Verfahren und Vorrichtung zum Umschalten eines elektrischen Tonwiedergebers von einem Sender auf einen andern. Beim Umschalten eines elektrischen Ton wiedergebers von einem Sender auf einen andern werden gemäss ,dem Verfahren vor liegender Erfindung die von dem einen Sender kommenden iStröme fortschreitend bis auf eine minimale Energiehöhe ge dämpft und die vom andern iSender kom menden Ströme vorwärtsschreitend bis auf die gewünschte Energiehöhe gebracht.
Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens; gemäss der Erfindung weist die selbe mindestens zwei Sender und einen Wiedergeber auf und Mittel, um den Strom des einen Senders fortschreitend zu dämp . fen und den Strom vom andern iSender fort schreitend zu verstärken.
In gewissen Wiedergabesystemen, bei spielsweise in solchen, die mit einem elek tromagnetisch betätigten .Schallwiedergeber arbeiten, ist es wünschenswert, den Wieder geber in rascher Reihenfolge mit verschie-, denen iSendern verbinden zu können, ohne ,dass hierdurch unangenehme Einwirkungen auf das Ohr .des Zuhörers entstehen.
Die Erfindung kann in verschiedenen Verbindungen ausgenutzt werden. In der vorliegenden Beschreibung soll dieselbe in Verbindung mit einem Apparat zur Schall aufzeichnung und Schallwiedergabe be schrieben werden, der in Verbindung mit einem Kinoapparat verwendet wird. Mit- telst der Erfindung wird es möglich, zu ge wissen Zeiten eine .Schallplatte durch eine andere zu ersetzen, ohne dass dadurch der Zusammenhang der Bildervorführung unter brochen und ohne dass ,die Veränderung (Wechsel der (Schallplatte) bemerkbar wird.
Die beigelegten Zeichnungen zeigen Aus führungsbeispiele der Vorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein synchronisiertes 8chall- und Bildwiedergabesystem seit mechanischen Schallplatten, mechanisch-elektrischen Über trägern, Vakuumröhren-Verstärkern und elektromagnetischen SchallwiedergAern;
Fig. 2 zeigt ein Beispiel, welches dem in Fig.l gezeigten ähnlich ist und mittelst welchem die Abklingschaltung rasch mit verschiedenen elektromechanischen Schall- Überträgern verbunden werden kann; Fig. 3 zeigt eine andere Ausfüh rungsform der Abklinganorduung, bei wel cher anstatt der Kunstleitung ein Gleit widerstand verwendet wird; Fig.4 stellt ein anderes Ausführungs beispiel :dar.
Aus dieser Figur sind eben falls die !Schaltverbindungen. des Systemes ersichtlich; Fig. 5 zeigt eine geänderte Ausführungs form der Schaltanordnung, mittelst welcher die Anzahl der Abschnitte der Kunstleitung auf die Hälfte herabgesetzt werden kann; Fig. 6 stellt eine Abklingschaltung dar, die derart eingerichtet ist, dass die Über führung von einer Platte zu einer andern ausgeführt werden kann, ohne dassdadurch ,die Energiehöhe der8tröme auf Null herab sinkt;
Fig. 7 zeigt Kennlinien für die Abkling- schaltungen, die in den Fig. 1, 2, 3, 5 und 6 dargestellt sind.
In Fig. 1 sind P und P' Bildvorführungs- maschinen, und 2 und 3 sind sendende Sprechmaschinen, die durch Plattenteller dargestellt sind. Diese Plattenteller sitzen auf iSpirndeln 4 bezw.5, die mittelst der Kupplungen 6 bezw.7 mit ihren Antriebs motoren M bezw. M' verbunden werden kön nen. Jeder Antriebsmotor muss gleichzeitig einen Plattenteller und die zugehörige Bild- vorführangsmaschine antreiben können.
Wenn erwünscht, können zwischen den Kupplungen und den Plattentellern Ein- ricUtungen 8 und 9 angeordnet werden, mit- telst welcher die Bilderreihe #bezw. der Film im Verhältnis zu ,der Schallplatte ein gestellt werden kann, wenn diese Teile in Bewegung sind. Die mechanischen Schall platten 10 und 11 können von der bekann ten Art sein, die Schallritzen in der Form einer 'Spirale von wechselnder Tiefe oder Weite aufweisen. Die Platten können aus Wachs oder einem andern zweckmässigen Material hergestellt sein.
