CH137581A - Gasentladungsrelais. - Google Patents
Gasentladungsrelais.Info
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Description
Gasentladangsrelais. Bei vielen elektrischen Anlagen werden als Schaltungselemente Relais angeordnet, welche durch einen Steuerimpuls einen Stromkreis -einschalten und: solange -einge- schaltet lassen, wie der Impuls dauert. Der eingeschaltete Strom JA ist nicht quantita tiv vom Steuerimpuls J", abhängig. som- dern qualitativ, das heisst solange der Steuer impuls einen gewissen Grenzwert überschrit ten hat, ist der gesteuerte Strom eingeschal tet (Fig. 1).
Die bisher hierfür verwandten Relais sind meist mit mechanisch bewebgten Kontakt teilen versehen. Die mechanisch bewegten Teile geben bekanntlich häufig betriebs technische Schwierigkeiten vor allem des halb, weil der Entladungsvorgang beim Off- nen der Kontakte physikalisch schlecht defi- niert ist.
So tritt häufig bei mehr oder weniger starkem Kleben eine verschieden grosse Er wärmung. der Elektrodenoberfläche auf und damit auch verschiedene Bedingungen für das Abreissen,des Lichtbogens.
Um diese Naeh- teile zu verhindern, hat man vorgeschlagen,, ein Gasentladungsrelaäs zu verwenden, an dessen I-lilfselektro,de,durch ,die Kontaktgebung eine Spannung gelegt wird. Hierbei wird ähn lich wie bei dem; Stromrelais eine qualitative Relaiswirkung erzielt.
Die bekannten Gas entladungsrela.is haben jedoch den Nachteil, dass die Löschung der Hauptentladung, das heisst also das Ausschalten des gesteuerten Stromes nicht ohne weiteres erfolgen kann, denn die allgemein benutzten Gasentladun gen haben das Bestreben, sich selbständig zu erhalten, sobald sie einmal eingeleitet sind. Die Einleitung der Entladung erfolgt durch den Steuerimpuls;. der zwischen einer Hauptentladungs- und einer Hilfselektrode angreift und dazwischen eine :Steuerentla- d'ung bewirkt.
Diese Steuerentladung dient zur Einleitung der Hauptentladung. Die Ilauptentla.dung aber muss web n des tech nischen Zweckes der Relais, erheblich stärker sein als die Hilfsentladung. Infolgedessen hat das Aussetzen der Hilfsentladung kaum einen; Einfloss auf -die einmal eingeleitete Hauptentladung, so dass diese durch Abschal ten des Steuerimpulses nicht auch abgeschal tet wird. Der .Strom verläuft dann entspre chend der in Abb. 1 gestrichelt dargestellten Kurve.
Die hierdurch entstehenden Schwierig keiten sollen erfindungsgemäss bei einem Gas- entl.a,dungsTe;lais dadurch vermieden werden, dass Mittel vorgesehen sind, die bewirken, dass die Hauptentlaalung stets eine unselbständige Entladung bleibt. Im nachstehenden sollen beispielsweise derartige Mittel erläutert wer den.
Die Hilfsentliadung ist eine selbständige Entladung, die-Hauptentladungdagegen wird unselbständig gehalten. Hierdurch wird er reicht, dass sobald die Hilfsentladung aus bleibt, auch ,die, Hauptentladung erlischt.
Dies wird zweckmässig dadurch erzielt, dass die Energiedichte der Ha.uptentlaidung in der Umgebung der Hauptkathode so klein gehal ten wird, dass. von dieser Elektronen nicht in zur Aufrechterhaltung einer selbständigen Entladung genügender Zahl emittäert werden.
Dazu ist es zweckmässig, der Hauptentlaadun.g in unmittelbarer Nähe der Kathode Energie zu entziehen, so dass die auf ,der Kathode der Hauptentladung erscheinende Energie des Kathodenflusses. so klein ist, dass sie nicht ausreicht,
die Ilauptentleldhng selbständig aufrecht zu erhalten. Vorteilhaft wird hier für ein Sperrgitter in unmittelbarer Nähe der Kathode angeordnet. Besteht dieses Sperrgit ter aus Leitern, so müssen diese auf ein wähl bares, einmal fest eingestelltes Potential ge bracht werden.
