CH138000A - Metallfolienstreifen für Textilzwecke und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents
Metallfolienstreifen für Textilzwecke und Verfahren zur Herstellung derselben.Info
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Description
Netallfolienstreifen für Textilzwecke und Verfahren zur Herstellung derselben. Es ist bekannt, Streifen aus dünnen Me- tällfolien, insbesondere Aluminiumfolien, zu aller Art von Geweben zu verarbeiten, wobei die Streifen in einfacher Form, oder in ge drehtem Zustande, oder auch um einen andern Textilfaden gewickelt, in Anwendung gelan gen. Die für diese Zwecke verwendeten Fo lien aus Nichtedelmetallen verlieren mit der Zeit durch Oxydation ihrer Oberfläche :1-n ursprünglichen Glanz und ihre Farbe und die Gewebe werden dadurch unansehnlich.
Ab gesehen von diesen Nachteilen, die die bisher bekannten Fertigprodukte aufweisen, ergeben <I>sich</I> auch bei rer Verarbeitung der Metall streifen selbst grosse Schwierigkeiten. Da die dünnen Metallstreifen nur eine sehr geringe Ziehfestigkeit besitzen, wird das Arbeiten mit diesem Material durch fortwährendes Reissen ausserordentlich erschwert und erfordert eine mühevolle Arbeit und grossen Zeitaufwand. Es konnten auch bisher nur Metallstreifen von beträchtlicher Stärke in Anwendung ge langen, da nur diese der Beanspruchung bei der Verarbeitung standhalten, wodurch aber wieder das Gewebe verteuert wird und zu schwer ausfällt.
Es wurde nun gefunden, daLi man alle diese Übelstände auch bei Verwendung von ganz dünnen Metallfolien vermeiden kann, wenn man Metallfolien verwendet, die mit einer transparenten aus Zelliiloseabkömmlin- gen hergestellten faserfreien Zelltilosehaut zum Beispiel Zellulosehydratfolie ein- oder. beid seitig überzogen sind und diese dann zusam men in Streifen schneidet. Auf diese Weise erhält man Metallfolienstreifen, welche er findungsgemäss wenigstens auf der einen Seite mit Zellulosehaut überzogen sind.
Die Herstellung der Streifen geschieht zweckmässig in der Weise, dass man eine dünne Metallfolie, zum Beispiel Aluminium folie, mittelst geeigneter Klebemittel, wie zum Beispiel Kautschuklösung, Gelatinelösung, Zel- luloidlösung, oder andern geeigneten trans parenten Klebemitteln, mit einer Zellulosehaut, zum Beispiel Zellulosehydratfolie verbindet und hierauf in Streifen schneidet. .Diese Strei fen werden nun so wie sie sind, oder nach Verdrehung auf Spulen aufgewickelt und hier auf wird in üblicher Weise durch Flechten oder Weben das gewünschte Gewebe herge stellt.
Die Streifen können entweder für sich allein verwendet werden, oder mit andern Webmaterialien, zum Beispiel in der\Weise, dass die einfachen oder gedrehten Streifen um einen andern Textilfaden umgewickelt werden. Diese vorstehend beschriebenen Strei fen eignen sich als Schuss und Kette, können also sowohl als Längsstreifen, als auch als Querstreifen im Gewebe verwendet werden.
Es hat sich- nun gezeigt, dass auch diese Produkte noch keine für alle Zwecke genü gende praktische Brauchbarkeit besitzen. In folge der Verschiedenheit des Ausdehnungs koeffizienten von Metall und Zellulose hat die Zellulosehaut das Bestreben, sich von der Metallschicht loszulösen. Dies ist insbeson dere bei dem hier verwendeten streifenförmi- gen Material der Fall, da die zusammen hängenden Flächen der Metallfolien- und Zel- lulosehautstreifen äusserst schmal sind und sich leicht abstossen.