Wenn erwünscht, können die Platten bei der Herstellung der art eingerichtet werden, dass die Aufzeich nungen auf den verschiedenen Platten ein ander "überlappen", das heisst der letzte Teil der Aufzeichnung der einen Scheibe (bei spielsweise Platte 10) kann in der Platte 11 wiederholt werden.
Um die Aufzeichnungen der Platten in Stromstösse umzuformen, sind Auffangevor- richtungen 12 und 13 mit Tonnadeln 14, 15 vorgesehen. Diese Nadeln folgen den Ritzen in den !Schallplatten. Durch die verschie denen Amplituden der Ritze in der Platte bewegt sich die zugehörige Nadel in solcher Weise, dass die Auffangevorrichtung Span nungen erzeugt, deren Amplituden den Be wegungen der Tonnadel entsprechen.
Wenn angenommen wind, @dass der Plattenteller 2 und der Kinoapparat P in Wirksamkeit sind, -so wenden variierende schallmodulierte !Ströme von der Vorrichtung 2 durch die Leiter 16 und 1..8 .den Klammen 20 und 2.2 der Schaltung oder Kunstleitung <I>AL</I> zugeführt.
Diese Kunstleitung besteht, wie gezeigt, aus einer Anzahl in Reihe und Brücke verbundenen Widerständen (oder deren elektrischen Äquivalenten) und bildet eine Reihe von sogenannten Leiter- oder Hlschaltungen. Verschiedene Punkte dieser Schaltung stehen mittelst Leiter 24, 26, 27 usw. mit entsprechenden Kontaktpunkten eines !Schalters S in Verbindung. Diese Kontaktpunkte sind, zwecks möglichst rascher Umschaltung, in Kreisform ange ordnet.
Um die Primärwicklung des Trans formators T' mit einem beliebigen Kontakt satz des Schalters 6' verbinden zu können, ist ein drehbarer Bürstenarm :34 vorgesehen, der auf der Spindel 36 gelagert ist. Der Arm 34 ist an jedem Ende mit Bürsten 37 und 38 versehen, die voneinander und von derSpindel 36 isoliert sind.
Die Bürsten 37 und .38 sollen die Kontaktpunkte -des. @Schal- ters <B>8</B> mit den entsprechenden ununter- brochenen iSegmenten 39 und 40 verbinden. Der Abstand zwischen den Kontaktpunkten ist zweckmässlig derart: im Verhältnis zur Breite der Bürsten bemessen, dass jede Bürste schon mit einem nachfolgenden Kontakt punkt in Berührung .gekommen ist, bevor sie den vorhergehenden Kontaktpunkt verlässt.
Es ist einleuchtend, dass, wenn der Arm 34 gedreht wird, so bleibt die Primärwicklung 41 des Transformators T1 jederzeit in Ver bindung mit ider Kunstleitung<I>AL.</I> Ver schiedene andere bekannteAnordnungen könn ten ebenfalls verwendet werden, um die Auf rechterhaltung des ,Stromkreises zu sichern, während der,Schalter in Bewegung gehalten wird.
Ferner kann die Feineinstellung, .die mittelst des :Schalters S erreicht werden kann, noch dadurch erhöht werden, .dass die Anzahl der Kontaktpunkte erhöht wird und mehrere H-Abschnitte hergestellt werden. Es ist wünschenswert, dass die Impedanzen der Endabschnitte S' und<B>8'</B> derart bemessen sind, dass sie (von den Wiedergebern 12 und 13 aus ,gesehen) die Impedanzen der Strom kreise ausgleichen.
Ferner ist es wünschens wert, @dass die übrigen Abschnitte der Kunst leitung .derart bemessen sind, dass ;der Mittel reihenwert der Impedanz im richtigen Ver hältnis zum Eingangsstrom des Verstärkers steht, weil hierdurch der höchsterreichbare Impedanzausgleich zustande gebracht wird.
