CH136317A - Verfahren zum Vorbereiten von Torfmooren für die Brenntorfgewinnung. - Google Patents

Verfahren zum Vorbereiten von Torfmooren für die Brenntorfgewinnung.

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CH136317A
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CH
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peat
moor
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bog
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Dickmann Heinz
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Dickmann Heinz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F5/00Drying or de-watering peat

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Biological Treatment Of Waste Water (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


      Verfahren    zum vorbereiten von Torfmooren für die     Brenntorfgewinnung.       Bei der     Verarbeitung    eines Moores zu       Brenntorf    sind es     .bekanntlich    zwei Eigen  schaften, welche störend bei .der Herstellung  und verteuernd auf deren Kosten wirken:  Der durchschnittlich .hohe Wassergehalt. und  die in den allermeisten Mooren mehr oder  weniger     stark    auftretenden     Holz-    und Wur  zeleinschüsse.  



  Soll deshalb ein Moor ausgebeutet wer  den, so muss eine teilweise Entwässerung  durch     Orälben    in einem Zeitraum von ein bis  zwei Jahren vorausgehen. Das Vorhanden  sein von. Holz und Wurzeln, wirkt bei der  Förderung     und,    maschinellen Verarbeitung  der Moormasse hindernd bis betriebsunter  brechend und unterbindet auf jeden Fall  einen ununterbrochenen Grossbetrieb.  



  Eine weitgehende Entwässerung auf die  bisherige Art     bringt    nun den Vorteil, dass  Holzeinschüsse, welche unter Wasser der  Zersetzung beharrlich widerstanden, schnel  ler vermodern können, vorausgesetzt, dass  die für die bakterielle Zersetzung notwendi  gen Bedingungen (Luft.     Wärme,    Feuchtig-         keit    und Säurefreiheit) vorhanden sind. Geht  die Entwässerung jedoch zu weit, so bringt  sie den     Nachteil,    dass die obern Schichten  des Moores und die Seitenwände der Gräben  derart austrocknen,     ,dass    .die Torfmasse in  Pulver zerfällt.

   Hierdurch wird eine Er  schwerung in der Förderung hervorgerufen,  sowie     Schwierigkeiten-    bei .der maschinellen  Verarbeitung, da die     ausgetrocknete    Masse  kein Wasser mehr annimmt und dadurch  eine qualitative Verschlechterung des Pro  duktes durch Einbusse an Dichtigkeit und  Feste entsteht. Schliesslich werden in den  trockenen. Schichten liegende Hölzer nicht  zersetzt.  



  Die bisherige Methode der Entwässerung  hat ausserdem     noch    den Nachteil, dass sie in  .der Hauptsache nur das Oberflächenwasser  und den Regen ableitet, und' das mit der  Tiefe an Säure zunehmende     Grundwasser    im  Moore belässt. Durch Säure wird jedoch be  kanntlich jede bakterielle Tätigkeit im  Moore unterbunden und damit eine Zer  setzung.

             Der    Zweck :der vorliegenden Erfindung ist:  nun der, das säurehaltige     Grundwasser    nach  und nach zu     entfernen    und teilweise durch  säurefreies stickstoffhaltiges Oberflächen  wasser zu ersetzen, sowie durch Auflage  einer     Breitorfschicht    auf die Moorober  fläche diese vor zu weitgehender Austrock  nung zu schützen.     Zweekmässigerweise    kann       .durch    Zuführung geeigneter     Mikroorganis-          m6n    in das Moor eine Zersetzung der ein  gelagerten Holzeinschüsse begünstigt wer  den.  



  Ferner ist es vorteilhaft, die Breitorf  masse und gleichzeitig mit ihr einen Teil  der Mooroberfläche zu zerschneiden, zum  Beispiel in Vierecke. Dadurch entstehen  beim Trocknen und     .Schwinden    der Masse  kleine Gräben     au,der    Oberfläche des Moores.  Diese gestatten eine Verdunstung des Moor  wassers nur bis zu einem gewissen Grade und  erlauben dem auffallenden Regen und  Schnee in das Moor einzudringen. Wird nun  das     säurehaltige        Grundwasser    nach und  nach entfernt und durch säurefreies Ober  flächenwasser zum Teil     ersetzt,    sowie ge  eignete Mikroorganismen in die Moormasse  gebracht. so entsteht eine Bakterienentwick  lung im Moor, woraus eine Zersetzung der  Holzeinschüsse resultiert.

   Die Mikroorganis  men können zum Beispiel den Heu-, Emd  und Getreidestöcken oder dem Pferde-,  Schaf-, Ziegen- oder Rinderdung entnommen  werden, oder es kann Abwasser     Verwendung     finden.  



  Durch den     Entzug,des    Grundwassers bil  den sich in der     filzigen-und    faserigen Moor  masse     Zwischenräume,    in welche die     Mikro-          organismen    durch den Regen gelangen, sich  dort     .ausbreiten    und ihre Tätigkeit fort  schreitend nach unten ausdehnen. Diese wird       dadurch    unterstützt. dass gleichzeitig mit  Regen und     Zerklüftung    auch Wärme und  Luft in das kalte Moor eindringt, wodurch  die Entwicklung des bakteriellen Lebens ge  fördert wird.  