Nichtleiter werden an ihrer Oberfläche .auf ein Potential aufgeladen, welches von der Geschwindigkeit der sie um- gebenden Ionen. abhängt und gerade soweit ansteigt, dass der Verlust id@urch Selbstentla- dung von den Ionen gedeckt wird, welche noch gegen -das Potential anlaufen können,
wodurch die Entladung gesperrt wird. Bsi Leitern kann man dies durch geeignete Schal tung ebenfaIaIs erreichen. Die Anordnung wird zweckmässig so ge troffen,<I>dass</I> idie Hilfselektrode ziemlich nahe an der Hauptkathode liegt, so dass nur ver- hä;
ltnismässig geringe Spannungen notwendig sind, um eine ionisierte, selbständige Entla dung zwischen Hilfselektrode und Hauptka thode zu erhalten. Die Hilfselektredie kann hierbei entweder, wie in Abb. 2a dargestellt, auf der oder Hauptentladung abgewandten Seite. d er Kathode liegen. Dann muss man die Hauptkathode netz- oifer gitterförmig her stellen.
Sie kann auch zwischen K athode und Sperrgitter angeordnet werden, wie in Abb. 2b dargestellt. 11 ist -hierbei die Hilfselek trode, 12 die Kathode, 13 @d las Sperrgitter, 1.1 die Anode.
In Abb. 3a ist der Verlauf des Potentials gezeigt für eine Anordnung, bei der kein Sperrgitter verwendet ist, während Abb. 3b den Potentialverlauf bei Verwen dung eines Sperrgitters zeigt. Durch das Spierrgitter wird, wie beispielsweise darge stellt, der Kathodenfall verringert.
Die Hilfsentla,dnng liefert in die Haupt entladung Ladun.gsträger, die ilirerseits fähig sind, im Hauptendlad@ungsraum Ionnsierung zu bewirken.
Diese Tonisierung soll haupt sächlich in -dem Raum stattfinden, welcher zwischen dem Sperrgitter und der Hauptka thode liegt, so d ass, also der Hauptkathode während des Brennen der Hilfsentladung ge nügend Energie für den Elektronenaustritt zugeführt wird.
Zweckmässig wird: der Abstand zwischen Hilfselektrode und Kathode klein gewählt, ,damit keine grossen Steuerleistungen im Ap- pa,rat auftreten können. Dem gleichen Zwecke dient auch .die Anordnung, dass die Hilfselektrodde gegenüber der Hauptkathode kleine Oberfläche hat.
Bei dieser Anordnung fliessen beim Einsetzen der Hilfsentladung positive Ionen der Hauptentlaidung zur Hilfs kathode. ,Sie sorgen durch ihre Tätigkeit da für, dass der Katho:denstram sehr bald ge- sättigt ist, und zwar tritt dies bei um so, ge- geringerem Werte ein, je kleiner die Ober fläche ist.
Unabhängig von der Oberfläche kann ge sagt werden, dass sobald die Hilfserregung hinzutritt, an der Kathode ein Übersehuss an Elektronen frei gemacht wird', die die an der Kathode liegende positive Raumladung - Kathodenfaall - aufheben. Der Energiege- halt,der Hauptentladung an der Hauptkathode soll so klein bleiben, idla,ss @er die Aufhebung des Kathodenfalles allein nicht bewirken kann.
Ein solches Relais ist schematisch in Abb. 4 dargestellt. Damit die Hauptentladung zwi schen der Hauptkathode, 1 und der Haupt anode 2 nur dann brennen kann, wenn die Hilfsentladung zwischen der Kathode 1 und der HilLkathode 3 Elektronen in die Nähe ,der Hauptkathode '1 liefert, muss, wie im vorstehenden erwähnt, die Hauptentlaidung unselbständig gehalten werden.
Damit ist für die an die Hauptelektroden 1 und 2 zu legende Potentialdifferenz (die Sperrspannung) eine obere Grenze gegeben. Wird sie gesteigert, so wird .die Hauptentladung selbständig, das heisst sie erlischt nicht mit dem Aufhören der Hilfsentladung. Die aus;
Leitern oder Isolatoren bestehenden Gitter 4, @diie zwischen den Elektroden 1 und 2 eingesetzt sind und die die Aufgabe haben, edier Hauptentladung mit unmittelbarer Nähe der Kathode Energie zu entziehen, ermöglichen es allerdings, die Sperrspannung zu erhöhen, .ohne da.ss die Hauptentladung selbständig wird,
zie zeigen aiber die unerwünrnschte Nebenwirkung, dass auch die Minimalspannung, bei der die Hauptentlaad@\ung noch gerade brennt, herauf- .esetztwi@rd. Um.d:
em zu begegnen,alsoid'ieMög- licbkeit zu -schaffen, bei geringer Minimal spannung verhältnismässig hohe Sperrspan nungen anwenden zu können, wind erfin dungsgemäss der Abstand zwischen der Hauptkathode, 1 und der Hauptanode 2 in der Grösse des kathodischen Dunkelraumes d ge halten (Abt.
"o). Dann kann an, .die Haupt elektroden 1 und '-),des Rohres eine sehr hohe Spannung gelegt werden, ahne dass zwischen diesen beiden Elektroden eine Entlaadlung be- @stehen kann.
