CH136418A - Vorrichtung zur Entnahme des Grundrisses von Punkten und Linien aus Luftbildpaaren. - Google Patents

Vorrichtung zur Entnahme des Grundrisses von Punkten und Linien aus Luftbildpaaren.

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CH136418A
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      Vorriehtung    zur Entnahme des Grundrisses von Punkten und Linien  aus     Luftbildpaaren.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf eine Vorrichtung zur kartographischen  Auswertung -von     Luftbildpaaren,    welche mit  nach unten gerichteter optischer Achse auf  genommen sind. Bekanntlich kann aus jeder  solchen Luftaufnahme von einem passend ge  wählten festen Punkt (Projektionspol) der  Bildebene aus ein in derselben liegendes  Richtungsbüschel nach beliebigen Bildpunk  ten entnommen werden, welches mehr oder  weniger genau einem Richtungsbüschel in  .der Horizontalebene nach denselben Punkten       in.    ,der Natur kongruent ist.

   Ein Paar solcher       Bildrichtungsbüschel,    in welchem Richtungen  nach identischen Punkten enthalten sind,  kann also dazu dienen, diese paarweise zuge  ordneten Richtungen. zur Punktbestimmung  durch Vorwärtsabschnitt zu verwenden. Der  Massstab einer auf diese Weise bestimmten  Punktgruppe wird durch den Abstand der  Zentren der beiden     R.ichtungsbiischel        fest-          g        elegt.       Gegenstand der     Erfindung    ist nun eine  Vorrichtung zur Entnahme (des Grundrisses  von Punkten     und        ;

  Linienzügen    aus einem  Paar sich übergreifender, mit     nach    unten ge  richteter optischer     Achse    hergestellter     Luft-.     aufnahmen mit Hilfe zweier um eine Achse  drehbarer Richtungslinien.

   Beispielsweise  kann über oder unter jedem in je einem Bild  träger     justieAaren    Bild je ein relativ zu  demselben     schwenkbares    Richtungslineal an  geordnet sein, welches sich um eine, den je  weiligen     Projektionspol    enthaltende Achse  dreht und dessen relative Richtungsänderung  zu dem zugehörigen Bild auf je ein zweites  Lineal (Zeichenlineal), dessen Drehachse den  dem Projektionspol des zugehörigen Bildes  entsprechenden Kartenpunkt enthält, mecha  nisch, elektrisch oder auf sonst geeignete  Weise übertragen wird. Jedes Zeichenlineal  beschreibt also bei einer Bewegung des gan  zen Mechanismus stets den .gleichen Winkel  wie das zugehörige Richtungslineal.

   Eine au      beiden     Zeielienlinealen    zugleich gleitende  Zeichenvorrichtung bildet demgemäss die  Lage des Geländepunktes; welcher auf bei  den Bildern in der durch das betreffende  Richtungslineal dargestellten Richtung liegt.  in bezug auf die Lage der in den beiden  Projektionspolen abgebildeten Geländepunkte  in jenem     Verjüngungs-    oder Vergrösserungs  verhältnis auf ,die Zeichenfläche ab, welches  durch das     Verhältnis    des Abstandes der  Drehachsen der beiden Zeichenlineale zum  Abstand der beiden     Projektionspole    in der  Natur     festgelegt    ist.

   Zum     Zwecke    der Er  zielung eines beliebigen Reproduktionsmass  stabes ist der Abstand der Drehachsen be  liebig veränderlich, indem zum Beispiel die  Achse des einen Zeichenlineals verschiebbar  angeordnet ist oder indem ein Zeichenstift  vermittelst zweier Rollen von veränderlichem  Abstand an den beiden Zeichenlinealen       (Y    e       itet.        Eine    weitere beispielsweise Ausfüh  rungsform besteht darin, dass über den bei  den Bildträgern ein an sich bekanntes     bino-          kulares    Betrachtungssystem angebracht ist,  so dass die beiden     Bilderbei    der stereoskopi  schen Betrachtung als ein einziges Raum.  Bild erscheinen.

   Man kann ferner die durch  beide     Richtungslineale    festgelegten Rich  tungen durch     feine'Striche    oder in Richtung  der     Richtungslineale        verschieb-liehe    Marken  kennzeichnen, welche die allseitige räumliche  Betrachtung des Bildes in ihrer unmittelbaren  Umgebung gestatten. Endlich können sich  auch die Richtungslineale statt unmittelbar  über oder unter der Bildebene in der Ebene  eines reellen, optischen Bildes derselben be  wegen.  



  Eine beispielsweise Ausführungsform  einer derartigen Vorrichtung zur     Entnahme     von Grundrissen von     Punkten    und Linien  aus     Luftbildpaaren    ist in der Abbildung  schematisch dargestellt.  



       ,Zu    den beiden Bildträgern     ca    und b sind  Richtungslineale c und d     relativ    drehbar  angeordnet. Die Bilder sind in den Bild  trägern so     justierbar,    dass die Zentren ,der  zu entnehmenden Richtungen in der     Achse     des jeweiligen Richtungslineals liegen.

   Die         Riehtungänderung    der Richtungslineale  wird bei dieser     Ausführungsform    durch     ein,,     mechanische Übertragung e, gebildet aus  Triebstangen mit Kegel- und     Stirnradver-          zah.nung,    auf zwei Zeichenlineale f und  übertragen, deren Achsen     h    und<I>i</I> einen ver  änderlichen, beliebig einstellbaren Abstand  aufweisen.

