CH136369A - Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigen Stoffen.

Info

Publication number
CH136369A
CH136369A CH136369DA CH136369A CH 136369 A CH136369 A CH 136369A CH 136369D A CH136369D A CH 136369DA CH 136369 A CH136369 A CH 136369A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
aluminum nitrate
nitric acid
alumina
solution
dependent
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr Buchner
Original Assignee
Max Dr Buchner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Dr Buchner filed Critical Max Dr Buchner
Publication of CH136369A publication Critical patent/CH136369A/de

Links

Landscapes

  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Tonerde ans     tonerdehaltigen    Stoffen.    Man hat bereits versucht,     Aluminium-          oxyd    durch thermische Zersetzung von Alu  miniumsalzen, wie Aluminiumchlorid, Alu  miniumsulfat oder     Ammoniakalaun    herzu  stellen. Das letzte Verfahren hat sieh aus  wirtschaftlichen     Grün.len    nicht     ausführen     lassen.

   Das Aluminiumsulfat erfordert zur  Zersetzung so hohe Temperatur,     tlass    ein  grosser Teil der Schwefelsäure in Schwefel  dioxyd, und Sauerstoff     dissoziiert,    so dass  nur     mittelst    teurer Apparaturen oder     auf'     umständlichen Wegen eine     Rückbildung     der Schwefelsäure möglich     ist.    Die Zer  setzung von wasserhaltigem Aluminium  chlorid bietet wegen der zerstörenden Wir  kungen der Salzsäure technisch die grössten       Schwierigkeiten    und     lä.sst    sieh auch nicht  glatt durchführen.  



  Es wurde nun gefunden, dass     Salpeter-          säure    die Herstellung von     Aluminiumoxyd     aus Ton und     tonerdehaltigen        S@o,ffen    in tech  nisch einfacher und wirtschaftlich höchst  vorteilhafter     Weise    gestattet.

      Das vorliegende Verfahren betrifft die  Herstellung von Tonerde aus     tonerdehaltigen     Stoffen und ist dadurch gekennzeichnet, dass       tonerdehaltige        Stoffe    zur Herstellung einer       Aluminiumnitratlösung    mit Salpetersäure  behandelt werden, die entstandene     Alu-          miniumnitratl@isung    vom     ungelösten    Rück  stand abgetrennt und aus dem Aluminium  nitrat durch Hitzebehandlung einerseits  Tonerde erzeugt wird, während die entste  henden     Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen     zum Aufschluss neuen     tonerd:ehaltigenIa-          terials    verwendet werden.

    



  Die Salpetersäure löst aus Ton und     ton-          erdehaltigen        Sioffen,    namentlich,     wenn    diese  bei geeigneten Temperaturen,     zum    Beispiel  400 bis 800  ,     vorerhitzt    sind, salpetersaures  Aluminium heraus.

   Die entstandene     alumi-          niumnitrathaltige    Lösung kann, nach Ab  trennung vom ungelösten Rückstand, unmit  telbar einer     Hitzebehandlung    und dadurch       Zersetzung        unterworfen    werden, oder aber  es wird zunächst überflüssiges Lösungswas-           ser    entfernt und dann das salpetersaure Alu  minium in der Wärme     in.    Aluminiumoxyd       und    Salpetersäure     aufgespalten.     



  Die Herstellung der     Aluminiumnitrat-          lösung,        .das    heisst die     Extrahierung    der Ton  erde aus .den     tonerdehaltigen    Stoffen durch  Behandlung mit Salpetersäure wird man       zweckmässig        in    der Wärme vornehmen.  



  Für den     Aufschluss    der     tonerdehaltigen          Materialien    hat es sich als vorteilhaft er  wiesen, zunächst     eine        Vorbehandlung    des  grubenfeuchten oder lufttrockenen Auf  schlussgutes mit Säuren in verdünnter oder       konzentrierter    Form vorzunehmen. Es wer  den hierdurch besonders die Schwierigkeiten  vermindert, die bei der Gewinnung reiner,  besonders eisenfreier Tonerde durch die  Sondermassnahmen zur möglichst weitgehen  den     Enteisenung    entstehen.

   Es gelingt bei  spielsweise bei einem Bauxit mit 50 % Ei  senoxyd durch     einfache        Vorbehandlung    mit  konzentrierter Salpetersäure bis zu 98 % des       vorhandenen    Eisens herauszulösen. Die even  tuell dabei herausgelösten     Aluminiumanteile     fallen praktisch überhaupt nicht ins Ge  wicht.  



  Je nach der Natur des zu     extrahierenden     Materials kann es     notwendig    sein, um eine  grosse Ausbeute an gelöster Tonerde zu er  halten, die Behandlung in der Wärme län  gere Zeit vorzunehmen. Man kann diese Be  handlungsdauer     ;

  stark    abkürzen und dadurch  an     Wärme    bei -dem     Extraktionsvorgang        spa=          ren,    wenn man zunächst aus dem     ionerde-          haltigen    Material und Salpetersäure einen  Brei herstellt, und diesen bei niedriger Tem  peratur, zweckmässig     unter    Rühren, längere  Zeit     lagert,    also eine Art.     Sumpfen    vor  nimmt. Erst dann wird man durch Erhitzen  unter Zusatz weiterer Mengen Salpetersäure  die Aluminiumnitratlösung bereiten.  



  Während zum Beispiel ein     kalzinierter     Ton in der Wärme und unter Rühren extra  hiert, ohne     Vorbehandlung    mit Salpetersäure  in der     gälte    eine Ausbeute von 78 % ergab,  konnte durch die Behandlung in, der be  schriebenen Weise eine Ausbeute von 98,7%  an gelöster Tonerde     erzielt    werden.    Das vorliegende Verfahren bietet auch die  Möglichkeit, eine Befreiung von den     Verei-          nigungen,    zum     Beispiel    Eisen, Titan usw.  im Laufe .des Verfahrens vorzunehmen.

