CH137750A - Verfahren zum Überziehen von Metall mit einem metallischen, nichtrostenden, säurefesten Schutzüberzug und nach diesem Verfahren hergestellter Schutzüberzug. - Google Patents
Verfahren zum Überziehen von Metall mit einem metallischen, nichtrostenden, säurefesten Schutzüberzug und nach diesem Verfahren hergestellter Schutzüberzug.Info
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Description
Verfahren zum Überziehen von Metall mit einem metallischen, nichtrostenden, säure festen Schutzüberzug und nach diesem Verfahren hergestellter Schutzüberzug. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überziehen von Metall mit einem metallischen, nichtrostenden, säurefesten Schutzüberzug und auf den nach diesem Verfahren hergestellten Schutzüber zug.
In gewissen !Gegenden, wo Ölfelder sind und dementsprechende Luftverhältnisse herr schen, zum Beispiel in Süd-California., Okla homa und anderswo, rosten freie Metalle ge wisser Gattungen, zum Beispiel Kupfer und die Eisenmetalle sehr viel schneller als an derswo; der Rost verkürzt ihre Lebensdauer und nötigt zu häufigem und +eurem Ersatz.
Es wurde beobachtet. dass Schutzüber züge aus Zink oder Blei, die anderswo mehr oder weniger wirksam sind, in den genann ten Gegenden als ausreichender .Schutz für dem Rost unterworfene Gegenstände aus Me tall versagen. Es wurde ferner beobachtet, dass die gewöhnlichen Überzüge aus Zink oder Blei überall, wo sie benutzt werden, als guter Schutz für solche Metallgegen stände versagen, welche der Einwirkung scharfer Säuren ausgesetzt sind. Beispiels weise wird ein eisernes Rohr, das galvani siert oder in der gewöhnlichen Weise mit Blei überzogen ist und 48 Stunden lang einer 20 %igen Lösung von Schwefelsäure ausgesetzt ist, für weitere Benutzung infolge der Einwirkung der 'Säure während dieser Zeit unbrauchbar.
Das allgemein zum Galvanisieren be nutzte Zink unterliegt selbst einer langsa men Oberflä,chenanfressung und schneller Zerstörung durch die Wirkung gewisser Säuren. Das gewöhnlich als Überzug ange wandte Blei wird zwar selbst nicht angefres sen, weist aber manchmal sehr feine Poren auf, durch welche das den Rost erzeugende Mittel das überzogene Metall erreicht und angreift.
Es wurde nun gefunden, dass diese bis her beim Schützen von Metall gegen Rost und Säurewirkung empfundenen Schwierig keiten überwunden werden können, indem man verschiedene Eigenschaften verschiede ner -Schutzlegierungen derart ausnutzt, dass die Schwäche der einen durchs die Stärke der andern zum Zwecke des Schutzes wett gemacht wird.
Gemäss vorliegendem Verfahren bringt man auf das zu schützende Metall nachein ander zwei .Schichten auf, die aus zwei ver schiedenen Legierungen von verschiedenen Schmelzpunkten bestehen, und zwar zuerst eine Schicht der höher schmelzenden Legie rung und hernach auf diese erste Schicht, eine zweite, aus einer niedriger schmelzen den, nicht rostenden, säurefesten Legierung bestehende Schicht.
Die zur Herstellung der ersten (innern) Schicht dienende Legierung kann beispiels weise aus Blei mit einem Zusatze von ungefähr 4,5 % Zink und von ungefähr 0,5 % Aluminium bestehen, während zur Bildung der zweiten (äussern) Schicht sich beispielsweise ungefähr 2 % Phosphor zinn enthaltendes Blei verwenden lässt.
Bei einem aus -diesen Legierungen gebildeten Überzuge ist die zinkhaltige Bleilegierung der innern Schicht durch das Blei der äussern Schicht gegen Oberflächena.nfressung ge schützt und verschliesst anderseits die Po ren in denn Blei der äussern Schicht, wodurch clarosterzeugende Mittel abgehalten wird, den überzocenen Gegenstand während seiner natürlichen Lebendauer zu erreichen und an zugreifen.
Die obgenannte. zur Bildung der zweiten (äussern) Schicht bestimmte Blei-Phosphor- zinn-Lc-;ierung kann auch einen Zusatz -von etwa 0,1 % Bleiphosphid erhalten.
Die auf solche Weise geschützten Metalle widerstehen nicht nur erfolgreich der An- fressung in jeder Atmosphäre. sondern auch erfolgreich der Säureeinwirkung und zeigen .keinerlei Veränderung, nachdem sie 48 Stun den in eine 20 %ige Schwefelsäurelösun eingetaucht waren, was ja die schwerste be kannte Erprobung für diesen Zweck ist. Die genannten Legierungen werden beim vorliegenden Verfahren bevorzugt.
Ihre Schmelzpunkte liegen soweit voneinander ab, dass man die äussere Schicht durch das be kannte beisse Tauchverfahren aufbringen kann, ohne dass die zuvor erzeugte innere Schicht hierbei eine andere Beeinflussung als Erweichung erfährt.. Infolge dieses Erwei- chens vermag die Legierung der innern Schicht in die Poren der äussern Schicht ein zudringen und diese zu verschliessen.
