CH137549A - Brennkraftmaschine, bei der flüssiges Kühlmittel verdampft und Arbeit leistet. - Google Patents

Brennkraftmaschine, bei der flüssiges Kühlmittel verdampft und Arbeit leistet.

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CH137549A
CH137549A CH137549DA CH137549A CH 137549 A CH137549 A CH 137549A CH 137549D A CH137549D A CH 137549DA CH 137549 A CH137549 A CH 137549A
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Merkl Friedrich Ing Dr
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Merkl Friedrich Ing Dr
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Description


      Brennkraftmaschine,    bei der     flüssiges    Kühlmittel verdampft     und    Arbeit leistet.    Die Erfindung betrifft eine Brennkraft  maschine, bei der     flüssiges-Kühlmittel    ver  dampft und Arbeit leistet und bezweckt, den  Wirkungsgrad solcher Maschinen zu er  höhen. Hierzu sind in die Wandungen des  Verbrennungsraumes auf der äussern     :Seite     des auf beiden Seiten abgeschlossenen Zylin  ders schlechte     Wärmeleiter    eingefügt, die das  Abfliessen der Wärme nach aussen. hemmen  und dadurch die Verbrennungstemperatur er  höhen. Auch der Zylindermantel selbst ist  gegen: Wärmeabgabe nach aussen geschützt.

    ist jedoch so dick,     dass    er infolge seiner  grossen Wärmeleitfähigkeit die ihm im Ver  brennungsraum zugeführte     _X,#Tä.rme    auf die  andere, innen von Dampf gekühlte Zylinder  seite ableitet, und daher Temperaturen, die  für     -las    Schmieröl gefährlich sind, nicht auf  treten.

   Das flüssige Kühlmittel wird nach  einander ,durch immer heilere Kühlräume       geführt,    :dabei durch     Kühlwärme    erhitzt und  zum     ;Schlosse    im     äussern.    Totpunkt des Kol  bens auf die innere     .Seite    des Kolbens ge-    leitet, so     .dass    sie dessen zylindrische Mantel  fläche     benetzt,    durch die hier zuströmende  Kühlwärme in Dampf     verwandelt        wird,    der  sich in der     innern        Zylinderseite    unter Ar  beitsleistung ausdehnt.

   Er nimmt dabei von  der mit fortschreitendem     Hube    immer wei  ter freigelegten Mantelfläche des     Zylinders     weitere Kühlwärme auf. Erst nach dieser       Arbeitsleistung    wird der Dampf aus der Ma  schine gelassen und in einen Kondensator ge  leitet. Das Kondensat wird     wieder    dem  Kühlraume mit der niedrigsten Temperatur       zugeführt.     



  Als beispielsweise Ausführungsform der  Erfindung ist auf der Zeichnung eine     ein-          zylindrige        Zweitakt    -     Gleichdruck    - Maschine  mit Wasserkühlung dargestellt. Die Spül  pumpe ist in der Zeichnung     weggelassen.     



       Fig.    1 ist ein senkrechter     Längsschnitt;          Fig.    ? zeigt in grösserem     Massstabe    einen  Schnitt durch den Kolben und den. untern       Zylinderdeckel;        Fig.    3 ist ein Schnitt nach  der Linie     a-b    der     Fig.2;        Fig.4    zeigt in      noch grösserem     Massstabe    die Einspritzpumpe  im Aufriss und     Fig.5    im Grundriss;

       Fig.    6  zeigt einen     iSchnitt    durch die     Mündung    der  Brennstoffdüse und einen ihr gegenüber am  Kolben     angeordneten    Zerstäuber;     Fig.    7 ist.  ein     Grundriss    des     ,Zerstäubers.     



  Am Kurbelgehäuse 1. der Maschine be  findet sich     unten    eine Ölwanne mit einen       geschlössenen    Raume 2 für das Kühlwasser.  Oben hat das Kurbelgehäuse eine Kreuzkopf  führung. Auf ihm sitzt der Arbeitszylinder  6, der wegen der hoben Drücke und der bes  seren Wärmeleitfähigkeit eine besonders  dicke     Wand    hat.

