CH137302A - Kolbenliderung für Brennpulvermotoren. - Google Patents

Kolbenliderung für Brennpulvermotoren.

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CH137302A
CH137302A CH137302DA CH137302A CH 137302 A CH137302 A CH 137302A CH 137302D A CH137302D A CH 137302DA CH 137302 A CH137302 A CH 137302A
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    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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    • F02B45/02Engines characterised by operating on non-liquid fuels other than gas; Plants including such engines operating on powdered fuel, e.g. powdered coal
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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    • Y02T10/30Use of alternative fuels, e.g. biofuels

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Description


      Holbenlidernng    für     Brennpulvermotoren.       Die bei     Ölmotoren        gebräuch        liohe        Kolben-          Iiderung        vermittelst    übergestreifter. federn  der     Kolbenringe    ist für     Brennkraftmaschi-          nen    für pulverförmige Brennstoffe nicht  geeignet.

   Die     Veibrennungsgase    enthalten  feste, mineralische     Brennpulverrückstände     aus dem     Verbrennungsvorgange,    welche im  Betrieb eine schnelle Abnutzung der Kol  benringe verursachen. Diese Abnutzung  wird rasch so gross, dass sich die Kolben  ringe, die sich immer an die innere Zylin  derwand andrücken, an ihren Stossfugen  nicht mehr überdecken und dadurch nicht  mehrdicht halten.  



  Umfassende Forschungen an ausgeführ  ten     Kohlenstaubmotoren    haben ergeben, dass  die Asche des Kohlenpulvers in der     Afa-          schine    hauptsächlich dadurch     zwischen    die  Ringe gerät,     dass    die     Kalbenringe    undicht  sind' und die durchströmenden     Undichtig-          keitsgase    vom Arbeitsraum solche     Asche          zwischen    die Kolbenringe und die Zylin  derwand     hineinfegen.    Bei den     bekannten,    ge  wöhnlichen,

   einfachen     Ringen    mit Überlap-         pung    am Stoss treten dabei so hohe Geschwin  digkeiten der     Undichtigkeitsgase    an den  überlappten Stossstellen auf, dass     tiefe    Gru  ben     in    die Zylinderwand, in den Kolben und  in den jeweils     darunter    liegenden Ring ge  blasen werden.  



  Die     Undichtigkeitsgase        werfen    die mit  gerissene Schlacke und Asche wie     ein    Sand  strahlgebläse durch solche     Kolbenringfugen.     



  Kolben und Kolbenringe an     Kohlenstaub-          maschinen    müssen nicht nur abdichten wie  bei     Ölmaschinen,    sondern noch die unver  meidlich stets in kleinen Mengen eintretende       Kohlenpulverasche    tot reiben, ihr möglichst  schnell die ,Schleiffähigkeit nehmen, da  durch, dass,     wie    beim Einschleifen von Häh  nen der     Einschleifschmirgel    die Asche zer  drückt, zerrieben und zermahlen, also von  einem grösseren Anfangskorn möglichst bald  auf eine ganz kleine Korngrösse gebracht  wird.

   Dieses Zermahlen kann aber nur dann  erfolgen, wenn die zwischen Kolben und  Zylinderwand     eintretende    Asche nicht       schnell    durchgefegt wird, sondern     nur    lang-           sa.m    eintreten kann. Beim schnellen     Durch-          fegen    treten     Blasriefen    in der Zylinderwand  und     Kolbenwand    auf, durch deren Erwei  terung in immer steigendem Masse Asche  durchgefegt wird, so dass ein Dauerbetrieb  kaum zu erreichen ist.

   Wenn aber die Asche  teilchen auf feines Korn zerrieben werden,  bilden sie mit Schmieröl eine dickliche,  schwarze Schmiermasse von grösserer Zähig  keit als das Schmieröl allein im Anfang be  sessen hat,     Diese    Schmiermasse dichtet bes  ser als reines Öl, kann aber nur dann zwi  schen     Zylinderwandl    und Kolben zum  Schmieren gebraucht werden, wenn die       Ascheteilchen    :auf ganz kleine, unschädliche  Körnchen     zerdrückt    und zerrieben sind.

   Die  Grösse derselben muss kleiner sein, als. die  Filmdicke der     Schmierschicht,    also kleiner,       alis    die Ölhaut :dick     ist,    die sich trotz dem       Darüberschleifen    der     Kolbenringeauf    !der     Zy-          lind        lerwand    im     Betrieb:e    erhält.

   Dann schwim  men gewissermassen die     Ascheteilchen    in dem  flüssigen Schmieröl     und    können nur die eine  der beiden Metallwände, nicht aber mehr       gleichzeitig    beide     berühren,    welche durch  jene     0lfilm:dicke    im Betriebe getrennt gehal  ten werden.

   Durch Versuchsforschungen über  mehrere Jahre wurden diese Verhältnisse  bei den verschiedenen Kohlensorten studiert  und erkannt, dass diese Schwierigkeit und  die Abnutzung in     wirtschaftlich    sehr     befrie-          ,digendler    Weise :dadurch     beseitigt    werden,  dass in jede Kolbennut zwei Ringe neben  einander mit     gegeneinander    versetzten Stoss  fugen eingelegt werden, so dass die Kolben  nut bei den     :Stossfugen    durch einen vollen  Ring abgedeckt ist.  



