Apparat zum Registrieren abgemessener Mengen von Flüssigkeiten oder fein zerteilten, festen Stoffen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zum Registrieren abgemessener Mengen von Flüssigkeiten oder fein verteil ten, festen Stoffen, welcher dazu bestimmt ist, mit einem Messapparate für die Flüssig keit oder den fein verteilten festen Stoff in Wirkungsverbindung gesetzt zu werden, und der ausgezeichnet ist durch eine Regi- strierorgane beherrschende Hauptwelle, wel che einen mit einem Absperrhahn des Mess- apparates zu verbindenden Handhebel trägt,
ferner durch eine mittelst zugehörigen Schlüssels auslösbare Verriegelungsvorrich- tung für diese Hauptwelle, durch ein den Antrieb von Typenzählrädern der mit Farb band versehenen Registriervorrichtung be sorgendes Federtriebwerk und durch eine vom Messapparat zu bewegende Messwelle, welche den Betrieb der genannten Zählräder regelt.
Der Apparat ist in der beiliegenden Zeichnung in einer beispielsweisen Ausfüh rungsform dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des Apparates, Fig. 2 eine Ansicht von der andern Seite gesehen nach Entfernung einiger Gehäuse teile, um das Zehnerrad, das Schaltwerk und die Papier- und Farbbandrolle sichtbar zu machen, Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Linie A-A der Fig. 5, Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie C-C der Fig. 3, Fig. 5 einen Querschnitt nach Linie D-D der Fig. 3,
Fig. 6 eine Sonderdarstellung eines Teiles der Antriebsvorrichtung in wirksamer Lage der Teile.
Der Mechanismus des Apparates ist in einem Gehäuse 1 eingeschlossen und weist ausserhalb des Gehäuses einen Betätigungshe bel 2 auf, der auf der Hauptwelle 3 festsitzt und an seinem längeren Arm einen Griff knopf 2a aufweist. Der kürzere Arm 4 des Hebels (Fig. 1) kann durch ein nicht ge zeigtes Gelenk mit dem Betätigungsarm des Absperrhahnes eines Messapparates verbun den sein.
Dieser Hahn kann ein Zweiwege- hahn sein, der so angeordnet ist, dass, so bald der Betätigungshebel 2 und die Haupt welle sich in der Ausschaltstellung befinden, wie dies in Fig. 1 und 5 angenommen ist, der Flüssigkeitsabfluss unterbrochen ist, wäh rend der Betätigungshebel 2 und die Haupt welle in Richtung des Uhrzeigers (Fig. 1 und 5) in die Einschaltstellung geschwungen sind, der Hahn zur Lieferung von Flüssigkeit offen steht.
Die Registriervorriehtung weist auch eine Messspindel 5 auf, die quer im Apparatge- häuse gelagert ist und derart mit dem Mess- apparat in Verbindung steht, dass sie nach Freigabe des Flüssigkeitsabflusses für je eine bestimmte gelieferte Flüssigkeitsmenge eine volle Umdrehung ausführt.
Die Hauptwelle 3 wird in der Ausschalts stellung (Fig. 1 und 5) durch einen Sperr hebel 6 (Fig. 5 und 6) gesperrt gehalten. Dieser steht unter der Einwirkung einer Fe der 7, welche das Bestreben hat, den Hebel so zu bewegen, dass die Klaue 8 in eine Aus sparung 9 einer Sperrscheibe 10 auf der Hauptwelle eingreift.
