CH136905A - Als Filter oder Diaphragma verwendbarer Körper und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Als Filter oder Diaphragma verwendbarer Körper und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Als Filter oder Diaphragma verwendbarer liörper und Verfahren zu seiner Herstellung. Die Erfindung betrifft einen sowohl als Filter, als auch als Diaphrazna, verwend baren Körper und ein Verfahren zu seiner Herstellung. Durch dieses Verfahren kann eine dem jeweiligen Verwendungszweck an gepasster Porösitäts- und Festigkeitsgrad für den neuen Körper erreicht werden. Der neue Körper ist insbesondere als Filter schlecht hin für Flüssigkeiten oder Gase und als Dia.phragm a, vorzugsweise für elektrolytische oder elektroosmotische Zwecke geeignet.
Gemäss der Erfindung besteht der Kör per aus einer starren porösen Chromoxyd enthaltenden Platte. Man kann zur Herstel lung des Körpers zum Beispiel ein Gemisch von Chromoxyd und mindestens einer an dern Chromverbindung, die beim Erhitzen in Chromoxyd zerfällt, beispielsweise Chrom säure, Chromnitrat oder organische Chrom verbindungen in Formen pressen und' den Pressling so lange erhitzen, bis die an dere Chromverbindung ganz oder teilweise ir_ Chromoxyd übergeführt ist.
Man hat es dabei in der Hand, durch passende Wahl des Mischungsverhältnisses, des Pressdruckes, der Erhitznn.gstemperatur bezw. Erhitzungs- dauer den gewünschten Porösitätsgrad zu erzielen.
Setzt man zu Chromoxydpulver beispielsweise grössere Mengen Chromsäure, Chromnitrat oder andere sauerstoffhaltige Chromverbindungen in Pulverform zu, so wird die Porösität des entstehenden Filters oder Diaphragmas im Vergleich zu einem nur aus Chromoxydpulver unter sonst glei chen Arbeitsbedingungen hergestellten Filter oder Diaphragma vergrössert. Durch Steige rung des Pressdrnekes lässt sich eine Verklei nerung der Porosität erreichen,
ebenso durch Steigerung der Erhitzungstemperatur bezw. Erhitzungsdauer. Weiter lässt sich durch beide Massnahmen die mechanische Festig keit erhöhen. Die erwähnten Massnahmen können entweder allein oder in beliebiger Kombination bei der Herstellung des neuen als Filter oder Diaphragma verwendbaren Körpers angewendet werden.
Nach der vorstehend angegebenen Aus führungsform des Herstellungsverfahrens wurden beispielsweise 18 Gramm Chrom oxyd und 2 Gramm Chromsäure miteinander gemischt und unter Anwendung eines Druk- kes von etwa- 35 Atmosphären auf- die ge samte Fläche, das heisst 3,5 AtmJem@ zu einer Kreisscheibe zusammengepresst. Die Scheibe wurde dann auf etwa 700 bis 800 o C erhitzt, und dadurch ein Porosi- tätsgrad von etwa 50 % erreicht.
Bei der An wendung von Chromsäure als Mischungs komponente für Chromoxyd hat sich im all gemeinen gezeigt, dass eine Erhitzung des Presslings auf Temperaturen oberhalb von <B>180'</B> C- notwendig ist, um die Chromsäure in hinreichendem Masse in Chromoxyd über zuführen. Gegebenenfalls ist es auch mög lich, dem Chromoxydpulver ausser den vor erwähnten Chromverbindungen noch andere fremde Substanzen, beispielsweise Kochsalz oder Sägemehl, beizumengen, die entweder bei der- Erhitzung verbrennen oder nach der Erhitzung mit Lösungsmitteln entfernt wer den können. Hierdurch wird naturgemäss die Pordsität erhöht.
