CH136889A - Webverfahren. - Google Patents

Webverfahren.

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CH136889A
CH136889A CH136889DA CH136889A CH 136889 A CH136889 A CH 136889A CH 136889D A CH136889D A CH 136889DA CH 136889 A CH136889 A CH 136889A
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Nicolet Walter
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Nicolet Walter
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  Weberfahren.    Bei dem Webverfahren nach der  schweizerischen Patentschrift Nr. 118940       wird    das     eine    von zwei     Kettfäden-          systemen    in das andere unter Bildung       eines    Winkels eingeführt, der durch das zur  Bildung eines Faches erfolgende     Ineinander-          führen        und        na,chheiige        Wiederauseinan,

  der-          nehmen    der beiden     Kettfädensysteme    ab  wechselnd nach dem Warenrand hin     ge-          Schlossen    und geöffnet wird und in den zur  selben Zeit, wie in das     darch    das Heben des  einen     Fadensystems    in das andere gebildete  Fach ein Schuss eingelegt wird,

   welche bei  den Schüsse beim     Auseinanderführen    der  beiden Fachsysteme nacheinander an den       Warenrand    gehoben     werden.    Die Fäden bei  der     Kettfädensysteme    sind     .darch    in den  Gähnen je eines     Fachbildungskammes    vor  gesehene Löcher geführt. Die     Fachbildungs-          kämme    bewegen sich auf und ab. Das  Anschlagen des     Schussmaterials    erfolgt  durch hin- und hergehende Kämme.

   Die       Eintragung    des     Schussmaterials    in das vor-         fiere    und das hintere Fach kann auf die ver  schiedenste Weise erfolgen. In der Patent  schrift Nr. 118940 ist beschrieben, dass das  hinter den     Fachbildungskämmen    erfolgende       Eintragen    des     S'chussfadens    in das hin  tere Fach von einer feststehenden Schuss  spule erfolgt, und zwar mittelst eines im of  fenen Fach senkrecht zu den     Kettenfäden          hin-    und herbewegten Fadenführers.

   Der in  das hintere Fach eingetragene     Schussfaden     verläuft hier von dem Warenrande zunächst  parallel mit den     Keafäden    seitlich dersel  ben nach der Kreuzung der     Kettfäden    und  dann hinter derselben im Winkel zu den       Kettfäden    nach dem     Schussführer.    Diese  schräge Lage des hintern Schusses zu den       Kettfäden    ist für die Wirkung des An  schlagkammes sehr nachteilig.

   Gemäss der  Erfindung soll deshalb, wenn bei dem Web  verfahren nach Patentschrift Nr. 118940 der  Schuss in das hintere Fach durch einen Fa  denführer von einer feststehenden Schuss  spule     ,aus        eingetragen    wird, einer von zwei      rechts und links der     Kettfädengruppen    an  geordneten Schwinghebeln, nachdem der Fa  denführer beim Austritt aus dem Fach an  ihm vorbeigeeilt ist, den     Schussfaden        hinter     dem Fadenführer erfassen     und    nach vorn in  den Bereich des Anschlagkammes führen.

    Es ist aber nur dann möglich, den     Schussfa-          den    mit seiner ganzen Länge aus der schrä  gen Lage in die Lage senkrecht zu den     Kett-          fäden        zu    bringen, wenn der hintere Schuss  faden straff gespannt ist. Mit den im vor  erwähnten Patent beschriebenen     Mitteln    lässt  sich die     Straffspannung    des hintern     Sehuss-          fadens    aber nicht erreichen.

   Ist der hintere       Schussfaden    nicht straff genug gespannt, so  wird durch die Wirkung des     Vorbringers     nur erreicht, dass der hintere     Schussfaden     im Bogen zwischen den     Kettfäden    liegt. In  diesem Falle wird es sehr häufig     eintreten,     dass der Anschlagkamm den im Bogen lie  genden     hintern    Schuss nicht voll erfasst und  Teile des Schusses hinter den Anschlagkamm  zu liegen kommen. Dieser hinter dem An  schlagkamm liegende Teil des Schusses ver  hindert beim     nächsten    Wechsel die Bildung  eines reinen Faches.

