Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schuhwerk mit Louis XV.-Absätzen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit Louis XV-Absätzen und eine zum Aus üben des Verfahrens dienende Maschine.
Louis XV-Absätze gehen an dem obern Teil der Brustfläche in eine Lippe über, die eine zugesahärfte Kante aufweist, da- init an der Stossfuge zwischen dieser Kante und dem Gelenkteil der Sohle keine Er höhungen entstehen. Das Fersenende der Sohle wird vor dem Aufbringen des Ab- @atzes so beschnitten, dass es in :die becher- artige Befestigungsfläche des Absatzes hin einpasst.
Ausserdem werden an ,der Brust- bt-*ter und dennoch mussten überdies linie der .Sohle an beiden Seiten der letz teren Schultern geschaffen, mit denen die Brustecken des aufzubringenden Absatzes zusammentreffen.
Das Herstellen der Schul. tern und die Wahl der Lage derselben mit Bezug auf die Sohle erheischt die Dienste brsor,ders erfahrener und geschickter Ar- vorgenommen werden, um eine vollständige, glatte Brustkante des Ab satzes und der Sohle zu schaffen. Durch die Erfindung soll ,das Vorbereiten der Sohle und des Absatzes für das Befestigen des letzteren erleichtert werden. so dass dieses Vorbereiten durch mindergeübte Arbeiter bewerkstelligt werden kann.
Gemäss :der Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, da.ss an den Enden der genannten Kante der Brustlippe des Ab satzes Schulterflächen geschaffen werden, die unter einem stumpfen Winkel zu ,der _ovenannten Brustkante nach hinten und seit lich verlaufen. Zweckmässig werden die obern Brustecken des Absatzes abgestumpft, so dass die genannten Schulterflächen ge schaffen werden. Den Absatzschulterflächen entsprechende Schultern der Sohle werden vorzugsweise unterschnitten.
Die zum Ausüben des vorliegenden Ver fahrens dienliche Nasahine zeichnet sich dadurch aus, dass ein oberer Werkzeughalter- -der Maschine ein Messerpaar zum Abstump fen. der Brustecken des Absatzes zwecks Bildens der Schulterflächen trägt.
D( r Erfindungsgegenstand ist in der Zeiehnung beispielsweise veranschaulicht. Fig. 1 ist ein. Schaubild des Fersenteils eines für aas Aufbringen des Holzabsatzes vorbereiteten Schuhes;
Fig. .2 ist eine Seitenansicht des rüek- wärtigen Teils eines fertiggemachten Schu hes;
Fig. 3 ist ein Schaubild eines vorberei teten Holzabsatzes; Fig. 4 ist ein Grundriss des rückwär tigen Teils einer teilweise gefrästen Sohle; Fig. 5 ist ein Schaubild des Fersen sitzes eines Schuhes, dessen Sohlenferse voll ständig gefräst ist;
Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Ma schine unter Weglassung ,gewisser Teile; Fig. 7 ist ein Grundriss der Maschine unter Weglassung gewisser Teile;
Fig. 8 ist eine Vorderansicht, gewisse Teile .sind im Schnittdargestellt; Fig. 9 ist eine Einzelansicht im Schnitt; Fig. 10 ist ein. Schaubild des rückwär tigen Teils eines Schuhes, dessen Sohle der Bearbeitung unterzogen wird; Fig. 11 ist ein Schnitt nach der Linie XI-XI .der Fig. 9;
Fig. 12 ist ein @Schaubnld ider Sohlen abschrägmesser und des Antriebes der Ab satzfräsvorrichtung; Fig 13 ist eine Vorderansicht teliweise im Schnitt der Lehre und der Absatzein- spannvoriichtung; Fig. 14 zeigt im Schnitt gewisse Teile der Fig. 13.
Der der Bearbeitung zu unterziehende Schuh ist in der dargestellten Ausführungs- form. ein - durchgenähter .Schuh, @dessen ab gesetzte Sohlenferse entsprechend der be- cherartigen Befestigungsfläche eines Louis XV- Absatzes gestaltet ist.
Die Seiten 36 des Absatzes sind mit Zelhiloid, Leder oder Stoff überzogen und der Überzug ist über die an den Lauffleck anliegende Fläche 38, über die Absatzbrust 40 -und über die Be festigungsfläche des Absatzes gefaltet....Der- obere Teil der Absätzbrust 40 geht in eine Lippe 42 über, die von den Seiten des Ab- satze .aus gesehen keilartig ist.
