CH137548A - Höchstdruckdampfanlage. - Google Patents
Höchstdruckdampfanlage.Info
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Description
Höchstdrnckdampfanlage. DieErfindung betrifft eine -IE[öchstdruck- da.mpfanlage, bei welcher ein Teil des Wär megefälles in einer mehrgehäusigen Turbine ausgenutzt, der übrige Teil desselben da gegen für Herstellungsvorgänge,. Heizzwecke und dergleichen verwendet wird.
Bei solchen Anlagen gehen grössere Men gen Kondensat für die Speisung der Höchst- druckdampfanlage verloren, da das Konden sat des für Heizzwecke, Herstellungsvor gänge und dergleichen verwendete. Dampfes für gewöhnlich nicht rückgewonnen werden kann und es ist infolgedessen das verlorene Kondensat durch Zusatzwasser zu ersetzen.
Zweck der Erfindung ist nun, eine Höstdruckdampfanlage der erwähnten Art zu schaffen, welche auch bei Verwendung von nicht destilliertem Zusatz-Speisewasser einen einwandfreien Betrieb bei höchstem Wirkungsgrad der Anlage, grösster Betriebs sicherheit und geringen Anschaffungsko sten gewährleistet. Um dies zu erreichen,
tritt bei einer Anlage der eingangs erwähn- ten Art, bei welcher teilweise reines Kon densat und teilweise Zusatzwasser zur Spei sung von Dampferzeugern zur Verwendung kommt, nach der Erfindung der aus dem Kondensat erzeugte hochgespannte Dampf nach erfolgter teilweiser Expansion in einer ersten Turbine und nachdem er zwischen überhitzt worden ist, in den Wasserraum eines mit Zusatzwasser gespeisten Behälters aus,
wo er seine Überhitzungswärme abgibt und dadurch die Verdampfung eines Teils des Waüserinbaltes dieses Behälters bewirkt. Im weiteren gelangt nach der Erfindung der im letztgenannten Behälter erzeugte Dampf gemeinsam mit dem dem Behälter aus der vorgeschalteten Turbine zuströmenden Dampf in: einen weiteren Zwischenüberhitzer und von dort zu den weiteren Ausnutzern des Wärmegefälles.
Bei einer Anlage dieser Art lässt sich für die Verdampfung des Kondensates ein Hochdruckkessel verwenden, der lediglich aus einem Rohrschlangensystem besteht, an dessen Eintrittsende das Speisewasser unter hohem Druck eingepresst und dann vorzugs weise ohne Sieden in den dampfförmigen Zu stand übergeführt wird. Solche aus Rohr schlangen bestehende Kessel weisen bekannt lich den Vorteil auf, dass sie das Vorsehen von Trommeln entbehrlich machen und in folgedessen billig sind.
Im weiteren besteht bei solchen Rohrschlangenkesseln keine Ex- plosionsgefahr und ihr Wirkungsgrad: ist hoch. Rohrschlangenkessel lassen sich aber nicht verwenden, sobald in denselben auch Zusatzwasser zu verdampfen ist, das heisst wenn die ganze in der Anlage zu erzeugende Dampfmenge in einem solchen Kessel zu er zeugen ist, da sich dann Kesselsteinsalze in den Rohrschlangen, sowie in den Kanälen der Turbinenschaufelung ablagern würden.
Eine Ablagerung von Yesselsteinsalzenkann aber leicht ein Platzen der Rohre zur Folge haben und bedingt ferner eine Verstopfung der Turbinenkanäle, sowie Korrosionen in der Schaufelung. Diese Übelstände lassen sich vermeiden, wenn man dem Rohrsystem eine Destillationsanlage für das Zusatzwas ser vorschaltet.
Eine solche Anlage, welche beispielsweise mit Entnahme- oder Abdampf beheizt werden kann, erfordert jedoch ein Temperaturgefälle an den Wärmeaustausch flächen zwischen R.eizclampf und Brüden- dampf, so da.ss ein Teil des Wärmegefälles für die Krafterzeugung verloren geht. Au sserdem sind Destillationsanlagen teuer. An derseits haben sich ,die vorgeschlagenen che mischen Reinigungsverfahren für das Zusatz wasser als ungenügend erwiesen.