   Bei  gpielsweise     erreicht    man .eine weitgehende  Reinigung     .dadurch,    dass das     tonerdehaltig    e  Material, gegebenenfalls nach     Vorbehand-          lung    durch     .Sumpfen,    in der Wärme und  unter Druck durch Salpetersäure     extrahiert     wird. Hierdurch werden in überraschender  Weise das Eisen und die andern Verunreini  gungen abgeschieden, ausserdem geht der  Aufschluss schneller vonstatten und findet  eine vollständigere Herauslösung der Ton  erde     statt.     



  So gelang es durch sechsstündige Be  handlung eines Bauxits mit Salpetersäure  bei 8 Atmosphären Druck und<B>162'</B> C zirka.  95 % des in ihm vorhandenen Aluminium  oxydes herauszulösen, ohne Anwendung von  Druck wurde bei der Einhaltung derselben       Aufschlusszeit    und bei einer Temperatur von  95  , eine praktisch ohne Anwendung     vors     Druck nicht mehr zu steigernde     Temperatur.     nur     zirka.    75 % des     Aluminiumoxydes    in  Lösung wiedergefunden.  



  Man kann die     Abscheidung    von Verun  reinigungen andererseits aber auch derart  bewirken,     da.ss    man zunächst     eine    Alumi  niumnitratlösung bereitet und die erhaltene  Lösung nach Abtrennung vom Rückstand  und     gegebenenfalls    Konzentration einer       Druckbehandlung        unterwirft,    um Verun  reinigungen abzuscheiden.  



  Besonders vorteilhaft ist es<U>,</U> wenn man  diese     Druckbehandlung    stufenweise vor  nimmt, dass man also beispielsweise zunächst  das Gemisch von     tonerdehaltigem        Material     und Salpetersäure oder aber die vom unge  lösten Rückstand befreite Aluminiumnitrat  lösung bei 80 bis<B>100'</B> C erhitzt und all  mählich Temperatur und     Druck    stufenweise  steigert.  



       Beim    Arbeiten mit     stufenweiser    Erhit  zung und unter Druck wird der besondere       Vorteil    erreicht, dass die Apparaturen lang  nicht in dem Masse angegriffen werden,     wie         <I>es</I> sonst ohne Beachtung dieser Vorschrift  der Fall wäre.  



  Von besonderem     Vorteil    ist es auch, bei  der Lösung des     tonerdehaltigen    Rohgutes  Salpetersäure im     Untersehuss,    bezogen auf  den     Tonerdegehalt    des     aufzuschliessendeu          Materials;    zu     verwenden.    Hierdurch geht     trotz.     des Unterschusses der Salpetersäure weit  mehr Tonerde in Lösung, als der Zusammen  setzung eines normalen Aluminiumnitrates  entspricht.

   Gleichzeitig     wird    eine     weitge        -          hende        Enteisenung,    auch ohne dass unter  Druckanwendung gearbeitet wird, erzielt.  Zweckmässig     ist    es, bei Verwendung von Sal  petersäure im     Unterschuss,    das Gemisch von       tonerdehaltigern    Material und Salpetersäure  während mehrerer     Stunden    auf 80 bis 100       zu    erhitzen.  



  Durch die Behandlung mit Salpetersäure  im Unterschuss wird eine     Lösung    eines     basi-          #schen    Aluminiumnitrates erhalten, welche       ant    und für sieh schon weitgehend vom Eisen       gereinigt    ist. Eine weitere Befreiung kann  dadurch bewirkt werden" dass man nach Be  endigung des Aufschlusses die Lösung län  gere Zeit stehen     lä.sst.    In demselben Sinne  wirkt auch Kühlen.  



  Beispielsweise enthält eine gemäss  dieser Ausführungsform hergestellte Alumi  niumnitratlösung, selbst bei Verwendung  eisenreicher Ausgangsstoffe. nur 1 bis 1,5      /a          Fe20.#,    und durch     Stehenl.assen    dieser Lö  sung kann der Eisengehalt bis     auf1    etwa     0.7%          Fe20?    herabgesetzt werden.  



  Eine weitere Möglichkeit zur Befreiung  vom Eisen und sonstigen     Verunreinigungen     ist dadurch gegeben, dass man die Alumi  niumnitrat enthaltenden Lösungen mit kon  zentrierter oder     gasförmiger    Salpetersäure be  handelt. Durch diese Behandlung mit Salpe  tersäure wird eine Fällung von Aluminium  salz bewirkt.     Beispielsweise    fällt durch Hinzu  fügung der doppelten Menge konzentrierter       Salpetersäure    zu einer     kaltgesättigten    Alu  miniumnitratlösung mehr     alsl    80 %     !des    in  der Lösung enthaltenen Aluminiumnitrates in  Form von feinen     Kristallen    aus.

   Noch bes  sere Wirkungen werden bei der Verwendung    von gasförmiger Salpetersäure erzielt. Die  Verunreinigungen bleiben bei dieser Behand  lung der Aluminiumnitratlösung in Lösung  und können leicht entfernt werden.  



  Gelingt schon durch die Massnahme beim  Aufschliessen     bezw.    Behandeln der Alumi  niumnitratlösung eine weitgehende Reini  gung , besonders vom Eisen, so, können doch  auch die     letzten    Reste im Laufe des vorlie  genden Verfahrens leicht und     vollständig    ent  fernt werden, indem man die Aluminium  nitratlösungen nach Konzentration mit einem  wasserlöslichen     Ferrocyansalz    in) konzentrier  ter Lösung oder fester Form versetzt. Es  kann auch so gearbeitet werden, dass man  eine möglichst hohe Konzentration innehält,  denn so gelingt es, einen gut     filtrierbaren     Niederschlag der     Eiseneyanverbindung    zu  erhalten.

   Arbeiten in der Wärme und unter  Rühren, sowie Einhalten neutraler Reaktion  ist bei der Ausfällung des Eisens vorteil  haft.  



  Der erhaltene     Eisencyanniederschlag    kann  als blaue Farbe     verwendet        werden;    oder aber  auch zur Wiedergewinnung einer wasser  löslichen     Ferrocyanverbindung    dienen, zum  Beispiel durch Behandlung mit ätzenden     Al-          kalien,    Ammoniak oder     Alkalikarbonat.    Es  entsteht dabei     einerseits        Eisenhydroyyd,    an  derseits eine wasserlösliche     Ferrocyanverver-          bindung,    die wieder zur Ausfällung von  Eisen dienen kann.  