  Zwei Ringe verschiedener     Konstruktion          sind.        bisher    nur in Dampfmaschinen, Gas- und       Ölmotoren    und Pumpen nebeneinander in  eine     Kolbenringnut    eingelegt worden, aber  nicht an     Kohlenstaubmotoren.    Dies     beweisen     die Veröffentlichungen über :die     bisherigen          Kohlenstauhmotoren.        Darauf    sind auch zum  grössten Teil die bisherigen Misserfolge an       Kohlenstaubm.aschinen    zurückzuführen.

   Der  Erfinder kam nämlich auf viel     verwickel-          tere        Kolbendichtungen,        zum    Beispiel .durch         Flüssigkeitsabdichtung,    und     mühte    sich  vergeblich, auf diesem Wegeden Kolben ab  zudichten     und,    den Verschleiss einzuschrän  ken.

   Zwei Ringe nebeneinander anzuwenden,       laig    für den Fachmann durchaus nicht nahe,  weil im     Gegensatz    zur späteren     Erfahrung     zu vermuten war,     .dass    infolge der .doppelten       Reibflächenbreite    an der Zylinderwand  durch die Kolbenasche :die Zylinderseele  ,doppelt so rasch     albgenutzt    werden     .müsste:          erst    die Versuche des Erfinders zeigten, dass  überraschenderweise gerade das Gegenteil  .davon der Fall ist.  



  Die Zeichnung .zeigt in den     Fig.    1-3 die       sandstrahlgebläseartige    Wirkung der     Un-          dichtigkeitsgase    bei der gebräuchlichen     Kol-          benliderung.    Die übrigen Figuren betreffen       Ausführungsbeispiele    der     Kolbenliderung     gemäss der Erfindung..  



       Fig.    1 zeigt einen Längsschnitt durch  einen     Kolbenkopf    mit Ringen gewöhnlicher       Art,          Fig.    2 die     Kolbenringstösse    nach     Fig.    1,       Fig.        .3    einen Aufriss eines Einzelringes  nach     Fig.    1,       Fig.    4 einen     Querschnitt    durch einen     Kol-          benkopf    mit der     Li8erung    gemäss :

  der Erfin  dung,       Fig.    5 einen Aufriss eines Ringpaares  nach     Fig.    4, ;       Fig.    6 :ein     Kolbenringpaar,    .der Deutlich  keit halber etwas auseinander genommen,       Fig.    7, 8 und 9 zeigen Ausführungsbei  sipiele von Ringpaaren, mit einer Begren  zung der Federung im Querschnitt.  



  In     Fig.    1-3 blasen     :die        aschehaltigen     Verbrennungsgase durch die erste Stossfuge  a', in den     Ringraum    d hinter     :dem    Kolbenring  b und von     dort    durch die naheliegende,  zweite Stossfuge a." mit fast     unverminderter          Fegwirkung    in den Ringraum g, der durch  die Differenz von     Kalbendurehmesser    und       Zylinderbohrung    bedingt ist.

   An der Um  lenkstelle (c) an :der     Zylinderwand    schleifen  die     Undichtigkeitsgase    jene     eigenartigen     Höhlungen c in die     Zylinderwiiind,        wie    sie       Fig.    2 bei .drei     im    Kolben aufeinanderfol-           genden    Ringen in einer     Ansicht    von vorn       zeigt.    Die     Blaswirkung    nimmt nach dem Pas  sieren jedes Ringes b .ab, so dass auch die  Aushöhlungen c kleiner werden.  



  N a ah     Fig.    4 und 5 sind in jeder Kolben  nut     d    nebeneinander zwei     Kolbenringe   <I>b'</I> und  b" mit versetzten Stossfugen a. eingelegt.  Das Verdrehen .der Kolbenringe<I>b'</I> und<I>b"</I>  gegeneinander und das Drehen in der Nut  <I>d</I> ist durch Anschlagstifte<I>f</I> verhindert.  



  Die durch     die    Stossfuge     a'    des jeweils  ersten     Kalbenringes    b' (Feg. 4) hindurch  fegenden,     asthehaltigen    Verbrennungsabgase  finden bei ihrem Austritte bei<B>d</B>" den Weg       -durch    den vollen     Querschnitt    des in der glei  chen Nut liegenden, zweiten Ringes b" ver  sperrt.

   Sie     müssen    hinter und     zwischen    den  Ringen b' und b" einen beträchtlichen Weg  bis zur     zweckmässig    um den halben Kolben  umfang versetzten     .Stossfuge    a"' des zweiten       Ringes    b" zurücklegen, um durch diese bei  a"" in den     Zwischenraum    g     zwischen    zwei       aufeinanderfolgenden    Ringpaaren eintreten  zu können.

