Einrichtung zur Herstellung von Isolationsplatten aus Fasermaterial. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung zur Herstellung von Iso lationsplatten aus Fasermaterial, beispieIs- reise aus Holzwolle.
Die Erfindung besteht daiin, dass die Ein richtung eine Tränk- und Auspressmaschine zum Durchtränken des Fasermaterials mit dem Bindemittel, eine Presse zum Einpres sen des.
Fasermaterials in Formen aufweist, ferner eine Fahrbahn, auf welcher fdie ge füllten Formen vermittelst einer Förd'ervor- richtung in einen Ofenkanal eingefiihrt wer den können und eine Hebe- und Senkvorrich tung besitzt, mittelst welcher die Formen, die hinten im Ofen angelangt- sind, in einen zweiten, zum ersten Ofenkanal parallel ver laufenden Ofenkanal.befördert werden kön nen,
in welchem die Formen wieder durch .die Fördervorrichtung na.eli vorn bewegt werden können, und dass eine Ausstossina.- schine vorgesehen ist, mittelst welcher die aus dem Ofen kommenden, getrockneten Isolationsplatten aus Fasermaterial aus :den Formen ausgestossen werden können. Ein Ausführungsbeispiel .des Erfindungs gegenstandes mit einigen Detailvarianten ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt die ganze Einrichtung im Vertikalschnitt; Fig. 2 ist der zugehörige Grundriss; Fig. 3, 4 und 5 zeigen ein Ausführungs- beispiel der Form im Längsschnitt, Quer schnitt und Grundriss; F'ig. 6 und 7. zeigen. ein anderes Ausfüh rungsbeispiel einer Form im Querschnitt und im Grundriss;
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt durch den Ofenkanal; Fig. 9 und 10 .eine Variante der Form mit einer Detailvariante des Formenantrie- bes.
1 ist ein. Ofen mit zwei parallel verlau fenden Kanälen 5 und G, welche hinten im Ofen verbunden sind. Vorn ist ein Quer kanal 2, welcher mit .dem obern Ofenschacht 5 korresondier-t und .anderseits mit einer Heizqtiell@e, beispielsweise mit einem Feuer herd in Verbindung steht. Unter clem Quer- kanal 2 ist ein weiterer Querkanal 3,
wel cher mit dem Ofenschacht 6 Verbindung hat und in welchem beispielsweise sich ein Saub- ventilatar befindet. Wird :dieser Ventila tor -in Betrieb gesetzt, so strömt die Wärme von der Wärmequelle .durch den Querkanal 2, von hier aus durch den Schacht 5 nach dem hintern -Ende des Ofens 1, von hier aus durch den untern Schacht 6 in den Querselharht 3.
Die Richtung, welsshe die Warmluft durchläuft, ist in der Zeichnung durch Doppelpfeile angegeben. Die Luft könnte aber auch in entgegengesetzter R.ich- tungdurch die Ofenkanäle 5 und 6 strömen. 7 ist eine Öffnung, welche zum .obern Heiz kanal 5 des Ofens 1 führt. 8 ist eine Öff nung des untern Ofen:scha.ehles 6. 9 ist die Rückwand des Ofens 1.. Im obern Ofen kanal 5 liegen zu beiden Seiten des Kanals die Schienen 10, welche durch die Öffnung 7 über den Ofen 1 hervorragen.
Im untern Ofenkanal liegen zu beiden Seiten die Schie nen 11, welche bei der Kanalöffnung 8 aus dem Ofen noch ein Stück nach vorn verlau fen.
Links oben in den Fig. 1 und 2 ist die Bade- und Auspressmaschine. Dieselbe be steht in der Hauptsache aus.- dem Bassin 95, welches nach rechts ansteigt und links durch die Wand 91- abgeschlossen ist.
Längs den beiden obern Ba.ssinrändern sind die U-Eisen 96 befestigt. Auf der rechten Seite kor respondiert das Bassin mit einem Schacht 94. Links an der Bassinwaud 91 ist eine Welle 98 mit den zwei Kettenrädern 104 und dem 1Tandra:d 99 gelagert. Am Kopf der Maschine ist eine weitere Welle 102, die ebenfalls mit zwei- Kettenrädern 101 ver sehen ist.