  Eine andere Ausführungsform zur Ent  fernung der letzten     Reste,    des Eisens aus der  Aluminiumnitratlösung ist die Behandlung  mit einem     Rhodansalz.    Durch Zusatz dieses  Salzes wird     Rhoda.neisen    gebildet, welches  mit Äther aus der Lösung herausgenommen       wird.    Der Äther wird selbstverständlich  unter restloser Wiedergewinnung verdunstet  und. das     zurückbleibende        Rhodaneisen    mit  Alkalien, zum Beispiel     Ätzalkali    oder Am  moniak oder     Alkalikarbonat    zwecks Zurück  bildung des eisenfreien     Rhodansalzes    umge  setzt.  



  Wenngleich     Cyanverbindungen,    sowie       Rhodanverbindungen    einen verhältnismässig  hohen Handelswert     besitzen,        s6    ist deren An-           wendung    in vorliegendem Falle, da stets die  praktisch     reAlose        Wiedergewinnung    keine  besonderen     Schwierigkeiten    bereitet, auch in  bezug auf wirtschaftliche     Rücksichten    durch  aus möglich.  



  Die     Aluminiumnitratlösung,    welche durch       Extraktion    des     tonerdehaltigen    Gutes erhal  ten     worden,    ist, gegebenenfalls ganz oder  teilweise von dem Eisen befreit, wird nun  zur     Weiterverarbeitung    auf Tonerde benutzt.

    Es ist     überraschenderweise    festgestellt worden,  dass die Bedingungen für die     Zersetzung    des  Aluminiumnitrates     derartig    sind, dass diese  in leichter Weise grosstechnisch durchge  führt werden     bann.    Zweckmässig arbeitet       mann    so, dass man zunächst die Aluminium  nitratlösung in Vakuumapparaten weitgehend  eindampft, bis nur noch eine in ihrem Kri  stallwasser geschmolzene Masse von     Alumi-          niumnitra:tkristallen    vorliegt. Die so erhal  tene Schmelze wird dann höher erhitzt, wo  durch die Stickoxyde in hochkonzentrierter  Form erhalten werden.

   Hierzu genügen ver  hältnismässig     niedrige    Temperaturen, so dass  die Möglichkeit besteht, die allgemein gege  benen Apparate anzuwenden und     Aussenbe-          heizung    zu benutzen. Es ist also auch an  Trommelapparate     9--edacht,    gestattet doch die  Salpetersäure die Verwendung von normalem       (gerätematerial.     



  Die Zersetzung des salpetersauren Alu  miniums bereitet     technisch    keine Schwierig  keiten, ist doch hierzu ein Temperaturbe  reich erforderlich, welcher     praktisch        deicht     eingehalten werden kann. Beispielsweise sind       Temperaturen    von<B>300</B> bis<B>500'</B> durchaus       ausreichend,    die besondere     zweistufige    Form  (Wasserabtreibung     und    Zersetzung)     gestattet     aber sowohl geringere, als auch höhere Tem  peraturen.  



       Anstatt    während des Aufschlusses     bezw.     der Lösung eine     Entfernung    von verunreini  genden Basen vorzunehmen, oder auch in Er  gänzung zu diesen Massnahmen kann auch  so vorgegangen werden" dass mann durch Ein  dampfen oder Abkühlung ein festes Alumi  niumnitrat oder einen     Kristallbrei    erzeugt.  Diese Ausführung des Verfahrens eignet    sich besonders für die basischen Aluminium  nitratlösungen, die beim     Aufschlnss    mit  einem Unterschuss an Salpetersäure erhalten  werden.

   Die Abtrennung des Eisens wird be  sonders     begünstigt,    wenn     mann    Massnahmen  trifft, um das noch in der     A'ufschlusslösunn,,     vorhandene Eisen in die kolloidale Form  überzuführen. Dies wird     beispielsweise    so  erreicht, dass man zu der erhaltenen Auf  schlusslösung Basen,     wie    Aluminiumoxyd,  Erdalkalien, Alkalien hinzugibt, in der  Menge, dass der nötige     Basizitätsgrad    er  reicht     wird,    oder aber dass' man die Auf  schlusslösung soweit eindampft,

       biss    unter       Entwicklung    von     Salpetersäuredämpfen    der  erforderliche     Basizitätsgrad    erreicht wird.  



  Hat mann eine Lösung     basischer    Alumi  niumnitrate, so kann mann durch.     .Stehenlas-          sen    oder Kühlung eine Senkung des Eisen  gehaltes herbeiführen. Mann kann unter Um  ständen mit der Abkühlung eventuell bis  zum Erstarren der Lösung heruntergehen.

    Hiebei hat sich     überraschenderweise        gezeigb,          da.ss    beim Auskristallisieren des basischen       Aluminiumnitrates    eine so erhebliche Ent  eisenung     eintritt,        da,ss    100     gr    aus den betref  fenden Präparaten hergestelltes Aluminium  oxyd nicht mehr     ass   <B>0,1</B> bis, 0,05     gr        Fe203    ent  halten. Die     Entfernung    von Eisen aus den  beim Aufschluss erhaltenen salpetersauren  Lösungen lässt sich, wie bereits oben er  wähnt, in verschiedener Weise durchführen.  



  Ein anderer Weg zur     Abscheidung    der  Verunreinigungen     ist    der,     da.ss    mann die       Aluminiumnitratlösung    eindampft und nach  dem     Eindampfen        konzentrierte    Salpetersäure  oder gasförmige Salpetersäure zuführt. Es     ist     oben bereits darauf hingewiesen, dass man  durch Zusatz konzentrierter Salpetersäure  eine Ausfällung von Aluminiumnitrat be  wirken kann.

   Dampft     mann    gleichzeitig die       Aluminiumnitratlösuug        ein,    so kann man  den grössten Teil des in der     Nitratlösung     vorhandenen Aluminiums bei einer Tem  peratur oberhalb von     47,5'     zur Kristalli  sation bringen und auf diese     Weise        in    reiner       Form.    erhalten.      Die auf obige     AA    erhaltenen Aluminium  nitratkristalle wird man     meistens    mit Salpe  tersäure auswaschen.

