CH136735A - Auspuffleitung an mehrzylindrigen Verbrennungsmotoren. - Google Patents

Auspuffleitung an mehrzylindrigen Verbrennungsmotoren.

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CH136735A
CH136735A CH136735DA CH136735A CH 136735 A CH136735 A CH 136735A CH 136735D A CH136735D A CH 136735DA CH 136735 A CH136735 A CH 136735A
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Vilhelm Haugsted Frederik
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Vilhelm Haugsted Frederik
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Description


      Auspuffleitung    an mehrzylindrigen Verbrennungsmotoren.    Bei mehrzylindrigen Verbrennungsmoto  ren, wo mehrere Zylinder in ein gemeinsa  mes     'Auspuffsammelrollr        auspuffen,    kann       din        Füllung    unvollkommen werden, so dass  das     Arbei'-svermö.gen    des Motors dabei ver  mindert wird. Die Ursache hierzu ist, dass  wenn einer der Zylinder am     Schlusse    seiner  Auspuffperiode ist, ein anderer Zylinder  eben seine Auspuffperiode beginnt.

   Da am  Anfang der     Auspuffperiode    in einem Zylin  der jeweils eine bedeutende Drucksteigerung  in den     Auspuffsammelrohren    des Motors  entsteht, so wird dann der Gegendruck in  dem Zylinder, dessen Auspuff eben seinem       Schlusse    nahe ist, vergrössert, so dass ein  Gasrest mit einem verhältnismässig hohen  Druck im Zylinder     zurückbleibt,,    wenn das  Auspuffventil des Zylinders geschlossen  wird.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist eine Auspuffleitung an mehrzylindrigen  Verbrennungsmotoren, bei welchen     mehrero          Auspuffsammelrohre    in einen gemeinsamen  Exhaustor     auspuffen,    durch den die Druck-    welle am Anfang     desi    Auspuffs in einem  Zylinder in einem     andern    Zylinder am     Ende;     des Auspuffs ein Absaugen bewirkt. Hier  durch erzielt man den Vorteil, dass der Zy  linder mit einer grösseren Menge Frischluft  gefüllt wird. wodurch die maximale Lei  stung des Motors vergrössert wird, da er  eine grössere Brennstoffmenge verarbeiten  kann.  



  Ist der Motor ein Viertaktmotor, so wird  der Abgasrest aus dem Kompressionsraum  abgesaugt. Ist der Motor ein Zweitaktmotor,  so wird die Spülung     verbessert.     



  Aus dem Exhaustor können die Abgase  durch ein     Auspuffableitrohr    abgeleitet wer  den, das sie entweder unmittelbar     an    die       Aussenuft    oder in einen Schalldämpfer, eine       Auspuffturbine    oder einen Auspuffkessel  führen     kann.    Die Auspuffturbine kann in  bekannter Weise einen Luftkompressor trei  ben, durch welche     die,    Ladung des Motors       vorkomprimiert    wird, so     d:ass    die Wirkung  der     Vorrichtung    dadurch noch erhöht wird.

    Der Motor kann mit mehreren Gruppen von           Auspuffsammelrohren    versehen sein, von  welchen jede die, Abgase an einen     besondern     Exhaustor abgibt.  



       Die    Zeichnung betrifft .drei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes.  



       Fig.    1 und 2     zeigen        Schwachfeder-Indi-          katordiagramme    von Motoren ohne     bezw.     mit Absaugen,       Fig.    3 und 4 die Kurbelwelle eines  sechszylindrigen Motors, in Seiten-     bezw.          Endansicht,          Fig.    5 einen schematischen Grundriss des  selben Motors,       Fig.    6 eine andere Anordnung der     Aus-          puffsammelrohre    an einem sechszylindrigen  Motor,

         Fig.    7 bis 9 einen achtzylindrigen Motor  in     denselben    Darstellungen wie     Fig.    3 bis<B>5).</B>  Das in     Fig.    1 dargestellte     Schwachfeder-          Indikatordiagramm    ist von einem Zylinder  eines     Viertaktmotors    mit sechs Zylindern  genommen, die in ein gemeinsames Auspuff  sammelrohr     auspuffen.    Das Auspuffventil  öffnet im Punkt 2, ein wenig vor dem Tot  punkt;

   der Druck im Zylinder, der in die  sem Zeitpunkt in einem Motor mit gewöhn  licher Belastung     etwa    3 Atmosphären ist,  sinkt sehr stark, während der Kolben von  der Lage 2 zu 3 und von der Lage 3 zu     =l:     geht. Das     Diagramm    zeigt die Kurve 3-1  als einen beinahe senkrechten Druckabfall  am Anfang des Auspuffhubs.

