CH135597A - Verfahren zur Beeinflussung eines elektrischen Stromes mittelst Bestrahlung. - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung eines elektrischen Stromes mittelst Bestrahlung.

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CH135597A
CH135597A CH135597DA CH135597A CH 135597 A CH135597 A CH 135597A CH 135597D A CH135597D A CH 135597DA CH 135597 A CH135597 A CH 135597A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Verfahren zur     Beeinflussung    eines elektrischen Stromes mittelst Bestrahlung.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  Beeinflussung eines elektrischen Stromes     mit-          telst    Bestrahlung.  



  In der Technik werden oft     Vorrichtungen     benutzt, die     optisehe    Erscheinungen in elek  trische überführen sollen. Als solche Vor  richtungen sind Selen- und andere photoelek  trische Zellen beispielsweise zu     erwäbnen.     Sie sind von grosser Bedeutung im Gebiete  der sogenannten "sprechenden Films", für  die Übermittlung von Bildern auf telegraphi  schem oder     radiotelegrapischem    Wege usw.  Eine Hauptbedingung solcher Vorrichtungen  ist meist, dass die Umwandlung von Licht  variationen in elektrische Erscheinungen mit  möglichst geringer Trägheit erfolgt.  



  Bei dem Verfahren nach der Erfindung  wird der Strom beziehungsweise die Span  nung in einem elektrischen Stromkreis     mit-          telst    Bestrahlung     beeinfiusst,    und zwar in der  Weise, dass diese Bestrahlung eine in diesem  Stromkreis liegende elektrische Entladungs  röhre     trifft.    Diese Entladungsröhre enthält    eine Gas- beziehungsweise Dampfmenge       (Hauptgas),    deren Atome sich in     metastabilen     Zuständen befinden können. Diesem Gas be  ziehungsweise Dampf ist eine geringe Menge  eines andern Gases zugesetzt, dessen Atome  durch     metastabile    Atome des Hauptgases  ionisiert werden können.  



  Die Entladungsröhre kann zum Beispiel  mit Neon gefüllt sein, dem eine geringe     Ar-          gonmenge,        zum        Beispiel        0,001        %        zugesetzt        ist.     



  Besonders gute Ergebnisse sind mit dem  Verfahren nach der Erfindung zu erzielen,  wenn die Bestrahlung durch Licht von solcher       Wellenlänge    erfolgt, dass es durch die in       metastabilem    Zustand befindlichen Atome  absorbiert werden kann.  



  So kann zum Beispiel Neonlicht, wenn  die Röhre die hier beispielsweise angegebene  Gasfüllung besitzt, für die Bestrahlung vor  teilhafte Verwendung finden.  



  Der Einfuss der Lichtstrahlen auf den  elektrischen Stromkreis bei dem Verfahren       nach    der Erfindung hängt mit den meta-      stabilen Zuständen des in der Entladungs  röhre verwendeten Hauptgases zusammen.  Die Entladung wird teilweise dadurch ver  mittelt, dass Atome, die sich in     metastabilem     Zustande befinden, Atome des als Beimischung  vorhandenen Gases ionisieren. Werden nun  in     metastabilem    Zustand befindliche Atome  des     Hauptgases    durch Licht von bestimmter  Wellenlänge     getroffen,    so werden sie in mehr  oderweniger grosser Anzahl aus diesem Zustand  in einen     nichtmetastabilen    Zustand von hö  herer Energie übergeführt.

   In diesem Zustand  ist die Lebensdauer dieser Atome so kurz,  dass die Möglichkeit eines     Zusammenstosses     mit einem Atom der Beimischung überaus klein  ist. Infolgedessen verringert sich sofort die  durch die angelegte Spannung bewirkte     Ioni-          sierung    in der Röhre und demgemäss der  Entladungsstrom. In gleicher Weise ist es  begreiflich, dass infolge von Bestrahlung die  Durchschlagsspannung einer Entladungsröhre  mit vorher erwähnter Gasmischung erhöht  wird. Dadurch, dass das Mass, in dem der  Strom herabgesetzt beziehungsweise die Durch  schlagsspannung erhöht wird, vom Wert der  Lichtvariationen abhängt, hat man in den  Strom- beziehungsweise den Spannungsver  änderungen ein Mittel, die Lichtvariationen zu  registrieren und somit später wieder zu er  zeugen.

   Im nachfolgenden ist ein Verfahren  nach der Erfindung beispielsweise anhand  der Zeichnung erläutert.  