Diese Ablösung wird noch unterstützt durch die bekannte Eigen schaft der Zellulosefolie, sich bei der gering sten Änderung des Feuchtigkeitsgehaltes, so gar schon durch Änderung der atmosphärischen Feuchtigkeit, zu werfen und zu biegen.
Diese Übelstände können nun dadurch vermieden werden, dass man Zellulosefolien verwendet, die durch einen Überzug von was serabstossenden Stoffen, zum Beispiel Zellu- loidlösung, Zellulosenitratlösung oder der gleichen, gegen die Einwirkung der Feuchtig keit unempfindlich gemacht worden sind. Einen durchgreifenden Erfolg hat diese Mass nahme insbesondere dann, wenn die Zellulose streifen von dem wasserabstossenden Überzug r zur Gänze, also sowohl ihre Flächen, als auch ihre Kanten, umhüllt werden.
Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung werden daher die Streifen in der Weise hergestellt, dass man die Metallstreifen mit Zellulosehaut- streifen überzieht, die sowohl an ihren Flä chen, als auch an ihren Kanten und Iländern, mit wasserabrtossenden Stoffen überzogen wurden. Zweckmässig geht man aber in der Weise vor, dass die ein- oder beidseitig mit Zellulosefolien überzogenen Metallfolien in Streifen geschnitten und hierauf die einzelnen kombinierten Streifen mit dem Überzug aus wasserabstossenden Stoffen versehen werden.
Auf diese Weise erhält man Metallfolien streifen, bei welchen die die Metallstreifen bedeckende Zellulosehaut oder der ganze kom binierte Streifen einen Überzug aus wasser abstossenden Stoffen, wie zum Beispiel Zellu- losenitrat, Zelluloidlösung oder dergleichen aufweisen.
Sowohl die Metallfolie, als auch die Zel- lulosefolie können in beliebiger Weise gefärbt, bedruckt, bespritzt oder mit Prägungen ver sehen werden. Ebenso lassen sich auch die bereits fertigen Streifen oder die fertigen Streifen oder die fertigen Gewebe mittelst geeigneter transparenter Farbstoffe färben, oder auch mittelst Prägewalzen prägen. Es können auf diese Weise alle gewünschten kunstgewerblichen Effekte erzielt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Metallfolienstreifen für Textilzwecke, da durch gekennzeichnet, dass sie wenigstens auf der einen Seite mit einer transparenten, aus Zelluloseabkömmlingen hergestellten faserfreien Zellulosehaut überzogen sind. I1. Verfahren zur Herstellung von Metall folienstreifen gemäss dem Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Metallfolien mit Zellulosehaut überzogen und hierauf in Streifen geschnitten werden.UNTERANSPRüCHE 1. Metallfolienstreifen nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die die Metall folie bedeckende Zellulosehaut allseitig einen Überzug aus wasserabstossenden Stof fen aufweist. 2. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Zellulosefolien und aus Metallfolien kombinierten Streifen noch mit einem Überzug aus wasserab stossenden Stoffen versehen werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE138000X | 1928-04-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH138000A true CH138000A (de) | 1930-02-15 |
Family
ID=5667099
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH138000D CH138000A (de) | 1928-04-07 | 1928-07-05 | Metallfolienstreifen für Textilzwecke und Verfahren zur Herstellung derselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH138000A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743270C (de) * | 1939-04-12 | 1943-12-22 | Willibald Bergmann | Verfahren zum Kaschieren von Viskosefolien mit Metallfolien mittels waessriger Klebstoffloesungen |
| WO1984001969A1 (en) * | 1982-11-10 | 1984-05-24 | Svensson Ludvig Bv | A green-house curtain |
-
1928
- 1928-07-05 CH CH138000D patent/CH138000A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743270C (de) * | 1939-04-12 | 1943-12-22 | Willibald Bergmann | Verfahren zum Kaschieren von Viskosefolien mit Metallfolien mittels waessriger Klebstoffloesungen |
| WO1984001969A1 (en) * | 1982-11-10 | 1984-05-24 | Svensson Ludvig Bv | A green-house curtain |
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