Der vordere Teil der Lippe 42 bildet eine zugeschärfte Kante 44, und ihr Profil entspricht der Ge- sta.,lt der Fläche des Gelenkteils 46 (Fig. 1 und 5) der -Sohle 48 eines !Schuhes. Ein Lappen 50 ist von der Sohlenferse abgespal ten, und zwar dient dieser Lappen als Be zug für die Absatzbrust eine Louis YV- Absatzes.
Der Lippenteil 42 des Absatzes muss so vorbereitet werden, dass er sich dicht an den Mittelteil der Sohle :anpasst, damit der Brustbezug 50 glatt über .die gante 44 in den Gelenkteil der Sohle übergeht. Die ge ringste Unregelmässigkeit würde an der durch das Bezugszeichen 52 (Fig. 2) ange deuteten Stelle eine '\,#'ulst schaffen, die das gute Aussehen des fertiggemachten Sehuhes verdürbe.
Der Absatz 34 wird durch .die nachfol gend beschriebene IVIaschine so bearbeitet, dass seine Brustecken 54 (Eig. '3) am Aus gangspunkt der ganten 56 und 44 und 58 abgestumpft werden. Hierdurch werden Schulterflächen 60 geschaffen, die an Schultern 62 (Fig. 5) der Sohle in dem fertiggemachten Schuh anliegen.
Diese Schul tern, die durch Unterschneidungen 64 ge bildet sind, erstrecken sich über den abge setzten Fersenteil 30 nach rückwärts. Der vorbereitete Fersenteil der Sohle ist in der Breitenrichtung von gleichförmiger Dicke und weist steil abgeschrägte Ränder 70 auf.
Die in der Fig. 1 dargestellte Sohle 48 ist eine soge_nannte .,kurze Sohle", deren Ende keiner Fräsung bedarf. Die in der Fig. 5 dargestellte Sohle ist vorher und vor dem Anbringen an den Schuh durch eine besondere Maschine beschnitten worden (76, 78), so dass hinter den Linien 82 (Fig: 5) eine Zunge 80 vorhanden ist.
Die durch Ab stumpfen @ ,der Brustecken" geschaffenen Schulterflächen 60 bilden bei 84 einen augszeichen .174 (Fig. <U>6 und 8) _</U> ist.
In diesen Lägern dreht sich die<B>An-</B> triebswelle 176, auf der eine Kurvenwalze <B>178</B> sitzt. Die Kurvenwalze 178 weist Kur vennuten 180, 182 auf, von denen die Be- #egungen der Abschrägmesser 184 und der zum Abschultern der ,Sohle dienenden Mes ser 186 abgeleitet werden.
An .dem mittleren Kopf 104 sind Konso len 1.88 (Fig. 7) angebracht. Jedes Kon- solenpaar weist eine Führung 190 auf, die ,gleichlaufend zu der Vorderseite der Ma schine ist. In !den Führungen 190 sind Schieber 192 bewegbar.
Die Schieber 192 an jeder Seite der Ma schine sind gleicher Bauart, so dass die Be- @chreibung eines der Schieber zum Ver ständnis ausreicht. An jedem Schieber 192 ist ein Schultermesser 186 und ein Ab schrägmesser 184 und eine in die Furche zwischen dem Oberleder und der Sohle ein tretende Platte 166 angebracht. An -der un tern Seite jedes Schiebers ist ein Bund 194 ausgebildet, an dem ein herabragender Stift 196 (Fig. 8) befestigt ist. An das untere Ende des Stiftes 196 ist bei 198 das äussere Ende eines Lenkstückes 200 drehbar.
Das andere Ende der beiden Lenkstücke ist bei 202 mit der Stange 164 verbunden, die in einem Lager 204 des untern Kopfes 102 der Maschine senkrechte Bewegungen ausführen kann. Das untere Ende der Mange 164 ist mit dem Hebel 162 verbun- ,len und die Bauart ist derart, dass durch Abwärtsbewegung der Stange 164 die Schieber 192 in den Führungen 1.90 gegen einander bewegt werden.
An denn untern Ende der Stange 164 ist eine Knagge 206 (Fig. 6) ausgebildet, an deren Haken 208 das Ende einer Feder 210 angehängt ist. Das .andere Ende der Feder 210 ist mit dem untern Kopf 102 verbunden. Die Feder 210 sucht die Stange 164 in der Hochlage zu halten, wobei die Schieber 192 in den Führungen 190 aus einander bewegt sind.
