Flachplattenschreibmaschine mit in einem Rahmen angeordneter Schreibplatte zum fortlaufenden Vervielfältigen von Schriftstücken. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf eine Flachplattenschreibmaschine mit in einem Rahmen angeordneter Schreibplatte zum fortlaufenden Vervielfältigen von Schriftstücken.
Die Erfindung besteht darin, dass Vor richtungen zum Zubringen, Durchführen und Einleten von Papier und Kohlepapier ver schiedener Form und in verschiedener An ordnung vorgesehen sind, die an der Schreib platte befestigt werden können, das Ganze derart, dass die Maschine schnell und einfach zur Herstellung von Schriftstücken mit mehreren Kopien unter Verwendung zusam menhängender Papierstreifen hergerichtet werden kann.
Die Maschine kann derart ausgebildet sein, dass entweder Papierstreifen verwendet werden, die von Rollen abgerollt und über die Platte geführt werden, oder in einem Be hälter zusammengefaltete Streifen mit pa rallelen Querfalten oder auch übereinander liegende, durch Längsfalten verbundene, zu- sammengelegte Streifen. Dabei können Ein richtungen zur wahlweisen Verwendung von quer zu den Papierstreifen oder in Richtung der Papierstreifen liegenden Kohlepapieren vorgesehen sein. Ferner kann die Maschine mit Trennmessern zum Aufschlitzen längs gefalteter Papierstreifen in den Längsfalten, mit einer Vorrichtung zum Glätten der Querfalten der Papierstreifen und mit Ein richtungen zum Zuführen und zum Abtren nen von Papier und Kohlepapier versehen sein.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung darge stellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Ma schine. in der der Deutlichkeit halber un wesentliche Teile fortgelassen sind.
Fig. 1 < zeigt einet: Papierstreifenbehäl- ter, aua welchem ein Teil des längsgefalte ten Papierstreifens fertig zum Einführen in die Maschine herausgenommen ist; Fig. 2 ist eine Unteransicht des vordern Teils des Plattenrahmens mit der Schreib platte und den angrenzenden Teilen; Fig. 3 ist ein Längsschnitt nach der Linie. 3-3 der Fig. 2: Fig. 4 zeigt im Schnitt das hintere Ende des Rahmens und in Ansicht eine daran an gebrachte Vorrichtung; Fig. 5 ist eine der Fig. 3 ähnliche An sicht, bei der jedoch einzelne Teile eine an dere Lage einnehmen; Fig. 6 ist eine ähnliche Ansicht, bei der jedoch einzelne Teile wieder in einer andern Lage dargestellt sind;
Fig. 7 zeigt eine Oberansicht der Schreibplatte eingestellt für die Verwen dung übereinanderliegender gefalteter Pa pierstreifen ohne Längsfalten und quer zu den Papierstreifen liegender Kohlepapier bänder; Fig. 8 ist ein Längsschnitt durch den hintern Teil der Fig. 7; Fig. 9 ist ein Querschnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 7 ; Fig. 10 zeigt schematisch die übereinan der geschichtete Anordnung der Papier- und Kohlepapierbänder über der Platte; Fig. 11 ist eine Seitenansicht des Plat tenrahmens, aus der besonders die Einrich tung zum Einsetzen der Kohlepapierrolle ersichtlich ist; Fig. 12 zeigt schaubildlich die vordere Befestigung der Kohlepapierrolle; Fig. 13 zeigt schaubildlich die Einrich tung zur Befestigung des Endes des quer gespannten Kohlepapiers an der Rolle;
Fig. 14 ist eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung zum Glätten der Papier streifen, Fig. 15 ist eine Oberansicht der Schreib platte, eingestellt zur Bearbeitung von zwei gleichen Papierstreifensätzen bei Verwen dung quergespannten, für beide Sätze Be- mneinsamen Kohlepapieres; Fig. 16 zeigt den Klemmbügel und die vordern Klemmen verbindenden Mechanis mus; Fig. 17 ist eine Oberansicht der Platte.