   Er hat keinen Kühlmantel,       sondern    eine     wäxmeisolierende    Umkleidung  <B>57.</B> Nur der obere Zylinderflansch, von  gleichfalls beträchtlicher Wandstärke, hat,  weil er den     Verbrennungsraum    umschliesst,  eine rundumlaufende Nut 8, die aussen     mit-          telst    eines Ringes 7 verschlossen ist und vom  Kühlwasser durchflossen wird. Eine Boh  rung 18 besorgt dessen Ableitung. Der Zy  linder hat durch den Kolben gesteuerte Aus  puffschlitze 9 und ihnen gegenüber     Ein-          strömschlitze    10.

   Ausserdem hat er unter  diesem zur Ableitung des unterhalb des Kol  bens gebildeten Kühlwasserdampfes eine       Ausströmäffnung    11, die in den Kondensa  tor 3 führt.  



  Den     Arbeitszylinder    schliesst oben der  Zylinderdeckel 15 ab, der mit dem     Anlass-          ventil    1\6 und dem     Brenntoffventil    17 mit  feinem, ringförmigem Austrittsspalte ver  sehen ist. Er enthält einen Raum für das  Kühlwasser mit einem Zuführungskanal 19,  der mit dem Kanal 18 korrespondiert. Wegen  der erheblich über 100   C liegenden Tempe  ratur des Kühlwassers sind die Wände dieses  Wasserraumes besonders stark.

   Um die dem  Verbrennungsraum     zugekehrte    Fläche des Zy  linderdeckels möglichst heiss zu halten, sind  in die untere Wand 22 des     Deckels    flache       Gusskerne    20 aus einem schlechten -Wärme  leiter eingelegt. und zwar so,     d.a.ss    nur eine  dünne Scheidewand zwischen ihnen und .dem  Verbrennungsraum vorhanden ist.

   Diese       ,Scheidewand    ist vor     Vcrformuno,        ini    glühen  den Zustande     gesichert,    indem \die Luft in    den Poren des     Gusskern.es    verdünnt ist, so  dass die glühende, weiche Wand selbst bei  der höchsten betriebsmässigen Temperatur  entgegen der Schwerkraft fest .an dem Kern  haftet, der sich seinerseits gegen die dahin  terliegende, gekühlte und daher feste Wand  22 abstützt.

   Hierzu wird das     Deckel-Guss-          stück        (Fig.    6) samt dem Kerne auf eine hö  here als die betriebsmässige     Temperatur    er  hitzt und erst nach der so bewirkten Ver  dünnung .der in den Poren .des Kernes vorhan  denen Luft werden die Öffnungen heraus  genommener Kernstützen oder eigens ge  bohrte Löcher zugeschweisst.  



  Unten schliesst den Arbeitszylinder ein  Zylinderdeckel 3-1 ab, der den Hohlraum des  Kolbens in dessen unterer     Totlage        möglichsi_     ausfüllt und so den schädlichen Raum ver  kleinert. Sein äusserer Mantel ist abgesetzt  und an dem     Absatze    mit einer Rinne 32 ver  sehen. Innen im Deckel befindet sieh eine  mit Metallpackung ausgerüstete Stopfbüchse.  in einem Kühlmantel 33. Der restliche  Innenraum des Deckels bildet einen Reiz  raum 36, der durch einen Deckel     -39    unten  abgeschlossen und mittelst eines Krümmers  3.7 an den Auspufftopf 55 mit dem Kühl  wassermantel 5 angeschlossen ist; ein zweiter       Krümmer,38    führt in die nicht gezeigte Aus  puffleitung.  



  Im Heizraum 36 ist eine Pumpe 40 ein  gebaut, die das Kühlwasser in den hohlen  Arbeitskolben spritzt. .Sie besitzt einen Pum  penzylinder 40 und einen eingeschliffenen  Tauchkolben 41. Der Pumpenzylinder ist  durch eine Öffnung im Deckel 39 genau pas  send hindurchgesteckt, in den hohlen Deckel  31 dagegen mit einem langen, genau passen  den Gewinde eingeschraubt. In diesem !Ge  winde     lä.sst    sieh -die ganze Pumpe im Deckel       3l    höher oder tiefer schrauben. Unten be  findet sich in dem im Pumpenzylinder 40  eingeschraubten Boden 47 das Saugventil.