Soll die Hauptwelle freigegeben werden, so wird ein Schlüssel 11 (Fig. 3, 4, 5 und 6) in das Schlüsselloch 12 eingeführt. Mit dem Schlüsselbart 13 wird dann Sperrhebel 6 entgegen der Einwirkung der Feder 7 ge hoben, wobei die Klaue 8 aus der Ausspa rung 9 der Sperrscheibe 10, wie Fig. 6 zeigt, heraustritt, und die Hauptwelle 3 freigege ben ist. Auf der Welle 3 sitzt auch ein Arm 14, der, wenn die Welle 3 gedreht ist, den Schlüsselbart 13 in seiner Stellung festhält und dadurch eine Rückdrehung des Schlüs sels verhindert. Man kann dann auch den Schlüssel nicht mehr herausziehen solange die Welle 3 gedreht ist. Ein nicht gezeigtes Schloss ist vorgesehen, welches das Auslösen der Welle 3 nur mit dem richtigen Schlüssel gestattet.
Die Messspindel 5 besitzt einen Kurbel zapfen 15 (Fig. 5), der durch ein Gelenk 16 an einen Ankerhebel 17 angeschlossen ist, welcher um die Achse 18 ausgeschwungen werden kann. Die Achse 18 ist quer im Ge- häuse gelagert. Der Ankerhebel 17 hemmt den Gang eines Ankerrades 19, welches lose auf einer Spindel 20 (Fig. 3) sitzt und eine Verzahnung 21 besitzt. Das Ankerrad 19 wird unter Vermittlung eines lose auf der Achse 24 sitzenden Rades mit den Verzah nungen 22 und 23 von einem Federmotor 25 aus angetrieben. Die Spindel 26 dieses Mo tors ragt aus der Aussenseite des Gehäuses heraus und ist mit einem vierkantigen Ende 27 versehen, mit dessen Hilfe man die Fe der spannen kann.
Die Spindel 26 wird eine Klinke 28 und ein Sperrad 29 (Fig. 3 und 5) in gesperrter Lage gehalten.
Die Spindel 20 wird durch eine Schalt klinke 30 und ein Schaltrad 31 vom Anker rad 19 aus angetrieben und trägt ein Zahn rad 32 (Fig. 3), das mit einem Zahnrad 33 des Einerzählrades 34 in Eingriff steht. Dieses zum Zählen niederer Einheiten be stimmte Rad sitzt fest auf einer Muffe 35, die von einer Achse 36 des Gehäuses ge tragen wird. An einem Ende der Muffe 35 sitzt ein Klinkenträger 37, dessen Klinke 38 (Fig. 2 und 3) mit einem Schaltrad 39 der Achse 36 in Eingriff steht.
Die Klinke 38 besitzt einen Arm 40, der durch eine Feder 41 mit der Innenfläche eines Ringes 42 in Eingriff gehalten wird. Dieser Ring sitzt im Gehäuse fest, so dass die Klinke 38 gewöhnlich mit dem Schaltrad 39 in der aus Fig. 2 erichtlichen Weise ausser Eingriff gehalten wird. Der Ring 42 besitzt eine Kerbe 43, in die der entsprechend aus gebildete Arm 40 der Klinke 38 einmal bei jedem vollen Umlauf der Muffe 35 eingreift, wodurch dann die Klinke mit dem Schaltrad in Eingriff gebracht wird. Die Kerbe 43 ist so gestaltet und abgemessen, dass das Schalt rad jedesmal, wenn die Klinke in die Aus sparung eingreift, um einen Zahn weiter be wegt wird.
Die Spindel 36, die auf diese Weise je desmal bei einer vollen Umdrehung des Einerrades 34 um einen Schritt gedreht wird, trägt ein zum Zähler höherer Einheiten be stimmtes, im folgenden als Zehnerzählrad bezeichnetes Rad 44, das unmittelbar neben dem Eiinerrad, wie aus Fig. 3 ersichtlich, angeordnet ist.
Die Zählräder 34 und 44 sind an ihrem Umfang mit Drucktypen versehen, um wäh rend der Drehung der Messspindel die gemes sene Flüssigkeitsmenge auf einen Registrier streifen 45 (Fig. 4) aufdrücken, der sich über eine feste Druckunterlage 46 bewegt. Diese Unterlage besitzt eine Öffnung 47, in welche die Typen der Zählräder 34 und 44 eintreten können.