Ein Stoffdrücker 212 ,liegt an dem Fer senteil der Sohle zwischen den Abschräg- Essern $ (Fig: 10) an und hält die Sohle während der Bearbeitung von Versehiebua= gen ab. Der Stoffdrücker 212 ist bei 214 (Fig. 6) an :dem obern Kopf 106 angebracht.
Der mittlere Teil 218 eines Armes 216 ist mit einer Stange 220 verbunden, idie durch die Knagge 206 Tier .Stange 164 hindurch- ragt. An der Stange 220 sind Bunde 222, 224 angebracht. Zwischen dem Bund 222 und der Knagge 206 befindet sich eine Feder 226.
Wenn die Stange 164 gesenkt wird, um die Schieber 192 mit Iden Plat ten 166 gegeneinander zu bewegen, so wird die Stange 220 herabgedrückt, wobei der Stoffdrücker 212 sich auf die Sohle senkt (Fig. 9). Durch ein an der Stange 220 an gebrachtes Spannschloss 228 kann der Druck des Stoffdrückers auf die Sohle geregelt werden.
Die Platten 166 sind an den vordern. innern Feken der Schieber 192 angeordnet, und zwar suchen die Platten 166 die Sohle in der für .das Beschneiden erforderlichen Lage zu halten.
Die Platten 166 sind kräf tig genug, um dem Druck des Werkstück trägers 120 Widerstand zu bieten. An den Platten sind dünne, fingerartige Teile 230 (Fig. 12) angebracht, die zwischen das Ober leder und die Sohle an den Seiten des Fer- sensitzes des Schuhes eintreten. An den obern Flächen der Platten 166 sind Führun gen 232 für dhie AbschrIgmesser 184 vor gesehen.
Die Führungen 232 werden durch Schultern 234 gebildet, die in der Längs- richtung der Platten 166 verlaufen. Die Ab- sührägmesser 184 bewegen sich in den Füh rungen 232 und auf den flachen Teilen 236 (Fig. 8, 10, 12). Die Schieber 192 sind mit den Platten 166 durch zungenartigi \feile 240 und Bolzen 242 verbunden.
An dem vordern Teil jedes Schiebers 192 ist eine waagrechte Führung 246 (Fig. 7) angebracht, in der ein Schieber 248 hin- und herbewegbar ist. An jedem Schieber 248 ist eine herabragende Stange 249 (Fig. 8) befestigt, die in,der Längsrichtung des Schie bers 192 in .dem Schlitz 250 verstellt und durch eine Mutter 252 befestigt werden kann.
stanp ei n Winkel mit -der . Kante 44.- Die Schulterflächen 60 verlaufen sowoh.1--n,a hinten, . als auch. seitlich gegen die Wände 36 des Absatzes-unT-si#d -zu. der- Befesti gungsfläche des . Absatzes geneigt.
Die .Schulterflächen 60 sind im wesent lichen ebene Flächen, die durch ,die Linien 86, 88 bestimmt sind. Diese Linien schneiden sich an der Kante 56 bei 90.-Die Linie 86 erstreckt sich von dem Punkt 90 gegen die Mitte der Kante 44 und ;die Linie 88 von dem Punkt 90 gegen .die Befestigungsfläche des Absatzes.
Die Schultern. 62 beginnen :an im we sentlichen mit der Brustlinie 66 zusammen- fallenden Punkten 92, werden ,durch im wesentlichen ebene Flächen- :begrenzt und weisen scharfe Kanten 61, 63 auf (Fig. 1 und 5). Die Kanten 61, 63 schneiden sich in .der Spitze 65 hinter der Brustlinie 66 an der seitlichen Kante der Sohle. Die Schulterflächen 60 passen .genau in die Unterschneidungen 64 der .Schultern 62 und die Kante 44 des Absatzes liegt .an dem Mittelteil 46 der Sohle an.
Durch die be schriebene Ausbildung der Sohle und des Absatzes werden satt anliegende Stoss flächen zwischen diesen beiden Teilen ge schaffen, wodurch dem fertiggemachten Schuh ein gefälliges Aussehen verliehen wird.
Die dargestellte Maschine ist mit drei Hauptgruppen von Werkzeugen ausgebildet, und zwar sind diese Werkzeuge an einem untern Kopf 102 und an einem mittleren Kopf 104 und an einem obern Kopf 106 angebracht. Der untere Kopf 102 trägt die Vorrichtungen zum Halten des Schuhes und bildet den Träger des mittleren Kopfes 104 und,des obern Kopfes 106.