Zu beiden -Seiten der Maschine führt über diese Kettenräder und über die Leitrollen 97 je eine Kette 100. Von den Punkten 106 dieser zwei Ketten geht eine Traverse quer durch das Bassin, an welcher eine Anzahl vertikaler Lineale 105 befestigt sind. Oben sind die beiden äussernLineale na ah hinten verbreitet und mit Rollen 114 versehen, welche in den U-Eisen 96 laufen. Im obern Teil der Maschine ist ein zweiter Rechen, gebildet durch die Lineale 107.
Dieser Re chen ist gleich dem untern. Statt; dass der selbe aber mit den Ketten 100 in Verbin dung steht, ist derselbe durch die Klinken 1,08 auf den U-Eisen 96 verklinkt. Bei 110 ist ein Support befestigt mit einem Rädchen 1e11, über welches eine Kette 109 führt, die einerseits an der Klinke 108 befestigt ist und anderseits einen Zuggriff 112 besitzt.
Die Fiinhtion der Maschine ist folgende. Man füllt das Bassin 95 mit dein Binde mittel, mit zvelcliem das Fasermaterial mir Herstellung der Isolierplatten getränkt wer. den muss.
Dann taucht man in dieses Bin demittel ein gewisses, Quantum Faserstoff. Hierauf dreht man am Handrad 99. wo:- durch die durchtränkte Holzwolle nach dem hochliegenden Bassintell 92 gegen den fest stehenden Rechen 107 gedrückt wird, wobei glas überschüssige Bindemittel wieder nach dem Tiefpunkt des Bassins 95 fliesst.
Ist clas genügend abgetropft, so löst man durch einen Zug am Kettengriff 112 die Klinke 108 und dreht dann in glei cher Richtung am @andiad 99 weiter. wo durch das Fasermaterial mitsamt dem Re chen<B>107</B> hochgehoben wird. Söbasd das Material über .dem Schacht. 94 zu liegen- kommt, so fällt dasselbe in den Schacht, welcher unten durch einen Boden abgeschlos sen ist.
Rechts lieben dem Schacht ist eine Presse in Form einer Kniehebelpresse, bestehend aus - d'em (Tectell 33, den Kniegelenken 140 und 1.-12, welche durch die Zugstange 141 mit- - - einander verbunden sind und oben an Tra versen 38 a.nscharniert sind. Auf dieser Presse liegt eine Foi-m. welche der Grösse der !herzustefleii@clpn Ts.olatianspiatteri ent spricht.
Diese Foiin wird mit dem Faser- inateriäl gefüllt, welches man dem Sehacht 91- entnimmt, dann wird sie mit dem For- in endeckel zugedeckt. Hierauf werden Quer riegel: 39, die im Pressengestell horizontal verschiebbar belagert sind, über den Deckel v orgeschoben.
Hierauf dreht man am Handgriff 143, - welches durch die Welle 37 mit: einem Ket- tenrad 38a:, der Kette 36 und dem Ketten rad mit der Pressenwelle 34, auf welcher der Kniehebel 142 verkeilt ist, verbunden ist. Dadurch wind die Form, die auf der Presse liegt, hochgehoben, beziehungsweise gegen den Formendeckelgedrückt, bis derselbe ge nügend in die Form hineinragt, beziehungs weise bis das Fasermaterial genügend ge- presst ist.
In diesem Zeitpunkt wird der Formendeckel mit der Form verriegelt und die gefüllte Form soweit gesenkt, bis die selbe auf die Höhe .der Rollen 15, die in den Schienen 11 gelagert und je zwei und zwei auf dein Achsen 16 :rotieren können, langt. Die übrigen Formen, die schon auf die ser Formbahn liegen und diejenigen, die im obern Heizkanal liegen, sind bereits, auf die vorbeschriebene Art und Weise gefüllt wor den.