eingestellt für die Bearbeitung von durch Längsfalten verbundener Papierstreifen grösster Breite unter Verwendung einseitig eingespannter Kohlepapierblätter und einer Aufschlitzvorrichtung; Fig. 18 zeigt schaubildlich den Wagen mit Einrichtungen zur Befestigung der ein seitig eingespannten Kohlepapierblätter und der Aufschlitzmesser: Fig. 19 ist ein Schnitt durch die Schlitz- mnessers und das längsgefaltete Papierband; Fig. 20 zeigt eine Einzelheit des Wa gens; Fig. 21 veranschaulicht die Befestigung eines einseitig eingespannten Kohlepapier blattes an seinem Halter; die Fig. 22 und 23 zeigen die Befesti gung mehrerer Kohlepapierhalter übereinan der auf einer Stufe des Wagens;
in Fig. 24 ist ein Teil des Wagens mit zwei Kohlepapierhaltern dargestellt, wie sie angewandt werden, wenn bei längsgefalte tem Papier die Längsfalten nicht aufge schlitzt werden sollen, so dass die einzelnen Drucksätze das Original mit sämtlichen Ko pien nach dem Abschneiden von dem Strei fen mit den Längsfalten aneinanderhängen; Fig. 25 zeigt im Schnitt die Anordnung des Wagens für das Kohlepapier; Fig. 26 ist ein Querschnitt durch die Einrichtung nach Fig. 25;
Fig. 27 zeigt in Oberansicht die Einrich tung zur Begrenzung der Vorbewegung des Wagens, wenn der verbrauchte Teil des Kohlepapiers entfernt werden soll; Fig. 28 ist eine Oberansicht der Platte, eingestellt für zwei übereinandergeschich- tete Sätze von unverbundenen Papierstreifen bei Verwendung einseitig befestigter Kohle papierblätter; Fig. 29 ist ein Querschnitt dureli die Einrichtung nach Fig. ?8;
Fig. 3() zeigt eine Oberansicht der Platte, eingestellt für einen schmalen, längs gefalteten Papierstreifen mit einseitig be festigten Kohlepapierblättern und ohne S S chlitzmesser. Fig. 31 ist ein Querschnitt durch die Einrichtung nach Fig. 30 Fig. 32 zeigt eine Oberansicht der Platte mit Schlitzmessern für einen schmalen, längsgefalteten Papierstreifen; Fig. 33 zeigt dieselbe Einrichtung, ein gestellt für ein breites Band: Fig. 34 ist ein Querschnitt durch die Einrichtung nach Fig. 33 mit eingezogenem Papierband;
Fig. 35 zeigt in Oberansicht die Platte eingestellt für einen breiten, längsgefalteten Streifen mit doppelt soviel Lagen als Stufen am Kohlepapierwagen vorhanden sind. Die einzelnen Lagen sind dabei nacheinander ab gebrochen, um die Schichtung bei Ver wendung von zwei Kohlepapierblättern für ,jede Stufe zu veranschaulichen; Fig. 36 ist ein Querschnitt durch die Einrichtung nach Fig. 35; Fig. 37 zeigt ein Schlitzmesser beim Aufschlitzen einer Papierfalte; in Fig. 38 ist ein Rahmen für Papier rollen dargestellt, der hinten am Plattenrah men befestigt wird; Fig. 39 ist ein zu Fig. 38 gehöriger Längsschnitt. Die in Fis. 1 dargestellte Ma schine ist die im Handel als Elliott-Fisher bekannte Rechen- und Kopiermaschine.
Der Plattenrahmen 1 dieser Maschine, der auf einem Fussgestell 2 angebracht ist, trägt den in der Längsrichtung der Schreibplatte be weglichen Zeilenschaltrahmen 3. Auf diesem sitzt der Schreibwagen 4, der auf dem Rah men 3 quer zur Schreibplatte beweglich ist, das Ganze derart, dass bei Betätigung der Schreibtasten 5 die Buchstabenschaltung be wirkt wird.
Die Zeilenschaltbewegung des Rahmens 3 wird durch Betätigung des Zeilenschalt hebels f bewirkt, der auf den Zeilenschalt mechanismus 7 einwirkt. Dieser greift in die zur Zeilenschaltung dienenden Zahn tangen 8 an den Oberkanten des Rahmens 1 ein. Die Seitenteile des Rahmens 1 sind durch ein vorderes Querstück 9, ein hinteres Querstück 10 und ein mittleres Querstück 11 miteinander verbunden. Die Form des vordern Querstückes 9 ist aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich. Dieses ist mit zwei nach hinten vorstehenden Augen 12 versehen, in welche am vordern Ende der flachen Platte 14 nach unten vorstehende Stifte 13 ein greifen. Diese Platte 14 füllt den Rahmen zwischen den Seitenteilen und den Querstük- ken 9 und 11 aus.