Der Registrierstreifen 45, der aus Papier oder anderem geeigneten Material besteht, ist auf eine Spule 48 aufgewickelt, die von einer Spindel 49 im untern Teil des Ge häuses getragen wird und unter der Einwir kung von Bremsmitteln steht. Der Strei fen bewegt sich über die Spindel 18 und eine Führungsrolle 50 zur Oberfläche der Unter lage 46, über die er durch eine gerippte Speisewalze 51 hinweggezogen wird. Diese Walze 51 sitzt auf der Spindel 24 und leitet den Streifen auf eine Aufwickelspule 52, die lose auf der Aufwindespindel 26 des Motors 25 sitzt.
Der Streifen wird gegen die Speise walze 51 durch eine Druckwalze 53 ange- presst, welche in einem schwingbaren, unter der Einwirkung der Feder 55 stehenden Rah men 54 gelagert ist.
Die Aufwickelspule 52 wird von der Speisewalze 51 aus durch Reibung mit Hilfe eines Riemens 56 angetrieben, der um eine Scheibe 57 läuft. Diese Scheibe sitzt lose auf der Spindel 26 und ist mit einem An triebsstift 58 versehen, welcher in eine Nut oder Aussparung 59 am Ende der Spule 52 eingreift. Diese Anordnung ermöglicht es, die Aufwickelspule 52 durch eine Öffnung des Gehäuses herauszunehmen, sobald man eine Tür 60 geöffnet hat, die die Öffnung gewöhnlich abschliesst. Man kann dann nach dem Herausnehmen den auf die Spule auf gewickelten Teil des Streifens abschneiden.
Der Abdruck der Typen der Zählräder auf dem Registrierstreifen wird durch ein Druckkissen 61 und ein Farbband 62 bewirkt, dass die Druckunterlage 46 oberhalb des Re- gistrierstreifens bedeckt. Das Farbband wird zwischen zwei Führungsrollen 63 gespannt und auf Spulen 64 aufgewickelt,- die im Ge häuse in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise angeordnet sind.
Das Druckkissen 61 sitzt an einem unter der Einwirkung einer Feder 66 ste henden Hebel 65, der von einer Kur venscheibe 67 (Fig. 6) gesteuert wird, die lose auf der Hauptwelle 3 angeordnet ist. Diese Kurvenscheibe 67 besitzt vier daumen artige Zähne 68, welche mit einer Rolle 69 des Hebels 65 in Eingriff treten können, um diesen Hebel entgegen der Einwirkung der Feder 66 anzuheben und ihn dann nach jeder Viertelumdrehung der Kurvenscheibe wie der freizulassen.
Die Kurvenscheibe 67 wird durch eine Schaltklinke 70 (Fig. 5 und 6) angetrieben, welche an einem auf der Hauptwelle festsitzenden, zur Kurvenplatte 98 gehörigen Arm 71 gelagert ist und eine Rolle 72 besitzt, die hinter die Zähne der Kurvenscheibe 67 in der dargestellten Weise eingreift, so dass bei jeder Betätigung der Welle 3 die Kurvenscheibe 67 eine Viertel drehung ausführt. Eine Sperrklinke 73 (Fig. 5) verhindert eine Rückdrehung der Kurvenscheibe.
Die Kurvenscheibe 61 bewegt auch noch einen Winkelhebel 74, dessen kurzer Arm 75 mit den Kurvenscheibenzähnen in Berührung kommt und dessen langer Hebelarm 76 ge schlitzt ist. In diesen Schlitz greift ein Stift 77 einer Schiene 78, welche in Führungen 79 des Gehäuses gleiten kann und den Zweck hat, die Speisewalze 51 mit Hilfe einer Klinke 81 zu bewegen. Auf der Spindel 24 der Speisewalze sitzt ein Schaltrad 82, in das die Klinke 81 eingreift. Eine Sicherungs klinke 83 verhindert die Rückwärtsdrehung der Speisewalze. Die Schiene 78 steht unter der Einwirkung einer nicht gezeigten Feder, welche bestrebt ist, den Arm 75 des Hebels 74 mit der Kurvenscheibe 67 in Eingriff zu halten.