Rechts von der Presse ist eine Ausstoss maschine von gleicher Bauart wie die Presse,. Diese und der zugehörige Antrieb be stehen aus den Teilen 43 bis 52. Diese Ma schine bezweckt das Aucstoss.en der Isola tionsplatten aus den. Formen, welche aus dem obern Ofenschacht heraashommen. Um eine Isolationsplatte 30 auszustossen, hebt man durch Drehen am Handgriff 52 die beiden Traversen 47, welche auf den in die Form eingelegten Boden 26, (Feg. 3, 4, und 5) :drücken. Dies., nachdem man vorerst den Formendeckel gelöst hat.
Ist eine Isola tionsplatte ausgestossen. so legt man dieselbe bei Seite, schiebt die leere Form nach links gegen die Presse imd den Deckel über die Rallen 13 auch nach der- Presse hin, damit die leere Form dort wieder gefüllt werden kann. Wenn im untern Kanal wieder eine Form nachgeschoben werden muss, so muss vorerst die hinterste Form hochgehoben wer den.
Dies geschieht beispielsweise durch eine Hebe- und Senl@vorriehtu@n:g von ähnlicher Konstruktion wie die Presse und die Aus- liebmascliine. Sie ist zusammengesetzt aus den Teilen 54 bis 59 und den Rollen 60. Der Antrieb ist gleich wie bei den vorer wähnten Maschinen und besteht aus dem Kettenrad 64, der Kette 6\? und dem Ketten- rad 61.
Um eine hinten im Ofen ank.oni- mende Form hochzuheben, wird diese Vor- richtting, das heisst die Plattform derselben mit den P-oIlen 60 gesenkt, hierauf kommt eine Form auf diese Rollen 60 und die Platt form 59 wird durch Drehen am Kettenrad 64 hoehgehoben.
Beim vorstehenden Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist die Einrichtung so, dass sämtliche Formbewegungen von einem Standort aus, der zwischen der Ein- tauchinasGhine und dem Ofen 1 gelegen ist. gemacht werden können. Jedesmal, wenn im untern Ofenschacht eine Form nach hin len bewegt werden mussl, muss im obern Schacht eine Form nach vorn bewegt wer den. Diese zwei Bewegungen lassen sich kombinieren, was aber nicht absolut not wendig ist. Im vorstellenden Ausführungs beispiel nach den Fig. 1 und 2 ist diese Kombination durchgeführt.
In der Höhe des untern Ofenschachtes ist linl@s neben der Presse eine Achse 7? mit einem Zahnrad 76, dem Kettenrad 78 und dem Ha.ndra,d 73 gelagert. Das Zahnrad 76 ist im Eingriff mit einer Zahnstange 71, diecinehin-und hergehendeLängsbewegung machen kann.
Hinter :dem Ofen 1 ist ebenfalls eine Welle 86 in den Lagern 87 gelagert, welche mit dem Zahnrad 90 und dem Kettenrad 82 ver sehen ist. Das Zahnrad 90 ist. im Eingriff mit der Zahnstange 89, welche in der Füh rung 88,. die in der Höhe des obern Ofen kanals liegt, eine hin- und leergehende Be- wegring machen kann. Die beiden Kettenrä der 82 und 73 sind miteinander durch die Kette 75 oder durch ein anderes Zugorgan, welches über die Rollen 84, 82, 78 und 80 führt, verbunden.
Wenn nun beispielsweise am Handrad 73 in der Pfeilrichtung ge dreht wird;, so bewegt die Zahnstange 74 den untern Formenzug um .eine Formlänge nach rechts und die Zahnstange 89 den obern Formenzug um eine Formlänge nach links.
Das Einfüllen der Formen, das Ausstossen der Isolationsplatten und das Nachschieben der Farmen hat periodisch zu erfolgen. Die Fördervorrichtung nach den Fig. 1 und 2 hat -den Nachteil, dass jedesmal, wenn ein Nachschieben der Formen stattgefunden hat, der Mechanismus eine rückgängige Leerlauf bewegung machen muss. Dies: kann vermie den werden nach dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 9 und 10.