Der mittlere Kopf 104 trägt die Vorrichtung zum Be schneiden .der ,Sohle und an ,dem obern Kopf 106 sind Messer zum Abstumpfen der Brustecken .des Absatzes und Lehren ange bracht, welche die Lagen der .Schultern 62 bestimmen.
Der untere Kopf 102 trägt eine wag rechte Konsole 108, die eine wagrechte Füh- l 1 a--aufweist. In dieser Führung 1.10 ist ein Werkstückträger 112 mit @.Füss 114 (Fig. 8) verschiebbar. Der Werkstückträger weist einen senkrechten Teil 116 auf, in dessen Bohrung 118 ein Ständer 120 ein gefügt ist. In den Schlitz 122 des Ständers 120 ist ein Stift 124 eingesetzt.
An -dem obern Ende -des Ständers 120 ist ein Ge winde 126 angebracht, in -las der .Stiel 1.28 einer den Schuh stützenden Platte 180 (Fig. 6 und 9) hineingeschraubt ist. Die Platte 1,30 ist durch eine Mutter 132 verstellbar an dem Ständer 120 befestigt.
In :der Ge- windeöffnung 126 ist eine Feder 134 unter gebracht, deren Enden an dem Stift 124 und an dem untern Ende des Stiels 126 anliegen, so dass der Ständer 120 gewöhn lich in der in .der Fig. 6 -dargestellten Hoch läge .gehalten wird.
Wenn :die Sohle des Schuhes beschnitten wird, so nimmt der Ständer 120 die in der Fig. 9 dargestellte Tieflage ein. Ein Arm 138 (Fig. 6 und 9) ist um einen Stift 140 bewegbar, der in die wagrechte Konsole 108 eingesetzt ist. Der Arm 138 ragt .auch durch einen Schlitz 144 des Werkstückträgers <B>11.6</B> hindurch und liegt :an dem untern Ende 146 des Ständers 120 an. Das vordere Ende ,des Armes 138 wird gewöhnliüh durch eine kräftige Feder 148 herabgedrückt, deren oberes Ende 150 mit .dem Arm verbunden ist.
Um den Stift 140 ist eine Klaue 152 bewegibar, die durch eine Feder 154 beein- flu.sst wird und in eine Verzahnung 156 des untern Endes des Werkstückträgers 116 eingreift und so den Werkstiickträger wäh rend dem Beschneiden der Sohle von Ver schiebungen abhält.
Der riickwärtige Teil 158,des Armes 138 ist durch ein Lenkstück 160 mit dem Ende eines freibeweglichen Hebels 162 verbunden. An das andere Ende des Hebels 162 ist eine Stange 164 augelenkt. Der mittlere Teil des Hebels 162 ist mit einer Stange 168 verbunden, die durch einen Trethebel 172 (Fig. 6) bewegt werden kann.
An dem mittleren Kopf 104 -sind Lager ausgebildet, von denen eines durch das Be- Die Mutter 252 ist auf den obern Teil 254 der Stange 249 aufgeschraubt.
Der untere Teil jeder Stange 249 ragt durch den gegabelten Teil 256 eines Armes 258 hindurch. Der muffenartige Teil 260 des Armes 258 kann sich auf der kurzen Welle 196 drehen. An jeder Muffe 260 ist ein Arm 262 angeordnet, dessen Ende durch ein Lenkstück 264 mit einem Kreuzkopf 26:6 verzapft ist. Der Kreuzkopf 266 (Fig. 6 und 8) ist an einem in einer Führung 270 des Maschinengestelles verschiebbaren Teil 268 angebracht, der eine Rolle 272 trägt. Die Rolle 272 tritt in die Kurvennut 180 der Kurvenwalze 178 ein.
Wenn die Kurvenwalze 178 gedreht wird und wenn -der Kreuzkopf 266 vorgerückt und zurückbewegt wird, so werden die die Messer tragenden- Schieber 248 auf .dem Schieber 192 seitlich bewegt. An den Schie bern 248 sind Knaggen 274 (Fig. 7 und 8) angebracht, und zwar weist jede Knagge eine zylindrische Aussparung 276 auf. Die Achse dieser Aussparung ist gleichlaufend zu der Bewegungsrichtung der Schieber 248.