Die Schiene 78 besitzt einen Ansatz 84, der eine lange mit zwei Zähnen versehene Klinke 85 trägt, die mit einem ihrer beiden Enden abwechselnd in eines der beiden Schalträder 86 eingreift, die auf den Spin deln der Farbbandrollen 64 sitzen. Die Klinke 85 steht unter der Einwirkung einer Feder 87, die an einem Ansatz eines Hand hebels 88 befestigt ist. Dieser Handhebel ragt aus dem Gehäuse heraus und wird durch eine Federsperrung 89 in seinen beiden End- stellungen festgehalten. Je nach der Stel lung des Handhebels 88 wird das Farbband in der einen oder andern Richtung angetrie ben, ähnlich wie dies bei dem Farbband antrieb von Schreibmaschinen bekannt ist.
Um das Zehnerrad 44 in die Nullage zu rückzuführen, nachdem die Zahl einer ge lieferten Flüssigkeitsmenge aufgedruckt und registriert worden ist, wird eine Spiralfeder 90 verwendet, die einerseits auf der Nabe des Schaltrades 39 der Spindel 36 (Fig. 2 und 3) und anderseits auf der Nabe einer Klinke 91 befestigt ist. Diese letztere sitzt auf einer ausschwingbaren Welle 92, welche in festen Lagern ruht. Die Welle trägt einen Arm 93 (Fig. 2 und 4), der gegen eine Kurvenscheibe 94 der Hauptantriebswelle 3 anliegt. Die Kurvenscheibe 94 hält gewöhnlich die Klinke ausser Eingriff mit dem Schaltrad 39, wenn der Betätigungshebel 2 in der Ausschaltstel lung sich befindet.
Wenn jedoch der Be tätigungshebel in die Einschaltlage überge führt ist, dann wird die Klinke 91 mit den Zähnen des Schaltrades durch die Feder 90 in Eingriff gehalten. Bewegt sich dann das Zehnerzählrad schrittweise vorwärts, dann wird die Feder 90 aufgewunden. Eine vor zeitige Rückdrehung wird durch die Klinke 97. verhindert, welche das Schaltrad so lange in der eingestellten Stellung hält, bis der Be tätigungshebel in die Ausschaltlage über geführt ist. Erst dann wird die Klinke 91 ausgelöst, worauf die Feder 90 das Zehner zählrad in die Nullage zurückführt.
Die ge- rlaue Nullstellung wird durch einen auf der Zeichnung nicht ersichtlichen Anschlag er zielt. Dieser Anschlag kann aus einem Stift öder Vorsprung in der Unterlage 46 bestehen, der -sich in der Bahn eines Stiftes oder Vor sprunges auf dem Zehnerzählrad befindet.
Auch das Einerzählrad 34 muss nach je- der Betätigung des Apparates in die Nullage zurückgeführt werden, um Irrtümer zu ver meiden. Zu diesem Zwecke trägt die Spindel 20 ein Zahnrad 95 (Fig. 3), das mit einem lose auf der Spindel 18 sitzenden Zahnrad 96 (Fig. 5 und 6) in Eingriff steht und bei jeder Umdrehung des Einerzählrades eine Vierteldrehung ausführt. Das Zahnrad 96 trägt vier im gleichen Abstand voneinander angeordnete D-förmige Stifte 97, welche von der Kurvenplatte 98 gefasst werden können.
Diese Platte 98 besteht aus einem Stück mit dem Hebel 71 und ist so gestaltet, dass sie zwischen zwei nebeneinander liegende Stifte 97 eintreten kann, wenn die Hauptwelle 3 in die Ausschaltstellung übergeführt ist.