Eine weitere Ausführungsform des Her stellungsverfahrens für den als Diaphragma oder Filter verwendbaren Körper besteht darin, dass man Chromoxyd eventuell unter Zugabe anderer Verbindungen, zum Beispiel Chromtrioxyd, einem Sinterungsprozess un terwirft und den dadurch entstehenden festen Körper durch Bearbeitung, beispielsweise Schleifen, in die gewünschte Plattenform bringt.
Es hat sich gezeigt, dass man auch auf diesem Wege durch geeignete Wahl der Höhe der Sinterungstemperaturen und der Dauer der Sinterung in der Lage ist; inner halb gewisser Grenzen die Porosität zu ver ändern. Weiterhin kann man das Chromoxyd auch vor der weiteren Behandlung, zum Bei spiel Pressen, bereits einem Sinterungsprozess unterwerfen.
Man hat hierdurch die Mög lichkeit, die Korngrösse des Chromoxyds zu ändern, mithin dein neuen Körper eine passende Porosität zu-,erteilen. Schliesslich kann man auch den neuen Körper durch Behandlung von Chromoxyd mit einem geeigneten Bindemittel, beispiels weise durch Abbinden mit Zement, gege benenfalls unter Hinzufügung eines später wieder entfernbaren Füllmaterials, herstel len. Das Material wird dann zunächst in die gewünschte Form gebracht, und durch Ste henlassen an der Luft oder durch Anwen dung anderer Mittel in einen mechanisch hinreichend festen Körper übergeführt.
Es ist dabei auch möglich, als Füllmaterial bei spielsweise Chromsäure, Chromnitrat oder andere Chrom und Sauerstoff enthaltende Verbindungen anzuwenden.
Der neue Körper ist eine starre, poröse Platte und daher recht widerstandsfähig und ist durch Säure oder Laugen praktisch nicht angreifbar. so d'ass er insbesondere auch für elektrolytische oder elektroosmotische Zwecke vorzüglich geeignet ist. Er kann dabei sowohl als Vertikal-" als auch als Ho- rizonta.ldiaphragma. für elektrolytische Zel len verwendet werden. Gewünschtenfalls ist.
es auch möglich, mit Hilfe des neuen Kör pers eine Filterelektrode herzustellen, bei spielsweise dadurch, dass die Maschen eines Drahtnetzes mit Chromoxydpulver unter Beimischung geeigneter Bindemittel und Füllkörper ausgefüllt werden und das Ge misch hiernach erhärtet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRü CHE I. Als Filter oder Diaphragma verwend barer Körper, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer starren, porösen, Chrom oxyd enthaltenden Platte besteht. II. Verfahren zur Herstellung des Körpers nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus einem pulverförmi gen. Chromoxyd enthaltenden Material hergestellt wird. 1:TNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von Chromoxyd und mindestens einer andern Chromverbindung in eine -Form gepresst und der Pressling so lange er hitzt wird, bis die andere Chromverbin dung mindestens teilweise in Chromoxyd übergeführt ist. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass dem ehrom- oxydhaltigen Gemisch vor der Pressung noch fremde Substanzen zugesetzt und nach der Pressung wieder entfernt wer den. 3.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Chromoxyd gesintert und dem dabei entstehenden Produkt durch mechanische Bearbeitung die gewünschte Form gegeben wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass Chromoxyd vor dem Sintern mit einer andern Chromverbindung gemischt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass dem chrom- oxydhaltigen Material bereits vor der Formgebung die passende Korngrösse er teilt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Chromoxyd pulver mit einem Bindemittel behandelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE136905X | 1927-04-19 |
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| CH136905A true CH136905A (de) | 1929-12-15 |
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| CH136905D CH136905A (de) | 1927-04-19 | 1928-04-16 | Als Filter oder Diaphragma verwendbarer Körper und Verfahren zu seiner Herstellung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH136905A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1060355B (de) * | 1958-04-30 | 1959-07-02 | Akad Wissenschaften Ddr | Membranen fuer die Elektrodialyse |
-
1928
- 1928-04-16 CH CH136905D patent/CH136905A/de unknown
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