   Die     Kurv.,          4-5-J6        gibt    den Druck im Zylinder     w        äh-          rend    des Auspuffhubs an und es ist ersicht  lich, dass der     Druck    sich     während    etwa der  ersten zwei Drittel des Hubs von 4 bis 5  einigermassen eben hält,     wogegen    der Druck  nach dem     Punkt    5 bedeutend steigt, und  erst im allerletzten Teile der Auspuffperiode  vor dem Totpunkt 6 ein Druckgefälle ein  tritt, weil der     Gegendruck    im Auspuffrohr  wieder fällt und der Kolben sich immer we  niger bewegt.

   Der durch die Strecke 5-6  des Diagramms vertretene, vergrösserte Ge  gendruck     rührt    von einem andern Zylinder  her, in dem der Auspuff eben anfängt. Die  Kurve 6-7 des Diagramms entspricht der       Einsaugperiode,    die in gewöhnlicher Weise    verläuft. Die Kurve 7-8-1 entspricht der  Kompression. Die in     Fig.    1 durch die Kur  venstrecke 5-6 vertretene Drucksteigerung  bedingt eine schlechte Füllung des Zylin  ders bei Motoren mit mehreren Zylindern,  wo ein Übergreifen des Auspuffs einzelner  Zylinder stattfindet.  



       Fig.    2 ist ein Diagramm, das einem Zy  linder eines sechszylindrigen     Viertakt-Ver-          brennungsmotors    mit einer     Auspuffleitung     gemäss der Erfindung entspricht. Im Dia  gramm sind dieselben     Bezeichnungen    wie in       Fig.    1 benutzt und der Druckverlauf nach  der Kurve 3, 4, 5 ist gleich geblieben.

   Der  Unterschied zeigt sich in der Kurve 5-6,  die stark fällt, weil dieselbe Druckwelle,  die im Diagramm nach     Fig.    1 eine Druck  steigung am     Schlusse    der Auspuffperiode       bewirkte,    nun mit ihrer Saugwirkung einen       Unterdurck        bewirkt,    so dass der Druck am  Ende der Auspuffperiode, wie aus     Fig.    2  ersichtlich, unter den     Einsaugdruck    gesun  ken ist. Hierdurch kommt die     Einsauglinie     ,am Anfang des folgenden     Einsaughubs    hö  her als die Auspufflinie zu liegen, wodurch  am Punkt 6 ein Auge zwischen den Kurven       entsteht.     



  In der sechszylindrigen Maschine nach       Fig.    '3-5 sind die Zylinder und zugehörigen       Kurbelkröpfungen    mit den Nummern 1--6  bezeichnet. Bei der angegebenen Kurbelstel  lung wird eine gute     Ausbalancierung        lind,     wenn die Zündfolge der Zylinder 1, 3, 5, 6,  4, 2 ist, ein Mindestmass von Drehschwin  gungen erreicht. Der Motor hat zwei     Aus-          puffsammelrohre        a,    und b. Die Zylinder 2,  3, 6 puffen in -das     Auspuffsammelrohr    a  und die Zylinder 1, 4, 5 in das     Auspuffsam-          melrohr    b aus.

   So ist vermieden, dass in ein  Sammelrohr gehende Auspuffe sich über  greifen.     Jedes    der beiden Rohre a., b hat ein  besonderes Auspuffrohr c,     bezw.    d. Diese  münden in ein trichterförmiges     Venturirohr.     das innen mit einer Wand z versehen ist, die  die beiden Luftströme bis kurz vor der Kehle  f getrennt hält. Das     Venturirohr    erweitert  sich     trichterförmig    auf die Weite des     Aus-          puffableitrohrs        g,    mit dem es durch Flan-      sehen verbunden ist.