Der Messerträger 278 besitzt einen zylindri schen Stiel 280, der in die Aussparung 276 der Knagge 274 eintritt und durch einen Bolzen 282 in der Aussparung gehalten wird. Der bZesserträger 278 weist auch einen Teil 284 auf, dessen T-förmige Nut 286 zur Aufnahme,der dünnen, flachen Messerklinge 186 dient. Ein im Querschnitt T-förmig ge staltetes Klemmglied 290 ist in die T-för- mige Nut eingefügt und durch eine Schraube 292 in der .letzteren befestigt.
Jede -der Sichneidkanten 296 (Fig. 11) der Messer 186 zum Abschultern der Sohle nimmt im wesentlichen dieselbe Neigung zu -der Befestigungsfläche (der Sohle in der Querrichtung der letzteren ein, wie die S.chneidk ante ,des dazugehörigen Abschräg- messers 184, so dass eine Schulter bei 91 durch einen glatten Schnitt geschaffen wird (Fig. 1 und 5).
"Die Messer zum Abscllul- tern und die Abschrägmesser .sind so ange- ondnet, dass sieh ihre Bewegungsbahnen nicht 'kreuzen. - Fig. 10 lässt erkennen, dass die Messer 186 sich .den -Vorderflächen 304 der Platten 166 entlang bewegen. Diese Flä chen 304 sind gleichlaufend zu der Bewe- g-ungsl3chtung des Schiebers 248.
An jedem Schieber 192 ist ein Teil 306 (Fig. 8) ausgebildet, dessen unterer Teil eine wagre,chte S.chwadbenschwanzführung 308 aufweist. In dieser Führung ist ein Mes- serträger <B>310</B> bewegbar. Die obere Fläche der rizckwärtigen Enden des Messerträgers <B>310</B> weist einen Querschlitz 312 auf, der einen Kreuzkopf 314 aufnimmt.
Der Kreuz- kopf bewegt beide Messer gemeinsam, und zwar können die Messerträger 310 gegenein ander und auseinander bewegt werden, wenn die Schieber 192 dementsprechende Bewe- gungen ausführen.
Der Kreuzkopf 314 besteht aus einem Stück mit dem schwalbenschwanzförmigen Schieber 316, .der in einer wagrechten Füh rung 320 des obern Kopfes 106 bewegüar ist. Der Schieber 316 trägt eine Rolle 318, die in die Kurvennut 182 der Kurvenwalze 178 eintritt.
Wenn die Kurvenwalze <B>178</B> ge dreht wird, so bewirkt der Schieber 316 durch Vermittlung des Kreuzkopfes 314 Be wegungen der Messerträger 310, wobei die Messer den Fersenteil der Sohle in der Längsrichtung des Schuhes abschrägen Die untere Fläche jedes Messerträgers 310 ist dem innern Rand 322 (Fig. 12) ent lang abgeschrägt.
Der Winkel, unter dein die Schneidkanten der Messer in die Sohle einschneiden, kann durch Auswechslung der Messer verändert werden.
Das Messer 184 besitzt eine abgeschrägte Schneidkante 324. Ein geflanschter Teil 328 ist an der vordern Fläche 326 des Messer trägers 310 durch Schrauben befestigt.
Die die Kurvenwalze 178 tragende Welle 176 wird durch eine, nach einmaliger Um drehung, selbsttätig zum Stillstand kom mende Kupplung angetrieben, und zwar wind diese Kupplung durch ein Glied 332 und einen Handhebel 334 gesteuert (Fig. 8).
Der hintere Teil (Fig. 6) des Oberleders liegt an einer Lehre 382 an, .die eine kon kave Vorderfläche 384 aufweist. Die Lehre 382 ist in einer Führung 8:88 des mittleren Kopfes 104 bewegbar.
An dem obern Kopf 106 sind Vorrich- tungen angebracht, welche die Lage der Lehre 382 bestimmen. Die Lehre 382 weist einen heraufragenden Ständer 390 auf (Fig. 6), dessen oberes Ende mit einem Glied 392 verbunden ist. Das Glied 392 ist in einer Führung 394 bewegbar.
Ein mit dem Glied 392 verbundener Ständer 396 weist eine Ge windeöffnung 398 auf, in die eine mit einem geriffelten Kopf 402 versehene Schraube 400 hineingeschraubt ist. An dem vordern 0 Ende der Schraube 400 ist ein Bund 404 ausgebildet, der in eine Aussparung 406 (Fig. 7) einer Platte 408 eintritt. Ein kur venförmig ausgeschnittener Teil 410 der Platte 408 dient zur Aufnahme des rück- wäa-tigen Endes :des .Absatzes.