Bei der Regelung .des ,Schallvolumens des Wiedergebers wurde bis jetzt ein Verstärker verwendet, dessen Ertrag von einem Po tentiometer mit einer sehr hohen Impedanz gesteuert wurde. Da ein solcher Potentio- meter und ,die nahe mit demselben verbun denen Verbindungsstromkreise sehr empfind lich gegen elektromagnetische Einwirkungen sind, war es notwendig, dieselben in .dichter Nähe des Verstärkers anzuordnen. In ge wissen Fällen ist es nicht möglich, den Ver stärker und das Steuerpotentiometer in dem selben Raum, wie den Kinoapparat, unter zubringen, so dass der Operateur die Ma schine verlassen muss, wenn eine Einstellung vorgenommen werden soll.
Die Leitung<I>AL</I> kann eine Einrichtung mit verhältnismässig niedriger Impedanz sein, die in beträcht lichem Abstand von dem Verstärker ange ordnet sein kann, ohne durch die elektro statische Kapazität der Verbindungsdrähte beeinflusst zu werden. Die Einrichtung ist ferner wenig empfindlich gegen andere pa rasitäre Einflüsse. Die Leitung<I>AL</I> kann deshalb dort angebracht werden, wo sie leicht und bequem von dem Operateur be dient werden kann. Zu diesem Zwecke ist die Spindel 36 des Schalters S mit einem Zahnrad 43 versehen, das starr an der Spin- @del befestigt ist und mit dem Zahnrad 44 zusammenwirkt.
Das letztere Zahnrad ist in zweckmässiger Weise mit der Welle 45 verbunden, an deren Ende ,das Steuerrad 46 'befestigt ist. Die Welle 45 kann ebenfalls durch ein Triebrad mit der Zahnstange 91 verbunden werden, die wiederum mittelst der Handräder 92, 93 bewegt werden kann, wel che anzweckmässigen 'Stellen im Operations raum untergebracht sind.
Aus der obigen Beschreibung ist ersicht lich, dass der 'Schalter S als Aufgabe hat, eine grössere oder kleinere Anzahl Ab schnitte der Leitung<I>AL</I> in Verbindung mit dem Verstärker 42 und einer 'der Auffange- vorriehtungen 12, 18 zu bringen.
Der Ver stärker 42 ist vorzugsweise ein Dreielek- troden-R.aumentladungsverstärker, welcher derart eingerichtet ist, ,dass während der Wiedergabe ein bestimmtes Ausbeutever- hältnis zwischen den Eingangs- und den Ausgangsspannungen vorhanden ist.
Fig.7 zeigt kennzeichnende Kurven für die Kunstleitung<I>AL.</I> Die Ordinaten stellen Energiehöhen<I>EL</I> in Übertragungseinheiten im Eingangsstromkreis des Verstärkers 42 dar, und ,die Abszissen geben die Anzahl der Albschnitte der Leitung SL im -Stromkreis an. Die Kurve T zeigt, in welcher Weise die Krafthöhe (der ;Ströme von einer Auf fangevorrichtung 12 sich ändert, wenn die Bürsten 37 und 38 entgegen dem Uhrzeiger sinn von den Kontakten<B>118</B> bezw. 112 aus bewegt werden.
Die Kurve T' zeigt .die Weise, in welcher die Energiehöhe der Kraftauffangevorrichtung 13 gleichzeitig variiert wird. Der Punkt P. in welchem die Kurven T und T' einander kreuzen, ent spricht dem elektrischen Mittelpunkt der Leitung<I>AL.</I> Die Energiehöhe des Punktes P ist abhängig von dem Kennzeichen jedes halben Abschnittes der Kunstleitung AL. Wie in - Fig. 7 gezeigt, ist die Energiehöhe ,des Punktes P in diesem Falle annähernd gleich Null.
Wenn erwünscht, kann die Kunstleitung .derart bemessen werden, dass, wenn die Bürsten 37 und 38 auf dem mitt leren Kontaktsatz 47 und 48 ruhen, die Energiehöhe einen beliebigen andern Mini malwert haben kann. In diesem Falle kann .der übrige Teil .des Systemes einschliesslich des Verstärkers 42 derart eingestellt werden, ,dass .diese Ströme keinen merkbaren Einfluss auf den Wiedergeber 60 ausüben. Mit an dern Worten, die Kunstleitung kann so be messen werden, dass die Energiehöhe der ,dem Verstärker 42 zugeführten ,
Ströime einen be liebigen Minimalwert haben kann. Eine andere Anordnung zur Steuerung oder mini malen Energiehöhe ist in Fig. 6dargestellt, in welcher die Vierecke T' -und<I>T4</I> schema tisch- Sendeanordnungen darstellen, die von derselben Art sein können wie die Einrich tungen 12, 13 mit zugehörigen Teilen in Fig. 1. Die Kunstleitung AL kann von der selben Art wie die Leitung<I>AL</I> in Fi,g. 1 sein.