   Das     Auspuf    f     äbleitrohr     ,g kann entweder unmittelbar zur Aussenluft  führen, oder es kann in     .dieses    ein     ,Schall-          dämpfer,    eine Auspuffturbine oder ein Aus  puffkessel eingeschaltet sein.  



  Die     Vorrichtung    wirkt wie folgt:  Die jeweils am Anfange des Auspuffs  mit hohem Druck und     grosser    Geschwindig  keit ausgestossenen Auspuffgase der Zylin  der 4, 5, 1 blasen stossweise durch die Kehle  des     Venturitrichters    und erzeugen bei jedem  Stoss einen Unterdruck im andern Auspuff  rohr c, der sich ins     Auspuffsammelrohr    a  der Zylinder 2,     .3,    6 fortpflanzt, worin sich  jeweils gerade ein Auspuff seinem Ende  nähert.

   Der     Unterdruck    pflanzt sich in den  betreffenden Zylinder fort und bewirkt so  im Zylinder 2     bezw.    3, 6 während des letz  teren Teils .des Auspuffhubs eine Druck  senkung, :so dass die Abgase auch aus dem  Kompressionsraum abgesaugt werden und  eine bessere Füllung der Zylinder mit fri  scher Luft erzielt wird. Auf ganz gleiche  Weise erzeugen die aufeinanderfolgenden  Auspuffstösse im Auspuffrohr c jeweils einen  Unterdruck im Auspuffrohr d, der in glei  cher Weise einen Unterdruck in     einem    der  Zylinder 1, 4, 5 während des letzten Teils  des Auspuffhubes bewirkt, so dass durch  diese gegenseitige Wirkung eine bessere Fül  lung mit frischer Luft in sämtlichen Motor  zylindern erreicht wird.  



  Das zweite     Ausführungsbeispiel        (Fig.    6)  zeigt einen sechszylindrigen Motor, dessen  Kurbelanordnung gleich der des in     Fig,    3  und 4 dargestellten ist. Die zylindrischen       Sammelrohre    r und s sind     koaehsial    inein  ander angeordnet. Die Zylinder 1, 4, 5 bla  sen in das innere Rohr 5, die Zylinder 2. 3,  6 in das äussere r aus.

   An den Enden der  Sammelrohre r und s ist. ein Exhaustor be  festigt, der aus einem äussern Trichter t, in  den die Abgase vom     Sammelrohr    r strömen,  und einem darin     koa.chsial        an(;eordneten,    in  nern Trichter     u,    besteht, in den die Abgase  vom innern Sammelrohr s ausströmen. Der  äussere Trichter besitzt eine Kehle v und er  weitert sich hinter der Kehle v auf den    Durchmesser des     Auspuffableitrohrs.        y.     Durch die Kehle v strömen abwechselnd die  Auspuffgase aus dem äussern Sammelrohr r  und. aus dem innern     .Sammelrohr    s.

   Die vom  Sammelrohr<I>r</I> durch .den äussern Trichter<I>t</I>  abströmenden     Abgase-bewirken    einen Unter  druck im innern Trichter     u    und hiermit im  Sammelrohr s.     Umgekehrt    bewirken die aus  dem innern Sammelrohr s durch den     innern     Trichter u abströmenden     Abgase    einen Un  terdruck im äussern Trichter t und hiermit  im Sammelrohr r.    Das dritte Ausführungsbeispiel     (Fig.    7  bis 9) ist ein achtzylindriger Motor. Die Zy  linder und die zugeordneten     Kurbelkröpfun-          gen    sind mit den Nummern, 1-8 bezeichnet.

    Die gegenseitige Lage der Kurbeln ist die  in     Fig.    8 dargestellte und die Zündfolge der  Zylinder ist 1, -6, 2, 5; 8, 3, 7, 4, wodurch  eine gute     Abbalancierung,    sowie ein Min  destmass an Drehschwingungen erzielt wer  den. Nach     Fig.    9 sind drei     .Sammelrohre    k,  <I>h, i</I> angeordnet. Die Zylinder 3, 4, 5, 6 sind  an das mittlere     Auspuffsammelrohr    h ange  schlossen, während die Zylinder 1 und 2 an  das     Sammelmahr    k und die Zylinder 7 und  8 an das Sammelrohr i angeschlossen sind.  Die Zylinder werden, was auf der Zeichnung  .nicht zu sehen ist, so. gesteuert, dass der Aus  puff wenig länger, als eine halbe Kurbel- .