   Hierbei     isst    es zweck  mässig, dies Auswaschen mit konzentrierter  Salpetersäure vorzunehmen, weil hierdurch  ebenfalls eine Entfernung von Verunreini  gungen bewirkt werden kann. Auch durch  Behandlung des festen Aluminiumnitrates       bezw.    eines     Kristallbreies    mit .gasförmiger  Salpetersäure kann eine Reinigung vorge  nommen werden.  



  Die für die     Behandlung    von Aluminium  nitratlösung     bezw.    für die Behandlung des  festen Aluminiumnitrates notwendige starke  Salpetersäure kann in einfachster Weise im  Verfahren selbst     erzeugt    werden. Für die       Extrahierung    des     tonerdehaltigen    Materials,  d. h. für die Herstellung der Aluminium  nitratlösung,, können verdünnte Salpeter  säuren benutzt werden. Durch Eindampfen  der Lösung und durch Zersetzung des Alu  miniumnitrates gelingt es     dann,,    in überaus  einfacher Weise Salpetersäure in Gasform  oder aber höchst     konzentriert    zu gewinnen.  



  Das bei der Zersetzung erhaltene Alumi  niumoxyd wird gegebenenfalls einer noch  maligen Reinigung unterworfen. Es hat  sich ergeben,     3 & ss    etwa noch enthaltene Ei  senverbindungen, sowie andere Verunreini  gungen durch Behandlung mit konzentrier  ter Salpetersäure restlos entfernt werden.  Oder aber man nimmt das durch     .Zersetzung     des Aluminiumnitrates gewonnene Alumi  niumoxyd in Natronlauge auf, gegebenen  falls unter Erhitzen im Druckgefäss. Das ge  wonnene     Natri.umaluminat    wird filtriert und  dann aus .diesem nach irgend einer bekann  ten Methode die Tonerde abgeschieden.  



  Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die  Zerlegung der Aluminiumnitrate im Vakuum  vorzunehmen. Hierdurch gelingt die Zerle  gung in Aluminiumoxyd und höchst konzen  trierte Salpetersäure leicht und glatt. Bei  spielsweise kann man beim Arbeiten im Va  kuum schon bei 145   75 % der Salpeter  säure     abdestillieren,    den Rest etwa. bei 200,       franz        eiinge    Mengen     fallen    als     Nitrose    an.         Diese    Resultate werden     schon    bei einem ab  soluten Druck von 220 mm erreicht.  



  Die     zu    zersetzenden Aluminiumnitrate       können    sowohl     in        kristallisiertem    wie in ge  löstem Zustande, als auch in Gegenwart  von freier Salpetersäure angewendet werden.       Naturgemäss    ist der Grad der Konzentration  der bei der Zersetzung     erhaNenen    Salpeter  säure abhängig von dem vorhandenen Was  ser     bezw.    von Spaltstücken, welche Wasser  ergeben. Unterwirft man sehr wasserarme  Aluminiumnitrate der Zersetzung und will  Salpetersäure von bestimmter Konzentration  erhalten, so kann es notwendig sein, eine  entsprechende Menge von Wasser zuzufüh  ren oder eventuell bei der Destillation Was  serdampf überzuleiten.  



  Weiterhin kann diese Zersetzung von  Aluminiumnitrat dadurch günstig beeinflusst  werden, dass' man die Zersetzung in Gegen  wart von Tonerde vornimmt. Die Zersetzung  vollzieht sich nämlich in der Weise, dass  entsprechend der     abdestillierenden    Salpeter  säure     immer    stärker basische Aluminium  nitrate sich bilden. Diese blähen sich in .der  Wärme .auf, bilden Häute und klebrige  Schmieren, die dem Wärmedurchgang Wi  derstand entgegensetzen. Durch den Zusatz  von Tonerde zu dem zu zersetzenden Nitrat       können        .diese        Schwierigkeiten,    beseitigt wer  den.

   Beispielsweise mischt man hochprozen  tige Tonerde     in    einem     Verhältnis    von 1 zu  2 dem zu zersetzenden Nitrat zu. Man kann  aber auch die Tonerde eingedampfter Alu  miniumnitratlösung zusetzen und das     CTe-          misch    der Zersetzung     unterwerfen.    Die Zer  setzung kann auch so durchgeführt werden,  dass man die mit Tonerde versetzte     einge-          dampfte        Aluminiumnitratlauge    in einem er  hitzten Raum, zum Beispiel mit Hilfe von  Düsen versprüht.  



  Eine andere zweckmässige Ausführungs  form .der Zersetzung des Aluminiumnitra  tes ist die, dass man das zu zersetzende Gut  in geeignete Schmelzen oder Flüssigkeiten von  entsprechendem Siedepunkt, erforderlichenfalls  mit entsprechender Durch     arbeitung,    einführt,  und bei der erforderlichen Zersetzungstem-           peratur,    bei Atmosphären- oder Unterdruck  durch     Einleitung    von Wasserdampf, Luft,  Sauerstoff oder Gas die entstehenden     Stick-          oxyde        abdestilliert.     



  Hierbei kann man sich des Vorteils des       Durchleitens    von Wasserdampf und Gasen  zur Erniedrigung des     Partialdruckes    oder  zur möglichst weitgehenden Überführung  der Zersetzungsgase in     .Salpetersäure    bedie  nen.     Dadurch,,dass    -die     Zersetzung    in Schmel  zen oder Flüssigkeiten der erforderlichen  Temperatur vorgenommen wird, erzielt man  eine bessere Wärmeübertragung. Als Stoffe  für das     Schmelzbad        bezw.    als Zersetzungs  flüssigkeit kommen geschmolzene, bei der er  forderlichen Temperatur beständige Salze,  ferner geschmolzene Metalle usw. in Frage.

    Eine gleichmässige Einverleibung des zu  zersetzenden Nitrates in das     @Schmelzbaid    ist  naturgemäss Bedingung.  



