Vorrichtung zum Kühlen von Körpern. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen von Körpern, die ein hohes Po tential in bezug auf Erde aufweisen, mittelst einer schwach leitenden Flüssigkeit.
Bei Vorrichtungen, die solche Körper enthalten, kann die Kühlflüssigkeit, zum Bei spiel Wasser, nicht unmittelbar aus einem nicht isolierten Wasserleitungsrohr oder Be hälter zugeführt werden, da in -diesem Fall ein Kurzschluss zwischen dem gekühlten Körper und der Erde herbeigeführt werden würde.
Gemäss der Erfindung ist in einem iso lierenden Körper zwecks %u- und Abführung der Kühlflüssigkeit ein langer, enger Kanal Vorgesehen. Dieser Kanal kann als eine offene, mit einem Streifen Isolierstoff be deckte Nut ausgebildet sein. Zweckmässig ist der isolierende Körper aber aus .Scheiben aufgebaut, in denen je eine enge Nut vorge sehen ist, die fast ganz herumläuft und mit telst einer Durchbohrung der ;Scheibe mit der in der nächsten Scheibe vorgesehenen Nut in Verbindung steht.
Zweckmässig ist ,durch Abrundung des Durchbohrungsrandes ,der .Strömungswiderstand für die Kühl flüssigkeit beim Übergang von einer Scheibe in eine angrenzende möglichst gering ge macht. Zweckmässig werden die auf einander gestapelten Scheiben mittelst an den Schei ben angebrachter Nocken, die in in den Scheiben vorgesehene Schlitze passen, in Be zug aufeinander in der richtigen ;Stellung gehalten.
Werden die Scheiben aufeinander gepresst, so wird ein fester, isolierender Körper er halten. Dieser Pressvorgang erfolgt zweck mässig mit ITilfe eines Stabes aus Isolier stoff, der durch in den Scheiben vorge sehene, mittlere Durchbohrungen gesteckt wird, und mit Hilfe zweier an .den Enden des isolierenden Körpers vorgesehener Me tallteile.
Der isolierende Körper kann von einem iso lierenden Zylinder umgeben sein, der, wenn er in einigem Abstand von dem isolierenden Körper angeordnet ist, die Bildung von Kon denswasser verhindert, das auf dem isolie renden Körper infolge der Abkühlung durch die Kühlflüssigkeit entstehen könnte. Der isolierende Zylinder kann den isolierenden Körper auch eng umschliessen. Auch können die Lufträume innerhalb des isolierenden Zy linders mit einem lockeren isolierenden Ma terial angefüllt sein. In diesen Fällen kann zur Vermeidung von Kondenswasser eire zweiter isolierender Mantel in einigem Ab stand angeordnet werden.
Der Luftraum zwischen dem isolierenden Mantel und dem isolierenden Körper oder dem gegebenenfalls vorhandenen isolierenden Zylinder wird zweckmässig luftdicht abgeschlossen.
Eine Vorrichtung wie die oben beschrie bene, kann als iStützisolator des zu küh lenden Körpers ausgebildet sein.
Mehrere solche Stützisolatoren können für die Aufstellung einer elektrischen An lage benutzt werden, in der einer der Iso latoren zur Zuführung und ein anderer zur Ableitung der Kühlflüssigkeit dienen kann. Auf diese Weise wird zugleich der Vorteil erzielt, dass die Stützisolatoren gehörig ge kühlt werden.
Die Zeichnungen veranschaulichen einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes.
Fig.1 ist ein Schnitt durch eine Vor richtung gemäss der Erfindung, von welchem Schnitt Fig.2 eine Einzelheit darstellt; die F'ig.3, 4, 5, 6 und 7 beziehen sich auf eine Ausführung, bei der der isolierende Körper aus Scheiben aufgebaut ist;
die Fig.3 und 4 stellen eine Draufsicht bezw. einen in eine Ebene ausgebreiteten Zy linderschnitt (siehe IV-IV in Fig. 3) einer solchen Scheibe dar, während die Fig.5, 6 und 7 Querschnitte (siehe V-V, VI-VI und VII-VII in Fig. 3) zeigen.
