CH136054A - Ventilapparatur zum Spalten von Öl unter Druck. - Google Patents

Ventilapparatur zum Spalten von Öl unter Druck.

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CH136054A
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A-G Carburol
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Carburol A G
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  Ventilapparatur zum Spalten von Öl unter Druck.    Bei einigen technischen Verfahren der  Erdöl- und Kohlechemie, insbesondere beim  Spalten von Ölen unter Druck     (Crackindustrie),     ist es notwendig, flüssige oder     dampfförmige          Stoffe    oder Gemische beider Phasen, bei gleich  zeitiger Druckverminderung oder vollständiger  Druckentlastung mit einer bestimmten Flüssig  keit von besonderen chemischen oder physi  kalischen Eigenschaften in kürzester Zeit innig  zu vermischen.  



  Dieses Erfordernis kann beispielsweise  gegeben sein, um eine plötzliche Abkühlung  expandierender Stoffe zur schnellsten Er  reichung einer gewünschten Temperatur zu  bewirken (zum Beispiel Schweizer-Patent  Nr. 119990) oder um eine beabsichtigte Aus  waschung expandierender Spaltprodukte in  vorgelegte Lösungsöle auszuführen     (Schweizer-          Patent    Nr. 125213).

   Bei solchen Verfahren  der Spaltung von Ölen unter Druck, die mit  einer Vermischung arbeiten, ist es notwendig,  die Expansion automatisch sich regulierend  und innerhalb eines abgeschlossenen Raumes    vorzunehmen, wobei gleichzeitig die expan  dierenden     Stoffe    unmittelbar in     Aüssige    Stoffe  derart eintreten können, dass eine schnelle  und innige Vermischung erreicht, eine konti  nuierliche Arbeitsweise gewährleistet wird  und dabei das Expansionsventil in der vor  gelegten Flüssigkeit gelagert ist.  



  Die bisher hauptsächlich angewandten  Ventile zur Expansion von Spaltprodukten  haben nicht die Möglichkeit der Vermischung  reit vorgelegten Flüssigkeiten unmittelbar  nach der Drosselung, weil die Baulänge des  Ventils und das Ventilgehäuse ein direktes       Unispülen    des Ventils nicht ermöglichen.  Ausserdem können sie sich nicht selbst re  gulierend einstellen, weil sie in der Regel  von Hand oder dergleichen bedient werden  müssen.  



  Der Erfindungsgegenstand ist auf der  Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel ver  anschaulicht.  



       Fig.l    zeigt einen senkrechten Schnitt  durch dasselbe und           Fig.2    einen     wagrechten    Schnitt nach  Linie     A-B    der     Fig.    1.  



  In ein durch eine Wand 8 und einen  Boden 9 gebildetes Gefäss mündet eine Hoch  druckröhre 2, deren Mündung durch einen  Ventilkegel 3 abgeschlossen ist, der sich in  einer Führung 4 bewegt. Die Hochdruck  röhre 2 und deren Ventilkegel 3 sind zweck  mässig so ausgebildet, dass beim Aufsitzen  des Ventilkegels die Berührungsstelle eine  etwa kreisrunde Linie ergibt. Auf eine Aus  sparung des Ventilkegels 3 drückt ein auf  einer Welle 6 befestigter Daumen 5. Die  Welle 6 ist in Vorsprüngen der Wand 8 ge  lagert. Das eine Ende der .Welle tritt durch  die Wand 8 hindurch ins Freie und trägt  einen Hebelarm 10, an welchem ein Gewicht  11 angebracht ist. Zur Abdichtung der Durch  trittsstelle der Welle 6 durch die Wand 8  dient eine Stopfbüchse 12.

   In dem Gefäss 8  ist eine Rohrsicherung aus dünnem Blech an  gebracht, welche die Mündung der Hoch  druckröhre 2 und den Ventilkegel 3 umgibt.  Eine Röhre 1 dient zur Zuführung der Flüssig  keit in das Gefäss 8, 9.  



  Der Abschluss des Gefässes 8, 9 nach oben  ist auf der Zeichnung deswegen nicht dar  gestellt, weil er sich je nach der Anwendung  der Apparatur für das eine oder andere Crack  verfahren von selbst ergeben wird.  



  Die zu behandelnden Spaltprodukte treten  mit einer gewünschten Strömungsgeschwindig  keit bei einer gewünschten Temperatur und  bei einem gewünschten höheren Druck aus  der Hochdruckröhre 2 in eine Zone niedrigeren  Druckes, die durch das Gefäss 8; 9 abge  schlossen ist. Der Weg in diese Zone wird  den expandierenden Stoffen durch ein Gegen  drücken des Ventilkegels 3 derart verwehrt,  dass der Gegendruck gegen den Inhalt der  Hochdruckröhre 2 beliebig eingestellt werden  kann, um einen gewünschten Arbeitsdruck  in der Hochdruckleitung automatisch aufrecht  zu erhalten.