Die Kunstleitung kann weiter solche Abmessungen haben, @dass, wenn die Bürsten 37 und 38 mit dem Mittelabschnitt der Lei tung Kontakt machen, die Energiehöhe der dem Verstärker 42 von den Auffangevor- richtungen 12, 13 aufgedrückten iStröme im wesentlichen gleich Null ist. Die Dämp- fungskennzeichen der von den iSendern kom menden Ströme können in diesem Falle durch Kurven dargestellt werden, die den Kurven T und T' in Fig. 7 ähnlich sind.
Wenn es erwünscht ist, die minimale Ener giehöhe auf einen Punkt oberhalb Null züi heben, beispielsweise bis zum Punkt P' in Fig. 7, so können mittelst der,Schalter 95 und 96 Verbindungen hergestellt werden, die die Sender T' und T4 über die Abschnitte 97 und 98 mit dem Eingangskreis des Ver- stärkers 42 verbinden. Hierdurch wird fiii die schallmodulierten Ströme ein "Neben- weg" geschaffen, .der unabhängig -von der Stellung der Bürsten 37 und 38 ist.
Wenn erwünscht, können die Abschnitte 97 und 98 aus veränderlichen Kunstleitungen von der selben Art wie die Leitung<I>AL</I> bestehen, in welchem Falle die minimale Energiehöhe eine ;beliebige andere Grösse erhalten kann.
Es sollen zunächst,die von ,der Auffange vorrichtung 12 (Fig. 1) erzeugten Ströme be sprochen werden. Wenn diese Ströme die Klemmen 20 und 22 der Kunstleitung<I>AL</I> erreicht haben, passieren sie durch Kon takte des Schalters S zum Transformator T'. DieStröme werden in Übereinstimmun- mit der Stellung der Bürsten des Schalters mehr oder weniger geschwächt. In der in der Zeichnung dargestellten Stellung liegt nur der Endabschnitt S' der Leitung<I>AL</I> in dem Stromkreis der Vorrichtung 12 und des Transformators T'.
Die Ströme erfahren deshalb nur eine minimale Dämpfung, wenn sie den Transformator T' erreichen. Sollte aber zu diesem Zeitpunkt die Einrichtung 13 ebenfalls in Tätigkeit sein, so werden die von derselben erzeugten !Ströme, die den Transformator T' erreichen, eine maximale Dämpfung erfahren. Unter diesen Verhält nissen, wenn beide Auffangevorrichtungen 12 und 13 gleichzeitig in Tätigkeit sind, sind die Ströme im Transformator T' im wesentlichen dieselben, die von der Vorrich tung 12 erzeugt werden.
Wenn die Bürsten 37 und 38 entgegen dem Uhrzeigersinn be wegt werden, so werden die Ströme von der Vorrichtung 12 stufenweise gedämpft lind (im umgekehrten Sinne) werden die Ströme von der Vorrichtung 13 abnehmenden Dämp- fungseinwirkungen ausgesetzt. Wenn die Bürsten 37 und 38 die Mittelpunkte 47 und 48 passiert haben, so fängt die Vorrichtung 13 an, ihre Steuerwirkung auszuüben.
So wird mittelst des Schalters<B>8</B> die Energie höhe ,der von 13 kommenden und dem Trans formator T' zufliessenden Ströme stufen weise erhöht, während die Energiehöhe der Ströme, die von der Vorrichtung 12 dem Transformator zufliessen, stufenweise herab gesetzt wird. Die beiden Ströme mischen sich gradweise und unmerklich miteinander in .der Primärwicklung .des Transformators T' und die Umwechslung der Platten 10 und 11 erfolgt .glatt gradweise und ununter brochen.