  Unter den ,angegebenen Bedingungen ver  läuft die Zersetzung in der Schmelze gleich  mässig und. vollständig, im Vergleich mit den  andern Zersetzungsmassnahmen bei weitem  gleichmässiger. Wahrscheinlich wirken die       Schmelzstoffe    auch     katalytisch    mit.  



  Von besonderem Vorteil ist,     dass    bei  Durchführung .der Zersetzung     Nitrose,    wel  che zu Verlusten an Salpetersäure Veran  lassung geben     würde,        praktisch    gar nicht  entwickelt wird.  



  Beispielsweise arbeitet man mit einer  Schmelze aus     Natriumnitrat.    Da .dieses we  nig oberhalb 300   schmilzt, ergibt es ein     be-          bequemes    Schmelzbad     (Erhitsungsbad)    und  ermöglicht, das Aluminiumnitrat in ein  fachen Apparaten, wie     Rührkesseln,    schnell  und restlos zu zersetzen.

   Dabei entstehen  unter Einleiten von Wasserstoff oder über  haupt Zuführung von Wasser einerseits Sal  petersäure, andererseits     überraschenderweise     ein schweres körniges Aluminiumoxyd, wel  ches nach Beendigung der     Zersetzungsopera-          tion    beim     Behandeln    des Schmelzbades mit  Wasser in der wässerigen Lösung zu Boden  sinkt, wodurch die Abtrennung des in der  Schmelze befindlichen     Aluminiumoxydes    er-         leichtert    wird, von dem man gegebenenfalls  den obern Teil der Schmelze zunächst ab  dekantieren kann.

   Die     Trennung    zwischen       dein    Aluminiumoxyd und dem     Natrium-          nitrat,    welches als Schmelzbad diente, kann  durch geeignete Filtration     naeh    Lösung mit  Wasser geschehen. Die bei .der Lösung ent  stehende     Natriumnitratlauge    kann     nun.    wie  der zusammen     mit    zu zersetzendem Alumi  niumnitrat eingedampft     und    zur Schmelzzer  setzung benutzt werden. An Stelle des Na  triumnitrates kann auch ein Gemisch von  Natrium- und     Kaliumnitrat    treten.

   Ferner  kann     Kalziumnitrat,    im wesentlichen was  serhaltiges     Kalziumnitrat,        ads    Schmelzstoff  dienen.  



  Auch die Zersetzung durch     Verwendung     eines Schmelzbades kann zweckmässig im  Vakuum     ausgeführt    werden.     Zweckmässig     ist die Einführung von Gasen zur Weiterlei  tung der Salpetersäure, beispielsweise die  Einführung von     Wasserdampf.     



  Wie schon bei der Schilderung der Zer  setzung von Aluminiumnitrat im Schmelz  bad erwähnt, ist die     Zuleitung    von Gasen  während des     Erhitzungsvorganges    zweck  mässig.  



  Dies gilt aber ganz allgemein für die  Hitzebehandlung der     Aluminiumnitratlösung          bezw.    für die Zerlegung des     Aluminiumni-          trates.    Zweckmässig sorgt man schon beim  Verdampfen der Aluminiumnitratlösung für  die     Gegenwart    von Luft, Sauerstoff und  Wasserdampf,     sowie    indifferenter Gase  (Stickstoff, Kohlensäure),     und    auch bei der       Zersetzung    des Aluminiumnitrates ist die       Einfühx-ung    von Gasen vorteilhaft, gleich  gültig,

   ob man Erhitzung und     Zerlegung    in  einem Arbeitsgang oder in zwei Stufen       durchführt,    oder ob man im Vakuum, bei  gewöhnlichem oder     Unterdruck    arbeitet.  



  Zweckmässig     ist    es, die     einzelnen    Mass  nahmen des vorliegenden Verfahrens in Ge  fässen aus     säurefesten        142etallegierungen    vor  zunehmen. Man kann den     Lösungsvorgang.     die     Erhitzungs-    und     Zerlegungsreaktion    in  solchen Apparaturen vornehmen.     Als    Bei-      spiel für solche säurefesten.

       Metallegierungen     seien     Eisen-Chrom-Nickel-Legierungen,        wol-          framhaltige        Eisen-Chrom-Nickel    - Legierun  gen und ähnliche Legierungen,     Edelstähle;     genannt. Von besonderer Bedeutung ist die  Verwendung von Gefässen aus solchen Me  tallegierungen für die Stufe des Ausschlusses  der     tonerdehaltigen    Materialien, insbesondere  bei Hitzebehandlung unter     Druck.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung be  sitzt seine besondere Bedeutung für die       Technik,.    weil ;bei diesem     einmal.    in     \sehr     leichter Weise zu Tonerde höchster Rein  heit zu gelangen ist,     zum    andern, weil kein  benutzter Bestandteil in Form eines Neben  produktes aus diesem     herausfällt,    sämtliche       Lösungs.    als auch     Reinigungsreagenzien    kön  nen im Verfahren wiedergewonnen werden  und     dauernd    durch den     Prozess'    hindurchlau  fen.

   Dies gilt besonders für die Salpeter  säure, auch für die zur     Eisenentfernung    aus  der Aluminiumnitratlösung     bezw.    .dem festen       Aluminiumnitrat.    oder     Kristallbrei    notwen  dige starke     bezw.    die gasförmige     bezw.    die  zum Auswaschen     ausgefällter        'Aluminium-          nitrate    benutzte     Salpetersäure,    welche zum  Aufschliessen     bezw.    bei der Hitzebehandlung  des     tonerdehaltigen    Gutes Verwendung fin  den kann.

           Aacsf        ühr-ungsbeispiele:       1. 100 kg Ton, bei 500       kalziniert,    wer  den mit 200 Liter Salpetersäure von 400     b    '1  4 Stunden lang bei etwa<B>80'</B> unter     gteicb-          zeitigem    Rühren behandelt. Die heisse Lö  sung wird vom ungelösten Rückstand durch       Abnutschen    getrennt.     Dass    Filtrat enthält  zirka. 140 kg A1     (N03)3    9     H20    in Lösung.

    ausserdem etwa 2,2 kg     Fe        (N03)3    9     H20    und  geringe     Verunreinigungen    an     Alkalien     und Erdalkalien. Sämtliche Kieselsäure,  sowie auch die     Tita.nsäure.    sowie der  grösste Teil des     Eisens,    befinden sich  im. Rückstande; die so     erhaltene    Lö  sung wird im Vakuum eingedampft und  dann bis auf<B>5,00'</B> zur vollständigen     Zer-          setzung    des Nitrates erhitzt.

