CH138143A - Glimmlichtröhre mit positiver Lichtsäule. - Google Patents

Glimmlichtröhre mit positiver Lichtsäule.

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CH138143A
CH138143A CH138143DA CH138143A CH 138143 A CH138143 A CH 138143A CH 138143D A CH138143D A CH 138143DA CH 138143 A CH138143 A CH 138143A
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Inc Claude Neon Lights
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Inc Claude Neon Lights
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      Glimmlichtröhre    mit positiver     Lichtsäule.       Die Erfindung betrifft eine     Glimmlicht-          röhre    mit positiver Lichtsäule.  



  Es sind bereits     Glimmlichtröhren    mit po  sitiver Lichtsäule vorgeschlagen worden,  bei welchen die verdünnte Atmosphäre inner  halb der Röhre aus einem Gas der Gruppe  der sogenannten seltenen Gase besteht, wie  Neon, Argon, Helium,     Xenon    oder Krypton.       Jedes,dlieser    Gase     emittiert    ein Licht von cha  rakteristischer Farbe, wenn es infolge des  Durchganges eines elektrischen Stromes zu  Schwingungen veranlasst wird. Neon bei  spielsweise emittiert in glühendem Zustand  eine orangerote Farbe, Argon eine violette  Farbe und Helium eine gelbliche Farbe.  



  Es ist auch bereits vorgeschlagen worden,  von einer     Glimmlichtröhre    mit positiver  Lichtsäule eine blaue Farbe dadurch zu er  zielen, dass man Quecksilberdampf hinein  bringt. In diesem Falle dient das seltene Gas,  zum Beispiel Neon, als Bahn für die nach  der Kathode wandernden Ionen; dieses wird  dabei wegen seines geringen Spannungsab-         falles,    der zur Langlebigkeit der Röhre bei  trägt, vorgezogen. Eine solche Röhre ist re  lativ kühl, aber bei mässigen Temperaturen  reicht die     Ionisierung    der Gassäule aus, um  das Quecksilber in verdampftem Zustand zu  halten, so dass es über die ganze Röhre ver  teilt     wird    und die Farbe vorherrscht, welche  es bei der     Ionisierung    ausstrahlt.

   Diese Farbe  ist blau und maskiert das Orangerot des  schwingenden Neons.  



  Während Neon infolge seines niedri  gen Spannungsabfalls     (Spannungsgradienten)     ein sehr     wirkungsvolles    Gas ist, hat es den  Nachteil, nicht genug Wärme zu entwickeln,  um das Quecksilber bei niedrigen Tempera  turen verdampft zu halten, und die Röhre  nimmt deshalb bei kaltem Wetter leicht ein  dürftiges Aussehen an, bei welchem Strei  fen einer orangeroten Farbe erscheinen, die  die vom Neon herrührende charakteristische  Farbe ist.

   Diese     Streifung        rührt        einmal    von  der     Abseheidung    oder Kondensation von  Quecksilber an diesen Punkten her, so dass      nur die Neonfarbe erscheint, dann auch von  der     Kapillarwirkung    des Neons, das heisst  seiner Neigung, sich leicht von andern Be  standteilen zu trennen, sobald der Unter  schied im     Atomgewicht        zwischen    den beiden  zu gross ist. Natürlich trägt Quecksilber, des  sen     Atomgee@richt    sich erheblich von demje  nigen des Neons unterscheidet, zu der leich  ten Trennung des Neons von dem Queck  silber bei.  



  Die     Glimmlichtröhre        gemäss    der Erfin  dung ist nun derart beschaffen, dass sie ein  Licht von     charakteristischer    Farbe emittiert  und die Farbe im wesentlichen auch bei  den niedrigen Temperaturen beibehält, denen  sie bei kaltem Wetter     ausgesetzt    sein     kann,     so dass die Röhre beispielsweise für     R.ekla.me-          beleuchtung.        Leuchtfeuer    und ähnliche Be  leuchtungszwecke verwendet werden kann.  



  Zu diesem     Zwecke        weist    die     Gasfüllun;-,     der Röhre eine     farbspendende    Substanz auf  in Form eines relativ schweren und leicht       kondensierbaren    Dampfes, der bei     Jonisic-          rung    gefärbtes Licht     auszusenden    vermag,  ein seltenes Gas von der Fähigkeit, die     farb-          spendende        Substanz    in der Dampfphase zu  halten und infolge eigener Farbenaussen..

         dung    einen entsprechenden Hintergrund ab  zugeben, und ein wärmelieferndes seltenes       Cras.    von hohem Spannungsgradienten.  



  Die Verwendung eines solchen     Ga.sgerni-          sches    hat seine besondern Gründe. Es hat  sich nämlich gezeigt, dass die verschiedener:  Gase der Gruppe der seltenen Gase     vom.          Standpunkt    der Beleuchtung bei einer       CTlimmlichtröhre    mit positiver Lichtsäule,  welche durch     schwingenden    Quecksilber  dampf ein blaues Licht aussenden soll, ein  zeln Vorzüge und Nachteile aufweisen.  