Unter gewissen Umständen ist es er wünscht, dass die Ströme von den Vorrich tungen 12 und 13 sich nicht mischen oder einander "überklingen". In diesem Falle wird der Schalter 49 geschlossen, so .dass ein Kurzschluss über die elektrische Mitte .der Kunstleitung<I>AL</I> gebildet wird. Mit Schal ter<B>8</B> in der in der Zeichnung gezeigten Stellung werden dann die Ströme der Ein richtungen 13 vom Transformator TI voll ständig abgeschaltet, .der nur unter Beein flussung der Einrichtung 12 erregt wird. Wenn der (Schalter 8 über die Mittelpunkte 47 und 48 hinaus geschwenkt wird, liegen die Verhältnisse umgekehrt.
Aus verschiedenen Gründen können die Schallplatten 10 und 11 oft nicht mit der selben Durchschnittsamplitude eingeritzt: werden. Wenn dann nicht besondere Vor sichtsmassnahmen getroffen werden, können Ströme mit verschiedener Energiehöhe den Transformator beeinflussen, wenn eine Um schaltung von einer Schallplatte zur näch sten Platte erfolgt. Aus diesem Grunde müssen Verstärker ,mit veränderlicher Ver stärkung verwendet werden. Eine Einrich tung dieser Art ist in Fig. 4 schematisch dar gestellt.
Wenn es in einer solchen Einrich tung erwünscht ist, eine Umschaltung von der obern Platte 55 zur untern Platte 54 vorzunehmen, so ist es notwendig, damit keine störenden Geräusche im Lautsprecher 60 auftreten und damit die Belastung nicht zu plötzlich vom Verstärker entfernt wind, .den Kontakt 50 verhältnismässig langsam bis zu dem Punkt 51 zu führen. In der Zwischenzeit kann :der Schalter 53 betätigt werden, und die untere Platte einzuschalten, worauf der Kontakt 50 in die erwünschte Stellung zurückgeführt werden kann. Ist die Schallplatte 54 mit derselben Durch- schnittsamplitude eingeritzt wie die Platte 55, so kann der Kontakt 50 in seine ur sprüngliche Stellung bewegt werden.
Wenn aber die beiden Platten 'mit verschiedener Amplitude eingeritzt sind, ist es notwendig, eine weitere Einstellung des Kontaktes 50 vorzunehmen, um im Lautsprecher 60 das selbe Tonvolumen hervorzubringen, wie .zu der Zeit, wo die @Schallplatte 5f5 in Wirksam keit war. Um mit Platten, die in verschie dener Weise eingeritzt sind, dasselbe Schal,l- volwmen in der Vorrichtung 60 zu erzeugen, sind somit bei der Anordnung nach Fig. 4 drei verschiedene Bedienungshandlungen not wendig, um die Umschaltung von einer Platte zur andern zu bewirken.
Mittelst einer der oben beschriebenen Abklingvorrichtungen können aber diese drei Bedienungshand lungen durch eine einmalige Betätigung des Schalters S' ersetzt werden. Es wurde gefuhden, .dass bei der Einrichtung gemäss der Erfindung die Überführung von einer Platte zur andern von .den Zuhörern nicht bemerkt wurde.
Wenn es erwünscht ist, mittelst der in Fig.1 gezeigten Einrichtung synchronisier ten Schall und lebende Bilder zu erzeugen, wird der positive Film in den Kinoapparat (Fig. 1) eingesetzt, und der Plattenteller 2, sowie der Kinoapparat werden in Bewegung gesetzt. Darauf wird .der Schalter 57 be tätigt und der Schalter S eingestellt, bis die erwünschte Verstärkung vom Verstärker 42 geliefert wird. Um den Verstärkungsgrad anzuzeigen, kann eine Einrichtung 58 ver wendet werden, .die die Form eines "Steuer- lautsprechers" haben kann.
Der ,Schalter 5,6 kann jetzt betätigt wenden, um den Laut sprecher 60 einzuschalten. Um die Einrich tung zu beschreiben, soll hier angenommen werden, .dass der iSchalter S derart eingestellt ist, .dass der Stromkreis durch die Kontakte 61 und 62 geschlossen ist.