An dem vordern Ende des obern Kopfes 106 ist eine Brustlehre 412 angebracht, an der die Brust des Absatzes anliegt. Die Lehre 412 ist in einer Führung 416 (Fig. 7) einstellbar. Die anfängliche Einstellung der Lehre wird durch eine Schraube 418 be- werkstelligt (Fig. 6), -die in einen Teil der Lehre 412 hineingeschraubt ist.
Die Schraube 418 ist in einer Knagge 422 des Kopfes <B>106</B> drehbar.
In Führungen 42.6 des Kopfes 106 sind Schieber 430 bewegbar. Jeder Schieber 43.0 trägt ein Klemmglied 432, welches mit dem dazugehörigen Schieber =durch Schrauben verbunden ist. Die innern Enden der Klemm glieder 432- sind aufwärts gerichtet und bil den zusammen einen Winkel von ungefähr 75 . Die Klemmglieder ;sind mit einem Be lag 438 aus Gummi oder dergleichen über zogen.
An jedem Schieber 430 sind Zapfen 440 angebracht, :die durch Lenkstücke 442 mit Zapfen 444 eines Antriebsgliedes 446 ver bunden sind.
Wenn die Schieber 430 ihre äusserste Lage einnehmen, so bilden ,die Lenk- stücke 442 ein gestrecktes Kniegelenk und wenn .die Schieber 430 sich in der Innenlage hfinden, so bilden die Lenkstücke 442. ein geknicktes Kniegelenk (Fig. 7). Die untere Fläche der Platte 408 (Fig. 6) und die obere Fläche des Gliedes 446 wei sen Verzahnungen 448, 450 auf.
Mit diesen Verzahnungen steht ein Zahnrad 452 -in Ein griff, welches von einem- Ausgleichblaek 454 getragen wird. Der Ausgleichblock 454 ist in einer Führung des Kopfes 106 der Ma schine bewegbar. Ein Stift 458 des Blockes findet in einem gegabelten Teil 460 eines Armes (Fig. 7) Aufnahme, der an einer bei 4.66 indem mittleren Kopf 104 gelagerten Schwingwelle 464 befestigt ist.
Die Klemmglieder 432 bewegen sich mit der Platte 408. Wenn das Zahnrad 452 die Klemmglieder 432 bewegt, so stellen -die letzteren den Absatz in der Breitenrichtung ein, ehe .der Absatz in der Längsrichtung in der Maschine eingestellt wird. Wenn ider Absatz im wesentlichen die erforderliche, seitliche Lage für das Fräsen in der Ab satzklemme reinnimmt,
so -trifft die Platte 408 mit dem Absatz zusammen und bewegt den letzteren längsweise in die erfordIerliehe Lage.
Durch das Festklemmen des Absatzes in der beschriebenen Weise wird auch die Lehre 3-8,2 selbsttätig so eingestellt, dass die Sohle- des Schuhes die richtige Lage in. der Ma schine einnimmt, damit die Schultern ent sprechend :der Grösse der .Sohle an den be absichtigten Stellen ausgeschnitten werden.
An dem. äussern. Ende der Schwingwelle 464 ist eine Nabe 466 angebracht (Fig. 13), die einen Arm 468 trägt. In. dem Bügelteil 470 .des ,Armes 468 ist .ein Klinkenstift 472 untergebracht (Fig. 13 und 14).
Knaggen 4'l4 ,der Nabe 466 treffen mit Knaggen 476 eines Hebels 4'18 zusammen, der lose auf der .Schwingwelle 464 sitzt. Eine Trethebel- stange 480 ist mit dem Hebel. 478 verbun den.
Ein. Arm 482 des Hebels 478 trägt eine Feder 484, welche den Arm 482. ge- wöhnlich in :
seiner Tieflage hält. Düreh Be wegung des Armes 482 im Sinne des Uhr zeigers wird der Alm 468 in demselben Sinne (Fig. 14) gedreht, wobei der Block 454 ge gen die Vorderseite der Maschine bewegt wird.
Wenn der Trethebel 480 herabgedrückt wirrt, so drehen die mit den Knaggen 474 zu.mmentr.effenden Knaggen 476 .den Arm 468 in dem Odem Uhrzeiger entgegengesetz ten Sinne, wobei :der Block 454 gegen die Rückseite der Maschine verschoben wird.