Gegenüber bekannten Anordnungen, bei denen die ganze benötigte Dampfmenge in einem Behälter dadurch erzeugt wird, dass überhitzter Dampf in einen Wasserinhalt dieses Behälters eingeführt und dessen Über hitzungswärme zur Verdampfung eines Teils des Wasserinhaltes benutzt wird (Löffler- Kessel), bietet die Anlage nach der Er findung ebenfalls Vorteile.
Bei einer Dampf- erzeugungsanlage System Löffler, wo der Wasserbehälter nicht der unmittelbaren Ein wirkung von Feuergasen. ausgesetzt ist, lässt sich allerdings die gesamte Dampfmenge im Behälter erzeugen, selbst wenn gar kein Kon densat für die Kesselspeisung verfügbar ist und die ganze Anlage mit Frischwasser (das chemisch bcha.ndelt wurde) gespeist wird.
Es muss aber bei einer solchen Anlage eine Dampfmenge ständig umgewälzt werden, welche etwa viermal grösser ist, als die ab gegebene Kutzdampfmenge. Die für das Um wälzen dieser Dampfmenge benötigte Pumpe verbraucht eine verhältnismässig grosse Lei stung, was einen Verlust bedeutet, und ausserdem bereiten Da,mpfumwälzpumpen bei grossen Dampfmengen Schwierigkeiten, wenn die im Wirkungsgrad guten Kolbenpumpen verwendet werden, während bei Verwen dung von Kreiselpumpen die Stopfbüchsen erhebliche Verluste bedingen.
Ausserdem be darf es einer grossen Anzahl teurer Dampf trommeln, um die ganze benötigte Dampf menge mittelst Umwälzdampf zu erzeugen.
Es kommt nun häufig vor, dass nur ein Teil des in einer Dampfanlage erzeugten Dampfes für Herstellungsvorgänge, Heiz zwecke und dergleichen verwendet wird, untl infolgedessen der gesamten Speisewasser menge eine verhältnismässig geringe Meng:- (vielleicht 1/4 bis './z) Frischwasser zuzu setzen ist. In einem solchen Falle würde eine nach dem Umwälzverfahren arbeitende Anlage zu teuer werden, während anderseits die Zusatzwassermenge ;doch zu gross ist.
um ohne Nachteil einen aus Rohrschlangen sich zusammensetzenden Kessel verwenden zu können. Zur Ausfüllung dieser Lücke kann nun bei einer Dampfanlage nach vor liegender Erfindung ein nur aus Rohrschlan gen bestehender Kessel angeordnet sein; in welchem der aus reinem Kondensat be stehende Speisewa.sserteil erzeugt wird.
Der in einem solchen Kesselerzeugte Dampf ho her Spannung wird dann, nachdem er in einer Turbine Arbeit geleistet hat und nach dem er zwischenüberhitzt worden ist, als Wärmreträger für die Verdampfung des in einen nicht unmittelbar geheizten Behälter eingeführten .Zusatzwassers verwendet. Bei der neuen Anlage wird insofern eine neue technische Wirkung erzielt" als es möglich ist, ohne Umwälzpumpe auszukommen und trotzdem das Zusatzwasser einwandfrei in einem nicht unmittelbar beheizten Behälter zu verdampfen, während es möglich ist,
den aus reinem Kondensat bestehenden Speise wasserteil in Rorschlangen, ohne Dampf trommeln verwenden zu müssen, zu -verdamp fen.
