CH136481A - Verfahren zur Erzeugung fester Kohlensäure. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung fester Kohlensäure.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung fester Kohlensäure. Es ist bereits bekannt, Kohlensäure. dadurch aus dem flüssigen in den festen Zustand überzu führen, dass flüssige Kohlensäure von etwa 60--80 Atm. Druck in ein Gefäss über strömen gelassen wird, in welchem ein Druck von etwa 1-5 Atm. abs. herrscht. Bei der dabei vor sich gebenden Entspannung bildet sich Kohlensäureschnee von mehr oder weni ger lockerer Beschaffenheit. Diese Schnee masse muss durch besondere Mittel noch zu einem Block von hohem spezifischen Gewicht verdichtet werden. Zweck der Erfindung ist, eine solche nachträgliche Verdichtung der Schneemasse entbehrlich zu machen, zu welchem Behufe nach der Erfindung flüssige Kohlensäure, die sich unter Verflüssigungsdruck befindet, in mindestens eine Gefrierzelle eingeführt wird und diese Zelle nach Absperrung des Flüs sigkeitszuflusses über eine Drosselvorrichtung mit einer derart niedrigen Stufe eines Kohlen säureverdichters verbunden wird, dass durch Verdampfen eines Teils der flüssigen Kohlen säure ein Festwerden des übrigen Kohlen säureinhaltes der Zelle bewirkt wird. Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführung einer Anlage zur Ausübung des neuen Verfahrens beispielsweise und schema tisch veranschaulicht. 4 bezeichnet eine Gefrierzelle, die von Isolationsmaterial 5 umgeben ist. Der Zellen boden 2 ist leicht wegnehmbar, trotzdem er eine gute Dichtung mit dem übrigen Teil der Zelle 4 herstellen kann. Das Innere der Gefrierzelle 4 steht über eine Absperrvor richtung 3 und eine Leitung 11 mit der letzten Stufe eines mehrstufigen Verdichters 9 in Verbindung. 10 bezeichnet zwischen den einzelnen Verdichterstufen vorgesehene und zur Zwischenkühlung des verdichteten Mittels dienende Einrichtungen und 101 be zeichnet einen Kondensator. Das Innere der Gefrierzelle 4 kann ferner über eine Leitung 8= und eine Drosselvorrichtung 8 mit der Saugseite des Verdichters 9 in Verbindung gebracht werden. Die Drosselvorrichtung 8 ist jeweils so einzustellen, dass der Druck nach der Drosselung etwa 1-5 Atm. abs. beträgt, je nach dem gewünschten Ansauge druck des Verdichters 9. Auf keinen Fall darf diese Drosselvorrichtung 8 einfach ge öffnet werden, da sonst ein viel zu hoher Druck vor dem Verdichter 9 sich bilden könnte. Ein Teil 21 der Leitung 11 bildet zusammen mit einem Teil 81 der Leitung 82 einen Gegenstromkühler, in welchem die nach der Gefrierzelle 4 fliessende flüssige Kohlen säure von dem aus dem Verdampfungsraum der Zelle 4 nach dem Verdichter 9 strömen den Kohlensäuregas abgekühlt wird. Die zum Festwerden bestimmte Kohlensäure wird von einer besonderen Quelle (zum Beispiel von einem Koksverbrennungskessel über Absorp- tions- und Heiztürme) in einer Leitung 1 der Anlage zugeführt. Bevor die flüssige Kohlen säure in die Gefrierzelle einströmt, kommt sie auch noch in den Bereich eines Ver dampfers 12, der zu einer besonderen Kälte erzeugungsanlage A gehört. Der Verdichter dieser Anlage A ist mit 13, der Verflüssiger mit 14 und die Expansionsvorrichtung mit 15 bezeichnet. Ein Kühlmittel, das zweck mässig ebenfalls Kohlensäure sein kann, wird veranlasst, in der Kälteerzeugungsanlage A einen geschlossenen Kreislauf zu beschreiben, wobei es bei der Verdampfung im Ver dampfer 12 eine Abkühlung der in den Be reich dieses Verdampfers kommenden, flüssi gen Kohlensäure bewirkt. Infolge dieser, sowie der im