  Argon besitzt den Vorteil. das schwerste  Gas der Gruppe zu sein; es trägt; deshalb  Quecksilberdampf am leichtesten, und da es  eine geringe Leitfähigkeit besitzt, sucht es  die Wärme in der Röhre zu halten. Ein wei  terer Vorteil besteht darin. dass das charak  teristische Licht vom     ionisiertem    Argon von  violetter Farbe ist, also von einer Farbe,    welche von allen andern Gasen der Gruppe  der blauen am nächsten kommt.     M'enn    also  der     Quecksilberdampf    bei besonders kaltem  Wetter zu Kondensation neigen sollte und  Streifen der charakteristischen     Argonfarbe     erscheinen, ist die Abweichung in der     Farbe     der Röhre von dem vorgeschriebenen Blau  nicht besonders wahrzunehmen.

   Anderseits  besitzt Argon den Nachteil, dass es sehr  kühl läuft und deshalb nicht genug     Wärme     entwickelt wird, um das Quecksilber bei nie  drigen Temperaturen verdampft zu halten.  



  Helium     entwickelt    bei der     Ionisierung    in  einer     Glimmlichtröhre    mit positiver Licht  säule eine erhebliche Wärme und kann des  halb dazu verwendet werden. um das     Quech-          silber    verdampft zu erhalten. Der Nachteil  von Helium ist indessen der.     .dass    es wegen  seines hohen Spannungsgradienten ein sehr  unwirksames Gas ist.  



  Neon hat den     Vorteil,    dass es ein sehr  wirksames Gas ist, das heisst einen kleinen  Spannungsgradienten besitzt und infolgedes  sen eine weniger zerstörende Wirkung auf  die Elektroden der Röhre hat. Anderseits     ist     Neon nicht so wirksam,, das Quecksilber bei  kaltem     Wetter    verdampft     7,u        halten,    -wie     einige     andere     eGase    Ader     Edelgasgruppe,    weil das ioni  sierte Neon keine grosse Wärmemenge ent  wickelt.

   Auch wegen der     Isapillarwirkung          von    Neon zerlegt sich ein Gemisch von Neon  und Quecksilber leichter und ergibt die Strei  fenwirkung, die man an Neon und Queck  silber enthaltenen     Glimmlielrtröhren    mit     po-          sitiver    Lichtsäule bei kaltem     Wetter        bE-          obachten    kann.     Diese    Streifenbildung nimmt  die Gestalt von Bändern von der charakteri  stischen Neonfarbe an oder erscheint unge  fähr so in .der sonst blauen Röhre     infol--,e     des darin enthaltenen Quecksilbers.

       Diese     Neigung zur     Abscheidung    rührt daher,     da2     ein Gemisch, welches ein Gas enthält, dessen  Atomgewicht erheblich von dem     Atomge-          wicht    von Quecksilber abweicht, bei niedri  gen Temperaturen nicht so stabil ist, als ein  Gemisch von Gasen     bezw.    Dämpfen,     deren     Atomgewichte annähernd gleich sind.      Um eine Röhre nach der Erfindung zu  erhalten, kann man die Dosierung der Fül  lung der Röhre folgendermassen vornehmen:  Man nimmt die erforderliche Menge Queck  silber.

   Es wird dann soviel Argon genom  men, dass das     ionisierte    Gemisch eine     Printer-          grundfarbe    erhält, falls das Quecksilber sich       verdichten    sollte; wobei diese Farbe sich eng  der gewünschten blauen Farbe nähert.

   Man  nimmt eine genügende Menge von Argon,  um das Quecksilber zu tragen, so dass keine       Abscheidung    von Quecksilberdampf von den  Gasen des Gemisches bei den Temperaturen       erfolgt,    denen. die     Gliminlichtröhre    ausge  setzt ist.     Man    setzt denn Gemisch     weiterhin     soviel Helium zu, dass bei der     Ionisierung    ge  nügend Wärme entwickelt wird, um das       Quecksilber    bei den betreffenden Temperatu  ren verdampft zu halten.  



  Die so gewählten Mengen von Argon  und Helium sind nun nicht genügend, um  den Röhreninhalt auf dem Druck zu halten,  welcher erfahrungsgemäss der wirksamste  Druck für den Betrieb des Röhrenlichtes ist.  Es kann beispielsweise angenommen werden,  dass man Argon in solcher Menge in die  Röhre einbringt, dass der Druck gleich 2 mm  Quecksilbersäule ist, und dass man Helium in  einer Menge entsprechend einem Druck von  5 mm Quecksilbersäule zusetzt. Dieses Ge  inisch würde die gewünschten Ergebnisse  hinsichtlich Farbe, Grundfarbe von Argon  und Stabilität ergeben; der Röhreninhalt  würde aber zum grössten Teil Helium sein.  Röhrenelektroden spritzen leicht in einer At  mosphäre von Helium wie auch bei solchem  Druck.