Es sind allerdings bereits auch Dampf erzeugungsanlagen bekannt, bei denen zwei Dampferzeuger derart miteinander gekoppelt sind, dass das im zweiten Dampferzeuger zur Verwendung kommende Mittel durch die Abwärme des ersten Dampferzeugers da durch zum Verdampfen gebracht wird, dass jenes Mittel im flüssigen Zustand in einen Behälter geleitet wird, in dem eine Schlange angeordnet ist.
durch die das aus einer Tur bine austretende Mittel des ersten Dampfer zeugers strömt und da=bei seine Verdamp- fungswärme durch die ,Schlange hindurch an die im Behälter enthaltene Flüssigkeit ab gibt.
Abgesehen davon, dass hier jeder der beiden Dampferzeuger ein geschlossenes Sy stem bildet, also das Mittel des ersten Dampf erzeugers nirgends unmittelbar mit dein: Mittel des zweiten Dampferzeugers in Be rührung kommt, weist eine solche Anlage den Nachteil auf,, dass im ersten Dampfer zeuger auf einen Teil des Wärmegefälles, was dessen Ausnutzung in der Turbine an betrifft, auf Kosten des in der Heizschlange benötigten Wärmegefälles zu verzichten ist.
Dieser Nachteil ist umso schwerwiegender, als das aus der Turbine ausströmende. Mittel vor dem Eintritt in die Schlange nicht zwi schenüberhitzt wird und das Wärmegefälle in der Schlange daher verhältnismässig gross sein muss'.
Schliesslich weist eine Anlage nach der Erfindung gegenüber Da.mpferzeugungsan- lagen, bei welchen Dampf in. einer Rohr schlange erzeugt, sowie überhitzt und dann in den Wasserraum eines mit Zusatzwasser gespeisten Behälters eingeführt wird, den Vorteil auf, dass in den nur mit Zusatzwas ser gespeisten Behälter ausschliesslich in einer Turbine entspannter Dampf eintritt, so dass der Behälter, was die Wandstärken an betrifft, erheblich kleiner bemessen werden kann, als bei den bekannten Ausführungen, und infolgedessen billiger, sowie zudem noch betriebssicherer ausfällt.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführung einer Höchstdruckdampfanlage nach der Erfindung schematisch veranschau licht.
Der in einem als Rohrschlange ausgebil deten Höchstdruckkessel g erzeugte und in einem Überhitzer U, überhitzte Dampf ex pandiert zunächst in einer ersten Turbinen stufe T" welche zwecks Ersparung langer Rohrleitungen vorteilhaft in der Nähe des Kessels K aufgestellt wird und einen eigenen Generator oder eine Hilfsmaschine antreiben kann.
Nach der teilweisen Expansion in der ersten Turbinenstufe T1 wird der Dampf in einem zweiten Überhitzer U2 überhitzt und hierauf in den Wasserraum eines Behälters B eingeführt. In diesem Behälter B gibt er seine Überhitzungswärme an dessen Wasser inhalt ab und bringt dadurch einen; Teil desselben zum Verdampfen. Der aus dem Be hälter B ausströmende Dampf wird in einem weiteren Überhitzer U3 nochmals überhitzt und dann in zwei Stufen in Turbinen T= und T3 entspannt.
Zwischen den in Reihe ge schalteten Turbinen TP und<I>T</I> kann der Dampf zwischenüberhitzt werden, zu wel chem Zweck ein mit Frischluft beheizter Zwischenüberhitzer Z vorgesehen ist. Der aus der Turbine T3 austretende Dampf wird in einem Kondensator C niedergeschlagen und das in letzterem gewonnene Kondensat mittelst Leitung 1 in den Höchstdruckkes- sel K gespeist.<B>1,</B> bezeichnet eine an die Turbine TZ angeschlossene Entnahmelei tung, welche zu nicht gezeigten Dampfver brauchern führt, während<B>1,</B> eine zum Spei sen des Behälters B mit Zusatzwasser die nende Leitung bezeichnet.
Das dem Kessel g zugeführte Speisewasser und das dem Behälter B zugeführte Zusatzwasser wer den mit Anzapfdampf in Vorwärmern V1, V2, V3, bezw. V,, V, VE vorgewärmt.