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt einer Vor richtung gemäss der Erfindung, bei der der isolierende Körper aus Scheiben aufgebaut ist, während Fig.9 eine schematische Dar stellung der Aufstellung einer Senderöhre mit Hilfe zweier Vorrichtungen gemäss der Erfindung ist.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen aus Isolier stoff, zum Beispiel Bakelit, bestehenden Zy linder, in dem eine schraubenlinienförmige Nut 2 vorgesehen ist, deren Querschnitt in Fig. 2 einzeln dargestellt ist. Ferner ist in Fig. 1. ein :Streifen Isolierstoff 3 angegeben, der zum Beispiel aus Zelluloid bestehen kann und der über der schraubenlinienförmigen Nut derart angebracht ist, dass er in einen erweiterten Teil derselben genau passt. Eine Büchse 4 aus Isolierstoff, zum Beispiel aus Bakelit, umgibt :den isolierenden Körper 1 in geringer Entfernung, während alle Luft räume innerhalb dieses Zylinders mit einem lockeren isolierenden Material 5 angefüllt sind.
In einigem Abstand von dem Zylinder 4 ist ein Mantel 6 angeordnet; es entsteht also eine Luftkammer 7, die durch eine Scheibe 8 und einen Ring 9 aus isolierendem Stoff hermetisch abgeschlossen ist. In den Zylinder 1 ist eine Röhre 10 geschraubt, an der die Verbindung zu dem zu kühlende Körper befestigt werden kann. Die Kühl flüssigkeit kann durch .eine Kammer 11, die mittelst einiger Öffnungen 12 mit .der Nut 2 in Verbindung steht, von der Röhre 10 in die Nut 2 gelangen.
Bei einer andern Ausführungsform ist der isolierende Körper Baus @Sioheiben auf gebaut.
Aus den Fig..3 bis 7 ist ersichtlich, dass die Hauptform der Scheiben ein Zylinder geringer Höhe ist, in dem eine mittlere Boh- -_rung 20 vorgesehen ist. Unten besitzt jede Scheibe eine Vertiefung 13 und oben eine Erhöhung 14. Die Ränder der Vertiefung 13 und der Erhöhung 14 sind etwas schräg, so dass die Scheiben fest aufeinander ge presst werden können, wobei die wechsel seitige Lage der Scheiben durch einen Nocken 15 fixiert werden kann, der in eine Vertiefung 1.6 der unÜnliegenden ,Scheibe greift.
Jede .Scheibe weist eine Nut 17 auf, die, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, einen fast geschlossenen Kreis bildet. An einem Ende der Nut 17 ist eine Durchbohrung 18 vor- gesehen, durch die eine Verbindung mit der Nut in der darunterliegenden Scheibe her- 1-estellt wird.
Die Form dieser Durchbohrung 18 ist derart, dass der Strömungswiderstand für die Mühlflüssigkeit möglichst gering ist.
Die Scheiben sind derart aufeinander ge- stapelt, dass .der Teil 19 einer Nut sich unter- lialb der Durchbohrung 1.8 der über ihr lie genden Scheibe befindet, so dass die -Kühl- flüssigkeit in jeder Scheibe die ganze Nut 17 durchläuft.
Diese Lage der .Scheiben in bezug auf- (,inander wird mit Hilfe .der obenerwähnten Nocken 15 und Vertiefungen 16 gesichert. Der Boden der Nut 17 steigt bei 19, so dass ein allmählicher Übergang zu der Nut der über ihr liegenden Scheibe erhalten wird.
In Fig. 8 bezeichnet 21 einen Stapel von Scheiben, die alle die obenerwähnte Form aufweisen. An der obern und untern Seite des Stapels ist ein metallenes Endstück 22 mit einer kreisförmigen Nut 23 vorgesehen, die mittelst einiger Öffnungen 24 mit dem zylinderförmigen Teil 25 des metallenen Endstückes in Verbindung steht, mit dem die Zu.- oder Abführungsleitunä für die. Kühlflüssigkeit verbunden werden kann. Ein Stab 26 aus isolierendem Stoff bildet eine Verbindung zwischen den Endstücken 22.
Werden letztere in den Stab 26 einge schraubt, so werden die Scheiben 21 fest auf- einander gepresst. Der auf diese Weise ge bildete isolierende Körper ist, eben so wie der isolierende Körper nach Fig. 1, von einem aus isolierendem Stoff bestehenden Zylinder 4 und von einem durch einen Luftraum von diesem Zylinder getrennten isolierenden Mantel 6 umgeben. Der isolierende Körper, der Zylinder 4 und der Mantel 6 werden ;iucli in diesem Falle durch einen Deckel e abgeschlossen, während die Lufträume inner halb des Zylinders 4 mit einem lockeren isolierenden Material angefüllt sind.
In Fig. 9 ist eine Anlagedargestellt, in der zwei Vorrichtungen, wie sie im Zu sammenhang mit Fig. 8 beschrieben wurden, als Stützisolatoren für die Senderöhre 29 benutzt sind. Die Flüssigkeit zum Kühlen der Anode wird der .Senderöhre von der Vor richtung 27 zu- und von der Vorrichtung 28 abgeführt.