Die Kurvenplatte 98 besitzt zwei kurven artige gestaltete Kanten 98a und 98b (Fig. 6). Die Kante 98a bildet einen Kreisbogen, dessen Mittelpunkt in der Achse der Welle 3 liegt, so dass diese Kante einen Anschlag für einen der Stifte 97 bilden kann. Die Stifte liegen dann in einer genau bestimmten Lage, wie dies aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist.
Die Kante 98h ist abweichend von der Kante 98a gerichtet, so dass beim Eintreten der Kurvenplatte zwischen zwei- Stifte 97, das Zahnrad 96 in Richtung des Uhrzeigers gedreht wird (Fig. 5 und 6), und zwar um einen Betrag, der erforderlich ist, um einen der Stifte mit der Kante 98a in Eingriff zu bringen. Die Stifte 97 sind so angeordnet, dass, wenn einer derselben mit der Kante 98a in Eingriff gebracht wird, das Einzel zählrad 34, welches mit dem Rande 96 durch die Räder 32 und 95 der Welle 20 in Ein griff steht, in die Nullstellung übergeführt wird.
Wenn der Betätigungshebel in die Ein schaltstellung übergeführt wird, dann er folgt eine Entfernung der Kurvenplatte 98 von dem Stift 97, wie dies Fig. 6 erkennen lässt, so dass das Zahnrad 96 sich freidrehen kann, wenn das Einerzählrad vorwärts be wegt wird. Wird der Betätigungshebel in seine Ausschaltstellung zurückgeführt, dann tritt die Kurvenplatte zwischen zwei Stifte 97 und bewegt das Zahnrad 96 vorwärts, falls dies erforderlich sein sollte, um das Einerzählrad in die Nullstellung überzufüh ren; während dieses Vorganges lässt das Sperrad 31 die Spindel 20 dem Ankerrad 19 vorlaufen.
Aus Fig. 4 und 5 ist ersichtlich, dass die Kurvenscheibe 67 mit Bezug auf die Rolle 69 des Druckkissenhebels 65 eine sol che Lage einnimmt, dass, wenn die Haupt welle 3 sich in der Ausschaltstellung befin det, das Druckkissen 61 entgegen der Wir kung der Feder 66 angehoben ist, um beim Beginn der Drehbewegung der Kurvenscheibe losgelassen zu werden, und einen Abdruck aus zuführen. Diese Drehbewegung findet statt, wenn die Hauptwelle 3 in die Ausschaltstel lung zurückgeführt wird.
Die Bewegung des Zahnrades 96 für die Überführung des Ei nerzählrades in die Nullstellung beginnt da her erst nach erfolgter Betätigung des Druckkissens 61, und nachdem dieses einen Abdruck auf den Registrierstreifen ausge führt hat und wieder genügend hoch gehoben ist, um den Streifen für eine weitere Wir kung der Kurvenscheibe vorzubereiten.
Aus Fig. 5 ist auch ersichtlich, dass in der Ausschaltstellung der Hauptwelle 3 der kurze Arm 75 des Hebels 74 sich mit der Kurvenscheibe 67 nicht in Berührung befin det. Der Abstand zwischen den beiden Tei len ist genügend, um die Betätigung des He bels 74 für das Vorschieben des Registrier- streifens und des Farbbandes zu verzögern, bis der Abdruck durch das Kissen 61 erfolgt ist und das Kissen wieder genügend ange hoben ist und den Registrierstreifen frei gibt.
Die Stellung der Kurvenscheibe 94 ist auch so, dass eine vorzeitige Zurückführung des Zehnerzählrades in die Nullstellung nicht erfolgt.