Wenn es erwünscht ist, die Wirkungen der Platte 10 in diejenigen .der Platte 11. überklingen zu lassen, am Ende Ader Ein ritzung in der Platte 10, werden .der Platten teller 3 und der Kinoapparat P1 angelassen, wobei der )Schalter 49 offen bleibt. Der Schalter<B>8</B> wird jetzt gedreht, um die Zahl der tSektionen der Linie<I>AL,</I> die in dem Stromkreis der Auffangevorrichtung 12- und des Verstärkers 42 liegen, zu erhöhen, und um gleichzeitig die Dämpfung der (Ströme von der Vorrichtung 13 herabzusetzen.
Der Schalter .S' wird in dieser Weise gedreht, bis die Vorrichtung 58 anzeigt, dass der Ver stärker 42 dasselbe Tonvolumen abgibt, wie während der Tätigkeit der Platte 10.
Sind die .Schallplatten 10 und 11 der art, dass es nicht erwünscht ist, die Wirkungen der einen in ,diejenigen der an dern überklingen zu lassen, so wird der Schalter 49 geschlossen, bevor die erwähnten Operationen: eingeleitet werden. Die Um schaltung von der Platte 10 auf die Platte 11 erfolgt dann in ähnlicher Weise, wie oben beschrieben. Wenn aber jetzt die Bür sten 37 und 38 entgegen dem Uhrzeiger sinn von den Kontakten 61 und 62 fort bewegt werden, so nimmt der Strom von der Vorrichtung 12 stufenweise ab, bis die Kon takte 47 und 48 erreicht werden und der Strom den Nullwert annimmt.
Eine weitere Bewegung des iSchalters S bewirkt, dass der Strom von der Auffangevorrichtung 13 zu nimmt und die Steuerung .des Lautsprechers 60 übernimmt. Eine Stromabgabe von der Vorrichtung 12 zu der Vorrichtung 13 oder umgekehrt findet also zu keinem Zeitpunkt statt.
Wenn die Platten derart eingeritzt sind, dass die Endkurve der iSchallritze der Platte 10 sich in der Anfangskurve der Schallritze in Platte 11 wiederholt, so kön nen die Teile der Kunstleitung<I>AL</I> derart bemessen sein, dass die Bewegung des Schalters AS' keine Einwirkung auf das im Lautsprecher 60 erzeugte Schallvolumen ausübt, sondern nur die Steuerung .des Laut sprechers von der einen Platte zur andern überträgt. Die Überlappung der Schallritzen der Schallplatten kann somit für die Um schaltung von einer Platte zur andern. aus genutzt werden.
Fig.2 zeigt eine Anlage von ähnlicher Art wie die in Fig. 1dargestellte. Gemäss Fig. 2 sind jedoch mehr als zwei ,Schall- pl,Aten vorhanden. Die mit 63, 64, 65, 66 usw. bezeichneten Einrichtungen können von ähnlicher Art sein wie die in Fig.l ge zeigten. Jede Schallplatte ist auf einem Plattenteller angeordnet, und steht in Ver bindung mit einer elektromechanischen Auf fangevorrichtung (66, 6,8). Die Plattenteller sitzen auf Spindeln. Jede iSpindel kann durch eine zweckmässige Übersetzung mit demselben Motor verbunden werden, der den zugehörigen Kinoapparat antreibt.
Es kön nen aber auch für jede Spindel bezw. für jeden Kinoapparat getrennte Motoren ver wendet werden, wobei aber besondere Synchronisierungseinrichtungen bekannter Art notwendig werden. Jeder Leitersatz 69 und 70, der von den verschiedenen Auf fangevorrichtungen 67, 6,8 usw. ausgeht, endet in entsprechende Stöpsel 71, 72 usw. Der durch ein gestricheltes Viereck ange deutete Apparat ist ein "Abklinger" von ähnlicher Art wie der in Fig. 1 dargestellte. Dieser Abklinger besteht aus einer Kunst leitung<I>AL</I> und einem beweglichen .Schalter, der durch die Kontakte 73 und 74 schema tisch angedeutet ist.
Die Endabschnitte die ser Kunstleitung sind mit Klinken 75 bezw. 76 verbunden. Mittelst dieser Klinken kön nen zwei beliebige Auffangevorrichtungen 6,3, 64 usw. mit dem Abklinger verbunden werden. Der Abklinger kann mit einer oder mehreren der Auffan.ge@vorrichtungen in Ver bindung gebracht werden, so dass ein Um wechslungssystem mit vielen Kombinations möglichkeiten vorhanden ist.