         drehung    dauert, so dass die Auspuffe der  Zylinder 3, 4; 5 und 6 im     Auspuffsammel-          rohr    h sich nicht stören, indem die     Über-          greifung    der Auspuffperioden der einzelnen  Zylinder sehr klein ist, und durch die     mit-          telst    der     Exhaustorvorrichtung    erreichte  Saugwirkung bewirkt wird, dass die im Aus  puffrohr am Anfang jeder Auspuffperiode  eintretende Drucksteigerung verzögert wird,  so, dass die     Durchspülung    der einzelnen Zy  linder trotz der     geringen        Übergreifung    mög  lich. wird.

   Natürlich könnten auch die .Zy  linder 1, 2, 7, 8 in ein einziges     Sammel-          rohr        auspuffen.    Von den     Auspuffsammel-          rohren   <I>k,</I>     la,   <I>i</I> führen     getrennte    Auspuff  rohre<I>m, n,</I>     l    zu einem Exhaustor<I>q.</I> Die Aus  puffrohre münden mit Trichtern in den  Trichter o des     Venturiexhaustors.    Vom      Trichter o werden die Abgase durch das ge  meinsame     Auspuffableitrohr    p abgeleitet.

    Die einzelnen Auspuffe erzeugen hinter den  Rohren<I>m, n</I> und 7, im Exhaustor Unter  drücke, und diese Unterdrücke verpflanzen  sich durch die andern Auspuffrohre in die  entsprechenden Sammelrohre<I>k, h, i</I> und von  da aus in die andern aaspuffenden Zylinder  auf ganz dieselbe Weise fort, wie oben für  die sechszylindrigen     Motore    beschrieben.  



  Die Erfindung kann auch bei Motoren  mit grösserer     Zylinderanzahl        aaigewendi,#t    wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Auspuffleitung an mehrzylindrigen Ver brennungsmotoren, daduich gekennzeichnet, dass mehrere Auspuffsammelrohre in einen gemeinsamen Exhaustor auspuffen, durch den die Druckwelle am Anfang des Aus puffs in einem Zylinder in einem andern Zylinder des Motors am Ende des Auspuffs ein Absaugen bewirkt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Auspuffleitung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eines der Aus- puffsammelrohre wenigstens ein anderes umschliesst.
    2. Auspuffleitung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch zwei koachsial ineinander. angeorrlnete Auspuffsammelrohre (r, s), welche in ebenfalll:s koachsiale Trichter (t, u) aus münden,, die zus:iiunien den Exhaustor bilden. 3.
    Auspuffleitung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass vom Exhaustor ein einziges Auspuffableitrohr (g, y, p) un- mittelbar in die autienia@ f- führt 4.
    Auspuffleitung nach Pat?ritanspritcli und Unteransprüchen 1 und -', dadurch ge kennzeichnet, dass in ein @\.uspuffableit- rohr (g, y, p), das vom Exhaustor ins Freie führt, ein ,Schalldämpfer eingeschal tet ist. 5.
    Auspuffleitung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass in ein Auspuffableit- rohr (g, y, <I>p),</I> das vom Exhaustor ins Freie führt, eine Auspuffturbine eingeschaltet ist. 6. Auspuffleitung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass in ein Auspuffableit- rohr <I>(g, y, p),</I> das vom Exhaustor ins Freie führt, ein Auspuffkessel eingeschal tet ist. 7.
    Auspuffleitung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-2, gekennzeichnet durch mehrere Gruppen von Auspuffsam- melrohren, welche die Abgase an je einen Exhaustor abgeben.
CH136735D 1928-06-15 1928-06-15 Auspuffleitung an mehrzylindrigen Verbrennungsmotoren. CH136735A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1172899B (de) * 1957-07-02 1964-06-25 Whitworth & Co Auspuffleitungsanlage zwischen einer Abgas-turbine und einer Kolbenbrennkraftmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1172899B (de) * 1957-07-02 1964-06-25 Whitworth & Co Auspuffleitungsanlage zwischen einer Abgas-turbine und einer Kolbenbrennkraftmaschine

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