    Der     Ventilkörper    48 ist als Kolben     aus-          gebildet,    der als Flüssigkeitsbremse wirkt:  er ist der Trägheit wegen ziemlich massig im  Zylinder 40 geführt und mit flachen Längs-           tauten    49 versehen, die das Wasser in be  schränktem Masse     hindurchtreten    lassen.  Durch den Kolben führt in der Mitte eine  Bohrung, die .durch die einstellbare .Schraube  50 mehr oder weniger geöffnet werden kann  und einen regelbaren     Nebenschluss    zu den  Nuten 49 darstellt.

   Oben ist der Ventilkörper       4:8        verjüngt    und trägt zur Regelung seiner  Trägheit eine (es könnten auch mehrere sein)  Scheibe 51, die zwischen sich und dem Zy  linder 40 einen schmalen     .Spalt    für den       Durchtritt    des Wassers zu den     Nuten    49       freilässt.    Ihre Aussenkanten sind     versehie-          denartig    abgerundet,     so        d.ass    sich durch Wen  den (und Änderung der Reihenfolge bei meh  reren Scheiben.) .die     durchfliessende    Wasser  menge gleichfalls verändern lässt.

   Zwischen  dem     Pumpenzylinder-Boden    47 und dem  Bremskolben 48 ist eine Schraubenfeder 52  und zwischen dem Bremskolben 48 und dem  Tauchkolben 41 eine schwächere Schrauben  feder 53 eingelegt.  



  Der Tauchkolben 41 besitzt     eine        IA,ngs-          bohrung    für das zu fördernde     Druckwasser     und oben einen Vierkant 42, der mit einem  Anschlag am Arbeitskolben 71 der Ma  schine zusammenwirkt. Das Vierkant 42 bil  det     -das    Gehäuse für einen Hahn 44, dessen  zweimal im rechten Winkel abgebogener,       rohrförmiger    Hebel 45 als Spritzdüse aus  gebildet ist. An der     Mündung    -der     Düse    sitzt  ein     Röllchen.    46.

   Eine Rohrleitung führt das       Kühlwasser    vom     Kondensator    3 in den Kühl  raum 2 für das Schmieröl des Kurbel  gehäuses 1. Aus diesem saugt es die Pumpe  4 unmittelbar an. Die Druckrohrleitung 34  führt es in den Kühlmantel 33 der Stopf  büchse der     Kolbenstange    und aus diesem das  Rohr 35 in die ringförmige Kühlnut 8 des  obern Flansches des Arbeitszylinders, von da       gelangt    es durch den Kanal     1@8    des Zylin  ders 6 und den Kanal 19 .des Zylinderdeckels  15 in dessen     Wasserraum,        aus    dem das Ab  leitungSrohr 54 es zum     Kühlmantel    5 des  Auspufftopfes 55 führt.

   Aus diesem kommt  es durch das Rohr 56 zum     .Saugventilsitze    im  Boden 47 ,der Einspritzpumpe 40 im untern  Zylinderdeckel 31.    Der Arbeitskolben 71 der     Brennkraft-          maschine    ist unten offen, sein Boden ist sehr  stark und wie der Zylinderdeckel mit einer  Einlage .aus einem schlecht wärmeleitenden  Kerne 20 versehen. Sein zylindrischer Man  tel ist innen möglichst glatt bearbeitet und  hat zunächst dem Boden eine schwach kegel  förmige Erweiterung 6-6.     LTnterhalb        -dieser     befindet sich eine Hülse 25, die mittelst eines       Sprengringes    24 im Kolbenmantel festsitzt.

    Die Hülse 2.5 hat aussen einen etwas kleineren  Durchmesser als der Kolben innen und wird  in diesem durch     Bunde    26, 2.7 zentrisch ge  halten. Flache Nuten 28, 29     (Fig.    3) in den  Bunden, versetzt zueinander angeordnet, ge  stattenden Durchtritt von Wasser längs der  Innenfläche des Kolbens. Zwischen den Bun  den hat .die     Hülse   <B>25</B> je eine     ringsumlaufende     Reihe von Öffnungen 30. Am Kolbenboden  71 ist innen noch ein Anschlag 43 befestigt,  der mit dem Vierkant 42. her Einspritzpumpe  im untern Zylinderdeckel     zusammenwirkt.     Er ist aussen nach oben abgebogen.  