Unter den Augen 12 sitzen auf den Stif ten 13 Federn 15, welche die Platte nach unten gegen zwischen der Platte und den Augen vorgesehene Unterlagsscheiben 16 drücken. Die Bohrungen dieser Scheiben sind etwas grösser als der Durchmesser der Stifte, um eine geringe Bewegung des vor- dern Teils der Platte zu ermöglichen, wenn der hintere Teil der Platte von den hintern Klemmen 17 nach unten abgehoben wird. Diese Klemmen sind durch Stücke 18 ein stellbar an dem Querstück 11 befestigt. Die Stücke 18 sind zur Aufnahme des Stückes 11 entsprechend ausgespart; sie werden in der jeweils eingestellten Stellung durch Stellschrauben 19 festgehalten.
Die Stücke 18 dienen als seitliche Führungen für da Papier. wenn der Platte von hinten zwischen den Stücken fortlaufende Papierstreifen zu geführt werden. Werden lose Papierbögen verwandt, so liegen diese mit ihren hintern Kanten gegen die Hinterkanten der Stücke 18 an; die Klemmen 17 dienen in beiden Fällen dazu, bei angehobener Platte das Pa pier festzuklemmen und während des Schrei!i- vorganges in seiner Stellung festzuhalten.
Am vordern Ende liegen über der Platte 14 die Klemmen 20, die an Winkelarmen ?1 befestigt sind, welche lose auf einer Quer welle 32 sitzen. Diese ist mit ihren Enden im Plattenrahmen gelagert. Die Klemmen 20 werden durch Federn '23 nach unten ge- c[rückt, die einerseits am Plattenrahmen, an derseits an kurzen Armen 24 angreifen, welche an den Armen 21 befestigt sind.
Mit der Oberkante des vordern Stückes < 1 arbeitet ein gleichzeitig als Abschneider und Klemme dienender Bügel zusammen, der längs der ganzen Vorderkante der Platte aber vor dieser angeordnet ist. Dieser Schneid- und Klemmbügel ist im Quer schnitt winklig geformt, um die Papierstrei fen respektiv Bögen zwischen dem Bügel und dem Stück 9 sicherer festklemmen zu kön nen. Vorne besitzt er eine Schneidekante 26, gegen welche die Streifen zum Abschneiden gezogen werden, nachdem sie über die Schreibfläche der Platte hinaus vorgezogen wurden.
Diese Behandlung der Papierstrei fen wird übrigens durch die Form des vor- dern Querstückes 9 erleichtert, das, wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, sich in der Mitte etwas senkt, um das Festhalten der vordern, unter dem nach vorn vorspringenden Teil des Schneid- und Klemmbügels liegenden En den der Papierstreifen zu erleichtern.
Der Klemm- und Schneidbügel 25 ist an schwingbaren Armen 27 angebracht, die fest auf der Welle 22 sitzen, an welcher ausser dem nach hinten gerichtete gegabelte Arme 2S, und nach unten gerichtete, in einer Rich tung unter der Wirkung von Rückzugsfe dern 30 stehende Arme 29 befestigt sind. Die Federn 30 greifen mit ihrem hintern Ende an Winkelhebeln 31 an, die zum An heben der Platte dienen und auf einer un ter dem hintern Teil der Platte befestigten Querwelle 32 sitzen. An den den Angriffspunk ten der Federn 30 entgegengesetzten Enden der Winkelhebel 31 sind Rollen 33 ange bracht, welche gegen die Unterseite der Platte anliegen und deren hinteres Ende in gehobener Stellung beim Schreibvorgang ge gen die hintern Klemmen 17 drücken.
An der Welle 32 greifen ferner zwei Hebel 35 an, die mit den Armen 28 durch Schlitze und Stifte 34 und in der Mitte miteinander durch eine Querstange 36 verbunden sind, auf welcher ein Bügel 37 schwingbar ge lagert ist, der mit seinen vordern Enden un ter die Welle 22 greift. Das hintere Ende des Bügels 37 ist mittelst einer Kette 38 mit einem am Gestell 2 angebrachten Fusstritt 39 verbunden.
Es ist nun ersichtlich, dass beim Herabdrücken des Fusstrittes durch den die Maschine Bedienenden der Bügel 37 heruntergezogen wird, wobei die Welle 22 als Drehpunkt dient und die Kraft durch die Stange 36 auf die Hebel 35 übertragen wird, so dass diese heruntergedrückt werden und mittelst der Arme 28 die Welle 22 drehen; dadurch wird der Klemm- und Schneidbügel 25 angehoben, da die Arme 27 hinreichend weit nach oben schwingen . (siehe Fig. 5). so dass der Maschinenschreiber die vordern Enden der Papierbänder zum Vorziehen er fassen kann. Vor dem Vorziehen müssen je doch noch die vordern und hintern Klemmen freigegeben werden.