   Für ein einwandfreies  Arbeiten ist es erforderlich, dass der ganze       Schussfaden    stets vor den Anschlagkamm zu  liegen kommt und möglichst straff     gespannt     ist. Dies kann auf einfache Weise dadurch       erreicht    werden,     dass    die     Fachbildi-ingskämme          Quseinandergeführt    werden und den hintern       Schussfaden    zwischen sich durchtreten las  sen, während der Fadenführer noch in Bewe  gung ist.

   Durch die Weiterbewegung des       Schussführers        wird    der     Schussfaden,    der wie  bereits gesagt vom Warenrand parallel zu  den     Keafäden    und hinter dem Kreuzungs  punkt von diesem schräg nach dem Faden  führer     unter    Bildung eines Winkels führt,  gestreckt, so dass der     Schussfaden    ausge  spannt vom Warenrand schräg zu den     Kett-          fäden    verlaufend zum     Schussführer    führt.

    Um auf jeden Fall auch     während    der Wir  liung des     Vorbringers    den     hintern    Schuss  faden gespannt zu halten, und unter Span  nung vor den Anschlagkamm zu bringen,  kann der Fadenführer auch während der    Tätigkeit des     Vorbringers    in Bewegung blei  ben, so dass der     Schussfaden    gleichzeitig  durch den     Schussführer    und den     Vorbringer     gespannt     wird.    Unter Umständen kann man  den     Schussführer    während der Bewegungen  des     Vorbringers    auch stillstehen lassen und  eine besondere Spannvorrichtung, zum Bei  spiel eine Feder,

   während der Tätigkeit des       Vorbringers    wirken lassen.  



  Auf der Zeichnung ist das Verfahren an  hand eines     Ausführungsbeispieles    des Web  stuhles in den     Abb.    1 bis 3 schematisch ver  anschaulicht; die     Abb.    4 und 5 veranschau  lichen eine weitere Ausführungsform, wäh  rend die     Abb.    6 bis 8 eine Hilfsvorrichtung  zur Ausführung des Verfahrens darstellen.  



  Mit 3 und 4 sind die beiden     Keafäden     bezeichnet, die durch Löcher in den Zinken  je eines     Fachbildungskammes    5, 6 geführt  und so angeordnet sind, dass sie hinter den       Fachbildungskämmen    5, 6 einen Winkel  miteinander bilden. Die beiden     Fachbil-          dungskämme    5, 6 werden periodisch aufein  ander zu und     voneinander    weg bewegt. Sind  die beiden     Fachbildungskämme    5, 6 ausein  ander gezogen, so ist der von den     Kettfäden-          gruppen    3, 4 gebildete Winkel bis an den  Warenrand offen     (Abb.    2).

   Werden die bei  den     Fachbildungskämme    5, 6 aufeinander zu  bewegt, so kreuzen sich die     Keafäden    3. 4.  wobei der von den     Keafäden    3, 4 ständig ge  bildete Winkel seinen Scheitel in dem hinter  den     Fachbildungskämmen        5-,    6 liegenden  Kreuzungspunkt der     Kettfäden    hat.     In    die  auf diese Weise gebildeten beiden Fächer  wird     Schussmaterial    9 und 11 eingetragen.  Der Einfachheit halber sei angenommen,  dass das     Eintragen    des     Schussmaterials    9 in  das     Vorfach    durch einen Schützen erfolgt.

    Das     Eintragen    des     Schussmaterials    11 in da,.,'  Hinterfach erfolgt durch den Fadenführer  18 von einer feststehenden     Schussspule    16  aus. Der Fadenführer kann an sich beliebige  Gestalt haben, im vorliegenden Falle be  steht er aus einer Öse, die durch ein Seil  oder eine Kette in einem geschlitzten Rohre  18a geführt ist.

   Während des Eintragens  des Schusses 11     durch    den Fadenführer 18      verläuft der     Sahussfaden    von dem Waren  rande ausserhalb der     Kettfäden    annähernd  zu ihnen parallel nach dem Kreuzungs  punkte hinter den     Faehbildungskämmen    5, 6  und von diesem schräg zu den     Kettfäden    zu  dem Fadenführer 18.