  Auf dem Kolbenboden ist in seiner     Mitte     unter     Zwischenlage    einer die Wärme schlecht  leitenden Schichte, zum Beispiel Glimmer  eine kreisförmige     Metallplatte    63 aufge  schraubt. Inder Mitte dieser Platte befindet  sich eine flach kegelförmige Mulde 64, aus  der in der     Mitte    ein kegelförmiger     Zapfen     emporragt, der genau unter der     Einspritz-          öffnung    im Zylinderdeckel liegt. Der Über  gang von der Kegelfläche zur Mulde wird  von einer stetig gekrümmten, sehr     glatten     Fläche gebildet.

   Aus der Mulde 64 führen  nach aussen zunächst radial, dann gegen den  Umfang .der Platte 63     tangential    abbiegend  mehrere Nuten<B>0</B>.  



  Da die wärmestauenden Kerne 20 .des Zy  linderdeckels nahe an die Mündung des  Brennstoffventils mit ihrem feinen ringför  migen Spalte heranreichen, so wird :der auf  seinem Wege durch die Düse von dem er  hitzten Kühlwasser ohnedies schon vorge  wärmte Brennstoff bis nahe an die     Verdamp-          fungstemperatur    erwärmt. Er wird :dann aus  dem feinen ringförmigen Spalt ausgespritzt  und trifft auf den kegelförmigen Zapfen in      der Mulde 64 der Platte 63 auf dem Kolben  boden 71. Die Mulde lenkt den hohlzylin  drischen Brennstoffstrahl als     Kegelfläche     gegen den heissen Zylinderdeckel zurück. Bei  der     Abwärtsbewegung    des Kolbens wächst  die Mantelfläche dieses Kegels und die  Grundfläche.

   Auf dieser wird so eine äusserst  dünne und daher augenblicklich verdamp  fende Schicht Brennstoff     aufgetragen.    Der  erste Teil des eingespritzten Brennstoffes  verdampft infolge der hohen Temperatur der  Platte 63 sofort und verbrennt mit der in der  Mulde 64 befindlichen Luft. Wegen der  Kleinheit des Zwischenraumes zwischen der  Platte 63 und dem Zylinderdeckel in der       obern        Totlage    entweicht der Grossteil der  Verbrennungsgase aus der Mulde 64 durch  die Nuten 65, wodurch im Verbrennungs  raum eine die Mischung von Luft und Brenn  stoff fördernde kreisende Bewegung entsteht.

    Da die dünne Innenwand des Zylinderdeckels  infolge der Wärmestauung durch die Kerne  20 in     ständiger    Rotglut erhalten wird, wird  der Brennstoff beim Auftreffen auf den Zy  linderdeckel sofort verdampft und verbrannt.  



  Um das die Innenwand des Arbeitszylin  ders bedeckende Schmieröl im     heissesten,     obersten Teile, im eigentlichen Verbrennungs  raum des Zylinders vor Zersetzung zu     schiit-          zen,    ist dort der Kühlkanal 8 im Flansch vor  gesehen. Die übrige Lauffläche des von       Wärmeschutzstoffen    umgebenen Zylinders  wird durch Ableitung der Wärme in der  dicken Zylinderwandung nach der untern,  innen von Dampf gekühlten Zylinderseite,  sowie durch     Wä.rmea.bgabe    an den innen von  Kühlwasser berieselten Kolben vor einer  das Schmieröl schädigenden Überhitzung be  wahrt.  



  Das     Ktihlwasser    wird in den Arbeits  kolben 71 von der :Einspritzpumpe 40 ein  gespritzt, welche vom Arbeitskolben selbst  betätigt wird. Dieser stösst nämlich kurz vor  ,dem Ende seines     Abwärtshubes    mit dem     An-          :

  sChlag    43 gegen das Vierkant 42 des     Tauch-          holbens    41 und drückt ihn     abwärts.    Da sich  zugleich der Hebel 45 durch Anstossen seines  Röllchens 46 an den aufwärts gebogenen Teil    des Anschlages 43 am     Arbeitskolben        etwas     nach abwärts dreht, und den Hahn 44 da  durch öffnet, so spritzt durch den hohlen  Tauchkolben hindurch aus der Düse des rohr  förmigen Hebels 45 noch erhitztes Wasser       tangential    in die     kegelig    geformte Erweite  rung 6-6 im Arbeitskolben.