Die vordern Klemmen 20 werden durch das Schwingen der Arme 21 freigegeben, welche die Klemmen von der Platte abheben. Zu diesem Zweck sind an den Armen Stifte 40 vorgesehen, die in Klinken 41 der Arme 27 eingreifen. wenn diese um einen bestimmten Winkel ge schwenkt worden sind. Nachdem die Klin ken 41 mit den Stiften 40 zur Berührung ge kommen sind, werden bei weiterer Bewegung dann die Arme 27 die Arme 21 und die vor- (lern Klemmen 20 gegen den Widerstand der Federn 23 anheben (Fig. 5 und 6).
Infolge der Anordnung schwingbarer Klinken 41 ist es möglich, nur eine der Klemmen 20 in der beschriebenen Weise freizugeben, die an dern dagegen festzuhalten. Es ist nämlich oft erwünscht, zwei Sätze von Papierstrei fen nebeneinander auf der Platte zu be schreiben.
Soll nur einer dieser Sätze vor geschoben, der andere dagegen in . seiner Stellung genau festgehalten werden, so wird einfach die eine Klinke 41 durch Urilegen ausser Tätigkeit gesetzt (Fig. 16), so dass bei der Bewegung des betreffenden Armes 27, wenn dieser normalerweise . die zuge hörige Klemme anhebt, die Klinke mit dem Stift 40 nicht in Berührung kommt, son dern leer vorbeigeht und die Klemme in herabgedrückter Stellung lässt, während der Bügel 25 sich weiter hebt und die Klemme ?0 an der andern Seite der Platte ebenfalls gehoben wird. Zum Freigeben der hintern Klemmen 17 wird die Platte herabgedrückt.
Zu diesem Zwecke sind an der Unterseite der Platte Hebel 42 vorgesehen, die nach innen an. den Hebeln 35 vorstehende Stifte 43 um fassen. In der Ruhelage sitzen die Stifte 43 oben in den Schlitzen dieser Hebel, so dass bei der Abwärtsbewegung des Bügels 37 zum Anheben des Klemm- und Schneidbü gels 25 in die in Fig. 5 dargestellte Stellung die Stifte 43 zunächst leer durch die Schlitze hindurchgehen, bis sie das Ende ihres toten Ganges erreichen, wenn die Klinken 41 in Berührung mit den Stiften 40 kommen.
Wenn also der Klemm- und Schneidbügel die in Fig. 5 gezeichnete Stel lung erreicht hat, werden bei weiterem Her abdrücken des Fusstrittes 39 sowohl die vor- dern, als auch die hintern Klemmen 20 bezw. 17 freigegeben, und zwar durch Ab heben der Klemmen 20 von der Platte und durch Absenken der Platte von den Klem men 17. Die Oberkante des Qüerstückes 11 liegt wesentlich tiefer als die Klemmen 17 und die Schreibfläche der Platte, so dass die hintern Klemmen Öffnungen bilden, durch welche die Papierstreifen frei eingeführt werden können, wenn die Platte von den Klemmen 17 etwas abgesenkt wird.
Es ist vorteilhaft, wenn nach dem An heben des Bügels 25 und der vordern Klem men 20 Einrichtungen vorhanden sind, wel che dem Maschinenschreiber einen Anhalts punkt geben, wie weit er die Streifen zum Abschneiden vorzuziehen hat. Zu diesem Zweck sind an federbelasteten Winkelhe beln 45 Einstellarme 44 befestigt, deren Stellung durch Stellschrauben 46 veränder lich ist. Beim Vorziehen des Papieres ra gen die Arme 44 über die Kanten der Strei fen hinaus und zeigen so dem Maschinen schreiber an, wie weit er das Papier vorzie hen muss, um genaues Abschneiden der Bö gen zu erzielen, wenn der Bugel 25 gesenkt wird und die Bögen längs der Schneide kante 26 abgeschnitten werden.
