CH136626A - Wäschestück, wie Kragen und dergleichen. - Google Patents

Wäschestück, wie Kragen und dergleichen.

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CH136626A
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Blank & Co. Aktiengesellschaft
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Blank & Co Ag
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  Wäschestück, wie Kragen und dergleichen.    Es ist bereits bekannt,     Stehunilegekragen     aus bandförmigen     Stoffstreifen    oder     schlauch-          förmigen    Gebilden herzustellen, die in Teile  von Kragenlänge geschnitten werden. Die  auf diese Weise hergestellten     Kragen    können  feste Längswebkanten besitzen, die der Form  des Kragens entsprechend geschweift sind.  An den Schnittkanten werden diese Kragen  entweder durch ein Band     eingefasst    oder die  Kanten müssen umgeschlagen und vernäht  werden.  



  Um das Einfassen oder Vernähen nicht  nur der Längskanten, sondern auch der Quer  kanten von Wäschestücken, wie Kragen,       Manschetten,        Hemdenpriesen    usw. zu vermei  den, weist gemäss der Erfindung das Wäsche  stück ein aus zwei an drei Rändern zusammen  gewebten Stofflagen bestehendes,     taschen-          förmiges    Gebilde auf, dessen zusammenge  webte Ränder durch Wenden des Gebildes  nach innen zu liegen kommen, so dass nach  dem Wenden an diesen Rändern keine Schnitt  flächen vorhanden sind.    Die Herstellung taschenförmig gewebter  Gebilde, zum Beispiel nahtloser Säcke, ist  zwar an sich bekannt.

   Gemäss der Erfindung  wird ein aus zwei an drei Rändern zusam  mengewebten     Stofflagen    bestehendes,     taschen-          förmiges    Gebilde für die Herstellung von  Wäschestücken der oben genannten Art ver  wendet, mit dem Vorteil, dass die     Wäsche-          stucke    ohne nennenswerte Näharbeit herge  stellt werden können und auch an den Quer  kanten nur wenig Nähte erfordern.  



  Das taschenförmige Gebilde wird zweck  mässig für Oberkragen verwendet, dessen  beide nicht miteinander verbundenen Längs  webkanten an den Unterkragen angenäht  werden. Der     Unterkragen    kann aus einem       gurtartig    gewebten Bande entsprechender  Form gebildet sein. Dieser Unterkragen wird  an den Enden in zwei getrennten     Stofflagen     gewebt, die nach innen geklappt und dann  vernäht werden.  



  Am so hergestellten Unterkragen wird  zweckmässig das taschenförmige Gebilde     111         der Weise befestigt, dass der obere Rand des  Unterkragens in das Gebilde eingeschoben  und dann mit demselben vernäht wird, das  zu diesem Zwecke an den Vorderkanten ein  Stück weit offen gewebt ist. Die freien Rän  der des taschenförmigen Gebildes umgreifen  also auf eine gewisse Höhe den Unterkragen.  



  Der Unterkragen kann an der obern Kaute  ebenfalls     offen    gewebt sein, so dass also zwei       Stofflagen    entstehen. Eine dieser Lagen kann  beispielsweise bei der Verbindung von     Ober-          urrd    Unterkragen in das taschenförmige Ge  bilde eingreifen, während die andere Lage  des Unterkragens auf der     Aussenfläche    des  Oberkragens liegt. Auch der -Unterkragen  kann aus einem taschenförmigen Gebilde be  stehen, wodurch an allen Rändern des Kra  gens sich das Einfassen oder Vernähen er  übrigt.  



  Zweckmässig kann der Unterkragen mit  einer Lage des Oberkragens zusammengewebt  werden. Ein solcher Kragen besitzt nur an  den Enden der Schnäbel Schnittkanten, die  dann vernäht werden müssen. Natürlich muss  diejenige Lage des Oberkragens, die mit dem  Unterkragen nicht verbunden ist, auf den  letzteren aufgesteppt werden. Dies bereitet  keine Schwierigkeiten, weil die Kante der  freien Lage des Oberkragens eine Webkante  ist, anderseits ergibt diese Naht die     erforder-          liehe    Weite an der Kragenstelle, an der der  Kragen     umgeknifft    wird.  



