CH137746A - Verfahren zur Herstellung eines ölig harzartigen Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines ölig harzartigen Produktes.

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CH137746A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines ölig harzartigen Produkte.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung eines neuen ölig     harzartigen    Pro  duktes von selbsttrocknenden Eigenschaften,  das durch Kondensation eines noch freie       Hydroxylgruppen    enthaltenden     Glycerides     der     Leinölfettsäuren    in Gegenwart von     Gly-          cerin    mit     Phtalsäureanhydrid    gewonnen       wird.     



  Bekanntlich ergeben polybasische     Säuren     oder deren     Anhydride    bei     Veresterung    mit       mehrwertigen    Alkoholen harzartige Verbin  dungen; beispielsweise erhält man durch  Kondensation von     Phtalsäureanhydrid    mit  Glycerin die sogenannten     Glyptale,    die im       v#esentlichen        unschmelzbar    und     praktise1i     unlöslich     in.    allen für die Herstellung von     Lak-          ken    gebräuchlichen organischen Lösungsmit  teln sind.

   Ebenso ist es bekannt,     harzartige     Produkte dadurch zu gewinnen, dass man  mehrwertige Alkohole entweder mit Gemi  schen von einbasischen und mehrbasischen  Säuren oder erst mit     mebrbasischen    und    dann mit einbasischen organischen Säuren  kondensiert.  



  Die     Aufeinanderfolge,    in der die     Leinölf        ett-          säuren    und das     Phtalsäureanhydrid    auf das  Glycerin     einwirken,    übt auf das erhaltene  Endprodukt einen erheblichen Einfluss inso  fern aus, als die harzartigen Produkte, wel  che durch aufeinanderfolgende     Einwirkung     der     Leinölfettsäuren    und des     Phtalsäure-          anhydrids    auf das Glycerin entstehen, sich  wesentlich von den Produkten unterscheiden,  die man erhält,

   wenn umgekehrt zunächst das       Phtalsäureanhydrid    und dann erst die Lein  ölfettsäuren auf das Glycerin     einwirken.     



  Vorteilhaft     wird    die Kondensation so  ausgeführt, dass man zunächst ein teilweise  durch     Leinölfettsäure        acyliertes    Glycerin,  das heisst einen solchen     Glycerinester,    der  noch freie     Hydroxylgruppen    enthält, her  stellt, zum Beispiel also das     Monoglycerid     oder das     Diglycerid    der     Leinölfettsäuren     und dieses teilweise durch den Rest der Lein-           ölfettsäuren        acylierte    Glycerin mit     Phtal-          säureanhydrid    zu einer harzartigen Verbin  dung kondensiert.  



  Teilweise     acylierte    Alkohole können in  bekannter Weise durch     Veresterung    mehr  wertiger Alkohole mit einer zur völligen       Veresterung    sämtlicher vorhandenen     Hy-          droxylgruppen    ungenügenden Menge einer  monobasischen Säure bereitet werden.

   An  derseits kann man sie aus völlig     acylierten     mehrwertigen Alkoholen, die keine oder  kaum freie     Hydroxylgruppen    enthalten,       zum.    Beispiel     Triglyceriden,    durch U     meste--          rung        gewinnen,    das heisst durch Austausch  von deren Säureresten mit weiteren Mengen  mehrwertigen Alkohols werden sie in teil  weise     acylierte        Verbindungen    übergeführt;  beispielsweise erhält man aus Leinöl oder  Holzöl Mono-     bezw.        Diglyceride    durch Er  hitzen mit Glycerin.

   Dieser Austausch der  Säurereste zwischen völlig     acylierten    mehr  wertigen     Alkoholen    und den freien Alkoho  len wird bekanntermassen durch Katalysa  toren,     wie    zum Beispiel die     Alkoholate    der       Erdalkalimetalle,    befördert.  



  Die Mengenverhältnisse bei der Konden  sation können in weiten Grenzen gewählt  werden. Harzartige Verbindungen von beson  ders bemerkenswerten Eigenschaften     ent -          hen,    wenn das Verhältnis zwischen mehrba  sischer und einbasischer Säure so gewählt  wird, dass die erstere etwa     %    der insgesamt  vorhandenen Säureäquivalente ausmacht.

