CH136710A - Schlagmühle mit geschlossenem Gehäuse. - Google Patents

Schlagmühle mit geschlossenem Gehäuse.

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CH136710A
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housing
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Inventor
Hartstoff-Metall A G Hametag
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Hartstoff Metall Ag
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  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description


  Schlagmühle mit geschlossenem     Gehäuse.       Den Gegenstand der Erfindung bildet eine  Schlagmühle mit geschlossenem Gehäuse, die       gegenüber    den bisher bekannt gewordenen  Schlagmühlen wesentliche Verbesserungen  aufweist.  



  Die üblichen Schlagmühlen mit einem  Gehäuse, dessen Wandung zum Teil durch  Siebe gebildet wird, gestatten nur eine  mässige Zerkleinerung des Mahlgutes, da  feinere Siebe viel zu empfindlich sind, um  für den genannten Zweck benutzt zu werden,  ausserdem aber auch in kurzer Zeit verstopft  sein würden.  



  Bei einem geschlossenen     Mühlengehäuse,     bei dem die Entfernung der feinsten Teil  chen nicht ohne weiteres erfolgt, bilden diese  nach einiger Zeit des     Mahlens    eine Art  Kissen für die gröberen Teile, so dass die auf  letztere ausgeübte Zerkleinerungswirkung, sei  es durch das Auftreffen der Schläger, durch den       Cregenprall    gegen die Wand oder im gegen  seitigen Zusammenstoss abgeschwächt und  schliesslich aufgehoben wird. Auch eine zweite    Erscheinung macht sich bemerkbar, die die  weitergehende Zerkleinerung des Mahlgutes  verhindert.

   Von einer gewissen Kleinheit des  Mahlgutes an, die von der Art des verar  beiteten Werkstoffes, seinem spezifischen  Gewicht, der Form der entstehenden Teilchen,  der Bauart und der Umlaufgeschwindigkeit  der Mühle abhängt, werden die von den  Schlägern ausgeteilten Schläge auf das Mahl  gut schwach und schwächer, da die Teilchen  immer mehr zu einer kreisenden Bewegung  an der Gehäusewand entlang gelangen. Die  dann noch auftretende Zerkleinerung ist sehr  gering und in der Hauptsache wohl nur auf  die gegenseitige     Zerreibung    der Teilchen  untereinander oder an der Gehäusewand  zurückzuführen.  



  Um diese Nachteile zu beseitigen oder  doch     herabzumindern    ist bei der Schlagmühle  gemäss der Erfindung das Gehäuse im obern  Teil seitlich ausgebaucht und im untern Teil  bis an die Bahn der Schläger zusammenge  zogen und zweckmässig so gestaltet, dass es      im obern Teil einen genügenden Spielraum  für das Ausweichen der Teilchen bietet.  



  Dadurch wird den einzelnen     Mahlgutteil-          chen    Gelegenheit geboten sich nach der auf  das Mahlgut erfolgten Einwirkung des  Schlägers aus der Bahn desselben zeitweilig  zu entfernen, indem nach der Zertrümmerung  des Mahlgutes durch den Schläger die ein  zelnen Teilchen das Bestreben haben ausein  ander zu fliegen. Darnach kehren die Teil  chen erneut in die Kreisbahn des Schlägers  zurück, um wiederum der Einwirkung des  selben unterworfen und weiter zerkleinert zu  werden. Dabei wird die     Anhäufung    der       Mahlgutteilchen    in der Bahn der Schläger  vermindert und die Kissenwirkung der klei  neren Teilchen erheblich herabgesetzt.

   Ausser  dem aber wird auch die     kreisende    Bewegung  der Teilchen im Gehäuse durch die Entfernung  der     Mahlgutteilchen    aus der Bahn der Schläger  in erheblichem Umfange verhindert.  



  Auf diese Weise gelingt es nicht nur den  Wirkungsgrad zu erhöhen, sondern auch die  Feinheit des Mahlgutes erheblich zu steigern.  Man ist sogar in der Lage, zähe und feste  Metalle bis auf einen beträchtlichen     Klein-          beitsgrad    zu zermahlen.  



  Die Ablenkung der Teilchen aus der  Schlägerbahn kann ferner noch durch beson  dere Mittel; zum Beispiel die     Anbringung     besonderer Leitflächen bewirkt oder gefördert  werden. Bei hinreichender Feinheit der Teil  chen können auch Luft- oder Gasströmungen  innerhalb des Gehäuses für die     Ablenkung     benutzt werden.  