   Gleichzeitig und unmittelbar  beim     Eintritt    der expandierenden Stoffe in  die Zone niedrigeren Druckes treten dieselben  in eine Flüssigkeitsmenge ein, deren Stand  höhe durch einen Überlauf je nach Verfahren    gegeben werden kann und deren Zulauf durch  die Röhre 1 vorgenommen wird. Zur Er  reichung einer besonders effektvollen Ver  mischung der expandierenden     Stoffe    mit der  durch die Röhre 1 eintretenden Flüssigkeit  dient die     Rohrfübrung    7, dadurch dass sie  ein Ansaugen der in dem Gefässraum stehen  den Flüssigkeit durch die expandierenden  Stoffe bewirkt.

   Diese Rohrführung 7 leitet  ausserdem das entstehende     fäemisch    richtung  gebend, in beliebiger Richtung, im gezeich  neten Falle nach oben, wo dasselbe je nach  Verfahren teilweise oder ganz in einen zweiten  nicht dargestellten Raum verdampfen kann  oder als Flüssigkeitsgemisch eintritt. Der  Druck der Strömung in der Hochdruckröhre  2 gegen den Ventilkegel 3 hebt denselben  soweit, als es der     Ventilkegelbelastung    durch  das Gewicht 11 entspricht, wobei der an der  Welle 6 befestigte Daumen 5 mehr oder  weniger kräftig gegen die Hochdruckleitung  drückt.  



  Die Wirkungsweise der dargestellten Appa  ratur sei auch durch ein spezielles Beispiel  beschrieben  Ein Phasengemisch von Spaltprodukten  strömt mit einer     Geschwindigkeit"von        2m/sec.     und einer Temperatur von 450  bei einem  Druck von 40     Atm.    in der Hochdruckröhre  2 in Richtung gegen den Ventilkegel 3. Die  Belastung des Ventilkegels drückt gegen den  Austritt des Reaktionsgemisches in der Hoch  druckröhre 2 derart, dass dort der oben ge  nannte Druck aufrechterhalten wird. Dieser  Druck hebt entsprechend der     Ventilkegelbe-          lastung    automatisch den Ventilkegel, so dass  die Dämpfe und Flüssigkeiten aus der Hoch  druckröhre 2 in die Umgebung des Ventil  kegels expandieren.

   Die Expansion wirkt sich  infolge der richtunggebenden Rohrführung 7  nach oben aus, so dass die in der Umgebung  des Ventils stehende Flüssigkeit von der  unten offenen Rohrleitung 7 angesaugt wird.  Dadurch vermischen sich die     Stoffe    aus der  Hochdruckröhre 2 und die vorgelagerte  Flüssigkeit, aus der Röhre 1 kontinuierlich  zulaufend, unmittelbar und innig, so dass eine  plötzliche Mischtemperatur von zum Beispiel      300   C resultiert. Gleichzeitig wird die Ventil  apparatur von den kühleren und     auswaschenden     Ölen aus der Röhre 1 fortwährend umspült,  so dass eine     Verschlammung    oder     Inkrustierung     derselben behoben ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ventilapparatur zum Spalten von 01 unter Druck, wobei eine unmittelbare Vermischung von expandierenden Spaltprodukten mit einer vorgelegten Flüssigkeitsmenge stattfindet, da durch gekennzeichnet, dass innerhalb eines geschlossenen Raumes ein belasteter Ventil kegel gegen die Austrittsleitung der expan dierenden Stoffe drückt, wobei die Belastung derart erfolgt, dass an einer Welle, die nach aussen durch eine Stopfbüchse führt, eine Kraft wirkt und dass im Innern des Raumes ein an derselben Welle befestigter Daumen den Druck auf den Ventilkegel überträgt, und wobei der Ventilkörper in der vorgelegten Flüssigkeitsmenge lagert.
    UNTERANSPRUCH: Ventilapparatur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Innern der Mischzone eine Rohrführung die Ventilkon struktion derart umgibt, dass gleichzeitig ein Ansaugen der zu mischenden Flüssigkeit durch die expandierenden Spaltprodukte be wirkt und die Mischung richtunggebend ge leitet wird.
CH136054D 1927-09-30 1928-09-25 Ventilapparatur zum Spalten von Öl unter Druck. CH136054A (de)

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