   Die Veränderung und Einstel  lung dieses Abstandes wird durch eine ver  schiebbare und feststellbare Kupplung auf  .Nut und Feder     k    bewirkt, welche ohne Be  einflussung der Drehung der     Triebstau-e.     in welcher sie eingeschaltet ist, eine Parallel  verschiebung der Achse i in Richtung ,auf  die Achse h bestattet. In Längsnuten der  beiden Lineale f und g ,gleitet mittelst  Steinen eine Zeichenvorrichtung oder ein  Zeichenstift 1, welcher auf eine unter den  Linealen f und     g    angebrachte Zeichenfläche  die Lage des jeweiligen     ideellen    Schnitt  punktes dieser beiden Lineale markiert.

    Wird nun die Zeichenvorrichtung     l    bei  spielsweise so geführt,     d.ass    .die Richtungs  lineale c und<B>d</B> jeweils durch identische  Punkte eines auf beiden Bildern abgebil  deten Weges gehen, so zeichnet sie auf der  Zeichenfläche den     Grundriss    dieses Weges,  und zwar in jenem Massstab, welcher     durch     das Verhältnis     odes    Abstandes der beiden       Zeichenlinealachsen    lt und i zu dem     Ab-          stan,d    der beiden Projektionspole in der Na  tur bestimmt ist.  



  Über den beiden Bildträgern<I>a</I> und<I>b</I>  kann ein an sich bekanntes     binokulares          Betrachtungssystem    so angebracht sein,     dass     die beiden Bilder bei der     Betrachtung    als  ein einziges Raumbild erscheinen.     'Die    Be  stimmung identischer Punkte wird. dadurch  wesentlich erleichtert.

   Ist ausserdem die  ideelle Achse jedes der beiden Richtungs  lineale durch einen dünnen Strich dar  gestellt, der zu seinen beiden Seiten     fe    Be  trachtung des Bildes unigehindert     gestattet,     so erscheinen bei der     binokularen    Betrach  tung diese beiden     iStriehe    als ein im Raum  bild sich in dem zu bestimmenden Punkt  schneidendes     Gera.denpaar.    Die kontinuier  liche Zeichnung einer Bildlinie, zum Bei-      spiel eines Weges, geschieht dann bei       binokularer    Betrachtung einfach so, dass  dieser Schnittpunkt der zu zeichnenden  Linie, zum Beispiel dem Weg,

   durch ent  sprechende Führung der     Zeichenvorrichtung     entlang geführt     wird.    Statt dieser beiden  Striche können auch in Richtung der Rich  tungslineale     verschiebliche    Marken ange  bracht sein, welche bei     bin.okularer    Betrach  tung in     bekannter    Weise räumlich mit je  dem Punkt des Raumbildes zur Deckung  gebracht werden können.  



       Statt    in der Ebene der Bilder können die  beiden Richtungslineale auch in der Ebene  von reellen, optisch erzeugten Zwischenbil  dern derselben angeordnet sein. Diese An  ordnung wird zum Beispiel mit Vorteil  dann verwendet, wenn die beiden Bilder so  verschiedene Massstäbe aufweisen,     @dass    eine       binokulare        Betrachtung    nicht ohne weiteres  möglich ist. Durch optische Systeme mit  verschieden einstellbarer Vergrösserung kön  nen dann von diesen beiden Bildern zwei op  tische Zwischenbilder erzeugt werden,  welche beide denselben Massstab aufweisen  und damit der     binokularen    Betrachtung zu  gänglich gemacht sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Entnahme des Grund risses von Punkten und Linien aus einem Paar sich übergreifender, mit nach unten ge richteter optischer Axe aufgenommener Luftaufnahmen mit Hilfe von zwei um eine Achse drehbaren Richtungslinien, dadurch gekennzeichnet, dass deren relative Rich tungsänderung zu dem zugehörigen Bild in gleicher Grösse automatisch auf je ein dreh bares Zeichenlineal (f.
    g) übertragen wird, so dass eine an beiden Zeichenlinealen<I>(f,</I> g) "leitend geführte Zeichenvorrichtung (l) die Lage des Geländepunktes, welcher auf bei- den Bildern in der durch die betreffende Richtungslinie ;
    dargestellten Richtung liegt, in bezug auf die Lage der in den beiden Projektionspolen abgebildeten Gelände punkte in jenem Verjüngungs- oder Ver- grösserimgsverhältnis auf die Zeichenfläche abbildet, welches durch das Verhältnis des wählbar einstellbaren Abstandes der Dreh achsen der beiden Zeichenlineale zum Ab stand der Projektionspole in der Natur fest gelegt ist. UNTERANSPRM1iE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jede der bei den Richtungslinien durch eine Kante eines Richtungslineals gebildet wird. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Rich tungslinien (c, <I>d)</I> durch je einen ,dünnen .Richtungsstrich markiert sind, so dass die allseitige Betrachtung des Bildes in ihrer unmittelbaren Umgebung möglich ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass über den beiden Bildträgern (a, b) ein binokul.a-res Betrachtungs system so .angebracht ist, dass die beiden Richtungsstriche in dem durch die binokulare Betrachtung entstehenden Raumbild als zwei sich in dem zu kartierenden Punkt schneidende Geraden erscheinen. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass die beiden Richtungslinien (c, d) sich in den Ebenen reeller, optischer Bilder der beiden Luft aufnahmen bewegen.
CH136418D 1927-07-28 1928-07-10 Vorrichtung zur Entnahme des Grundrisses von Punkten und Linien aus Luftbildpaaren. CH136418A (de)

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