   Auf diesem langen Wege wird  die     Kraft    und     Geschwindigkeit    der durch  fegenden Aschengase beträchtlich     vermin-          dert.        Si    besitzen beim     Austritte    aus der  Stossfuge a<B>....</B> des zweiten     Kolbenringes   <I>b"</I>  nicht mehr eine     derart    starke     Blaswirkung,     dass die     mitgeführten,    festen Aschenteilchen  solche Höhlungen c (Feg. 1 und 2) im Kol  ben     und    in der Zylinderwand     ausarbeiten     können.  



       Fig.    6 zeigt eine andere Art,     die    Ringe  am Verdrehen zu hindern. Der eine Ring  jedes Ringpaares besitzt an seiner ebenen,  -dem     andern    Ringe zugewendeten Fläche  eine     Nase    i, die in eine     entsprechende    Aus  sparung k bei der     Überlappungsfuge    des an  dern Ringes eingreift. Ausserdem besitzt der  eine Ring .an seiner Aussenseite eine ähn  liche Nase 1, die in einer Aussparung des  Kolbens liegt.

   Durch die Nasen i mit den       Aussparungen    k wird das Verdrehen der  beiden Ringe eines Ringpaares gegenein  ander verhütet, während die in der     Kolben-          aussparung        liegende        Nase    l das ganze Ring  paar im Kolben am Verdrehen     hindert.    Die    Nasen<I>i</I> und     l    können aus dem vollen Ring  materia1 ausgearbeitet oder eingesetzt wer  ,den und durch     Löten,    Schweissen oder Nie  ten mit     edlem    Ring verbunden sein.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    7       sind    an jedem     Ring    zwei     Sicherungsnasen     c     angeordnet,    welche in     Aussparungen    k des  andern Ringes zu beiden Seiten seiner Stoss  stelle a eingreifen.

   Die Aussparungen k sind       etwas    breiter als die Nasen i und     gestatten     bei der allmählichen Abnutzung .der Ringe  im Betriebe deren     feiderndes    Auseinander  spreizen und Andrücken an die Zylinder  wand, bis die     Innenflanken    k' nach Zurück  legen des Weges<I>w</I> an die Nasen<I>i</I> des Gegen  ringes     anstossen.    Dann verhindern     .die    Nasen  i     ein    weiteres Ausdehnen     ,

  des    Gegenringes  und entlasten so     die    Zylinderwand von dem  starken     Anpressungsdruck    der     Kolbenringe.     Die Ringe haben sich bis dahin gut in den  Zylinder eingelaufen und halten nun auch  ohne weitere Eigenfederung in den meisten  Fällen völlig dicht.

   Weil .der starke     Anpres-          sungsdruck    der Kolbenringe an die     Zylinder-          wand.        jetzt        fortfällt,    nutzen sieh Zylinder       tm.d    Ringe nach Erreichung dieser     Einlauf-          stellung        nicht    mehr wesentlich ab.

   Durch  diese begrenzte Förderung der Ringe wird       auch    verhütet,     dass    bei geringer     überlappung     die Ringe sich nach der Abnutzung so weit  ausdehnen, dass die Überdeckung verloren  geht und .die Fugen a', a" einen quer     durch-          laufenden,    freien Spalt bilden.  



  Nach     Fig.    8     stossen    die beiden Ring  enden der Ringe b', b" an .der Stossstelle ge  gen     eine    Nase des andern Ringes, die bis  zur gegenüberliegenden Wand der Kolben  nut reicht.  



  Nach     Fig.    9 ist diese     Nase    nur halb so  hoch wie der Ring breit und die Ringenden  sind abgesetzt und bilden miteinander eine  Stossfuge a.  



  Zweckmässig sind bei einem Kolben 3-5  Paar     Kolbenringe    vorgesehen, und zwar  etwa 3 Paar bei schnellgehenden Kolben bis  300     mim    Durchmesser und etwa 5 bei lang  sam gehenden Kolben und     grösserem    Durch  messer (über 300 mm).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: KolbenIiderung für Brennpulvermotoren mit in Kolbennuten liegenden Dichtungsrin- gen,dadurch gekennzeichnet, @dass in jeder Nut zwei federnde Kolbenringe nebenein ander .mit gegeneinander versetzten Stoss fugen liegen, so dass .dort die Kolbennut .
    durch einen vollen Ring abgedeckt ist, da mit das unmittelbare Durchblasen der asche- hadtigen Abgase verhindert und dadurch die sandstrahlgebläseartige Wirkung,der Abgase aufgehoben ist. UNTERANSPRUCH:
    Kalbenliderung für Brennpulvermotoren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass, die beiden in ,einer Kolbennut lie genden Dichtungsringe mit Vorsprüngen und Aussparungen derart ineinandergreifen. dass die Federung jedes Ringes begrenzt ist.
CH137302D 1928-09-01 1928-09-01 Kolbenliderung für Brennpulvermotoren. CH137302A (de)

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CH137302D CH137302A (de) 1928-09-01 1928-09-01 Kolbenliderung für Brennpulvermotoren.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4540186A (en) * 1985-01-28 1985-09-10 Pneumo Corporation Anti-rotation device for contracting rod ring seals

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4540186A (en) * 1985-01-28 1985-09-10 Pneumo Corporation Anti-rotation device for contracting rod ring seals

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