Die genannten Legierungen verdienen weiter deshalb den Vorzug, weil die Legierung der innern Schicht mit dem Metalle des zu über ziehenden Gegenstandes eine Legierung ein geht, was sowohl zu einem noch besseren Ver- schluss.e der Poren in dem Blei führt, als auch zur Bildung eines festen Verbundes mit dem zu schützenden Metalle.
Vorzugsweise wird die innere Schicht mittelst des heissen Tauchverfahrens und darauf die äussere Schicht durch ein ähn liches Verfahren aufgebracht. Die vonein ander abweichenden Eigenschaften der bei den (.Legierungen lassen sich jedoch auch in anderer Weise nutzbar machen. Man kann entweder die ganze Oberfläche des zu schüt zenden Gegenstandes überziehen, oder irgend einen kleineren Teil davon, der des Schutzes bedarf.
Es wird so ein Überzug gebildet, dessen schützende Wirkung nicht erreicht werden kann, wenn man nur eine der schützenden Legierungen- allein anwendet. sondern nur der vereinigten Wirkung der beiderseitigen Eigenschaften zu verdanken ist. Der zu überziehende Gegenstand kann aus irgend einem Metall bestehen, das der Rostwirkung oder der Zerstörung durch Säuren unterwor fen ist, und die schützenden Legierungen mögen von irgendeiner für diesen Zweck ge eigneten Art sein.
Zur I3erstellung der Legierung für die erste Schicht wird beispielsweise zuerst das Blei. geschmolzen und dann das Zink und z\!l:uminium in das geschmolzene Blei bei einer Temperatur von ungefähr 470' C (875 F) niedergeschmolzen. Bei dieser Tem- peratur ist die Legierung zum Eintauchen des Gegenstandes, bereit.
Zur Herstellung der Legierung für die äussere Schicht wird beispielsweise zuerst Blei geschmolzen und dann Phosphorzinn in das geschmolzene Blei bei einer Temperatur von ungefähr 400' C<B>(750'</B> F) niederge- schmolzen. Bei dieser Temperatur ist die Le gierung .fertig für das Eintaachen des Ge genstandes.
Wo noch grössere Leichtflüssigkeit,, Zä higkeit und Festigkeit des äussern Überzuges gewünscht werden, wird Blexphosphid in das Blei zusammen mit dem Phosphorzinn einge führt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Überziehen von Metall mit einemmetallischennichtrostenden,säurefesten .Schutzüberzug, dadurch gekennzeichnet, dass auf das zu schützende Metall na"heinander zwei Schichten aufgebracht werden, die aus zwei verschiedenen Legierungen von ver schiedenen Schmelzpunkten bestehen, und zwar zuerst eine Schicht der höher schmel zenden Legierung und hernach auf diese erste Schicht eine Schicht von einer niedri ger schmelzenden, nichtrostenden. säure festen Legierung. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die erste Schicht aus Blei mit einem Zusatz von ungefähr 4 bis 5 % Zink und ungefähr 0,5 % Aluminium bestehend, auf das zu schützende Metall bei einer Temperatur von ungefähr 470' C<B>(875'</B> F) aufge bracht wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht, bestehend aus Blei mit einem Zu satz von ungefähr 2 % Phosphorzinn, auf die erste Schicht bei einer Temperatur von ungefähr 400' C (750 F) aufge bracht wird. 3.Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht. bestehend aus Blei mit einem Zu satz von ungefähr 2 % Phosphorzinn und einem Zusatz von ungefähr 0,1 Bleiphos- phid, auf die erste Schicht. bei einer Tem peratur von ungefähr 400' C<B>(750'</B> F) aufgebracht wird.PATENTANSPRUCH II: Nichtrostender, säurefester Schutzüberzug auf Metall, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass@ er aus zwei Schichten von Le gierungen von verschiedenem Schmelzpunkte gebildet ist, derart, dass die unmittelbar an dem zu schützenden Metall anliegende Schicht aus der höher schmelzenden Legie rung, die zweite Schicht aus einer nicht rostenden, säurefesten Legierung von niedri gerem Schmelzpunkte besteht.UNTERANSPRUCEE: 4. Schutzüberzug gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die erste un mittelbar an dem zu schützenden Metall anfliegende Schicht aus Blei mit einem Zusatz von ungefähr 4,5 % Zink und unge fähr 0,5 % Aluminium besteht. 5. Schutzüberzug gemäss Patentanspruch Il. dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht aus Blei mit einem Zusatz von ungefähr 2 % Phosphorzinn besteht.G. Schutzüberzug gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht aus Blei mit einem Zusatz von ungefähr 2 % Phosphorzinn und unge- fähr,0,1 % Bleiphosphid besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH137750T | 1928-07-07 |
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| CH137750D CH137750A (de) | 1928-07-07 | 1928-07-07 | Verfahren zum Überziehen von Metall mit einem metallischen, nichtrostenden, säurefesten Schutzüberzug und nach diesem Verfahren hergestellter Schutzüberzug. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH137750A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2428078A1 (fr) * | 1978-06-09 | 1980-01-04 | Nagahori Teiji | Alliage a base de plomb pour le doublage par immersion a chaud |
-
1928
- 1928-07-07 CH CH137750D patent/CH137750A/de unknown
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