Die Entladung setzt aber sofort ein, sobald dürch eine Hilfsentladung zwi schen der Hauptkathode 1 und die Hilfselek- trode 3 Elektronen, in die Nähe .der Kathode 1 gelangen, weil durch den Hinzutritt dieser Elektronen die Dicke des Kathodendunkel raumes wesentlich abnimmt und nunmehr der Abstand zwischen den Hauptelektroden l und 3 grösser ist als,die Dunkelraumdicke. Diese Entladung,
die den Charakter einer Glimm entladung oder eines Nieclervoltbogens an nimmt, ist mehrere Grössenordnungen stärker als die Schaltentladung und hat eine ver- hältnismässig niedrige Brennspannung, da gegen .eine hohe Sperrspannung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gasentladungsrelais mit Hilfselektrode, an welche idhzrch Kontaktgebung eine Span- nung gelegt wird, gekennzeichnet durch Mit tel,' welohe bewirken, dass, die Hauptentladung eine unselbständige Entladung bleibt:, :die nur durch die Entladung nach der Hilfselek trode aufrechterhalten wird. UNTERANSPRMHE:1. Gasentladungsmalais nach dem Patentan- spruch, @daadurch gekennzeichnet, -durch eine d Derartige Ausbildung, idlass die Hilfs- entladui#g eine selbständige Entladung ist.2. Gasentladungsrelais nach idem Patentan- spruch, gekennzeichnet durch eine der artige Ausbildung, d lass ,der Energiegehalt der Hauptentladung in der Nähe der Hauptkathode nicht ausreicht, die Ent ladung selbständig werden zu lassen.3. Gasentlaadiungsrelais nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine solche Au:s- !bildung, dass die ,Stromdichte der Haupt entladung so gering ist. :dass die Haupt entladung nicht selbständig bestehen kann. 4. Ga.sentlaadungsredais nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine solche Aus bildung, dass der Kathodenfall der Haupt entladung so klein gehalten wird, dass diese nicht selbständig bestehen kann.5. Ga.sentladungsrelais nach Patentanspruch und den Ünteranspriichen 1 bis 4. da. durch gekennzeichnet, dass ein Sperr- Killer in der Nähe der Kathode der Hauptentladung angeordnet ist. 6.Gasentladungsrelais nach Patentanspruch und den @nt.eransprüchen 1 bis 5, ge- ker@nzeichnet durch ein Sperrgitter, wel ches ausserhalb des Raumes der Hilfsent ladung unrd innerhalb des Raumes der Hauptentladung liegt. 7.Gasentla,dtingsrelais na-eh dem Patentan- spruch und den Untera.nsprüehen 1 bis 5, Aa-durch gekennzeichnet, dass das Sperr gitter aus Isalierstaff besteht. B. Gasentlaiduugsre:lais nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, da durch gekennzeichnet, dass das S'Perrgit- ter aus einem Leiter besteht, .der auf ein konstantes Hilfspotential zu bringen ist.9. G.asentlaidungsrejl,ais nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, da durch gekennzeichnet, dass die Maschen- weite des S'perrgittürs von derselben Gcrö- ssenordnung ist wie die freie Weglänge der Ionen in der Hilfsenfa.dung. EMI0004.0041 10.<SEP> Ga,sentliadingsrelais <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <tb> idaidunch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Hilfs elektrode <SEP> nahe <SEP> an <SEP> der <SEP> Hauptkathodeliegt. <tb> 1.1. <SEP> Gasentladungsrel.ass <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <tb> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Ililfs elektrad'e <SEP> im <SEP> Vergleich <SEP> zu <SEP> den <SEP> beiden <tb> Hauptelektrolden <SEP> eine <SEP> kleine <SEP> Oberflärhe <tb> hat. <tb> 1.2. <SEP> Gasentladüngsrelais <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <tb> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Hilfs elektrode <SEP> auf <SEP> der <SEP> der <SEP> HauptentlaAung <SEP> ab geivaniditen <SEP> Seite <SEP> der <SEP> Kathode <SEP> der <SEP> Haupt entladung <SEP> liegt. <tb> 13.<SEP> Gasentladungsrelais <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <tb> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Kathode <tb> der <SEP> Hauptentladung <SEP> als <SEP> Anode <SEP> für <SEP> die <tb> Hilfsentlaldung <SEP> ausgebildet <SEP> ist, <tb> 14. <SEP> Gasentladungsrelais <SEP> naoh <SEP> Patentanspruch, <tb> ,dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Ab stand <SEP> zwischen <SEP> deni <SEP> Hauptelektroden <SEP> von <tb> der <SEP> Grösse <SEP> des <SEP> katho:dischen <SEP> Dunkelrau mes <SEP> ist.
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