  Die Wäschestücke lassen sich auf Band  webstühlen herstellen, wodurch die Kosten  gegenüber den genähten Stücken sehr gering  werden, auch tritt eine ganz bedeutende Ver  billigung in der Näharbeit ein. In dieser  Weise lassen sich nicht nur Kragen, sondern  auch     Manschetten    und vor allen Dingen Hemd  priesen herstellen.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele des Erfindungsgegenstandes beispiels  weise wiedergegeben, und zwar zeigt:       Fig-    1 in perspektivischer Ansicht das  Ende eines gewendeten noch nicht vernähten       Stehumlegekragens,    dessen Unterkragen in  den taschenförmig gebildeten Oberkragen ein  geschoben ist,         Fig.    2 das Ende des     Oberkragew;

      nach       Fig.    1 vor dem Wenden,       Fig.    3 das Ende eines noch nicht ver  nähten     Stehumlegekragens,    bei dem der     _GI        rrter,-          kragen    an eine Lage des Oberkragens gewebt  ist, und zwar nach     Wendung    des Oberkragens,       Fig.    4 das Ende des noch nicht vernäh  ten     Stehumlegekragens    nach     Fig.    3, und zwar  vor Wendung des Oberkragens,       Fig.    5 eine Ansicht eines     Stelrrrmlege-          kragens,

      dessen Ober- und Unterteil mitein  ander     verwebt    sind,       Fig.    6 den vordern Teil eines     Stehum-          legekragens,    bei dem der Ober- und Unter  kragen nicht miteinander verwebt, sondern  zusammengenäht sind,       Fig.    7 den vordern Teil eines     Stehkragens.          Fig.    8 einen Schnitt nach der Linie       9-B    der     Fig.    5,       Fig.    9 einen Schnitt nach der Linie       C-D    der     Fig.    5,       Fig.    10 einen Schnitt nach der Linie       F,

  -P'    der     Fig.    6,       Fig.    11 einen Schnitt nach der Linie       G-H    der     Fig.    7.  



       Fig.    12 einen     Schnitt        nach    der Linie       J-It    der     Fig.    7,       Fig.    13 einen Querschnitt durch den Stoff  des Oberkragens.  



  In     Fig.    1 sind mit 1 und 2 die beiden  Lagen des Oberkragens 3 bezeichnet, die aus  einem Stoff von genügender Festigkeit be  stehen und die an der Kante 4 zusammen  hängen, .indem sie miteinander verweht sind.  Die Vorderkante 5 ist ebenfalls auf dem       grössern    Teil ihrer Länge zusammengewebt.  Ein solches taschenförmiges Gebilde lässt sich  ohne Schwierigkeit     auf    einem     Bandwebstuhle     herstellen. Auf dem übrigen Teil der Vorder  kante 5 ist das Gewebe offen. Es entstehen  also Laschen 6, die nicht miteinander zu  sammenhängen, während die Laschen 7 an  der Kante 5 zusammenhängen.

   Wird ein sol  ches Gewebe, wie es in     Fig.    2 dargestellt  ist, so gewendet, wie zum Beispiel eine nach  aussen gestülpte Tasche eines Kleides wieder  in ihre richtige Lage gebracht wird, so dass  die     Innenfläche    der beiden Lagen 1 und<B>21</B>      nach aussen gekehrt werden, so kommen die  Laschen 7 und 6 nach innen zu liegen (siehe       Fig.    1) und die geschlossene Kante 5 liegt  zuvorderst.  



  Zwischen die Lagen 1 und 2     kann    der  obere Rand des     Unterkragens    8 eine Strecke  weit     eingeschlossen    werden, worauf dann  Ober-     und        Unterkragen    miteinander vernäht.  werden (Feg. 10).  



  In     Fig.    3, 4 und 9 ist der Unterkragen  9 mit einer Lage (10) des Oberkragens 11       zusammengewebt;    die Lage 10 steht an der  Oberkante 12 und an der Vorderkante 13  mit der andern Lage 14 des Oberkragens 11  in Verbindung. Die Kante 13 besitzt zwei       Laechen    15, die nach dem Wenden oder  Umkehren des Kragens nach innen kommen.  Die Lage 14 geht in eine     Lasche    16 über,  die beim Wenden des Kragens ebenfalls nach  innen umgelegt wird (siehe     Fig.    3).  



  Der Kragenstoff für den Ober- und Unter  kragen besteht aus einem     gurtartigen    Etagen  gewebe. Jeder einzelne Kettenfaden bindet  gleichmässig wechselnd die Etagenzüge ein  (Feg. 13).  