    Aus     Glycerin    und     Phtalsäureanhydrid    er  hält man so Verbindungen, die ungefähr  folgendem Typus entsprechen:  
EMI0002.0031     
    Diese harzartigen Verbindungen haben  bis zu einem gewissen Grade die     tro-,knenden     Eigenschaften des als Ausgangsmaterial die  nenden trocknenden Öls, das heisst in     einem     Lösungsmittel gelöst und mit einer geringen  Menge eines     Sikkativs    versetzt, liefern sie  harte und glänzende Überzüge.

       Fernerhin       vermögen sie mit den eingangs erwähnten       Glyptalen    Molekülverbindungen     bezw.    feste  Lösungen zu bilden, die für     Celluloseester-          lacke    besondere Eignung besitzen.  



  In manchen Fällen erweist es sich als  vorteilhaft, die Kondensation in Gegenwart  besonderer Kondensationsmittel auszufüh  ren; indessen sind stark saure Kondensa  tionsmittel ausgeschlossen. Es wurde gefun  den, dass diese zwar - die Kondensation zu       beschleunigen    vermögen, aber die Eigen  schaften der erhaltenen harzartigen Verbin  dungen in unerwünschter Weise beeinflus  sen.  



  Gemäss vorliegender Erfindung     wird    ein  für Lackzwecke verwendbares ölig harzarti  ges Produkt in der Weise     gewonnen,    dass  man ein gemäss den obigen allgemeinen Aus  führungen erhältliches, noch freie     Hydro-          xylgruppen    enthaltendes     Glycerid    der Lein  ölfettsäuren in Gegenwart von Glycerin mit       Phtalsäureanhydrid    kondensiert.  



       Beispiel:     Ein Gemisch aus 872 Teilen Leinöl und  ?76 Teilen Glycerin     wird    mit 0,05 Teilen       ('alciumglycerat    versetzt und etwa 2 Stun  den lang auf     200    bis 280   C erhitzt.     7üz     dem entstehenden Gemisch von     Leinölfettsäu-          ren-Monoglycerid    und freiem     Glycerin    fügt  man nach Abkühlen auf     etwa    195   518  Teile     Phtalsäureanhydrid    und steigert die  Temperatur langsam (innerhalb 2 Stunden)  bis auf etwa<B>300</B>   C, wo sie 1 Stunde be  lassen wird.

   Die Heizquelle     wird    nun abge  stellt und ein     inerter    Gasstrom, zum Bei  spiel     Stickstoff    oder Kohlendioxyd,     durch     das Gemisch geblasen, bis die Säurezahl auf  etwa 10 gesunken ist.

   Nach Abkühlen er  hält man ein klares, hellgelbes zähes dick  flüssiges harzartiges Produkt, das in Äther  alkohol (1:1) unlöslich, doch leicht löslich  in aromatischen     Kohlenwa.sserstoffen,        Essig-          säureestern,    Aceton,     Glykoläthern,        Cyclo-          hexanon,        Chlorkohlenwasserstoffen    usw.

   ist  und auch von trocknenden und nicht trock  nenden     Olen    gelöst     wird.    Das Produkt hat       selbsttrocknende    Eigenschaften und ist zur      Herstellung von Lacken, und zwar sowohl  von     Ülharzlacken,    wie auch als Zusatzmit  tel zu     Nitrocelluloselacken    hervorragend ge  eignet. Seine     Eigenschaften,    insbesondere  seine Löslichkeit, lassen sich verändern, in  dem man die oben angegebene Reaktions  dauer und     Reaktionstemperatur        variiert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines für Lack zwecke verwendbaren ölig harzartigen Pro duktes von selbsttrocknenden Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet, dass man .ein noch freie Hydroxylgruppen enthaltendes Gly- ee_rid der Leinölfettsäuren in Gegenwart von Glycerin mit Phtalsäureanhydrid konden siert.
    UNTERANSPRüCHE: . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein solches Ge- misch von noch freie Hydroxylgruppen enthaltendem Glycerid der Leinölfettsäu- ren und Glycerin verwendet, das dadurch hergestellt wurde, dass man Leinöl mit einer solchen Menge Glycerin umestert, die grösser ist als die berechnete Menge,
    um Leinöl in das entsprechende Monogly- cerid überzuführen. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch .gekennzeichnet, dass man ein solches Gemisch. von noch freie Hydroxylgruppen enthaltendem Glycerid der Leinölfettsauren und Gly- cerin verwendet,
    das durch Umestern in Gegenwart von Katalysatoren hergestellt wurde.
CH137746D 1927-04-25 1928-04-17 Verfahren zur Herstellung eines ölig harzartigen Produktes. CH137746A (de)

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