Seitwärts des Plattenrahmens sind auf Wellen 49, die vorn und hinten in Lagern 50 und 51 drehbar gelagert sind die Kohlepapierrollen 47 und 48 vorgesehen (Fig. 7). Die Rollen sind auf Spulen 52 aufgerollt, die mit Befestigungsringen 53 zum Befestigen der Enden der Kohlepa- pierbänder 54 an den Spulen versehen sind. Um ein Drehen der Spulen auf ihren Wel len zu verhindern, sind die Wellen und ent sprechend die Bohrungen der Spulen recht- oder vieleckig ausgebildet. An den Enden der Kohlepapierrollen 4 7 sind Seitenschei ben 55 auf den Wellen vorgesehen, um glat tes Auf- und Abwickeln der Kohlepapier bänder zu gewährleisten.
Um das Einsetzen der Kohlepapierrollen zu erleichtern, sind die hintern Lager 51. um horizontale Achsen 56 schwingbar angeord net (siehe Fig. 9), so dass die Wellen ge neigt werden können (siehe Fig. 11), um ihre vordern Enden aus den Lagern 50 her ausnehmen zu können. An diesen Lagern sind daher Federlaschen 57 vorgesehen, wel che normalerweise die Wellen in den Lagern festhalten und dabei in eine winklige -Ring kerbe _ 58 der Wellen eingreifen, um eine achsiale Verschiebung der Wellen zu verhü ten, ohne ihre Drehung unmöglich zu ma chen. Diese Laschen 5 7 setzen der Drehung der Wellen einen gewissen Widerstand ent gegen und verhindern dadurch lockeres Durchhängen des Kohlepapiers.
Dieser Wi- derstand kann durch Festklemmen der hin- tern La;-,er 51 auf den Wellen mittelst Klemmschrauben 59 (siehe Fig. 9) beliebig vergrössert werden. Die Kohlepapierbänder werden von Gier Rolle an einer Seite der Platte auf die Rolle an der andern Seite ab gerollt, wie aus den Fig. 9 und 10 deutlich ersichtlich ist.
Dabei werden eine Reihe von Kohlepa- pierbä.ndern durch Betätigung der Hand rädchen 60 an den vordern Wellenenden von der einen Rolle auf die andere gebracht. Der Teil der Bänder über der Platte ist von den Papierstreifen a durchschossen. Die Teile des Kohlepapiers zwischen der Platte und den Rollen sind durch längliche Öffnungen 61 in den Seitenteilen des Plattenrahmens hindurch Lind über Führungen 62 geführt, die an den Rahmenseitenteilen befestigt und von den Öffnungen 61 in einem Winkel zur Schreibfläche aufgebogen sind (Fig. 9).
Oben haben sie eine abgerundete Kante 63, um das Kohlepapier glatt über die Stelle zu führen, wo es zwischen Schreibplatte und Spulen aus der wagrechten Ebene in die schräge Ebene übergeht. Da das Kohlepa pier abgenutzt wird, muss der verbrauchte Teil von Zeit zu Zeit entfernt und durch einen neuen ersetzt werden, wozu eine der Kohlepapierrollen gedreht wird, um das Band auf die eine Rolle auf- und von der andern Rolle abzuwickeln.
Unter Umständen ist es nicht erwünscht, beide Kohlepapierrollen zu gebrauchen, bei spielsweise, wenn bestimmte Teile des Origi nalschriftsatzes auf dem obersten Bogen nicht auf die Kopien oder einzelne der Kopien übertragen werden sollen, so dass Teile des Kohlepapiers ausgeschnitten werden müssen. Für diesen Zweck ist eine Kohlepapier klemme 64 mit ihrem hintern Ende aussen am Rahmen schwingbar angebracht, vor teilhaft an der rechten Seite der Maschine (Fix. 7 und 11). Diese Klemme besteht aus Federmetall und hat eine Krümmung nach aussen, durch deren Überwindung sie fest an die Seite des Rahmens angedrückt wird, wobei ihr vorderes Ende in einen Halter 65 eingeschoben ist.
Zur Freigabe der Klemme braucht man diese nur hoch und aus dem Halter herauszuheben, wobei die Klemme nach aussen schnellt und das Kohlepapier freigibt. Nach dem Anlegen hält die Klemme das Kohlepapier wieder fest. Die untere Kante 66 der Klemme ist als Messer ausgebildet, so dass der verbrauchte Teil des Kohlepapiers abgeschnitten werden kann.