  Die Umschliessung der Schlägerbahnen  durch das Gehäuse mit den vorstehend er  wähnten Spielräumen eröffnet ferner die  Möglichkeit, einen Windstrom zum Austragen  des Mahlgutes aus der Mühle mit besonderem  Erfolge anzuwenden. Man ist ferner in der  Lage, mit gutem Erfolg bereits im Mühlen  gehäuse eine Sichtung der feineren von den  gröberen Teilchen vorzunehmen-     nnan    kann  aber auch mit mässiger Windstärke soweit  gelangen, dass man das Gehäuse selbst bei       Vermahlung    spezifisch schwerer Stoffe wie  zum Beispiel Metalle, vollkommen     leerbläst.            Man    kann natürlich auch alle Zwischen  stufen erreichen und daher auch die Vorteile  erzielen, die im Dauerbetrieb das Fahren mit  einem scharf ausgeblasenen Gehäuse mit sich  bringt.

    



  Anderseits gestattet das mit Spielraum  ausgebildete Gehäuse die Aufnahme grösserer       Mahlgutmengen    bei einer bestimmten Leistung  an der     Mühlenwelle,    da ein Teil des Mahl  gutes ständig dem Bereiche der Schläger  entrückt ist und erst allmählich dorthin  wieder zurückkehrt. Man erzielt dadurch ein  gleichmässigeres Drehmoment an der Mühlen  welle und geringere Kraftschwankungen im  Antriebe bei wechselnder Beschickung.  



  In der Praxis werden sich naturgemäss  die einzelnen Vorgänge in der Mühle nicht  so scharf voneinander getrennt entwickeln,  wie sie oben geschildert sind, vielmehr wird  in den meisten Fällen eine gegenseitige  Überdeckung stattfinden, beispielsweise wird  ein Teil des Mahlgutes bei den gebräuchlichen  Schlagmühlen noch     zerkleinert        werden,währ±nd     ein anderer Teil bereits die als schädlich er  kannte kreisende Wirkung im Gehäuse aus  führt. Da bei der kreisenden Wirkung eine       nennenswerte    Zerkleinerung nicht mehr statt  findet, gleichwohl aber für ihre Erzeugung  ein sehr beachtlicher Kraftaufwand erforder  lich ist, so bedeutet die Vermeidung oder  Verringerung des letzteren eine erhebliche  Verbesserung des Wirkungsgrades der Mühle.  



  Durch die bereits erwähnte Schleifwirkung,  der die einzelnen Teile beim Kreisen im  Gehäuse ausgesetzt sind, durch ihr Abrollen  an der Wandung und dergleichen wird aber  auch gleichzeitig bei zahlreichen     Stoffen    eine  Veränderung des einzelnen Pulverkornes  hervorgerufen, indem es eine Abrundung er  fährt. Diese ist häufig nicht nur überflüssig,  sondern vielfach auch unerwünscht und  schädlich, insbesondere bei Metallpulvern wird  häufig eine möglichst zackige und zerfetzte  Form des einzelnen Pulverteilchens gefordert.  



  Die Erfindung bringt daher für diesen  Fall auch noch eine nützliche Beeinflussung  der Form der einzelnen Teilchen zustande.      Bei zweckentsprechender Führung des       Blasstromes    im Gehäuse kann dieser auch  noch gleichzeitig dazu benutzt werden, die  Abweichung der Teilchen aus der Bahn der  Schläger zu bewirken oder zu fördern.  



  Die Erfindung kann bei den verschiedensten  Arten von Schlagmühlen Verwendung finden,  sei es, dass sie mit einer Welle arbeiten oder  mehrere gleich- oder gegenläufig umlaufende  Wellen benutzen.  



  Die     Fig.    1-3 veranschaulichen ein Aus  führungsbeispiel der Erfindung in schemati  scher Darstellung.  



       Fig.    1 zeigt einen senkrechten Längs  schnitt;       Fig.    2 einen senkrechten Querschnitt  durch die Mühle, und       Fig.    3 veranschaulicht eine     Prallplatte    in       .Aufsicht.     



  Die schnellgedrehte Welle 1 trägt die  Schläger 3 und 4. Diese werden durch ein  dreiteiliges Gehäuse umschlossen, das sich  aus einem Mittelteil 5 und den seitlich     da-          egen        geschraubten    Deckeln 6 und 7 zusam  mensetzt. Der eine dient gleichzeitig für die  Aufnahme der Lager der Welle 1. Die  Deckel 6 und 7 sind in ihrem oberen Teile  ausgebaucht, so dass sie die Hohlräume 8  und 9 umschliessen. Nach unten hin sind die  Deckel 6 und 7 zusammengezogen bis auf  die Breite des Mittelteiles 5.