Um stets genau darüber orientiert zu sein, welche Person für den Verkauf oder die Ab gabe der Flüssigkeit verantwortlich ist, hat der Bart 99 (Fig. 3 und 4) des Schlüssels 11 auf seiner Stirnfläche eine Gravur oder Type, aus der jeweils genau zuerkennen ist, welche Person, der allein der Schlüssel ge- hört, den Apparat betätigt hat. Der Schlüs sel kann mit dem Bart 99 in der Ruhestel lung des Apparates in die Öffnung 47 der Unterlage 46 eingeführt werden und be findet sich neben den Zählrädern 34 und 44. Die Type des Schlüssels wird nun, wie aus Fig. 3 leicht zu erkennen, gemeinsam mit den Typen der Räder 34 und 44 auf dem Registrierstreifen abgedruckt.
Um auch in der Lage zu sein" irgend welche Bemerkungen, die mit dem Verkauf des Brennstoffes oder dergleichen in Bezie hung stehen, auf dem Registrierstreifen vor nehmen zu können, besitzt das Gehäuse ein als Schreiböffnung dienendes Fenster 100 (Fig. 3) unmittelbar über der Registrier streifenunterlage neben der Öffnung 47.
Diese Schreiböffnung befindet sich in glei cher Linie mit der Stelle, wo der Abdruck durch die Zählräder erfolgt. so dass irgend welche Notizen, welche gemacht wurden, be vor der Betätigungshebel 2, 2a in seine Aus schaltstellung zurückgeführt worden ist, auf dem Registrierstreifen neben dem gemach ten Aufdruck erscheinen.
Ausser dieser Schreiböffnung ist noch ein auf der Zeich nung nicht dargestellter Schlitz im Deckel 101 vorhanden, durch den eine Quittung oder Rechnung unter das Druckkissen 61 einge führt werden kann, so dass auch diese Rech nung oder Quittung den Abdruck der Räder 34 und 44 sowie des Schlüssels 11 erhält.
Der Deckel 101 ist um Scharnier 102 (Fig. 5) des Gehäuses 1 ausschwingbar, so dass man zu dem Innern des Gehäuses Zu gang hat, um neue Papierrollen und ein neues Farbband einzuführen. Dieser Deckel wird natürlich durch ein geeignetes Schloss gesichert.
Ist der Apparat gebrauchsfertig, dann werden der Betätigungshebel und die Haupt welle in der Ausschaltlage durch die Klaue 8 gepresst, so dass keine Flüssigkeit abgege ben werden kann. Wünscht die hierzu befugte Person Flüssigkeit abzugeben, dann führt sie ihren Schlüssel in das Schlüsselloch 12 und dreht ihn so, dass er in die aus Fig. 3, 4 und 6 ersichtliche Lage übergeführt wird, wodurch der Sperrhebel 6 entgegen der Wir kung der Feder 7 bewegt wird und die Be tätigungswelle 3 freigibt. Die Person schwingt hierauf den Betatigungshebel 2 in Richtung des Uhrzeigers (Fig. 1) aus, wo durch der nicht gezeigte Messapparat in Tä tigkeit tritt.
Diese Bewegung des Betäti gungshebels sperrt den Schlüssel 11 durch den Arm 14, wie dies aus Fig. 6 ersichtlich ist, so dass der Schlüssel nicht herausgezo gen werden kann.
Während der Abgabe der Flüssigkeit dreht sich die Spindel 5 nach Massgabe der gemessenen Flüssigkeit und betätigt den An ker 17, so dass das Ankerrad 19 für jede ge lieferte Flüssigkeitsmengeneinheit um einen Zahn weitergeschaltet wird. Die Drehung des Ankerrades 19 wird durch die Spindel 20 und die Räder 32 und 33 auf das Einer zählrad 34 übertragen, das in dieser Weise entsprechend der gelieferten Flüssigkeits menge fortgeschaltet wird. Sollte die Flüs sigkeitsmenge grösser sein, als einer Um drehung des Einerrades entspricht, dann wird nach jedem vollen Umlaufe des Einerrades das Zehnerrad unter Vermitt lung der Klinke 38 und des Schalt rades 39 in der beschriebenen Weise um einen Schritt weitergeschaltet.