Fig. 7 zeigt die Maschine eingerichtet für die Verwendung von übereinanderliegenden. unverbundenen Papierstreifen. Dabei sind die Papierstreifen im Zickzack quergefaltet und in einem Behälter untergebracht, ähn lich wie in Fig. ja dargestellt, nur dass dort die einzelnen Streifen durch Längsfalten roch verbunden sind, während bei den in Fig. 7 dargestellten Papierstreifen diese Längsfalten fortfallen, so dass die einzelnen Papierstreifen vollständig voneinander ge trennt sind. In beiden Fällen jedoch weisen die Papierstreifen Querfalten auf. Werden die Papierstreifen nun von quergespannten Kohlenpapierbändern durchschossen, so müssten die hintern Kanten der Kohlepapier bänder die Papierstreifen voneinander tren nen und die Querfalten und Knicke darin glätten, wenn das Papier vorgezogen wird.
Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass das Kohlepapier dadurch leicht beschädigt wird und auch zum vollständigen Glätten des Pa piers nicht geeignet ist. Es ist daher eine Glätt- und Trennvorrichtung 67 für die Pa pierstreifen hinter der Platte vorgesehen, um die Falten glatt zu drücken und die Bän der zu trennen, ehe sie das Kohlepapier er reichen.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, werden die Papierstreifen nach dem Heraus ziehen aus dem Behälter über eine mit ein stellbaren Seitenscheiben 69 versehene Füh rungsrolle 68 geführt und gehen dann durch die Glätt- und Trennvorrichtung 67 und dar auf durehschossen von den quergespannten Kohlepapierbändern, über die Schreibplatte, wobei die Enden der Streifen gegen das vor dere Querstück 9 geklemmt und ihre Seiten kanten durch die vordern und hintern Plat tenklemmen geführt und festgehalten wer den.
Die Glättevorrichtung 6 7 besteht aus einer Anzahl von Trenn- und Glättescheiben <I>i0</I> , die die Platte ganz überqueren und an Seitenteilen 71 befestigt sind, welche bei 72 schwingbar an den Seitenteilen des Rahmens befestigt sind, um eine kleine Drehung der Vorrichtung zu ermöglichen, die durch einen an den Seitenteilen 71 befestigten und in Öffnungen 74 des Rahmens eingreifenden Halter 73 begrenzt ist (Fix. 8 und 14).
Wenn das Papier zwischen den Scheiben 70 hindurchgeht. werden Querfalten und Knicke glatt gedrückt und die Streifen von einander getrennt. so dass das Papier der Platte glatt und flach liegend zugeführt wird. ohne dass das Kohlepapier beschädigt oder das Papier beschmutzt wird.
Fig. 15 zeigt die Maschine eingerichtet für die Verwendung von zwei getrennten Sätzen von Papierstreifen, die nebeneinander aus ge, trennten Behältern über je eine mit Seiten- scheiben 76, respektiv 69, versehene Füh rungsrolle 75, respektiv 68, über die Platte geführt werden. Die Rolle 75 ist etwas vor und etwas über der Rolle 68 angeordnet. Die Anordnung getrennter Führungsrollen für die beiden Papierstreifen empfiehlt sich deshalb, weil unter Umständen die Streifen zu verschiedenen Zeiten vorgezogen werden sollen. Hieraus ist auch ersichtlich, warum die Betätigung der beiden vordern Klemmen 20 unabhängig voneinander vorgesehen ist.
Auf diese Weise ist es ermöglicht, den einen Papierstreifen frei zu geben und vorzuzie hen, während der andere festgehalten und an unbeabsichtigter Verschiebung verhindert wird.
Fig. 17 zeigt die Maschine eingerichtet zur Verarbeitung eines breiten, längsgefal teten Papierstreifens, dessen übereinanderlie gende Lagen also durch Längsfalten mitein ander verbunden sind. Die Verarbeitung derartiger Papierstreifen ist auf verschie dene Weise möglich. In manchen Fällen soll dlas Original mit den Kopien nach dem Ab schneiden vom Streifen zusammenhängen, um dann in einem weiteren Arbeitsgang oder von einer zweiten Person getrennt zu werden. In diesem Falle ist natürlich wegen der Längsfalten die Verwendung querge spannten Kohlepapiers nicht möglich; man muss dann einseitig eingespannte Kohlepa- pierbögen verwenden, die zwischen die ein zelnen Falten eingelegt und an ihrem hin fern Ende festgehalten werden.
In andern Fällen ist es erwünscht, längsgefaltetes Pa pier zu verwenden, ohne dass das Original mit den Kopien nach der Fertigstellung des Schriftsatzes und nach dem Abschneiden vom Streifen zusammenhängen soll. Für die sen Fall ist eine Einrichtung zum Aufschlit zen der Längsfalten der Papierstreifen vor gesehen. lach dem Aufschlitzen können natürlich sowohl quergespannte als auch einseitig festgehaltene Kohlepapierbögen be nutzt werden. Die dargestellte Schreibma schine ist für alle diese Möglichkeiten einge richtet.