   Die Mahlgut  teilchen können infolgedessen insbesondere im  obern Teil des Gehäuses seitlich bequem  ausweichen, herunterfallen und werden durch  die schräggestellten Wände im untern Teile  in die von den Schlägern 3 und 4     bescbrie-          benen    Bahnen zurückgelenkt, um un  ten erfasst und hochgeschleudert zu wer  den. In die Räume 8 und 9 hinein mün  den die Stutzen 10 und 11, die an die  Deckel 6 und 7 angegossen sind und zur  Durchleitung eines     Austragewindes,    sowie  zur Beschickung der Mühle mit Frischgut  benutzt werden können. Die Welle 1 ist  hier derartig in dem Gehäuse gelagert, dass  die Schläger 3 und 4 dicht bis an den untern  Teil des Gehäuses 5 heranreichen, um das  dort abgelagerte Mahlgut möglichst restlos    zu erfassen.

   Im obern Teile ist der Abstand  der Schlägerenden zur Wandung etwas grösser  gehalten, weil dies für das Ausweichen der  Teilchen aus der Schlägerbahn vorteilhaft  ist.  



  Die seitliche Ablenkung der letzteren     aus     der Bahn der Schläger wird hier noch durch  schräggestellte Anlaufflächen unterstützt. Es  ist zu diesem Zweck im Gehäusemittelteil 5  eine Platte 12 angeordnet, die in der Auf  sicht aus     Fig.3    zu entnehmen ist. Ihre  schräggestellten Seitenflächen lenken das  dagegen geführte Mahlgut nach rechts und  links in die Hohlräume 8 und 9 ab.  



  Die     Vermahlung    in der Mühle kann in  der Weise vor sich gehen, dass man     eine     bestimmte Menge Mahlgut     hineinfüllt    und  bis zu der gewünschten Feinheit zerkleinert,  um es dann in der Gesamtheit durch Aus  blasen oder durch Entnahme aus einer hier  nicht gezeichneten Klappe zu entfernen. Die  Beschickung und Austragung kann jedoch  auch ununterbrochen erfolgen, indem ein       Blaswind    durch die Öffnungen 10 und 11  ein- beziehungsweise abgeleitet wird. Auch  kann man für diesen Zweck noch in der  Mitte des Körpers 5 eine     Öffnung    anbringen  und beispielsweise von beiden Seiten her  einblasen und nach der Mitte hin ausblasen  oder umgekehrt.

   Die in den Räumen 8 und  9 und auch die zwischen den Schlägern 3  und 4 herumfliegenden     Mahlgutteilchen    er  füllen verhältnismässig grosse Räume. Die  Zahl dieser     Mahlgutteilchen    auf die Raum  einheit bezogen ist verhältnismässig gering.  Es gelingt deshalb, die Einwirkung des  Windstromes besonders wirksam zu ge  stalten.  



  Dies gelingt um so besser, als durch die  Anordnung der     Öffnungen    in den ausgebauch  ten Deckeln eine allmähliche Veränderung  der Geschwindigkeit der ein- und ausströ  menden Windmengen erfolgt. Anderseits wer  den aber auch Verstopfungen der im obern  Teil angeordneten Stutzen 10 und 11 ver  mieden. Dabei werden feine     Mahlgutteilchen     durch den     Blasstrom    aus der Bahn der  Schläger abgelenkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schlagmühle mit geschlossenem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse im obern Teil seitlich ausgebaucht, im untern Teil bis an die Bahn der Schläger zusammen gezogen ist, so dass die Mahlgutteilchen im obern Teil seitlich ausweichen können, worauf sie beim Herabgleiten in den untern Teil dem Wirkungsbereich der Schläger wieder zuge führt werden. UNTERANSPRüCHE 1. Schlagmühle nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an der obern Gehäusewand Leitflächen angeordnet sind, durch die die Mahlgutteilchen nach den seitlichen Ausbauchungen des Gehäuses hin abgelenkt werden. 2.
    Schlagmühle nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Öffnungen für den Ein- oder Austritt des Blaswindes im obern Teil der ausgebauchten Gehäuse seitenwände angeordnet sind, so dass der Blaswind sich über den ganzen durch die Ausbauchungen vergrösserten Mühlenquer- schnitt unter allmählicher Verlangsamung seiner Geschwindigkeit verteilt.
CH136710D 1928-01-14 1929-01-08 Schlagmühle mit geschlossenem Gehäuse. CH136710A (de)

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