   Die entweichen  den Stickoxyde werden     aufgefangen    und zu    neuem Aufschluss     verwendet.    Es     hinterblei-          ben    19 kg     A1203.    Die so! erhaltene Ton  erde:

  , die etwa 0,45 kg     Fe203    als     Verunreini-          gungen    enthält, kann nun mit     Natronlauge     eventuell unter     Druck    gelöst und in bekann  ter Weise, etwa nach Bayer, weiter verar  beitet werden.     Die        A.lkaliverlu.,@te    sind so       ga,n.z    beträchtlich geringer als beim direkten  alkalischen     Aufschluss    von     Bauxit    oder Ton.  



  2.     Tonerdehaltiges    Material     wird    mit Sal  petersäure aufgeschlossen, etwa wie in Bei  spiel 1     ausgeführt,    und die heisse Lösung vom  ungelösten     Rückstand.'    durch     Abnutschen    ge  trennt.

   Die     Lösung    wird     eingeengt    und es       kristallisiert        Aluminiumnitrat.    100 kg     Alu-          miniumnitratkristalle,    die etwa 2,2 %     Fe-,Q;     (bezogen auf     A1203)    enthalten und nicht  von der Mutterlauge abgetrennt zu sein     brau-          ehen,    werden     zweimal    kalt mit konzentrier  ter Salpetersäure     (f=1,4)    gewaschen.

   Da:  durch sinkt der     Eisengehalt    auf     etwa,    0,5     %          Fe20.?,    während nur     Spuren    von Aluminium  nitrat in Lösung gehen. Die so erhaltene ge  ring eisenhaltige Salpetersäure kann     wieder-          holt    zur     Reinigung    oder auch zum     Aufschluss          verwendet    werden.

   Das erhaltene Alumi  niumnitrat wird, wie in     Beisspiel    1 geschil  dert, erhitzt, die entstandenen     Stickoxyde     werden     aufgefangen    und zu neuem     Auf-          schluss    verwendet. Es     hinterbleibt    Tonerde.  



  3. 490 kg     kalzinierter    Ton" mit einem       Tonerdegehalt    von     etwa.    23 %, werden mit       1.000    Liter Salpetersäure (400     gr        HNO3    im  Liters etwa. 4     Stunden    lang bei 8 Atmosphä  ren     Dinzck    und einer Temperatur von zirka  <B>160'</B> C behandelt.

   Die     Aluminiumnitratlö-          sung    (enthaltend etwa 100 kg     A1203)    ist fast  völlig     rein.    Der     Eisengehalt        beträgt,    bezogen  auf den     A120    Gehalt, nur etwa 0,7 %.  



  Nach Trennung vom Rückstande     wird     die     gluminiumnitratlösung,    etwa wie im  Beispiel 1     geschilderte    einer Hitzebehandlung  unterworfen, das     heisst    zunächst eingeengt  und anschliessend durch     Steigerung    der Tem  peratur das     Aluminiumnitrat    zersetzt. Durch  die Zersetzung wird praktisch reine Tonerde  auf der einen Seite     und    Stickoxyde auf der  andern Seite gewonnen, welch letztere      für einen     neuen        Aufschluss    verwendet wer  den.  



  4. Die durch Behandlung von 525 kg       kalziniertem    Ton     (A1203-Gehalt    etwa 28 %)  mit 1000 Liter Salpetersäure (enthaltend  400     gr        HNO3    im Liter) bei gewöhnlichem  Druck und einer     Temperatur    von zirka.  <B>80'</B> C erhaltene Lösung wird von dem un  aufgeschlossenen Rückstand getrennt.

   Die       Aluminiumnitratlösung    mit einem Gehalt  von etwa 102 kg     A12    0,     enthält    Eisen in  Mengen von     etwa    2 %     Fe20,,    bezogen auf  ,den Gehalt der Lösung an     A1203.    Diese Lö  sung     wird    nach     Konzentration    der Druckbe  handlung unterworfen unter Bedingungen  wie im Beispiel 3 angegeben. Es bildet sich  ein brauner Niederschlag. In der Lösung be  findet sich fast restlos das Aluminiumnitrat.

    Der Verlust hält sich .auf etwa 1 bis 2      /n          A120,.    Der Eisengehalt in der Lösung ist  auf     etwa,    0,6 %     Fe2O3,    bezogen auf die in  der Lösung befindlichen Mengen     A120,,    ge  sunken.  



