Elektrische Anlage mit Sicherheitseinrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine elek trische Anlage, die eine elektrische Vorrich tung mit zugehörigen Anschlusskabeln ent hält, und insbesondere auf eine Röntgenan lage.
Die Erfindung hat zum Zweck, unmöglich zu machen, dass Anschlusspunkte der elek trischen Vorrichtung die nicht durch An schluss des zugehörigen Kabels unzugänglich gemacht sind, unter Spannung gebracht werden.
Eine elektrische Anlage gemäss der Er findung enthält eine elektrische Vorrichtung mit einem Speisestromkreis und einem Ver brauchsstromkreis (zum Beispiel einen Trans formator) und mindestens ein Kabel, das an den Verbrauchsstromkreis der Vorrichtung angeschlossen werden kann. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Speisestromkreis eine Unterbrechung hat deren Aufhebung durch den Anschluss von Kabeln an den Ver brauchsstromkreis bewirkt bezw, möglich ge macht wird. Die Vorrichtung in einer elektrischen An lage gemäss der Erfindung kann ein Trans formator sein, bei dem mindestens ein Ka bel an die Sekundärwicklung angeschlossen werden soll.
Sie kann so ausgebildet sein, dass durch den Anschluss des Kabels, [bezw. der Kabel ein Arbeitskontakt, bezw. ein Arbeitskontakt für jedes Kabel bewegt wird, wodurch eine Unterbrechung im primären Stromkreis aufgehoben wird.
Bei einer solchen elektrischen Anlage kann die Befestigung eines Kabels an der Vorrichtung mit Hilfe einer Gewindebüchse erfolgen und es kann beim Anschrauben dieser Gewindebüchse ein Arbeitskontakt be wegt werden.
Die Erfindung ist besonders von Wichtig keit bei Anlagen, bei denen mit Hochspan nung gearbeitet wird und die dazu bestimmt sind, von nicht elektrotechnischem Personal bedient zu werden, wie es zum Beispiel bei Röntgenanlagen der Fall sein kann. Die Zeichnung veranschaulicht schema tisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes.
Fig. 1 zeigt im Schnitt einen Teil eines Transformators. welcher mit einer Sicherheits einrichtung versehen ist, und Fig. 2 stellt eine elektrische Anlage nach der Erfindung dar, welche als Röntgenanlage ausgebildet ist.
In Fig. 1, in der nur jene Teile darge stellt sind, die für das Verständnis der Er findung von Wichtigkeit sind, bezeichnet 1 einen Teil des Deckels einer Transformator hülle. Die Transformatorwicklungen, die einer Röntgenröhre Hochspannung liefern sollen, sind in der Zeichnung schematisch durch 2 und 3 dargestellt. Die Vorrichtung kann mittelst eines Kontaktstöpsels 4 an eine Stromquelle angeschlossen werden. Ein Kabel 5, an dessen Ende sich eine Kontakt vorrichtung 6 befindet, hat zwei Adern, die mit den Anschlusspunkten 7 'und 8 in Ver bindung gebracht werden können. Das Ka bel kann mit Hilfe der Gewindebüchse 9 an der Vorrichtung befestigt werden.
Ein an deres in Fig. 1 nicht dargestelltes Kabel hat eine einzige Ader, die mit dem An schlusspunkt 10 verbunden werden kann. Dieses Kabel kann mittelst der Gewinde büchse 11 an der Vorrichtung befestigt wer den. Der zwischen den Anschlusspunkten 7 und 8 liegende Teil 12 der Sekundärwicklung 2 dient zur Speisung der Glühkathode einer Röntgenröhre. Zwischen den zuletzt erwähn ten Anschlusspunkten und dem Anschlusspunkt 10 herrscht während des Betriebes eine hohe Spannung, die zum Erzeugen von Röntgen strahlen erforderlich ist. Wird die Gewinde büchse 9 angeschraubt, so läuft deren abge rundeter Rand 13 gegen einen an einem Stift 15 befestigten metallenen Nocken 14 auf.
Dieser Stift kann aus Metall hergestellt sein, ist in diesem Fall jedoch gegen den metallenen Nocken 14 elektrisch isoliert. Beim Anziehen der Gewindebüchse 9 wird der Stift 15 entgegen der Wirkung der Fe der 16 nachs links geschoben, wodurch eine Kontaktfeder 17 ebenfalls nach links bewegt wird. Wird nun ein zweites Kabel mittelst der CTewindebüchse 11 auf dieselbe Weise wie das Kabel 5 befestigt, so bewegt sich in entsprechender Weise ein dem Stift 15 ähnlicher Stift 18 nach rechts. Infolgedessen wird eine Kontaktfeder 19 ebenfalls nach rechts gedrückt und zwischen den Kontakt federn 1.7 und 19 eine elektrische Verbin dung hergestellt.
Wird jetzt der Kontakt stöpsel 4 mit einer geeigneten Wechselstrom quelle verbunden, so kann der Strom über die Kontaktfedern 19 und 17 nach der Pri märwicklung des Tranformators fliessen. So lange jedoch nicht beide Gewindebüchsen 9 und 11 angeschraubt sind, kann der Speise strom des Transformators nicht fliessen und es ist also ausgeschlossen, dass die sekun dären Anschlusspunkte unter Spannung kom men.
Der Schutz kann auch auf andere Weise erzielt werden, zum Beispiel dadurch, dass durch die Stifte 15- und 18 oder durch eine ähnliche Vorrichtung ein in den primären Stromkreis aufgenommener Schalter verriegelt wird, so dass letzterer' nicht geschlossen werden kann, bevor die Anschlusskabel ge hörig befestigt sind und dadurch die Ver riegelung aufgehoben wird.
In Fig. 2 bezeichnet 20 den Transforma tor, dessen Deckel 21 in Fig. 1 teilweise im Schnitt dargestellt ist. Die Primärwicklung des Transformators ist durch eine Schnur mit einem Stöpselkontakt 22 verbunden. Die Kabel 23 und 24 führen von den sekun dären Anschlusspunkten des Transformators zu der Kathode bezw. der Antikathode der auf einem Stativ aufgestellten Röntgenröhre 25 und sind mittelst der Gewindebüchsen 26 und 27, die den in Fig. 1 mit 9 und 11 be zeichneten ähnlich sind, an dem Transfor mator befestigt.
Die Röntgenröhre sowie die Kabel sind von einem DTetallmantel umgeben, der durch eine Erdverbindung auf konstantem Poten tial gehalten werden kann. Die Anlage ist daher völlig geschützt. Es würde nur noch möglich sein, die sekundären Ansehluss- punkte des Transformators unter Spannung zu bringen, bevor sie durch die Befestigung der Kabel 23 und 24 ausser Bereich gebracht worden sind. Dies wird nun durch eine Ein richtung wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, verhindert.
Die elektrische Anlage kann selbstver ständlich auch eine Vorrichtung besitzen, die eine grössere Anzahl von Anschlusskabeln oder nur ein einziges Anschlusskabel hat, und sie kann auch Transformatoren besitzen, die zu andern als Röntgenzwecken bestimmt sind.