primärkreises über einen regelbaren Widerstand an das Netz angeschaltet ist.3. Anlasseinrichtung nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet. dass nur eine Phase des Primärkreises beim Anlassen ihre Spannung über eine An zapfung erhält.. @;.. Anlasseinrichtung nach dem P.iatent- a.nspruch. dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Phase des Primärkreises über einen Spannungsteiler gespeist wird.-1. Anlasseinrichtung nach dem Patent anspruch, gekennzeichnet durch Mittel, die in Abhängigkeit vom Einschaltvorgang die Anlasseinrichtung während des An- laufvorga.nges zur Wirkung bringen.5. Anlass'einrichtung nach dem Patent-. anspruch, gekennzeichnet durch ein vom Primärstrom durchflossenes Relais zur Steuerung der Anla.sseinrichtung. 6. Aulasseinrichtung nach dem Patent anspruch., gekennzeichnet durch ein Relais, in dessen Ruhestellung die Anlasseinrich- tung wirkungslos ist.7. Ablasseinrichtung nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss je eine Phase einer Gruppe gemeinsam an zulassender Motoren beim Anlassen an eine von den andern Phasenspannungen verschiedene Spannung angeschlossen ist
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE135581X | 1927-11-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH135581A true CH135581A (de) | 1929-09-30 |
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ID=5666013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH135581D CH135581A (de) | 1927-11-04 | 1928-10-27 | Anlasseinrichtung für Drehstrommotoren mit Umschaltung im Primärkreis. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH135581A (de) |
-
1928
- 1928-10-27 CH CH135581D patent/CH135581A/de unknown
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