Die übrigen in Fig.2 gezeigten Teile, das heisst die Kupplungstransformatoren, der Röhrenver stärker und der Lautsprecher, können von derselben Art sein wie die in Fig. 1 ge zeigten Teile. Die Schaltkontakte 73 und 74 können in derselben Weise 'bewegt wer den wie die in .Fig.l dargestellten Schalt kontakte, und die Umwechslung von einer Platte zur andern kann in derselben Weise erfolgen, wie in -Verbindung mit Fig.l be schrieben.
Fib.3 zeigt einen Abklinger geänderter Ausführungsform, wobei Gleitdrahtwi,der- stände verwendet werden, um den Eingangs strom des Verstärkers zu ändern. Bei ,dieser Ausführungsform enden die von den Sende- einrichtungen- T3 und T4 kommenden Lei ter 16, 18 und 17, 19 in entsprechende Kunstleitungsabsch.nitte <I>AL,</I> und<B>AL,</B> Die Leitungsabschnitte<I>AL,</I> und<B>AL,</B> sind durch Hochwiderstands Gleitdrähte 77 und 78 mit einander verbunden.
Ausserdem ist ein Kunstleitungsabschnitt AL3 zwischen den Leitern 33 und 35 angeordnet, die mit einem Eingangstransformator, beispielsweise T<B>1</B>, verbunden sind. Die Kunstleitungsabschnitte <I>AL,</I> und<B>AL,</B> sind derart bemessen, ,dass die Impedanzen der Stromkreise, von den Ein richtungen T3 und T4 aus gesehen, bei ver schiedenen :Stellungen der Gleitkontakte 79 und 80 im wesentlichen konstant sind.
In ähnlicher Weise sind die Kunstleitungs- abschnitte AL; derart bemessen, dass die Eingangsimpedanz des Verstärkers im we sentlichen unabhängig von den Stellungen der Gleitkontakte 79 und 80 bleibt.
Dieser Aibklinger arbeitet in ähnlicher Weise wie die in den Fig. 1 und 2 gezeigten Abklinger. Wenn die Kontakte 79 und 80 sich am obern Ende der zugehörigen Gleitdrähte befinden, ist der Widerstand in Reihe mit der Einrich tung T, und der Primärwicklung des Ein gangstransformators gleich Null, während der Widerstand in Reihe mit der Vorrich tung T4 und dem Lautsprecher verhältnis mässig hoch ist.
Wenn die Kontakte 79 und <B>83</B> nach unten bewegt werden, nimmt der Widerstand in Reihe mit der Vorrioh- tung T4 ab und bewirkt, dass die Ströme von diesen Vorrichtungen sich in ähnlicher Weise mischen bezw. in ähnlicher Weise in einander überklingen, wie in Verbindung mit Fig. 1 beschrieben. Wenn diese "Mischung" der Ströme nicht erwünscht oder notwendig ist, kann ein Kurzschluss über die elek trischen Mittelpunkte der Gleitdrähte 77 und 78 gebildet werden, wie in Verbindung mit ,Schalter 49 beschrieben.
Fig. 5 zeigt eine Schaltanordnung, mit- telst welcher die Kunstleitung auf die halbe Länge .der in den Fig. 1, 2 oder 3 gezeigten Kunstleitungen gebracht werden kann. In dieser Abbildung deuten T, und T6 @Sende- einrichtungen an, die von ähnlicher Art sind, wie die im linken Teil der Fig. 1 dargestell ten @Sendeeinrichtunben. Die Kunstleitung _4L kann aus elektrischen Impedanzelemen- ten 'bestehen, die von ,
derselben Art sein können wie die Abschnitte der Leitung<I>AL</I> in Fig. 1. Nach Fig. 5 stehen die ,Sende einrichtungen T" T6 mit demselben, Ende der Leitung<I>AL</I> in Verbindung. Die Anzahl der wirksamen Abschnitte der Leitung<I>AL,</I> die in Reihe mit jeder Einrichtung liegen, ist von der .Stellung der Bürsten des lSchalters S abhängig.
Der .Schalter S hat eine Reihe von getrennten Kontaktpunkten C, Cl von ähnlicher Art wie die Kontaktpunkte 47, 48 usw. in Fig. 1. Ferner weist der ,Schalter S zwei lange Segmente 101, 102 und ein un- unterbrochenesSegment 10:4 auf.