Mit dem Block wird @da:s Zahnrad 452 be wegt, so @dass die Platte 408 und das Glied -l-46 an dieser Bewegung teilnehmen. Durch Bewegung .des Gliedes 446 gegen die Rück seite der Maschine werden de Klemmglie der 432 aus:einanderbeweg t, und zwar wird; dies durch die Kniehebelwirkung der Lenk stücke 442 herbeigeführt. Hierdurch werden die Klemmglieder geöffnet, so dass ein: Ab satz :eingeführt werden kann.
Durch Freige ben der Trethebolstange 480 bewirkt die Fe der 484 durch Vermittlung :des Armes 468 Bewegung des Blockes 454 gegen die Front der Maschine, wobei die Platte 408 und das Glied 446 ebenfalls vorwärtsbewegt werden.
Im Falle die Platte 408 mit dem Absatz zusammentrifft, ehe die Klemmglieder mit dem Absatz in Berührung treten, so setzt der lock 454 seine Vorwärtsbewegung fort, wo bei .das Zahnrad 452 sich an den Zähnen 450 abwälzt. Das Glied 446 wird hierdurch vor wärtsbewegt, bis die Klemmglieder mit den Seiten -des Absatzes zusammentreffen, wor auf die Vorwärtshewegung des Blockes 454 aufhört.
Der Absatz wird in der Arbeits lage dure-h idre Trethebelfeder 484 gehalten.
Die Sperrvorrichtung der Lehre 382 be steht aus einer,Scha.ltscheibe 490, in die eine Klinke 492 :einfällt. Die Klinke .192 ist an einer exzentrischen Muffe 494 angebracht, die von! < dem Klinkenstift 472 getragen wird. Eine Feder 496 (Fig. 14) sucht die Klinke -l92 gegen die Schaltscheibe 490 zu halten.
An der exzentrischen Muffe 494 ist ein seit licher Arm 498 angebracht, vor dem sich ein Arm 500 befindet. Der Arm 500 ist durch eine Feder 502 mit dem Arm 482 verbunden. Die Anordnung ist derart, dass der Axm 498 während der Bearbeitung des Schuhes im wesentlichen in aufrechter Lage gehalten wird (Fig. 14).
Ein Arm 504 des Hebels 478 trifft mit einem seitlichen Teil 506 der Klinke 492 zusammen und schwingt die Klinke nach links, um die letztere aus :der Schaltscheibe 490 auszuheben, ehe die Knaggen 476 des Hebels 478 mit den Knaggen 474 der Nabe 466 zusammentreffen. Wenn die Trethebel stange 480 gesenkt wird, so bewegt sich der Arm 504 nach links (Fig. 14) und hebt die Klinke 492 aus der Sehalts:
cheibe 490 her aus. Durch fortgesetztes Herabdrücken der Trethebelstange wird .die den Block 454 tra gende Schwingwelle 464-m der Maschine zu rückbewegt. Die Lehre nimmt an dieser Be wegung teil und .die den Absatz festklem menden Glieder werden geöffnet. Der Ab satz kann dann aus der Maschine heraus genommen werden. Nachdem ein neuer Ab satz eingeführt worden ist, gibt der Arbei ter den Trethebel frei, wobei die Feder 484 den Hebel 478 nach rechts bewegt.
Während dieser Bewegung trifft das Auge 504 mit dem Arm 498 zusammen, wobei die Klinke 492 in die @S.chaltscheibe 490 einfällt und den Arm 468 nach rechts schwingt (Fig. 14). Der Arm 468 wird durch ,den Arm 504 nach rechts bewegt, so .dass die Klinke 492 ohne Spiel mit der Schaltscheibe in Eingriff gehalten wird.
Die Vorrichtung zum Beschneiden des Absatzes zwecks Herstellens der Schulter- fläehen 60 ist an dem obern Kopf 106 .an gebracht. An .dem Kopf 106 sind zwei wag rechte Führungen 510 (Fig. 7) ausgebildet, die gleichlaufend zu den Führungen 246 'der Messer 186 sind. In jeder Führung 510 ist ein Messerschieber<B>512</B> verschiebbar, ,dessen vorderes Ende 514 eines der zum Ab schultern des Absatzes dienenden Messer 187 trägt.
Das Messer 187 wird in ähnlicher Weise wie die Messer 186 durch eine Klemmplatte 516 und eine Schraube 518 mit Bezug auf den dazugehörigen Schieber gesiohert.
Die Schneidkante 520 jedes Messers 187 hegt, von der Front der Maschine aus ge sehen, in einer senkrechten Ebene und ist die Stirnfläche jedes Messers hinterschnit- ten. Die Sehneidkante des Messers 187 bil det mit der Fläche einer den Absatz stüt- zeriden ' Plätte.: 522 denjenigen Winkel; - un= tex dem das Messer zwecks Herstellens der Schulter 60 in :den Absatz einschneiden soll.