   Um diese Nachteile zu beseitigen,  wird zweckmässig der innere Druck der Röhre  auf den einer langen Lebensdauer der Elek  troden günstigsten, zum Beispiel 15 mm  Quecksilbersäule     gesteigert,    indem man  Neon in der Eigenschaft als Verdünnungs  mittel in einer Menge entsprechend einem  Druck von ungefähr 8 mm Quecksilbersäule  zur Steigerung des Druckes zusetzt. Der  vergrösserte Druck verhindert so nicht nur  das Spritzen der Elektroden, sondern die  Elektroden spritzen in einer Neonatmosphäre    wegen des kleinen Spannungsgradienten von  Neon auch am wenigsten.  



  Man sieht so, dass die Temperatur der  Röhre überwacht und durch die Wahl der  Gase innerhalb der Röhre verhindert wird,  dass die Temperatur soweit fällt, dass die Ver  dampfung des Quecksilbers aufgehoben wird.  Wenn die tiefste Temperatur bestimmt ist,  bei welcher die Röhre betrieben werden soll,  können die relativen Mengen der zwei oder  mehr das Gemisch bildenden Gase gewählt  werden. Beispielsweise hält eine     Glimmlicht-          röhre,    welche 30 % Neon, 70 % Helium und  die erforderliche Menge Quecksilber enthält,  ihre blaue Farbe bis herab zu einer Tempe  ratur von -3ss   C,     wenn    der Druck des     R'tih-          reninhaltes    71/2 mm Quecksilbersäule be  trägt.

   Die Veränderung kann durch Steige  rung des Röhrendruckes auf 15 mm Queck  silbersäule verzögert werden, bis die Tem  peratur .auf -401 C fällt, und durch Stei  gerung des Druckes in der Röhre auf 30 mm  Quecksilbersäule bis zu einem Temperatur  fall auf     -45      C.  



  Beispielsweise kann der Röhreninhalt aus  30 % Neon, 70 % Helium, einer einem Druck  von 1/2 mm Quecksilbersäule entsprechenden  Menge Argon     und:    der üblichen Menge Queck  silber bestehen, so dass der     Röhrendruck    15 mm  Quecksilbersäule beträgt. Dieses Gemisch  hält die blaue Farbe, bis die Temperatur auf  etwa -401 C fällt. Wenn die Mengenver  hältnisse so verändert werden, dass eine  einem Druck von 2 mm Quecksilbersäule  entsprechende Menge Argon vorhanden ist,  ändert die Röhre ihre Farbe erst bei einer  Temperatur von --44' C.  



  Man sieht so, dass eine     Glimmlichtröhre     mit positiver Lichtsäule, welche eine blaue  Farbe aussendet, auf sehr niedrigen Tempe  raturen, und zwar solchen, die     viel    niedri  ger sind, als es bei Verwendung eines einzi  gen Gases und von Quecksilber möglich  wäre, betriebsfähig gehalten und- durch eine  Auswahl der Anzahl und der Menge der  Gase die Temperatur festgelegt werden kann,  bei welcher die Röhre     ihre    blaue Farbe ver  liert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Glimmlichtröhre mit positiver Licht säule, deren Gasfüllung eine farbspendende Substanz in Form eines relativ schweren und leicht kondensierbaren Dampfes, der bei Ionisierung gefärbtes Licht auszu senden vermag, ein seltenes Gas von der Fähigkeit, die farhspe udende Substanz in der Dampfphase zu halten und infolge eigener Farbenaussendung einen entsprechen den Hintergrund abzugeben,
    und ein wärme lieferndes seltenes Gas von hohem Span nungsgradienten aufweist, zum Zwecke, eine Röhre zu erhalten, die im wesentlichen ihre charakteristische Farbe auch bei niedrigen Temperaturen behält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Röhre nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie als farbspendende Substanz Quecksilber, als diese tragendes und Hintergrund abgebendes Gas Argon und als Gas mit hohem Spannungsgradien ten Helium enthält. ?. Röhre nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie noch ein Verdün nungsgas enthält. . Röhre nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie Neon als Verdün nungsgas enthält. 1.
    Röhre nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1, 2 und 3, @cladurc)h gekenn zeichnet, dass sie Quecksilberdampf, Neon und Helium in einer Menge entsprechend einem Druck von 13 mm Quecksilbersäule und in dem Verhältnis von 30 % Neon und 70 % Helium, sowie Argon in einer Menge entsprechend einem Druck von 2 mm Quecksilbersäule enthält.
CH138143D 1927-12-19 1928-12-19 Glimmlichtröhre mit positiver Lichtsäule. CH138143A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750670C (de) * 1936-01-24 1945-01-25 Insbesondere zum Aussenden von Strahlen dienende Hochdruckquecksilberdampf-entladungsroehre mit einem Betriebsdampfdruck von weniger als 10 Atm mit einem Gemisch aus Neon und einem die Zuendspannung herabsetzenden Argonzusatz

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750670C (de) * 1936-01-24 1945-01-25 Insbesondere zum Aussenden von Strahlen dienende Hochdruckquecksilberdampf-entladungsroehre mit einem Betriebsdampfdruck von weniger als 10 Atm mit einem Gemisch aus Neon und einem die Zuendspannung herabsetzenden Argonzusatz

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