Hier arbeiten immer zwei Zahnstangen 1_26 und 127 gegenläufig miteinander, weil dieselben im Eingriff sind mit einem ge meinsamen Zahnrad 124. welches auf der Antriebswelle l23 liegt. Damit die jeweils v erschcbene Zahnstange (126 in. der Fig. 10) das Herunterlassen der nächsten Form nicht hemmt, drücken die Zahnstangen gegen die vertikal schwenkbaren Anschläge 201, wel che auf den Achsstutzen 200 die seitlich an den Formen befcetigt sind, gelagert sind.
Durch diese Figuren ist auch das Aus- führungsbeispiel demonstriert, bei welchem die Formenbew egung auf motorische Art und Weise erfolgt: Auf der Welle 123 ist beispielsweise das Kettenrad 130, welches mittelst der Kette 131 mit einem Elektro motor 133 in Verbindung steht, montiert. Der Elektromotor kann durch die Leitung 135, die beliebig lang sein kann, und den Schalter 134 in Betrieb und abgestellt werden.
Statt die radlosen Formen auf Rädern, die ortsfest gelagert sind, laufen zu lassen, können erstere auch mit Rädern versehen. sein. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist durch die Fig. 9 und 10 dargestellt. 18 ist eine Form mit den Achsen 121 und den Rä dern 120. 122 sind die Schienen, auf welchen die Formen laufen.
Fig. 8 zeigt einen -Schnitt durch die Ofenkanäle nach den Fig. 1 und 2. Es ist wichtig, die- Rollen, ,die in stark erhitzter Luft laufen müssen, richtig zu schmieren.
Zwei Ausführungsbeispiele der %llen- schmierung sind in Fig. 8 dargestellt.
Die Rallen im untern Schacht 6 werden durch die Schmierkanäle 128. die durch die Ofenwandung hindurchgehen, geschmiert, beispielsweise von den Staufferbüchsen 129 aus. Die Rollen im obern Ofenschaeht kön nen beispielsweise dadurch geschmiert wer- den, dass man in den Ofenwandungen Aus sparungen macht, welche mit den Deckeln 150 verschlossen werden können. Durch diese Aussparungen ist es möglich, die im Ofeninnern liegenden Staufferbüchsen zu schmieren.
Fig. 3, 4 und 5 stellen ein Ausführungs beispiel einer Form dar. 18 ist ein Rahmen, welcher unten durch eine Abbiegung nach aussen und durch die Flacheisen 19 ver stärkt ist. 27 sind Traversen; .die quer durch die Form hindurch gestossen werden können. und zwar in beliebiger Höhe. 29 sind die entsprechenden Löcher in dem FormenraIi- men 18.
Auf die Traversen kommt ein Bo den 26 zu liegen und oben kann die Form durch einen Deckel mit -dem Verriegelungs- mechanismus 21 bis 25 verschlossen werden, indem durch das Verschieben der Hebel 23 die Riegel 24 durch die Löcher 25 in der Formwand hindurchstossen. 30 ist der Faser stoff in dieser Form.
!Will man dünne Platten herstellen, so versetzt man die Riegel 27 'Traversen) nach oben. Auf diese Art und Weise ist es mög- lieh, mit der gleichen Foim Platten von ver schiedener Dicke herzustellen.
Fig. 6 und 7 zeigen eine andere Form ausführung, welche .gestattet, in der gleichen Form mehrere Platten von gleicher oder verschiedener Dicke herzustellen.
Der Deckelversehluss kann gleich sein wie bei der Form nach den Fig. 3, 4 und 5. Zwischen dem Deckel und dem Boden sind beispielsweise drei 7ivisehenböden, welche distanziert werden durch die auswechselba ren _ Lineale 31., so dass mit dieser Form gleichzeitig vier Platten zus"ammengepresst werden können.
Bei der Form nach den Fig. 3, 4 und 5. 6 und 7 kann nach dem Öffnen des Deckkeils der ganze Forminhalt durch einen Druck auf den Formboden, welcher nur eingelegt ist, herausgenommen werden.