An der den Absatz stützenden Platte 522 ist eine Schulter 524 vorgesehen, und zwar bewegt sich das Messer 187 dieser Schulter entlang, wodurch ein Zurückfedern des Messers vermieden wird.
Jeder Schieber 512 wird durch einen Bolzen 526 (Fig. 7) hin- und herbewegt, -der durch den Schieber 512 hindurcliragt und an :dem letzteren fest;eklemmt wird, wenn der Schieber 512 mit Bezug auf die Schie ber 248 in der erforderlichen Weise einge- stellt worden ist.
Der untere Teil- des Bolzens 526 wird von dem Gabelende 528 eines Armes 530 umfasst, der bei 532 an den obern Kopf 106 angelenkt ist. Mit- dem Arm 530 ist ein Arm 531 starr verbunden, dessen rückwär- tiges Ende mit einem Lenkstück 534 (Fig. 7 und 12) verzapft ist. Das rückwärtige Ende -des Lenkstückes 534 ist um einen in den seitlichen Kreuzkopf 314 eingestzten Zapfen 536 (Fig. 12) bewegbar.
Die Messer 187 stellen die Schultern 60 zu beiden Sei ten des Absatzes gleichzeitig her, da beide Messer mit dem Kreuzkopf 314 verbunden sind.
Der Arbeitsgang .der beschriebenen Ma schine ist folgender: Der Arbeiter senkt zu nächst die Trethebelstange 480; wobei die den Absatz einspannenden Glieder geöffnet werden. Der überzogene Absatz Wird' in. --die geöffneten Klemmvorrichtungen so einge- führt,
dass die Befestigungsfläche des Ab satzes an der Platte 522 -anliegt und dass die Brust ides Absatzes mit der Lehre oder dein Anschlag 412 in Berührung tritt. Die Trethebelstange 480 wird dann freigegeben, worauf sich -die Klemmglieder 432 einwärts gegen die iSeiten des Absatzes bewegen und die mit dem hintern Ende des - Absatzes in Berührung tretende Platte 408 wird vor- vVärts bewegt,
um--den Absatz in-der Ma schine einzustellen. Nachdem der S.ohuh mit näch -oben<B>'</B> weisender <B> s</B>ohle -iri die Mäzchirie eingeführt =vQordeü ist, drückt der Arbeiter den Trethebel 172 herab, wobei die Schie ber 192 sich gegeneinander bewegen und die Platten 166 in die Furche zwischen dem Oberleder und der Sohle eintreten.
Durch fortgesetztes Herabdrücken des Trethebels 172 wird der Ständer 120 aufwärtsbewegt und wenn der .Trethebel seine untere Be wegungsgrenze erreicht, wird der .Stoff drücker 212 in wirksame Lage auf die Be- festi"gungsfläche der Sohle des Schuhes ge senkt (Fig. 9). Die Platten 166 .bewegen sich dann weiter in die Furche zwischen dem Oberleder und die Sohle hinein, bis diese Bewegung der Platten durch Zusam mentreffen mit der Naht 68 beendet wird.
r nährend der Bearbeitung der Sohle wird der Trethebel 172 herabgedrückt gehalten und die Sohle wird durch die Platten 166 im wesentlichen flach gehalten.
Wenn der Schuh die beschriebene Lage einnimmt, so drückt der Arbeiter den Hand hebel 334 herab, wobei die die Maschine nach einmaliger Umdrehung zum Stillstand bringende Kupplung eingerückt wird.. Die Kurvenwalze 178 führt dann eine Umdre hung aus, während der die Sohlenabschräg- messer 184, die Schultermesser 186 und die den Absatz abschulternden Messer 187 zur Einwirkung gebracht werden.
Nachdem die .Sohle und der Absatz bearbeitet wor$en sind, .kommt die Maschine selbsttätig zum Stillstand.
Wenn der Trethebel 172 freigegeben wird, so bewegen sich die (Schieber 192 selbsttätig -auseinander und der Stoffdrücker 212 wird selbsttätig von der Sohle abgeho ben. S:ehliesslich wird :der Werkstückträger 112 entriegelt und in eine Lage bewegt, in der der Schuh bequem abgenommen wer- ?.en kann. Durch Herabdrücken der Tret- hebelstange 480 werden die den Absatz festklemmenden Glieder 432 geöffnet. -