  Die so weitgehend vom Eisen     gereinigte     Lösung wird, etwa wie     im    Beispiel 1 ange  geben, zunächst eingeengt und dann durch  Steigerung der Temperatur das Aluminium  nitrat in Tonerde und     Stickoxyde    zersetzt.  Die     .Stickoxyde    werden aufgefangen und zu  neuem     Aufschluss        verwendet.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigen :Stoffen, dadurch ge kennzeichnet, dass tonerdehaltige Stoffe zur Herstellung einer Aluminiumnitratlösung mit Salpetersäure behandelt werden, die ent standene Aluminiumnitratlösung vom unge lösten Rückstand abgetrennt und aus dem Aluminiumnitrat durch Hitzebehandlung einerseits Tonerde erzeugt wird, während anderseits die entstehenden Stickstoff Sauerstoff-Verbindungen zum Aufschluss neuen tonerdehaltigen Materials verwendet werden.
    UNTERANSPRüCHE l.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss Rohgut zu- nächst einer Kalzinierung unterworfen wird. ;2i., Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die Alumi niumnitratlösung .durch Behandlung von tonerdehaltdgen Stoffen mit Salpeter säure in der Wärme hergestellt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass tonerdehal- tige Materialien zwecks Entfernung des grössten Teils der Verunreinigungen einer Vorbehandlung mit .Säuren unter worfen werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, Üass zur Vorberei tung und Erleichterung des eigentlichen Aufschlusses ein ,aus dem tonerdehalti- gen Material und Salpetersäure herge stellter Brei bei niedriger Temperatur längere Zeit gelagert wird, worauf durch Zusatz weiterer Mengen .Salpetersäure und durch Erhitzen des Gemisches die Aluminiumnitratlösung bereitet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass der aus tonerdehaltigem Ma terial und :Salpetersäure hergestellte Brei während,des Lagerns gerührt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das tonerde- haltige Gut in derWärme und unterDrucl; durch Salpetersäure extrahiert wird. wo durch eine an Verunreinigungen arme Aluminiumnitratlösung erhalten unci die Aufschlusszeit stark verkürzt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die durch Behandlung mit Salpetersäure aus dem tonerdehaltigen Gut erhaltene Lösung nach Abtrennung vom Rückstand einer Druckbehandlung zum Zwecke der Ent fernung von Verunreinigungen, unter worfen wird. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass die Aluminiumnitrathaltige Lö sung nach Abtrennung vom Rückstand und Konzentration einer Druckbehand lung unterworfen wird.
    9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch @6, dadurch gekennzeich net, dass die Lösung in Salpetersäure unter Erhitzen und Druckeinwirkung. und zwar bei ällmählicher ,Steigerung der Temperatur und- des Druckes, er folgt. 1.0. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung in Sal petersäure durch Anfangserhitzung bei 80 bis<B>100'</B> erfolgt und dann stufen weise Druck und Temperatur erhöht wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch,, da durch gekennzeichnet, dass bei der Lö sung des tonerdehaltigen Materials Sal petersäure im Unterschuss, bezogen auf den Tonerdegeh.alt .des aufzuschliessen den Materials. verwendet wird, wodurch eine basische Aluminiumnitratlösung, sehr arm an Verunreinigungen, erhal ten wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass .das Gemisch von tonerdehalti- gem Material und Salpetersäure während mehrerer Stunden auf 80 bis<B>100'</B> er hitzt wird. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Absicheidung 'reinen Aluminium nitrates die Aluminiumnitrat enthalten den Lösungen mit konzentrierter Sal petersäure behandelt werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Alumi niumnitrat enthaltenden Lösungen mit ga@färmigerSalpetersäure behandelt werden. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, da 3urch gekennzeichnet, dass die Alumi- niumnitratlösungen zwecks Entfernung von Eisen in unverdünntem Zustande mit einem wasserlöslichen Ferrocyansalz in konzentrierter Form versetzt werden und aus der als Niederschlag erhaltenen Ei- senferrocyanverbindung ein wasserlösli ches Ferrocyansalz mit Alkalien wie dergewonnen wird.
    16. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d.ass die Alumi niumnitratlösung zwecks Entfernung von Eisen mit Rhodausalz versetzt, das entstandene gisenrhodansalz mit Äther herausgenommen und nach Verdunsten des Äthers mit Alkalien zur Rückbil dung des eisenfreien Rhodansalzes umge setzt wird. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Alumi niumnitratlösung im Vakuum und der art in :zwei Stufen weiterverarbeitet wird, dass bei niedriger Temperatur z-i- nächst das Wasser .abgetrieben wird und dann bei hoher Temperatur die Zerset zung des Nitrates erfolgt. 18. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass während der Flitzebehandlung des Aluminiumnitrates indifferente Gase übergeleitet werden. 19.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass aus der Alu miniumnitratlösung zunächst ein festes Aluminiumnitrat erzeugt und dieses zur Entfernung von verunreinigenden -Ba sen mit konzentrierter Salpetersäure be handelt wird. 20. Verfahren r?,ac-.h Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass aus der Alu miniumnitratlösung zunächst ein festes Aluminiumnitrat erzeugt und dieses zur Entfernung von verunreinigenden Ba sen mit gasförmiger Salpetersäure in Gegenwart geringer Mengen Wasser be handelt wird. 21.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Alu miniumnitrat enthaltende Lösung nach vorheriger Überführung des in der Lö sung vorhandenen Eisens in die kol loidale Form kristallisieren lässt. 2 2. Verfahren nach Patentanspruchl da- durch gekennzeichnet, dass man die Alu- miniumnitrat enthaltende Lösung in Ge genwart konzentrierter Salpetersäure zur Kristallisation bringt. 93.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeich net, dass die Kristallisation bei erhöhter Temperatur erfolgt. 24. Vcrfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 22 und 23, dadurch ge kennzeichnet, -da.ss die Kristallisation der Aluminiumnitrate oberhalb 47,5 erfolgt. 25.
    Verfahren nach Patentanspruch und 'Unteranspruch 22, dadurch ge4ennzeich- net, dass die Kristallisation der Alumi niumnitrate unter Zuführung gasförmi- gerSalpetersäure erfolgt. 2)6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Alu miniumnitratlösung zur Kristallisation bringt und\ die .auskristallisierten Alu miniumnitrate mit Salpetersäure nach wäscht.
    <B>27.</B> Verfahren - nach Patentanspruch, da.- durch gekennzeichnet, dass zwecks Iler- dtellung bstark-er Salpetersäure Alumi niumnitratlösung eingeengt und dann im Vakuum die Salpetersäure abgetrie ben wird. 28. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Rück stand bei der Zersetzung des Alumi niumnitrates zwecks Entfernung von Eisen und andern verunreinigenden Ba sen mit konzentrierter Salpetersäure be handelt wird. 29.
    Verfahren nach Patentanspruch, da;- durch gekennzeichnet, dass das erhaltene Aluminiumoxyd zwecks völliger Rei nigung von Eisen in Natronlauge auf genommen und aus dem Aluminat Ton erde erzeugt wird. 30. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zerlegung des Aluminiumnitrates im Vakuum vor genommen wird. 31. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 30, dadurch gekennzeich- net, dass das Aluminiumnitrat im ge lösten Zustande im Vakuum zersetzt wird. 32.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch30 und<B>31,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass die Zerlegung von Alu miniumnitrat in Gegenwart freier Stick- oxydverbindungen im Vakuum erfolgt. 33. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zerset zung des Aluminiumnitrates in Gegen wart von Tonerde vorgenommen wird. 31. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Auf spaltung festes Aluminiumnitrat in eine erhitzte flüssige Masse eingeführt und unter Erhitzung die entstandenen Stick- oxyde abdestilliert werden. 35.
    Verfahren nach Pütentanspruch und Unteranspruch 34, dadurch gekennzeich net, dass -die erhitzte flüssige Masse wäh rend des Abdestillierens der Stickoxyde durchgearbeitet wird. 36. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 34 und 35, dadurch ge kennzeichnet, dass die erhitzte flüssige Masse unter geringerem als Atmosphä rendruck durchgearbeitet wird. 37. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 34 bis 36, dadurch ge kennzeichnet, dass während .der Hitze behandlung Wasserdampf übergeleitet wird. 38. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass während der Hitzebehandlung indifferente Gase über geleitet werden. 39.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 34, dadurch gekennzeich net, dass die erhitzte flüssige Masse aus einer Schmelze bei den Zeräatzungstempe- raturen des Aluminiumnitrates beständi ger Salze bereitet wird. 40. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 34, dadurch gekennzeich net, da.ss man das Aluminiumnitrat in eine Schmelze von Natriumnitrat ein führt und unter Erhitzen und gleichzei- tigern Durchleiten von Wasserdampf die sich abspaltende Salpetersäure abdestil- liert. 41.
    Verfahren nach Patentanspruch,, da durch gekennzeichnet, dass man das Alu miniumnitrat in eine Schmelze von Kal- ziumnitrat einführt und unter Erhitzen und gleichzeitigem Durchleiten von Wasser die sich abspaltende Salpeter säure abdestilliert. 4?. Verfahren nach Patentanspruch, da;
    durch gekennzeichnet, dass man das Alu miniumnitrat in eine Schmelze eines Ge misches von Kalium- und Natriumni- trat einführt; und unter Erhitzen und gleichzeitigem Durchleiten von Wasser dampf die sich abspaltende Salpetersäure abdestilliert. -13. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Ge fässen aus säurefesten Metallegierungen. 4=t-. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 43, dadurch gekennzeich net, dass Gefässe aus Eisen-Chrom-Nickel- Legierungen benutzt werden. 45.
    Verfahren nach Patentansprich und Unteranspruch 43, dadurch gekennzeich net, dass wolframhaltige Eisen-Chrom- Nickel-Legierungen benutzt werden. 46.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass durch die Zersetzung des Aluminiumnitrates ge bildete Salpetersäure zur Abscheidung von Eisen und andern. Verunreinigungen, sowie zum Nachwaschen von Alu miniumnitratkristallen verwendet und die bei dieser Behandlung anfallende sal petersaure FlüsAigkeit zur Behandlung tonerdehaltigen Rohgutes benutzt wird.
CH136369D 1926-12-24 1927-12-24 Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigen Stoffen. CH136369A (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE136369X 1926-12-24
DE170127X 1927-01-17
DE240827X 1927-08-24
DE241027X 1927-10-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH136369A true CH136369A (de) 1929-11-15