   Beim Aufwärts  hub dreht der obere Rand des Ringes 25 das       R-öllchen    46 in die Anfangslage     zurtiek    und  schliesst den Hahn 44.  



  Auch der Tauchkolben 41 wird dann  durch die Federn 52 und 53 wieder gehoben.  Ist die Drehzahl der Maschine hoch, so  stösst der Tauchkolben 41 bei seinem Ab  wärtshub unter Vermittlung des     unzusam-          mendrückbaren    Wassers fast gleichzeitig  auch den Bremskolben 40 herab und verhin  dert so durch Abschluss .des Saugventils ein  Zurückströmen des Wassers, weil der Brems  kolben in der kurzen Zeit nur ganz geringe  Wassermengen     durchlässt.    Bei kleiner     311a-          achinengescUwindigkeit    hingegen kann eine  grössere Wassermenge durch die Bremse tre  ten,

   während sich die     Trägheitsmasse    des  Bremskolbens erst nach einer grösseren Zu  sammendrückung der Feder 53 in Bewegung  setzt, um das     ,Saugventil    abzuschliessen, so  dass bei kleiner Drehzahl eine grössere Menge  Wasser in die     Saugleitung    zurückfliesst, da  her eine geringere Menge in den Arbeits  kolben gespritzt wird, die in der kühleren  Maschine noch restlos verdampft werden  kann.  



  Das     eingespritzte    Wasser fliesst nun rasch  im Kreis herum, innerhalb des Kolbens einen.  Ring bildend, der seine Lage im Kolben so  lange beibehält, bis dieser die untere     Tot-          punktla.ge    erreicht, weil sich bis dahin nicht  bloss     Tier    Kolben in der     Richtung    der Schwer  kraft bewegt, sondern auch die Fliehkraft  das Wasser auf der Kegelfläche aufwärts  drängt. Die rasch kreisende Bewegung be  hält auch der aus dem Wasser gebildete  Dampf bei, so dass er die Kühlwärme und die       Reibungswärme    aus dem Kolben und der von  ihm unten allmählich freigegebenen Zylin  derwand rasch aufnehmen kann.

   Erst bei  der     Aufwärtsbewegung    sinkt der kreisende      Wasserring im     Kolben,    um schliesslich ent  lang der -Innenwand, des Kolbens in die  Rinne 23 zu fallen, die vom Kolbenmantel  und dem untern Bunde der Hülse ?5 gebildet       wirdi.        Wenn.    nach     Überschreitung    des     halben     Hubes die     Bewegung    des Kolbens sich ver  zögert, steigt der noch nicht verdampfte Rest  des Wassers wieder längs des Kolbenmantels  bis zum Kolbenboden empor und kühlt dessen  Rand,

   während der übrige grösste Teil des  Kolbenbodens     zwecks    Erhöhung der Ver  brennungstemperatur bloss durch den sich  ausdehnenden Dampf und die Wärmeleitung  zum Kolbenmantel gekühlt wird.     Die    jedes  mal eingespritzte Wassermenge ist so bemes  sen, dass sie bei Freigabe der     Ausström-          öffnung    11 restlos verdampft ist. Somit wird  der Teil des Kolbenmantels, der mit dem  heissesten Teil der geschmierten Zylinder  fläche beim Verbrennungsraum in Berührung  kommt, von der Innenseite her unmittelbar  durch Wasser gekühlt.  



  'Die Hülse 25 soll das Wasser in einer  dünnen Schicht über die Mantelfläche ver  teilen und :durch die Verzögerung. die ihre  Bunde 26 und 2 7 beim Herabfliessen     des     Wassers verursachen, die Kühlwirkung vor  allem im obersten Teil .des Kolbens verstär  ken. Da sich beim Hochgehen des Kolbens  die Verdampfung sehr     stürmisch    und bei  Freigabe der A     usströmöffnung    11 sogar ähn  lich wie beim :Siedeverzug gestaltet, müssen  in der :Hülse     ?5    die Öffnungen 30 dem Dampf  freien Abzug gewähren.  



       .Etwa    nicht an die Mantelfläche des Kol  bens gelangtes,     verspritztes    Wasser kann sich  in der Rinne 32 des untern Zylinderdeckels  31 sammeln und hier verdampfen. Denn die  ser ist von: innen her durch die Auspuffgase  geheizt und :daher imstande, gegen Ende des  Aufwärtshubes des     Kolbens,    also bei vorge  schrittener Ausdehnung     .des    Dampfes an :die  sen Wärme abzugeben und seinen Druck     zu     heben.