Ist die ge wünschte Flüssigkeitsmenge geliefert, dann führt die bedienende Person die Hauptan triebswelle 3 mit Hilfe des Hebels 2 in die Anfangslage zurück und sperrt dadurch das Flüssigkeitslieferventil ab. Gleichzeitig dreht dabei die Hauptwelle 3 der Kurvenscheibe 67 mit Hilfe des Armes 71 und der Klinke 70 in der beschriebenen Weise, wodurch das Druckkissen 61 betätigt wird und einen Ab druck auf dem Registrierstreifen hervor bringt, so dass die gelieferte Flüssigkeits menge durch die Zählräder 34 und 44 ein schliesslich der Type des Schlüssels 11 regi striert wird. Diese Bewegung der Haupt welle 3 löst auch die Klinke 91 (Fig. 2) durch die Wirkung der Kurvenscheibe 94 des He bels 93 aus, so dass das Zehnerrad 44 unter der Einwirkung der Feder 90 in die Nul lage zurückgeführt wird.
Die Kurvenplatte 98 tritt ihrerseits zwischen zwei benachbarte Stifte 9 7 des Rades 96 und bewegt das Einerrad, so dass dieses ebenfalls in die Nullage zurückgelangt. Durch dieselbe Be wegung der Hauptwelle wird der Sperrarm 14 in die ursprüngliche Lage zurückgeführt und gibt den Schlüssel 11 frei, so dass dieser aus dem Apparat herausgezogen werden kann.
Durch die Bewegung der Hauptwelle 3 wird auch der Registrierstreifen unter der Einwirkung der Kurvenscheibe 67, des Win kelhebels 74, der Schiene 78, der Klinke 81 und des Schaltrades 82 in der beschriebenen Weise vorwärts geschaltet und bringt einen neuen Abschnitt in die Druckstellung für die nächste Betätigung des Apparates.
Will die berufene Person in Verbindung mit der gelieferten Flüssigkeitsmenge irgend welche Notizen machen, dann schreibt sie dieselbe auf den Registrierstreifen unter Be nutzung des Schlitzes 100, bevor sie den Be tätigungshebel ausschaltet.
Um die gelieferte Flüssigkeitsmenge zu messen, kann es zweckmässig sein, den An trieb der Messspindel durch eine biegsame Welle oder durch ein geeignetes Getriebe zu bewirken, das mit einem zweckentsprechen den Flüssigkeitsmesser in Verbindung ge bracht wird, der in das A.usflussrohr des Be hälters eingeschaltet ist. Das Absperrventil, welches von dem Betätigungshebel 2 ge steuert wird, kann ebenfalls in das Aus flussrohr des Behälters eingebaut sein.
Man kann auch die Mess'spindel mit Hilfe einer elektro-mabgnetischen Einrichtung in Dre hung versetzen, indem man den Elektro magneten von einem umlaufenden Schalter aus steuert, der seinen Antrieb durch den Flüssigkeitsmesser erhält.
Es ist leicht ersichtlich, dass der Apparat mit verschiedenen Messvorrichtungen oderFlüs- sigkeitsabgäbeeinrichtungen in Verbindung gebracht werden kann, und dass sich der Ap parat auch für fein zerteilte,. feste Stoffe eignet. Es ist dabei nur erforderlich, ein Ausflussventil oder einen Aüsflusshahn durch den Hauptbetätigungshebel zusteuern und eine Einrichtung vorzusehen, um die Messspindel bei Abgabe jeder Flüssigkeits menge in Drehung zu versetzen.
Da die Bewegung des Ankerrades 19 durch die Schwingbewegung des Ankers von der Kur bel 15 abgeleitet wird, so kann man die Mess- spindel mit dem Flüssigkeitsmesser auch der art verbinden, dass sie statt einer Drehbewe gung eine Schwingbewegung ausführt, vor ausgesetzt, dass diese Schwingbewegung für den Ankerausschlag genügt.