Family

ID=27430518

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH136369D CH136369A (de) 1926-12-24 1927-12-24 Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigen Stoffen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH136369A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753121C (de) * 1938-02-25 1953-02-02 Richard Eduard Fuchs Verfahren zur Gewinnung reinen Tonerdehydrates aus eisen- und kieselsaeurehaltigen Tonen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753121C (de) * 1938-02-25 1953-02-02 Richard Eduard Fuchs Verfahren zur Gewinnung reinen Tonerdehydrates aus eisen- und kieselsaeurehaltigen Tonen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2906646C2 (de)
DE69820304T2 (de) Verfahren zur isolierung und herstellung von produkten auf magnesiumbasis
DE2803483C2 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Al&amp;darr;2&amp;darr; O&amp;darr;3&amp;darr; aus Aluminiumerzen
DE1804977A1 (de) Verfahren zum Gewinnen sehr reiner Tonerde sowie der Begleitstoffe Eisen,Magnesium und Kalium in technisch verwertbarer Form aus aluminiumhaltigen Erzen
CA1066025A (en) Method of treating alunite ore
DE825541C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalialuminiumfluoriden, insbesondere Kryolith
CH136369A (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigen Stoffen.
DE2757069C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von Gallium aus den bei der Herstellung von Tonerde aus siliziumreichen, aluminiumhaltigen Erzen, insbesondere Nephelinen, bei einer zweistufigen Carbonisierung anfallenden Produkten
DE2647084C2 (de) Verfahren zur Reinigung einer verdünnten Schwefelsäurelösung
DE2653762A1 (de) Verfahren zur aufarbeitung von rotschlamm
DE2757068A1 (de) Verfahren zur abtrennung von gallium aus bei der verarbeitung aluminiumhaltiger erze anfallenden alkalialuminatloesungen
AT134244B (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus Ton und anderen tonerdehaltigen Stoffen.
DE616173C (de) Herstellung von Tonerde
DE665236C (de) Verarbeitung von Aluminiumerzen
DE615696C (de) Verfahren zur Gewinnung von Berylliumverbindungen
US3047359A (en) Purification of crude thorium sulfate
DE589330C (de) Herstellung von Aluminiumsulfat
DE3735107A1 (de) Verfahren zur abtrennung von kieselsaeure aus alkali-zirkonsilikaten
US1637451A (en) Pbocess op tbeatihg
DE512130C (de) Verfahren zur Gewinnung von Aluminiumverbindungen und Phosphorsaeure
AT266043B (de) Verfahren zur Herstellung einer praktisch eisenfreien Lösung von Aluminiumnitrat
DE2360112C3 (de) Gewinnung von Tonerde und Kaliumsulfat aus Alunit
DE651312C (de) Gewinnung von Berylliumsulfat aus Berylliummineralien
WO2025233412A1 (de) Verfahren zur kristallisation von hochreinem lithiumchlorid
AT151634B (de) Verfahren zur Verarbeitung von Aluminiumerzen.