  In dieser Zeichnung bezeichnet 1 eine  elektrische Entladungsröhre, die mit einem  Hauptgas, zum Beispiel Neon, unter einem  Druck von einigen cm Quecksilbersäule mit  einem Zusatz von Argon gefüllt ist. Ein sehr  geringer Prozentsatz dieses zweiten Gases,       zum        Beispiel        0,001%,        genügt.        Auch        andere     als die erwähnten Gase können verwendet  werden, sofern dem Hauptgas die Eigenschaft  zukommt, dass sich seine Atome in     meta-          stabilem        Zustand.    befinden und in     diesem     Zustand Atome der Beimischung ionisieren  können,

   zum Beispiel dadurch; dass die An  regungsspannung eines solchen     metastabilen     Zustandes höher ist als die     lonisierungsspan-          nung    der Beimischung. Zwischen den Elektro-    den der Röhre 1 wird mit Hilfe einer Batterie 2,  oder einer andern geeigneten Stromquelle eine  genügend hohe Spannung, beispielsweise 500  Volt, über einen Widerstand 3 angelegt.  Unter dem Einfluss dieser Spannung werden  Atome des Hauptgases in     metastabilen    Zu  stand versetzt, und diese Atome ionisieren in  diesem Zustand Atome der Beimischung.

   Es  fliesst nun durch die Röhre ein schwacher  Entladungsstrom von einigen     Mikroamperes.     Die dabei zwischen den Elektroden bestehende       Spannungsdifferenz    wird mit Hilfe irgend  eines empfindlichen     Instrumentes,    zum Bei  spiel eines     Voltmeters    4, gemessen oder re  gistriert, das in Reihe mit einem Widerstand 5  zwischen den Elektroden der Röhre ange  schlossen ist. Eine schraubenlinienförmig ge  wundene     Neonlichtröhre    6 umgibt die Ent  ladungsröhre 1. Diese Leuchtröhre wird, zum  Beispiel durch einen Gleichrichter 7, gespeist  und ist mit einer Glühkathode 8 und einer  kalten Anode 9 versehen.

   Wird nun der  Schalter 10 geschlossen, so fliesst ein Strom  durch die Röhre 6 und diese fängt an, Licht  auszustrahlen, das die Entladung in der Röhre  1 beeinflusst. In dieser Röhre werden nämlich  eine Anzahl in     metastabilem    Zustand befind  licher Atome des Hauptgases infolge der  Bestrahlung durch das Licht der Röhre 6 in  einen     nichtmetastabilen        Zustand    von höherer  Energie versetzt, in dem sie so kurz bleiben,  dass die     Möglickeit    von Zusammenstössen mit  einem Atom der Beimischung nun sehr gering  ist.

   Die     Iönisierung    verringert sich somit und  demgemäss der Entladungsstrom in der Röhre  1, was von einer Steigerung der Spannung  zwischen den Elektroden dieser Röhre be  gleitet     wird.    Wird umgekehrt der Schalter  10     geöffnet,    so steigt der Strom in der Röhre  1 und fällt die Spannung zwischen den Elek  troden. Unter Umständen kann infolge der  Bestrahlung eine Spannungsänderung von  annähernd 50 Volt beobachtet werden.  



  Die kräftigste Wirkung beobachtet man,  wenn in dem von der Röhre 6 ausgestrahlter  Lichte derjenige Teil des Wellenlängenspek  trums stark vertreten ist, der durch die     meta-          stabilen    Atome bei der in Frage kommenden      Zustandsänderung absorbiert wird. Aus diesem  Grunde kann, wenn die Entladungsröhre 1  als Hauptgas Neon enthält, Neonlicht vor  teilhaft verwendet werden.  



  Da nur die Grösse und nicht die Richtung  des Stromes in der     Lichtröhre        (i    die Wirkung  in der Röhre 1 beeinflusst, gewährt das Ver  fahren auch ein Mittel, Intensitätsvaria  tionen eines Wechselstromes in dem Strom  kreis, in dem die Leuchtröhre 6 liegt, durch  Variationen des     Gleiehstromes    in dem Strom  kreis, in dem sieh die lichterhaltende Röhre  1 befindet, kenntlich zu machen. Man kann  zu diesem Zweck die Röhre 6, die dann     ge-          wünschtenfalls    zwei     (Tlühdrahtelektroderr    be  sitzen kann, mittelst eines Wechselstromes  speisen, der die zu beobachtenden Variationen  erleidet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Beeinflussung des Stromres beziehungsweise der Spannung in einem elek trischen Stromkreis mittelst Bestrahlung, da durch gekennzeichnet, dass diese Strahlung eine im Stromkreis liegende elektrische Ent ladungsröhre trifft, die eine Gas- beziehungs- weise Dampfmenge, deren Atome sieh in metastabilen Zuständen befinden können (Hauptgas) mit einem geringen Zusatz eines andern Gases enthält, dessen Atome durch rnetastabile Atome des Hauptgases ionisiert werden können. 11 NTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladungsröhre mit Neon gefüllt ist, dem eine kleine Ar gonmenge zugesetzt ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung durch Licht von einer Wellenlänge erfolgt, die gerade den benützten Übergang aus dem metastabilen Zustand in einen nicht meta- stabilen entspricht. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladungsröhre mit Neonlicht bestrahlt wird.
CH135597D 1928-03-29 1928-09-27 Verfahren zur Beeinflussung eines elektrischen Stromes mittelst Bestrahlung. CH135597A (de)

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