An der Seite des Rahmens sind hinter dem Querstück 11 zwei Führungsstangen 77 angebracht (Fig. 4 und 17), auf welchem ein Wagen 78 mit Vorrichtungen zum Be festigen der Kohlepapierbögen und zum Aufschlitzen des Papiers gleitet (Fig. 18). Der Wagen hat eine Vorderwand 79 und eine Rückwand 80, durch deren Öffnungen 81 die Führungsstangen 77 hindurchgehen, auf denen der Wagen beweglich ist. Die Sei tenteile 82 des Wagens 78 sind durch Be festigung der Kohlepapierhalter 88 treppen- förmig abgestuft; auf diese Weise können die Halter übereinander angeordnet werden, so dass sie mit den Lagen des Papierstrei fens abwechseln.
Die einseitig einzuspannen den Kohlepapierbögen werden mit ihren hin- tern Enden an ihren Haltern mittelst der Klemmen 84 befestigt. Werden zahlreiche Kohlepapierbögen gebraucht, so können auf jeder Stufe der Wagenseitenteile zwei Hal ter befestigt werden (siehe Fig. 18 und 23). Jeder Halter 83 besitzt einen Stift 85 zur Befestigung der Klemmen 84, der in ein Loch 86 der Seitenteile eingesteckt wird.
Werden zwei Halter auf einer Stufe be festigt, so geht der Stift durch Gabelungen der Halterenden hindurch.
Um verschieden breites Papier verwenden zu können, ist einer der Teile 82 oder sind auch beide seitlich verstellbar; zu diesem Zweck sind besondere Löcher 88 für die Be- festigungsschrauben dieses Seitenteils vorge sehen (siehe Fig. 18).
An der Rückseite des Wagens 78 sind Führungsstücke 89 für das Papier vorgesehen. mit je einem seitlichen Führungssteg 90, obern und untern Armen 91 und 92, die über bezw. unter den Papier streifen greifen, und mit einem geschlitzten Schenkel 93, der gegen die Rückwand 8(1 anliegt und durch eine Stellschraube 94 ein gestellt wird. Ein Ansatz 95 jedes Füh rungsstückes greift je in einen Schlitz der Wand 80 ein und verhindert so eine Dre hung der Führungsstücke um die Stell schraube (Fig. 20). .
Diese Führungsstücke 89 können entspre chend der Einstellung der Teile 82 für die Kohlenpapierhalter, die ebenfalls zur Füh- rang des Papierstreifens dienen, eingestellt werden. In der Wand 80 sind deshalb noch besondere Öffnungen für die Stellschraube 94 und den Ansatz 95 eines der Führungs stücke vorgesehen. Zwischen den Führungs stücken 89 und den Seitenteilen 82 des Wa gens 7 8 sind auf jeder Seite eine Reihe von Schlitzmessern 96 angebracht, welche beim Vorziehen des längsgefalteten Papierstrei fens das Papier in den Längsfalten auf- sehlitzen (Fig. 37).
Wie Fig. 18 zeigt, bestehen die Schlitzmesser aus rückwärts- und ein wärts gebogenen Stäben 96a, die an Platten 96b befestigt sind. Diese Plat ten besitzen Löcher zur Aufnahme von zwei senkrechten Bolzen<B>97,</B> und sind durch Scheiben 98 voneinander getrennt, die vor teilhaft an der Unterseite der Platten be festigt sind. Die Schlitzmesser werden nach dem Aufreihen auf die Bolzen 97 durch auf die Bolzenenden aufgeschraubte Klemmut- tern 99 befestigt. Die Bolzen 9 7 jedes Mes sersatzes sitzen an einer Grundplatte 100, an welcher sich Stifte 101 befinden, die in Schlitze 102 des Wagens 7 8 hineinragen. Durch Aufschrauben von Klemmuttern 103 (Fig. 20) auf zwei dieser Stifte wird die Grundplatte 100 nach dem Ausrichten der Messer festgestellt.