Gegenstromkühler 21, 81 be wirkten Abkühlung der flüssigen Kohlensäure wird erreicht, dass die in die Gefrierzelle 4 einströmende flüssige Kohlensäure tief abge kühlt ist. Beim Ausführen des Verfahrens wird vorerst die Absperrvorrichtung 3 geöffnet, die Drosselvorrichtung 8 dagegen ganz ge schlossen. Es herrscht dann in der Gefrier- zelle Verflüssigerdruck und es strömt tief gekühlte flüssige Kohlensäure durch die Lei tung 11 in die Zelle 4. Ist diese mit einer bestimmten Menge flüssiger Kohlensäure ge füllt, so wird die Absperrvorrichtung 3 ge schlossen und die Drosselvorrichtung 8 sorg fältig geöffnet, so dass dann das Innere der Gefrierzelle 4 mit der niedrigsten Stufe des Verdichters 9 verbunden wird und der Druck in der Gefrierzelle 4, der bis jetzt etwa 60-80 Atm. betragen hat, nach und nach bis auf etwa 1-5 Atm. abs. sinkt, wobei der Druck nach der Drosselvorrichtung 8, also vor dem Verdichter dauernd nur 1-5 Atm. abs. beträgt. Das hat eine Entspannung der in der Gefrierzelle 4 befindlichen flüssi gen Kohlensäure zur Folge, so dass ein Teil derselben verdampft und dabei dem verblei benden Teil der Kohlensäure Wärme ent zieht, wodurch letzterer fest wird. Zwecks Herausnehmens des so gebildeten festen Koh- lensäureblockes ist vorerst die Absperrvor richtung 8 zu schliessen und dann der Deckel 2 wegzunehmen. Hm dieses Herausnehmen zu erleichtern, kann durch Öffnen der Ab sperrvorrichtung 3 Flüssigkeitsdruck auf den Block gegeben werden. Beim Festfrieren des Blockes an der Zellenwand kann durch leich tes Anwärmen, beispielsweise mittelst der Heizvorrichtung 16, der Block leicht losge- taut werden, so dass ein geringer Überdruck genügt, um ihn aus der Eiszelle ausstossen zu können. Wie in strichpunktierten Linien ange deutet ist, kann der Innenraum der Zelle 4 auch mit einer andern, als der niedrigsten Stufe des Verdichters in Verbindung gebracht werden. Um einen ununterbrochenen Betrieb zu ermöglichen, kann die Anlage auch so aus gebildet sein, dass von mehreren Gefrierzellen 4 wahlweise eine beliebige Anzahl an die Leitung 11 über die Absperrvorrichtungen 3 angeschlossen, beziehungsweise von derselben abgetrennt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung fester Kohlen säure, dadurch gekennzeichnet, dass flüssige Kohlensäure, die sich unter Verflüssigungs- druck befindet, in mindestens eine Gefrier- zelle eingelassen und diese Zelle nach Ab sperrung des Flüssigkeitszuflusses über eine Drosselvorrichtung mit einer derart niedrigen Stufe eines Kohlensäureverdichters verbunden wird, dass durch Verdampfung eines Teils der flüssigen Kohlensäure ein Festwerden des übrigen Kohlensäureinhaltes der Zelle bewirkt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH136481T | 1928-10-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH136481A true CH136481A (de) | 1929-11-15 |
Family
ID=4394159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH136481D CH136481A (de) | 1928-10-11 | 1928-10-11 | Verfahren zur Erzeugung fester Kohlensäure. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH136481A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2543170A (en) * | 1944-06-12 | 1951-02-27 | Marison Company | Method of transporting carbon dioxide and like substances |
-
1928
- 1928-10-11 CH CH136481D patent/CH136481A/de unknown
Cited By (1)
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| US2543170A (en) * | 1944-06-12 | 1951-02-27 | Marison Company | Method of transporting carbon dioxide and like substances |
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