   Beiderseits der     Kett-          fa,denbahn    ist hinter dem Rohr 18a je     eizz     am Ende hakenförmig ausgebildeter       Schwinghebel    19 vorgesehen, von denen je  weils der eine, nachdem der Fadenführer 18       an    ihm sich     vorbeibewegt    hat, eine Schwing  bewegung ausführt, dabei hinter der     Öse     den     S:chussfaden    11 erfasst und ihn nach dem       'Warenrand    zu in den Bereich des Anschlag  kammes 10 bringt.

   Würden die beiden Fach  bildungskämme 5, 6 sich erst nach dem Still  stand des     Schussführers    auseinander     bewe-          n    und dabei die Kreuzung aufheben, so       ge     würde der     Schussfaden    11 ganz lose in dem  Fach liegen und von dem Hebel 19 nicht  straff nach vorn geführt werden, sondern  sich nur in Bogenform legen.

   Aus diesem  Grunde sind die     Bewegungen    der     Fachbil-          dungskämme    5, 6 und des     Schussführers    18  so eingestellt, dass sich die     Fachbil-          dungskä.mme    auseinander bewegen. während  sich der     Schussführer   <B>1,8</B> noch in Bewegung  befindet.

   Der     Schussfaden    kann dann also  zwischen den     Fachbildungskämmen    5, 6  durchtreten Bei der Weiterbewegung     des     Fadenführers 18 wird zunächst der bisher  an dem Kreuzungspunkt gebildete Winkel       (Abb.    1) aufgehoben und der Schuss 11 ge  spannt, so dass er von dem Warenrande in  gerader Linie, aber schräg zu den     Kett-          fäden    nach dem Fadenführer verläuft       (Abb.    2).

   Um auch bei der Vorwärtsbewe  gung des     Vorbringers    19 den     Schussfaden    11  dauernd weiter gespannt zu halten, bewegt  sich der     Schussführer    18, auch nachdem der  Hebel 19 den     Schussfaden    erfasst hat, wei  ter, bis der     Vorbringer    1.9 seine Endstellung  erreicht hat und den Faden in den Bereich  des Anschlagkammes gebracht hat     (A11.    3).  Der     Anschlagkamm    10 trifft dann auf den  straff gespannten Faden, so dass ein ein  wandfreies Anschlagen stattfindet.

   Unter  Umständen könnte, wenn eine Weiterbewe-         gung    des     Schussführers    18 nach dem Erfas  sen des     Schussfadens        durch    den     Vorbringer     <B>19</B> nicht erwünscht oder möglich ist, eine       besondere,    während der Bewegung des     Vor-          bringers    19 wirkende     Spannvorrichtung,     zum Beispiel eine Feder, zur Wirkung ge  bracht werden.

   Das     Auseinanderführen    der       Fachbildungskämme    5, 6 kann erfolgen,  während sich der Fadenführer 18 noch im  Fache befindet     (Abb.    1 bis 3) oder auch erst,  wenn er das Fach bereits durchlaufen hat       (Abb.    4, 5). Je später das     Auseinanderfüh-          ren    der     Fachbildungskämme    5, 6 stattfindet,  umso grösser ist der Weg, den der     Schuss-          führer    ausser zum eigentlichen Einlegen des       Schussfadens    ausführen muss.

   Werden die       Fachbildungskämme    5, 6 aber zu zeitig aus  einander geführt, so besteht die Gefahr,  dass der     Schussfaden    11 zu früh nach vorn       springt.    teilweise in die Bewegungsbahn des       i:ach    dem Anschlagen des vordern Schusses       zuriiekschwingenden    Anschlagkammes ge  rät, von dem er dann durch die     Kettfäden     hindurch nach unten gedrückt wird und die  nächstfolgende reine Fachbildung verhin  dert.  



  Der     Schussfaden    11 übt, wie ohne wei  teres verständlich sein wird, solange er auf  seinem Wege vom Warenrand zum Faden  führer im Winkel liegt, auf die äusseren       Keafäden    an dem Kreuzungspunkt eine  nicht unbeträchtliche Spannung aus, die An  lass zum Reissen des     Schussfadens    11 oder  der äussern     Kettfäden    geben könnte. Um das  zu vermeiden, sind an den Enden der Fach  bildungskämme 5, 6 Schutzbleche. 20 ange  ordnet.