  Da die Zersetzung der Holzteile unter  Bildung von Kohlensäure vor sich geht, wird  eine weitere Wärmemenge erzeugt und    gleichzeitig das Moor relativ reicher an Koh  len- und ärmer an Sauerstoff.  



  Nachstehend wird anhand der Zeich  nung ein Beispiel .des erfindungsgemässen  Verfahrens erläutert.     Fig.    1 zeigt einen Ver  tikalschnitt einer     Moorschicht    während der       Bearbeitung,        Fig.    3 einen .gleichen Schnitt  nach derselben.  



  Nach der Entfernung der Bunkererde  werden auf die zur Bearbeitung vorgesehene  Fläche     in,    Abständen von     30    zu 30 m Rohre a  von 1 m Z und der Moortiefe entsprechen  den Länge. aufgesetzt, die infolge ihrer  eigenen Schwere     in,die    Moormasse einsinken.

    Dann wird der, in den Röhren befindliche  Torfbrei herausgehoben. und in     'der    Mitte des  gebildeten Raumes die Saugrohre     b    zum Ab  pumpen eingesetzt, und zwar so,     d.ass    sie mit  ihren Schutzkörben c auf -dem Moorgrund  aufstehen. Über diese     Saugrohre    stülpt man,  in der untern Hälfte, geschlitzte oder ge  lochte     .Schutzrohre        d,    .die so weit sind, dass  man die     Saugrohre        b    bei eventuellen Ver  stopfungen durch sie hinaufziehen kann.

    Der freie     R-a.um        zwischen    den Rohren     a    und  d wird nun bis zur Hälfte mit     ganz    trocke  nen Torfstücken,     Kaks    oder dergleichen aus  gefüllt und der Raum bis zur Moorober  fläche mit einem Teil der ausgehobenen  Torfmasse. Alsdann werden die Rohre a     ent-          ferrat.     



       Jetzt    wird auf .die     Mooroberfläche    eine       Breitorflage    e von zirka     2'50    mm     Höhe    auf  getragen, nach einigen Tagen     ,glatt    getreten  und dann mit runden     Scheibenmessern    von  1 m<B>Z</B> in Vierecke zerschnitten.     Die'Grösse     der Messer bringt es mit     sich,        :dass    nicht nur  die     Torfbreila.ge,    sondern auch die -darunter  liegende     3looroberfläche        f    zerlegt     wird.     



  Mit der     fortschreitenden    Trocknung und  Schrumpfung der     Breitorflage    ziehen sich  die einzelnen :Stücke --derselben zusammen und  nehmen dabei den unter ihnen liegenden  Moorgrund f mit,     wodurch    sieh die Gräben     g     bilden.  



  Sind die Torfstücke e begehbar     gewor-          ,den,    so werden mehrere Saugrohre     b    mit  einer Pumpe verbunden, das     säurehaltige         Grundwasser herausgepumpt und aus :dem  Bereich des Moores abgeleitet. Ist der  Grundwasserstand bis zu einer gewünschten  Tiefe gesunken, so wird Regenwasser mit  Mikroorganismen     angereichert        und;    dem  Moore     durch    -die Gräben     g    zugeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Vorbereiten von Torf mooren für die Brenntorfgewinnung, .dadurch gekennzeichnet, :dass das säurehaltige Grund wasser nach und nach entfernt und zum Teil -durch säurefreies, stickstoffhaltiges Ober flächenwasser ersetzt und zur Verhütung von zu weitgehender Austrocknung die Ober schicht durch Auflage von Breitorf geschützt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass .die Breitorf aufla.ge und die Mooroberfläche durch Zerschneiden von oben her in Vierecke zerlegt wird, zwischen denen sich beim Trocknen und !Schrumpfen der Breitorf stücke Gräben für Luft- und Wasserzir kulation bilden. ?. Verfahren nach dem Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, da.ss dem Moor nach teilweiser Entwässerung geeignete Mikro organismen zur Zersetzung der holzigen und faserigen Bestandteile zugeführt wer den.
    B. Verfahren. nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Moor Mikroorganismen zugeführt werden, die Heu-, Emd- oder Getreidestöcken entnom men sind. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass- dem Moor Mikroorganismen, zugeführt werden, die Pferde-, Schaf-, Ziegen- oder Rinderdung entnommen sind. 5.
    Verfahren nach :dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem Moor Mikroorganismen zugeführt werden, die Abwässern entnommen sind. 6. Verfahren nach dem Patentanspruch, da. durch gekennzeichnet, dass die Entfernung der untern .Schichten des Moorwassers un ter Erstellung brunnenartiger Schächte erfolgt, .die mit Torfsoden, Koksstücken oder dergleichen Material ausgefüllt wer den,, und in -denen sich Wasser ansammeln kann. i.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Entnahme ,des Grundwassers .des Moores unter Er stellung brunnenartiger Schächte erfolgt, die aus geschlitzten, gelochten oder porö sen Rohren gebildet werden, aus denen nach deren Einsetzen bis auf .den lbfoo boTun4 der Torf entfernt wird.
CH136317D 1928-09-11 1928-09-11 Verfahren zum Vorbereiten von Torfmooren für die Brenntorfgewinnung. CH136317A (de)

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