Die Vorwärmer V, bis VE können auch durch die Abhitze der Rauchgase beheizt werden; die Überhitzer U1, U,., und U3 kön nen durch die Feuergase des Kessels K, bezw. durch dessen Rauchgase beheizt Eier- den, oder aber mittelst .eigener Feuerung, was die Regulierung erleichtert.
Die Regu lierung der Turbinen Tl, T,! und T3 kann vorteilhaft in der Weise erfolgen, dass bei abnehmender Leistung zunächst das Einlass- ventil (nicht gezeigt) der Turbine TG T & , schliesst, hierauf das Ventil der Turbine TZ und erst zuletzt das Regulierventil der Turbine T, Im allgemeinen wird man durch die Turbine T, die Grundbelastung, durch die Turbinen T.,
T; die veränderlichen Be- lastungen aufnehmen lassen. Wird in die Lei tung h einRegulierventil eingebaut und dieses Ventil in Abhängigkeit vom Druck, be ziehungsweise der Temperatur im Behäl ter B reguliert, so wird es möglich sein, den Druck im Behälter B angenähert konstant zu erhalten. Das genannte Regulierventil kann, auch in Abhängigkeit vom Wasser stand im Behälter B eingestellt werden. Auch kann die Turbine TZ den Entnahme druck zwischen den Turbinen 112 und T, konstant halten.
Der Behälter B wirkt als Speicher und gleicht kleinere Schwankungen aus. Dieser Behälter B, in welchem. beispielsweise ein Druck von 80 Atm. herrscht, wird ausser Bereich der Feuergase an passender Stelle aufgestellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Höchstdruckdampfanlage, bei der ein Teil des Wärmegefälles in einer mehrge- häusigen Turbine ausgenützt, der übrige Teil desselben für Herstellungsvorgänge, Heizzwecke und dergleichen verwendet wird, und bei welcher teilweise reines Kon densat und teilweise Zusatzwasser zur Spei sung von Dampferzeugern zur Verwendung kommt, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem Kondensat erzeugte hochgespannte Dampf nach erfolgter teilweiser Expansion in einer ersten Turbine, und nachdem er zwischenüberhitzt worden ist, in den Was serraum eines mit Zusatzwasser gespeisten Behälters austritt,wo er seine Überhit zungswärme abgibt und dadurch die Ver dampfung eines Teils des Wasserinhaltes dieses Behälters bewirkt, und dass der in diesem Behälter erzeugte Dampf gemeinsam mit dem Behälter aus der vorgeschalteten Turbine zuströmenden Dampf in einen wei teren Zwischenüberhitzer und von dort zu den weiteren Ausnutzern des Wärmegefälles gelangt. UNTERANSPRüCHE 1. Höchstdruckdampfanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzwasser vor dem Eintritt in den Behälter durch einen Vorwärmer geht, der mit Abdampf der dem Behälter vor geschalteten Turbine. geheizt wird.2. Höchstdruckdampfanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung des Zutrittes von Zusatz wasser in den Behälter in Abhängigkeit mindestens einer der Grössen erfolgt: Druck im Behälter, Temperatur, Wasser stand im Behälter.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH137548T | 1929-01-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH137548D CH137548A (de) | 1929-01-23 | 1929-01-23 | Höchstdruckdampfanlage. |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2959014A (en) * | 1957-04-08 | 1960-11-08 | Foster Wheeler Corp | Method and apparatus for supercritical pressure systems |
| US3186175A (en) * | 1963-01-14 | 1965-06-01 | Gilbert Associates | Heat absorption balancing system for a steam generator having a primary steam circuit and a reheating steam circuit |
-
1929
- 1929-01-23 CH CH137548D patent/CH137548A/de unknown
Cited By (2)
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| US2959014A (en) * | 1957-04-08 | 1960-11-08 | Foster Wheeler Corp | Method and apparatus for supercritical pressure systems |
| US3186175A (en) * | 1963-01-14 | 1965-06-01 | Gilbert Associates | Heat absorption balancing system for a steam generator having a primary steam circuit and a reheating steam circuit |
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