   Die einander zugekehrten Kanten  der auf einer Seite gelegenen Schutzbleche  des     Fachbildungskammes    5 und des Fach  bildungskammes 6 sind so abgeschrägt, dass  sie annähernd parallel zu den von den Fach  bildungskämmen nach den     Kettbäumen    füh  renden     Keafäden    3, 4 verlaufen,     wenn-    diese  gekreuzt sind. Die Kanten dieser Schutz  bleche stehen aber etwas weiter zurück nach  dem Warenrande zu als die     Kettfäden,    so  dass sich, wenn die     Kettfäden    3, 4 gekreuzt  sind, der     Schussfaden    11 nicht mehr am      Kreuzungspunkte an die     Kettfäden    anlegt,  sondern an die blanke Kante der Schutz  bleche 20.

   Beim     Auseinanderführen    der       Flachbildungskämme    rückt der Kreuzungs  punkt der Kanten der Schutzbleche mit  dem     Kreuzungspunkt    der     Kettfäden     immer mehr nach den     Fachbildungs-          kämmen    5, 6 zu. Dabei gleitet der     Schuss-          fa.den    11 an den glatten Kanten der Schutz  bleche entlang, bis sich die Schutzbleche  vollkommen voneinander entfernt haben. Da  der Kreuzungspunkt der Bleche später auf  gehoben wird als der Kreuzungspunkt der       Keafäden,    so     kann    der Schossfaden 11 glatt  und unbehindert nach vorn springen.

   Er  kommt dabei mit den     Keafäden    nicht in Be  rührung. Die Schutzbleche 20 sind an den       Fachbildungskämmen    5, 6 verstellbar so dass  der Zeitpunkt des Einspringens des Schoss  fadens je nach den     Verhältnissen,    insbeson  dere mit Rücksicht darauf, zu welchem       Zeitpunkt    die Bewegung der     Fachbildungs-          kämme    in bezog auf die Bewegung des Fa  denführers 18     stattfindet,    geändert werden  kann. An Stelle der Schutzbleche könnten  natürlich auch einfache Drähte oder entspre  chend andere Vorrichtungen angeordnet wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. 'Webverfahren, bei welchem das eine von zwei Kettfädensystemen in das andere unter Bildung eines Winkels eingeführt wird, der durch das zur Bildung eines Faches erfolgende Ineinanderführen und nachherige Wiederauseinandernehmen der beiden Kettfädensysteme abwech selnd nach dem Warenrand hin ge schlossen und geöffnet wird und in den zur selben Zeit wie in das durch das Heben des einen Fadensystems in das andere gebildete Fach ein Schoss einge legt wird,
    welche beiden Schüsse beim Auseinanderführen der beiden Fadensy steme nacheinander an den Warenrand geschoben werden, dadurch gekennzeich net, dass wenn der Schoss in das hintere Fach durch einen Fadenführer von einer feststehenden Schossspule aus eingetra- gen wird, einer von zwei rechts und . links der Kettfädengruppen angeordne ten Schwinghebeln (Torbringer), nach dem der Fadenführer beim Austritt aus dem Fach an ihm vorbeigeeilt ist, den Schossfaden hinter dem Fadenführer er fasst und nach vorn in den Bereich des Anschlagkammes führt.
    1I. Webstuhl zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch an den Enden der Fach bildungskämme vorgesehene Führungen für den Schossfaden, die parallel zu der Richtung der gekreuzten Keafäden ver laufen, sich aber in einiger Entfernung vor dem Kreuzungspunkt der Kettfäden kreuzen, so dass sie den Schoss erst dann freigeben, wenn die Kreuzung der Kea fäden aufgehoben ist. UNTERANSPRüCHE 1. Webverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Fach bildungskämme auseinander geführt werden, während der Fadenführer noch in Bewegung ist.
    ?. Webverfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass. der Fadenführer auch während der Tätigkeit des Torbringers in Bewegung bleibt. B. Webverfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der hintere Schossfaden während der Tätigkeit des Torbringers durch eine Hilfsvorrichtung gespannt wird. Webstuhl nach Patentanspruch Il, da durch gekennzeichnet, dass als Führun gen für den Schossfaden dreieckig ge staltete Bleche dienen.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die Führungsbleche an den Fachbildungskämmen in Höhenrichtung verstellbar angebracht sind.
CH136889D 1927-10-24 1928-10-13 Webverfahren. CH136889A (de)

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CH136889D CH136889A (de) 1927-10-24 1928-10-13 Webverfahren.

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