   Ein grosser Teil der sonst mit dem  Kühlwasser abgeleiteten Wärme     wird    hier in  der Maschine nutzbringend verwertet, so     :dass     der Kondensator :sehr klein sein     kann.    Durch  entsprechende Wahl seines Gegendruckes    lässt sich eine genügend tiefe untere Tempe  raturgrenze erreichen, bei der das Schmieröl  in der Maschine ausser Gefahr ist.  



  Infolge :der Arbeitsleistung auf beiden  Seiten des Kolbens kann auch die     Schwung-          masse    klein sein.  



  Natürlich kann die Einspritzpumpe 40  für :das Kühlwasser auch ganz ausserhalb des  Zylinderdeckels 31 angeordnet sein. Die       Einspritidüse    kann fest angebracht und mit  einer nach oben und auswärts gerichteten  Mündung versehen sein. Bei grossem Durch  messer des Maschinenkolbens 71 können zwei  Einspritzdüsen einander gegenüber angeord  net sein, :damit sich :der     \Wasserring    recht  zeitig bildet.  



  Statt den Auspuffdampf unmittelbar in  einen Kondensator zu leiten kann er vorher  noch in einer     Abdampfma.schine    ausgenützt  werden.  



  Der     Arbeitsprozess    auf der Dampfseite  wird besonders wirksam dadurch verbessert,  dass das in den Zylinder geförderte Wasser  vor dem Einspritzen durch Kühlwärme in  den     Eühlräumen    2,     3-3,    8, im Kühlraum des  Zylinderdeckels 15 und schliesslich im Kühl  mantel 5 des Auspufftopfes möglichst hoch  erhitzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Brennkraftmaschine bei der flüssiges Kühlmittel verdampft und Arbeit leistet, da durch gekennzeichnet, dass in den Wänden des Verbrennungsraumes auf der äussern ,Seite des auf beiden (Seiten abgeschlossenen Zylin ders schlechte Wärmeleiter (20) eingefügt sind, um :durch Wärmestauung die Verbren nungstemperatur zu steigern, dass auch der Zylindermantel vor Wärmeabgabe nach aussen geschützt und so dick ist, :
    dass er in folge seiner grossen Wärmeleitfähigkeit die ihm im Verbrennungsraum zugeführte Wärme auf die andere, innen vom Kühl mittel gekühlte Zylinderseite ableitet, und daher Temperaturen, die für das .Schmieröl gefährlich sind, nicht auftreten, ferner da durch gekennzeichnet dass -das flüssige Kühlmittel nacheinander durch immer heissere Kühlräume geführt, dabei durch Kühlwärme erhitzt wird und am Schluss beim äussern Totpunkt des Kolbens auf die innere Seite des Kolbens geleitet wird,
    so dass es dessen zylindrische Mantelfläche benetzt und dabei darch die hier zuströmende Kühlwärme in Dampf ver wandelt wird, der sich in der innern Zylin derseite unter Arbeitsleistung ausdehnt and dabei aus der mit fortschreitendem Hub immer weiter freigelegten Mantelfläche des Zylinders weitere Kühlwärme aufnimmt, und dass dieser Dampf nachher in einen Konden sator geleitet, und als Flüssigkeit wieder dem Kühlraum mit der niedrigsten Temperatur zugeführt wird.
    UH TERANSPRü CHE 1. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, .dass die in die Wände des Verbrennungsraumes eingefügten schlechten Wärmeleiter aus flaehen Gusskernen gebildet sind, die vom Verbrennungsraum nur durch eine dünne, daher im Betrieb rasch glühend werdende Metallschicht getrennt sind.
    1. Brennkra.ftmaschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Öffnungen in der dünnen Wand: zwischen den flachen Gusskernen und dem Verbrennungsraum erst nach Erhitzen des Gussstückes samt dem Kerne auf eine höhere als die höchste betriebsmässige Temperatur zu geschweisst worden sind, so dass in den Poren der Kerne nur verdünnte Luft vorhanden ist.
    3. Breunkraftmaschine . nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die ansonsten zylindrische innere Mantel fläche des Kolbens beim Kolbenboden kegelförmig erweitert ist, um das tan- gential eingespritzte Kühlmittel durch Fliehkraftwirkung möglichst lange in der innern Kolbenecke zu halten.