  Das vordere Ende des Unterkragens 9  bildet zwei Lagen 17, die nach innen geklappt  und dann vernäht werden, wie in     Fig.    8  dargestellt ist. Die Knopflöcher 18 der Kragen  können eingewebt werden, sie können aber  auch nachträglich eingeschnitten und vernäht  werden.

   Die geschwungenen Kanten der Kra  gen können unter Anwendung von     Fäeher-          rietern    ohne Schwierigkeiten hergestellt wer  den und an den Stellen, an welchen das  Fächerniet die Kettenfäden naturgemäss aus  einanderzieht, ist die     Webung    so vorgesehen,  dass     durch        Hilfskettenfäden    eine prozentuale  Vermehrung der Kettenfäden und damit ein  Ausgleich geschaffen wird, so dass die Dich  tigkeit des Gewebes sowohl an der schmalen,  als auch an der breiten Stelle desselben eine  gleiche ist. Es ist nur nötig, die Kanten an  den Enden des Unterkragens und die Kanten  der Laschen zu vernähen.

   Die Herstellung  der Nähte an den Kanten der Laschen ist  verhältnismässig einfach, weil es sich nur um  ein Feststeppen einer Webkante handelt;    deren Einfassung beziehungsweise Umschlagen  entbehrlich ist.  



  In     Fig.    7 ist ein Steh- beziehungsweise  Eckenkragen dargestellt, der in ähnlicher  Weise, wie vorstehend mit Bezugnahme auf  die Oberkragen 3 und 11 beschrieben, aus  einem     taschenförmigen    Gebilde hergestellt  wird. Die beiden Lagen 19 und 20     (Fig..ll)     sind an den     Kanten    21 und 22 verwebt. Die  Schnäbel 23 werden durch die Laschen 24  gebildet, die an der Vorderkante umgeschla  gen und dann vernäht werde . Die untere  Kante 25 der Lagen 19 und 20. die Web  kanten sind, werden ebenfalls durch eine  Naht verbunden.  



  Die auf diese Weise hergestellten Kragen  können sowohl gestärkt, als auch     urgestärkt     getragen werden. Die     Kragen    sind, da kei  nerlei Umsäumen erforderlich ist, auf beiden  Seiten benutzbar. Die beiden Lagen für der  Oberkragen sind so stark, dass sie zusammen  den genügenden Halt ergeben. Sie können  aus einem zweifachen, ineinander gewebten  Etagengewebe hergestellt werden. Natürlich  eignet sich auch ein zwei- oder mehrschich  tiges Gewebe. Die verschiedenen Schichten  können aus     verschiedenere    Material herge  stellt werden, das heisst; die obere Schicht  kann aus einem feineren Gewebe und     feinerem     Material und die untere aus einem gröberen  Gewebe und geringwertigerem Material her  gestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wäschestück, wie Kragen und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe ein aus zwei an drei Rändern zusammengeweb ten Stofflagen bestehendes, taschenförmiges Gebilde aufweist, dessen zusammengewebte Ränder durch Wenden des Gebildes nach innen zu liegen komrrren, so dass nach dein Wenden an diesen Rändern keine Schnitt flächen vorhanden sind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Wäschestück in Form eines Kragens nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dah das als Oberkragen dienende taschen- förmige Gebilde längs seiner offenen Längs kante an einem Unterkragen-angenäht ist. 2.
    Wäschestück nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterkragen aas einem gurtartig gewebten Bande gebildet ist. 3. Wäschestück nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das als Oberkragen dienende, taschenförmige Gebilde an den Vorder kanten zunächst dem einen Längsrand offen gewebt und der obere Rand des gurtartig gewebten Unterkragens in das taschenförmige Gebilde nach seinem Wen den eingeschoben und darauf mit diesem vernäht wird. 4.
    Wäschestück in Form eines Kragens nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das als Oberkragen dienende taschen- förmige Gebilde mit einer seiner Stofflagen rillt einem gurtartig gewebten Z7ntei#- kragen zusammengewebt ist.
    Wäschestück in Form eines Kragens nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das taschenförmige, zu einem Steh kragen bestimmte Gebilde auf einer dem einen Längsrand benachbarten Strecke seiner Vorderkanten offen gewebt ist und dass die beiden Lagen des Gebildes an den offen gewebten Stellen Laschen bilden, deren umgeklappte Enden an den Rändern zu Schnäbeln zusammengenäht sind.
CH136626D 1927-10-05 1928-09-29 Wäschestück, wie Kragen und dergleichen. CH136626A (de)

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