Leiter 33 und 3,5, die mit dem Verstärker 42 in Ver bindung stehen, sind mit den Bürsten 105 bezw. 106 verbunden, die von einander iso liert sind und mit den Segmenten C, Cl in Verbindung gebracht werden können. Die die Bürsten<B>106</B> tragende Welle trägt ebenfall# eine Bürste 107, die die @Segmente 102, 101 mit dem ununterbrochenen Segment 104 ver bindet. Es wird angenommen, dass die Bür sten 105, 106, 107 in Berührung mit den Kontakten 108, 109, 104, 102 stehen, und dass der Lautsprecher 60 in dem .Stromkreis des ersten Abschnittes der Kunstleitung<I>AL</I> liegt.
Dieser Stromkreis verläuft vom Lei ter 33 .durch Bürste 105, .Segmente 108, Lei ter 81, ersten Albschnitt der Leitung<I>AL.</I> Leiter 84, Bürste 107, Leiter 85, Einrich tung T', Leiter 8,6, Leiter 82, Bürste 106 und Leiter 35. Wenn .die Bürsten 105, 106; 107 nach unten bewegt werden, wird eine entsprechend grössere Anzahl Abschnitte der Leitung<I>AL</I> in den iStramkreis der Vorrich tung Tund des Lautsprechers 60 einge schaltet.
Wenn es erwünscht ist, auf den Sender T, umzuschalten, so werden die Bürsten 105, 106 und 107 in Eingriff mit den Segmenten 87, 88 und 101 :gebracht, in welcher Stellung der Sender T, ausgeschaltet ist und der Sender T, im .Stromkreis mit sämtlichen Abschnitten der Leitung<I>AL</I> liegt.
Wenn.die Bürsten 105, 106, 107 wei ter nach unten bewegt werden, verringert sich die Anzahl der Kunstleitungsabschnitte, die finit dem Sender TE in. ,demselben Strom kreis liegen., wodurch eine stufenweise Zu nahme des Schallvolumens des Lautsprechers 60 bewirkt wird.
Wie in Verbindung mit der Beschreibung der Fig.l und 6 erwähnt, kann die Kunstleitung<I>AL</I> derart bemessen werden, ,dass, wenn sämtliche Abschnitte in dem Stromkreis eines Senders liegen, die Energiehöhe ,der dem Verstärker 42 zuge führten -Ströme annähernd den Nullwert hat. Die Leitung kann jedoch auch so ausgeführt werden, .dass die dem Verstärker zugeführ ten Ströme einen andern Minimalwert haben.
Ebenfalls kann ein. Nebenweg geschaffen werden (der in Fig. 5 gestrichelt dargestellt ist), mittelst welchem die minimale Energie höhe von Null bis zu einem beliebigen an dern Wert geändert werden kann.
Wie aus der obigen Beschreibung her vorgeht, können .die Einrichtungen in ver schiedener Weise umgeändert werden, ohne dass der Rahmen der Erfindung überschrit ten wird. 'So können beispielsweise .die Auf fangevorrichtungen oder iSender 12, 13, T3, T4, <I>T,</I> und Ts die Form von Telephonsendern oder von andern bekannten Vorrichtungen haben.
Ebenfalls kann der Schalter S durch einen beliebigen andern bekannten Schalter ersetzt werden, mittelst welchem die Verbin dungen zwischen den,Sendern und dem Ein gangstransformator T' vorwärtsschreitend geändert werden können. Die hier gezeigten Kunstleitungen bestehen aus Widerständen, doch können dieselben in der Form von in duktiven und ka.pa.zitiven Impedanzvorrich- tungen oder in der Form von induktiven oder kapazitiven Vorrichtungen ausgeführt wer den.
Nach den Zeichnungen ist für jede Schallplatte ein besonderer Kinoapparat an geordnet, doch können auch mehrere,Schall- platten in Verbindung mit einem einzigen Kinoapparat verwendet werden. Der den Kinoapparat P antreibende Motor kann eben falls die Plattenteller 2 und 3 antreiben, die in der beschriebenen Weise der Reihe nach mit .dem Kinoapparat in Verbindung ge bracht werden können.