CH135744A - Verfahren zur Herstellung von Hexamethylentetramin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hexamethylentetramin.

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CH135744A
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Aktiengesellschaft Sc Ausdauer
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Schieferwerke Ausdauer Aktieng
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  Verfahren zur Herstellung von     Heaamethylentetramin.       Den Gegenstand vorliegender Erfindung  bildet ein Verfahren zur Herstellung eines  Salzgemisches, welches aus     Hexa,methylente-          tramin,    Chlornatrium und Chlorammonium  besteht. Gemäss dem Verfahren der Erfin  dung führt man in eine     wässerige    Lösung,  welche neben     Natrium-,    Ammonium- und  Chlorionen noch Anionen der     Kohlensäure     enthält, Formaldehyd     bezw.    Formalin ein.  



  Bekanntlich kann man     Ile-xamethylente-          tra.min        bezw.    seine Derivate in der Weise er  zeugen,     da.ss    man Ammoniak und Formalde  hyd in Gasform oder in wässeriger Lösung  aufeinander einwirken lässt. An Stelle des       fertig    gebildeten Formaldehyds hat man auch  wohl schon Methan     verwendet    oder Methyl  alkohol unter     gleichzeitigem    Gebrauch von       geeigneten    Katalysatoren.

   Beide Verfahren  bedürfen zu ihrer Ausführung der Zufuhr  von Wärme von aussen her, sei es zur Verga  sung der Rohmaterialien. sei es zu ihrer Um  setzung auf katalytischem Wege; sie er-    fordern eine verhältnismässig kostspielige  Apparatur.  



  Es     wurde    nun     gefunden"dass    man auf eine  sehr einfache     Artundahne        jedeWärmezufuhr     ein Salzgemisch aus     Chlornatrium,        Chloram-          moniumundHexa..methylentetramin    darstellen  kann, indem man, gemäss     id'eni    V er f     ahren    der Er  findung, in     eine    mit     Natriumcarbonat          übersättigte    Lösung von Chlorammonium,

    in der noch beträchtliche     Mengen        Natrium-          bicarbonat        unaufgelöst    am Boden liegen,  langsam Formalin einlaufen lässt. Es beginnt  dann     allsogleich    ohne sonderlich merkbare       Erwärmung    reichliche Entwicklung von  Kohlensäure, die so heftig werden kann, dass  Vorsicht am Platze ist bei Verwendung von       geschlossenen    Gefässen, da solche sonst ge  sprengt werden könnten.  



  In der Literatur ist die Gewinnung rei  nen     Hexamethylentetramins    durch Einwir  kung von Formaldehyd auf     Ammoniumcar-          bonat        bereits    erwähnt. Es handelt sich hier-      bei jedoch um solches     Ammmonsalz,    das etwa  zur Hälfte aus     carbaminsaurem    Ammonium  bestand,

   dessen Anwesenheit zur Durchfüh  rung der Reaktion offenbar für     erforderlich     gehalten     wurde.        Demgegenüber    verwendet  das neue Verfahren lediglich Lösungen rei  nen Chlorammoniums unter Zusatz von     Na-          triumbicarbonat        bezw.    eine Mischung von  Kochsalz und     Ammonbicarbonat.    Das Ziel  des vorliegenden Verfahrens ist auch nicht  die     Gewinnung    reinen     Hexamethylentetra-          mins.    Vielmehr bietet das Verfahren den be  sondern Vorteil, Salzgemische aus Kochsalz,  Chlorammonium und     Hexamethylentetramin,

       die für die Zwecke der     Kunstharzindustrie     mannigfache Anwendung finden können, bil  lig herzustellen. Die     Unsetzung    verläuft so  wohl die Anwendung von     Ammoniumbicar-          bonat    und     Natriumchlorid    als auch bei Ver  wendung von     Ammoniumchlorid    und. Na  triumbikarbonat in der gleichen Weise, da     je-          desrnaldie    gleichen Ionen in der Lösung vor  handen sind.  



  <I>Beispiel I:</I>  Man löse 100 kg Chlorammonium in     zirka-          340    Liter Wasser auf und füge nach erfolg  ter Lösung etwa     1.00    kg     Natriumbiearbonat     hinzu. Dann giesst man in kurzen Abständen,  v     orsiehtig,    weil die Reaktion eine sehr hef  tige     Kohlensäureentwicklung    zur Folge hat,  handelsübliches 40     %iges    Formalin hinzu.  Man kann auch umgekehrt von einer Lö  sung von     .100    kg     Ammoniumbicarbonat    und  100 kg Kochsalz in etwa der gleichen Menge  Wasser ausgehen.