In dem Wagen sind au sserdem noch weitere Schlitze 102 vorge sehen, welche es ermöglichen, einen Messer satz entsprechend der Einstellung der Wa genseitenteile und der Führungen für den Papierstreifen näher gegen die Mitte des Wagens zu einzustellen. Die Stäbe 96a müs sen natürlich beiderseits des Wagens gleich weit zurück stehen und an ihren Enden zu rückgebogen sein, damit sie nicht in das Papier eindringen. Diese Stäbe werden zwi schen die Lagen des längsgefalteten Papier streifens eingesetzt. Sie schlitzen dann die Längsfalten auf, so dass das Papier beim Vorziehen aufgetrennt wird, ehe es die Koh lepapierhalter erreicht.
Die Schlitzvorrichtung wurde in Ver bindung mit dem Wagen für einseitig ein gespanntes Kohlepapier dargestellt. Aus Fig. 17 ist zu ersehen, dass sich die Kohle papierhalter über die ganze Breite des Wa gens erstrecken. Dies ist möglich, weil ja je nach dem Aufschlitzen des längsgefalteten Papiers sowohl einseitig gespannte Kohle papierbögen, als, auch quergespannte Bögen verwendet werden können; gewöhnlich wird dabei quergespanntes Kohlepapier vorzuzie hen sein.
Fig. 32 zeigt die Maschine eingerichtet für die Verwendung von schmalem, längsge faltetem Papier, welches aufgeschlitzt wird, wobei quer über das Papier hinüberreichende Kohlepapierhalter verwandt sind. Fig. 3 und 34 zeigen die Maschine eingerichtet zur Verarbeitung von längsgefaltetem Papier ohne Aufschlitzung und wobei zehn Kopien erhalten werden können, so dass nach dem Abschneiden vom Streifen das Original mit den zehn Kopien zusammenhängt. Die Schlitzvorrichtung ist dabei natürlich fortgelassen und die Kohlepapierhalter müs sen in den halten endigen, können also nicht durchgehen. Bei Verwendung längsgefal teten Papiers ohne Aufsehlitzung können also die Halter nur an einem Ende befestigt sein, da das andere in einer geschlossenen Falte liegt.
Das ist deutlich aus den Fig. 24, 31 und 34 ersichtlich. Wie aus Fig. 24 z u ersehen ist, sind die Kohlepapierhalter 83a, die nur an einem Ende befestigt sind, mit ,je zwei Stiften 83b versehen, die in Löcher 83c der Wagenseitenteile eingesteckt sind.
Bei Verwendung, von einseitig befestig tem Kohlepapier handelt es sich meist um besondere lange Bögen, die von Zeit zu Zeit verschoben werden müssen, um alle Teile des Kohlepapiers auszunutzen. Zu diesem Zweck ist der Wagen längs seiner Führung- stangen verschiebbar, so dass nach Ab nutzung des vordern Teils des Kohlepapier:: alle Bögen vorgezogen und abgeselinitten werden können.
Um dies zu erleichtern, ist an einer läng einer Seite des Plattenrahmens angebrachtes, Zahnstange<B>105</B> (Fig. 1, 25, 26 und 27) ein Halter 10.1 einstellbar befestigt. Eine an dein Halter angebrachte Federklinke<B>IM;</B> greift in die Zahnstange ein. Der Halter 104 ist ferner mit einem über eine Skala 108 ragenden Zeiger 107 versehen. Mittelst der Federklinke 106 kann der Halter vor- oder rückwärts verstellt werden, um den Wagen nach eileer bestimmten Vorbewegung anzu halten, so dass genau die richtige Länge des Kohlepapierbandes abgeschnitten und durch ungebrauchtes Kohlepapier ersetzt wird.
Die Art und Weise des Zusammenwir kens des Halters 104 mit dem Wagen kann verschieden sein; vorteilhaft bildet der Hal ter einen Anschlag 108' (Feg. 27) und sitzt auf einer der Führungsstangen des Wagens unmittelbar vor diesem.
Nach dem Anbringen der einseitig be festigten Kohlepapiere wird der Papierstrei fen aus dem Behälter heraus über das hin tere Querstück 10 und zwischen den vor stellbaren Führungen l0a durchgezogen: diese Führungen haben vorteilhaft Ansätze 1ob zum Anbringen einer zweiten Stange 10)c, die mit einer oder mehreren einstell baren Führungen 10d versehen ist und über welche ein zweiter Papierstreifen geführt wird, wenn mehrere Streifen verwendet werden sollen, beispielsweise Streifen ver schiedener Breite (Feg. 28). Die Papierstrei fen könnten auch von Rollen 109 abgerollt werden, die in einem Rollenrahmen 110 an geordnet sind, welcher mit Führungsrollen 111 ausgerüstet ist, über welche das Pa pier von den Rollen der Platte zugeführt wird.