CH138012A - Verfahren zur Herstellung hochaktiver Kohle. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochaktiver Kohle.

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CH138012A
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  Verfahren zur Herstellung hochaktiver Kohle.    Es sind bereits Verfahren zur Herstel  lung aktiver Kohle aus Holz bekannt gewor  den, wobei dieses mit     Salzlösungen    verschie  dener Art     imprägniert,    unter     Luftabschluss     erhitzt und dann ausgelaugt wird.  



  Bei den bisher benutzten Verfahren hat  man zum     Imprägnieren    von Holz Lösungen  benützt, .die stark alkalisch sind (zum Bei  spiel Pottasche) oder die stark sauer sind       (Kaliumbisulfat).    Die ätzende Wirkung der  starken Alkalien bedingt bei den notwendi  gen hohen Temperaturen     (900-1100     C)  einen starken Verschleiss der Ofenanlage.

    Das nun     erfindungagemäss    zu verwen  dende     Rhodansalz,    zum Beispiel     R.ho-          da-nkalium    hat .den     Vorteil,    dass es nur ganz  schwach     alkalisch    reagiert und     dass    die  Temperatur bei seiner Anwendung<B>800'</B> C  nicht zu Übersteigen braucht.  



  Ferner wirken die starken Alkalien bei  der Glühhitze zerstörend auf ,das     Produkt    ein,       während    bei Gegenwart .der beanspruchten,    stickstoffabgebenden Salze keinerlei Ver  brennung     stattfindet.     



  Grosse     Schwierigkeiten    bereitete bisher  auch das Auswaschen der aktiven Kohle in  folge des grossen Wasserverbrauches und der       beringen        Filtriergeschwirndigkeit,    besonders  da, wo     während    des     Vorganges        sehwerlös-    .  liehe Verbindungen entstehen.  



  Gegenstand der vorliegenden     -Erfindung     ist ein Verfahren zur Herstellung hochakti  ver Kohle, gemäss welchem zum Imprägnie  ren der zu verkohlenden     ,Stoffe    ein Salz der       R@hada-nwasserstoffsäure    verwendet wird.  



  Beispielsweise wird lufttrockenes Holz in  Form kleiner Würfel (oder als Sägemehl)  mit einer Lösung von     Rhodankali    in einer.  _ rotierenden Trommel bei 80-100   C im  prägniert und getrocknet. Die trockene Masse  wird dann ,auf 300-850   C erhitzt, wobei  die gasförmigen     Destillationsprodukte    auf  gefangen und nutzbar gemacht werden kön  nen. Dann erfolgt das Erhitzen unter Luft-           abschluss    auf helle Rotglut etwa eine halbe  Stunde lang. Nach dem Erkalten wird die  Kohle mit möglichst wenig Wasser ausge  laugt, eventuell zur Verminderung des  Aschengehaltes mit verdünnter Salzsäure und  hierauf wieder mit heissem Wasser ge  waschen. Die zurückgewonnene .Salzlösung  wird     konzentriert    und \nieder verwendet.  



  In gleicher Weise wie Holz können auch  Torf, Braunkohle oder andere kohlenstoff  haltige Stoffe     (zum    Beispiel organische Ab  lauge) oder deren     Schtvelprodukte    mit Vor  teil auf hochaktive Kohle verarbeitet wer  den.  



  Von Vorteil ist es auch, die Ausgangs  stoffe zuerst unter Gewinnung der     :Destilla-          tionsprodukte    zu verschwelen und dann die  Schwelrückstände zu verarbeiten. Da bei  spielsweise aus 100 Teilen Holz nur     24-30     Teile Holzkohle entstehen, erspart man bei  dieser Arbeitsweise etwa 70% der Impräg  niermittel.  



  Während das bekannte Verfahren zur  Herstellung von     Mediziaalkohle    aus     Sulfit-          ablauge    zu Produkten mit bis     5%    minera  lischen Bestandteilen (Asche in Form von       Kalziumsulfat)    führt, kann der Aschenge  halt nach dem     erfindungsgemässen    Verfah  ren leicht bis auf 0,4% heruntergedrückt wer  den.     Ganz    besonders günstig verhält sich  diese aktive Kohle auch bei der Filtration  von Ölen und Fetten.  



  Vergleichsprüfungen, die nach der Vor  schrift des deutschen Arzneibuches (6. Auf  lage, Seite     133)        ausgeführt    wurden, ergaben  für     die    beste zurzeit im Handel befindliche       Absorptionskohle    einen     Titer    von 30     ccm          Methylenblaulösung,

      während bei den Pro  dukten nach der     Erfindung    ein     Methylen-          blautiter    von 50 bei Verwendung von     Rho-          dankalium    und ein     Methylenblautiter    von 38  bei Verwendung von     Blutlaugensalz    gemischt  mit     Rhod@ankalium    erzielt wurde.  



  Zur Verbilligung des Verfahrens kann  man, ohne das Produkt zu verschlechtern,  ein bis zwei Dritteile der     R.hodanverbindun-          gen    durch Alkali- oder     Erdkalisalz    ersetzen.  So erhält man ein besonderes     wirkungsvolles            Salzgemisch,    wenn man K     aliumsulfat    mit       Kaliumkarbonat    und mit     R.ho,dankalium    ver  mengt.  



  Beispielsweise zersetzt man eine     Lösung     von 350     gr        Ka,liumkarbonat    mit ebensoviel       Kaliumbisulfat    und gibt dann dieselbe Ge  wichtsmenge     Rhodankalium    zu. Mit der er  haltenen Lösung werden etwa 1 kg Holzkohle       imprägniert,    getrocknet und eine halbe       Stunde    unter     Luftabschluss    bei 800   C ge  glüht. Das Glühprodukt wird mit Wasser  ausgelaugt und mit     Salzsäure    und Wasser  gewaschen. Der wässerige Auszug wird ein  gedampft und wieder zur Imprägnierung  verwendet.

   In gleicher Weise können auch  ,die     tSchwelprodukte    von Torf und Braun  kohle aktiviert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung hochaktiver Kohle aus kohlenstofhaltigen Stoffen durch Imprägnieren derselben mit Salzlösungen, 7rhitzen unter Luftabsehluss und darauffol- Cendes Auslaugen, dadureli gekennzeichnet. dass ma.rl :die kohlenstoffhaltigen Stoffe mit einem Salz der Rhodanwasserstoffsäure im prägniert. UNTERAN SPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da,ss man imprägniert mit einem Gemisch aus einem Salz der Rho- danwasserstoffsäure und Blutlaugensalz. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man imprägniert mit einem- Gemisch aus einem Salz der Rho- @d@anwasserstoffsäure und Erdalkalisalzen. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man imprägniert mit einem Gemisch aus einem Salz der Rho- danwasserstoffsä:ure und Alk@alisalzen. . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man imprägniert mit einem Gemisch aus einem Salz der Rho- danwasserstoffsäure mit Kaliumsulfat und wenig Kaliumkarbonat.
CH138012D 1927-06-22 1928-06-21 Verfahren zur Herstellung hochaktiver Kohle. CH138012A (de)

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