   Auch kann das doppelt  kohlensaure Salz ganz oder teilweise durch  neutrales     Carbonat    ersetzt werden. Nach     be-          endeterReaktion    enthält die Lösung     lIexame-          thylentetramin    neben Chlorammonium und       Chlornatrium    und Kohlensäure, soweit die  Kohlensäure nicht mehr an Basen gebunden  ist. Natürlich kann man, statt     flüssiges    For  malin     einzutragen,    auch gasförmigen Form  aldehyd in die     Lösung    einleiten. Das Endpro  dukt     kann    daraus durch Abdampfen gewon  nen werden.  



       Das    neue     Verfahren,    gibt auch ein     Mittel     an die Hand, . dass oben     erwähnte    Salzgemisch    technisch in     grossem.        Massstabe    darzustellen,  indem man von den Laugen ausgeht, die bei  der Herstellung der     Ammoniaksoda    nach  dem     Solvayverfahren        verwendet    werden.  



  Bekanntlich geht die     Ammoniaksodain-          dustrie    von einer mit     Kochstalz        gesättigten    ge  kühlten Sole aus, in welche     Ammoniumbicar-          bonat    in     etwa    äquivalenten Mengen oder ent  sprechende Mengen von     Ammoniakgas    und  Kohlensäure     eingeführt    werden.

   Aus der  Lösung scheidet sich     dann,    insbesondere  wenn die Temperatur niedrig gehalten wird,  festes     Natriumearbonat    aus nach der Glei  chung:         NaCl        +        NH"        HCO$        =NH,Cl        +        NaHC03       Es hat sich nun gezeigt, dass man durch  den Zusatz von Formalin zu dieser Lösung,  etwa durch     Innehaltung    einer ein wenig hö  heren, nämlich der Tagestemperatur die Aus  scheidung von festem überschüssigem     Natriu.m-          bicarbonat    verhindert.

   Es bildet sich dann aus  dem in der Lösung     enthaltenen    Ammonium  salz     Hexa.methylentetramin.    Die Umsetzung  kann etwa durch die folgenden Gleichungen  wiedergegeben werden:    4     (NH4)    Cl     -1-    6     HCHO    = 4     11C1        -1-'    6 11,0       -I-        (CHZ)o        N,        (Hexamethylentetramin).     4     NaHC02        -!-    4     HCl    = 411,

  0     -f-        4C02          -I-    4     NaCl.       Wie man sieht, entstehen bei diesem Pro  zess als Chlorammonium und Kochsalz neben  dem     Hexamethylentetramin.       <I>Beispiel 2:</I>    In eine aus dem     Ammoniaksodaprozess     nach     Solvay    stammende Lauge, welche 80  kg     Ammonbicarbonat    und 60 kg Natrium  chlorid *in 240 Liter Wasser enthält, wird  bei     Zimmertemperatur    langsam gasförmiger  Formaldehyd eingeleitet.

   Unter lebhafter       Kohlensäureentwicklung    bilden sich     Hexa:          inethylentetramin,    Kochsalz und Salmiak,  die durch Abdampfen des überschüssigen  Lösungswasser leicht gewonnen werden.  Durch Extrahieren des     Abdampfrückstandes         mit Alkohol und Verdunsten der alkoholi  schen Auszüge     lässt    sich leicht reines     Hexa-          methylentetramin    in     kristallisierter    Form  gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Salzge misches, bestehend aus Hexamethylentetra- min, Chlornatrium und Chlorammonium, da durch gekennzeichnet, dass man in eine wäs serige Lösung, die neben Natrium-, Ammo nium- und Chlorionen noch Anionen. der Kohlensäure enthält, Formaldehyd einführt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in eine wässerige Lösung von Chlorammonium, die mit dop pelkohlensaurem Natrium übersättigt ist, Formalin einführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in eine wässerige Lösung von Chlorammonium,, die mit Na- triumbicarbonat übersättigt ist, Formal dehyd einführt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in ein Gemisch von Kochsalz und Ammoniumbicarbonat in Wasser Formaldehyd einführt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in ein Gemisch von Kochsalz und Ammoniumbicarbonat in Wasser Formalin einführt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in eine Lauge, wie sie zur Herstellung von Ammoniak sod'a nach dem Solvayverfahren dient, welche neben Natrium-, Ammonium- und Chlorionen noch Anionen der Kohlensäure enthält, Formaldehyd einführt,, und das entstehende Salzgemisch durch Ab-damp- fen des Wassers gewinnt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in eine Lauge, wie sie zur Herstellung von Ammoniak soda nach dem Salvayverfahren dient, welche neben Natrium-, Ammonium- und Chlorionen noch Anionen der Kohlensäure enthält, Formalin einführt, und das daraus entstehende Salzgemisch durch Abdampfen des Wassers gewinnt.
CH135744D 1927-03-10 1928-03-05 Verfahren zur Herstellung von Hexamethylentetramin. CH135744A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10103770B4 (de) * 2001-01-27 2004-02-26 Methanova Gmbh Verfahren zur Herstellung von hochreinem Methenamin

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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