    4. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch, ,gekennzeichnet durch eine dünne, mit Öffnungen (30) für den Abzug des Dampfes versehene Hülse (25), :die im Kolben mit Bunden (<B>2</B>6, 27) eingepasst ist, von denen der der Kurbel am näeh- sten angeordnete mit dem Kolben eine dichte Rinne bildet, während die andern Bunde (26, 27) breite, flache Nuten (28, 29) haben, durch die in den Kolben ein gespritztes Kühlwasser in gleichmässiger dünner Schicht über dessen Innenfläche verteilt wird.
    5. Brennkra.ftmascläine nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch einen den schädlichen Raum im hohlen Kolben (71) verkleinernden Zylinderdeckel (31), der eine Stopfbüchse mit langer, gut wärmeleitender Metallpackung in einem Kühlmantel (33) enthält, der seiner seits wieder von einem Heizmantel (3.6) umgeben ist, den die bereits vorgekühl ten Auspuffgase durchströmen.
    u. Brennkraftma.schine nach Patentan spruch und Unteranspruch 5, gekenn zeichnet durch eine ringförmige Nut<B>(8)</B> in einem verstärkten .Zylinderflansch beim Verbrennungsraum. die durch einen aussen auf den Flansch aufgesetzten Ring (7) verschlossen ist, durch eine Rohr leitung (35) vom Kühlmantel (33) der Stopfbüchse des Zylinderdeckels (31) Kühlwasser erhält und. durch zwei in einandermündende Kanäle (18, 19) an den Kühlraum eines den Verbrennungs raum abdeckenden Zylinderdeckels (15) angeschlossen ist. 7. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 5, Bekenn.
    zeichnet durch mindestens eine Pumpe zum :Einspritzen von Kühlwasser in den Kolben, die in dem Heizmantel (36) im Zylinderdeckel (31) eingebaut ist und deren Tauchkolben (41) unmittelbar von dem Maschinenkolben (71) in -dem Pum penzylinder und durch Federn wieder herausgedrückt wird, derart, dass der Hub der Pumpe und damit ihre Förder menge durch mehr oder weniger tiefes Einschrauben des Pumpenzylinders (40) in den ZjTlinderdeckel (31) einstellbar ist.
    B. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 3 bis 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, da.ss aussen am Tauchkolben (41) der Ein spritzpumpe ein Hahn (44) angebracht ist, der mit einer Bohrung in der Mitte des Tauchkolbens in Verbindung steht und dessen Kücken ein im rechten Win kel abgebogenes, an der Mündung mit einem Röllchen (46) versehenes ,Spritz- rohr (45) besitzt, das durch einen ab geschrägten Anschlag (43) des Arbeits kolbens (71) gegen die kegelförmige Er- weiterunb (66) des Kolbenmantels abge lenkt wird,
    während bei der Rückbewe gung des Kolbens (71) dessen Hülse (25)das Iiöllchen (46) samt dem erahne (44) in die Abschlussstellung zuriick- bringt. 9.
    BrennkraTtmaschine nach Pa.tentan- anspruch und den Unteransprüchen 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (48) des Saugventils der Einspritzpumpe als ein im Pumpen zylinder gleitender, massiger Brems kolben ausgebildet mit flachen Längs- nuten (49) versehen und geben den to- den (47) des Pumpenzylinders durch eine Feder (52) und gegen den Tauch kolben (41) durch eine schwächere Feder (53) abgestützt ist.
    10. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 5, 7 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermehrung der Xasse des Ventilkol bens (48) auf einen Zapfen desselben mindestens eine .Scheibe (51) von etwas kleinerem Durchmesser als die Zylin- derbahrung sitzt, deren beide Kanten am Umfange verschieden stark abgerun det sind.
    11. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine in der Mitte des Kolbens (71) wärmeisoliert befestigte Mulde (63) mit einem kegel förmigen Zapfen in der Mitte und aussen gekrümmten Schlitzen (65), die den aus der Brennstoffdüse ausgespritzten Brenn stoff gegen den obern Zylinderdeckel (15) zurücklenkt.
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