Maschine zur Herstellung von Glühlampen, Elektronenröhren und ähnlichen Glasgefässen. Das einwandfreie. Arbeiten der im Hauptpatent beschriebenen Maschine zur Herstellung von Glühlampen, Elektronen röhren und ähnlichen CTlasgefässen hängt sehr wesentlich davon ab, dass mit grösster Zuverlässigkeit undichte Lampen beim Über- ga.ng von :
den Einschmelzstellungen in die Entlüftuxigsstellungen selbsttätig abgeschmol zen werden, da die erste Entlüftungsstellung soweit entfernt vom Arbeitsplatz der Bedie nungsperson liegt, d'ass diese selbst beim Er kennen einer schadhaften Lampe nicht im stande ist, diese noch schnell von Hand ab zuschmelzen.
Um ,dieses notwendige Zu schmelzen undichter Lampen zu erreichen, war schon bei der Maschine nachdem Haupt patent ein bei undichter Lampe ansprechendes Ventil vorgesehen, ,das einen Abschmelzbren- ner steuert. Der Ventilkörper war dabei zwi sChen zwei fürgewöhnlich durch Vakuum wirkung in der Gleichgewichtslage gehaltenen Membranen eingebaut,
die bei schadhafter Lampe durch Wirkung der Aussenduft idureh- gebo.gen wurden und dann den den Gaszu- fluss zum Abschmelzbrenner steuernden Ven tilkörper verstellten.
Hierbei trat es nun öf ters ein., da,ss bei schadhafter Lampe der Ab schmelzbrenner zwar zur Wirkung gelangte, aber vor vollständigem Zuschmelzen bezw. Abschmelzen des Pumpröhrchen-s der schad haften Lampe wieder ausser Wirkung gesetzt wurde, und zwar weil mit fortschreitendem Schmelzvorgang und zunehmender Veren gung .des Pumpröhrchens .der Überdruck auf ,der einen Membrane mehr und mehr nach lässt,
so dass beide Membranen schon wieder in die den Ventilschluss bewirkende Gleich gewichtslage übergehen, wenn das Pump- röhrchen noch nicht ganz durchschmolzen ist.
Dies hat aber dann zur Folge, dass beim wei teren Durchwandern der nicht vollständig flimolzenen Lampe durch die vielen a 'bgese notwendigen Entlüftungsstellungen der Ma schine durch Übertritt von Luft in die Pum pen eine grössere Anzahl von Lampen nicht genügend entlüftet werden.
Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil dadurch behoben, #dass die Membranen y', ,_# einen mit ihnen verbundenen Kontakthebel y'$ einschliessen, der mit einem das Ga.szu- flussventil y' steuernden Solenoid y28 und einem Relais y22 in einem gemeinsamen Stromkreis liegt, der einen vom Relais ab zweigenden Nebenschluss aufweist, das Ganze derart,
@dass das Relais nach bewirktem Strom schluss das Solenoid y28 des Gaszuflussventils y8 auch bei wieder in die Offenlage fallen den Kontakthebel y" erregt hält, bis beim Übergang der undichten Lampe in die nächste Arbeitsstellung der Maschine der Relais anker y'' zwa.ngläufig in seine Ruhelage be wegt wird.
Diese verlängerte Einwirkungs zeit des A bschmelzbrenners aber hat zur Folge, dass das Puinpröhrchen einer undich ten Lampe stets mit grösster Sicherheit,durch- sehmolzen und somit die undichte Lampe selbst vollkommen abgeschmolzen wird.
Auf der Zeichnung ist ein .Ausführungs beispiel der neuen Abschmelzvorrichtung schematisch dargestellt.
Ähnlich wie bei ,der Abschmelzeinrich- tu.ng nach Abb. 2 und 10 des Haupt patentes sind in einem geschlossenen Ge häuse y zwei Membranen y1, y2 parallel zu einander luftdicht eingebaut.
Die untere Kammer y11 des Gehäuses ist wiederum durch ein Rohr y\ über das Drehschieber- ventilder Maschine hinweg an die jeweils in die erste Entlüftungsstellung eingelaufene L=pe, ferner durch das Rohr y12 an die Vorvakuumpumpe angeschlossen, während die obere Kammer y14 wiederum .durch ein Rohr y16 mit einer Feinvakuumpumpe in Verbindung steht.
Zwischen beiden Mesn- branen, von denen die obere gegebenenfalls noch unter Wirkung einer Feder y\ ;stehen kann, ist in diesem Falle jedoch ein ungeteil ter Raum y\ vorgesehen, in dem ein Hebel y18 untergebracht ist.
Letzterer ist an einem durch eine Seitenwand des Gehäuses y hin- :durchtretenden Bolzen y13drehbar angelenkt und mittelst eines quer zu ihm stehenden iStiftes y2" mit beiden Membranen zu einer Einheit verbunden..
Der Lagerbolzen y<B>\</B> steht durch eine elektrische Leitung y21, in der ein Relais y22 eingebaut ist, .mit einer Netzleitung y<B>'</B> in Verbindung. Eine an der andern Netzleitung y24 angeschlossene Lei tung y2' ist über ein iSolenoid y28 hinweg an einen Kontakt y27 .angeschlossen, der mit dem freien Ende des Hebels y" zusammen wirkt.
Der Kern y28 des iSodenoids y28 ist in einem. Gehäuse y23 ,geführt und in seinem obern Teil zu einem Ventilkörper y' aus gebildet.
Das durch das Rohr y38 in das So- lenoidgehäuse y23 eintretende Brennerga.s wird durch den Ventilkörper y6 für gewöhn- lieh an dem .Übertritt zu dem in den Heiz tunnel der Maschine hineinragenden Rohr y3 ,und :damit zum Brenner y" gehindert.
Der durch die Spule ,des Relais y22 hindurch gehende, als einarmiger Hebel ausgebildete Relaisanker y'1 steht durch eine Leitung y32 mit der einen Leitung y2' des Solenoidstrom- kreis,
es und der mit ihm zusammenwirkende Kontakt<I>y"</I> durch eine Leitung<I>y'4</I> mit der andern Leitung y21 des Solenoi.dstromkreises in Verbindung. Über dem freien Ende .des Relaisankers y3' ist eine während jeder Teil drühung -:der Maschine einmal umlaufende Nockenscheibe y'e angeordnet, die dazu be stimmt ist, den etwa zur Anziehung gelang ten Relaisanker in die Ruhelage zurückzu- drücken.
Für gewöhnlich nehmen alle Teile der Ahschmelzeinrichtung die in der Zeichnung dargestellte Lage ein, die auch nicht verän dert wird, wenn dicht eingeschmolzene Lam pen in die erste Entlüftungsstellung der Maschine einlaufen und demgemäss über das Rohr y12 hinweg an .die Vorvakuumpumpe angeschlossen werden.
Läuft jedoch eine un dichte Lampe in die erste Entlüftungsstel lung ein, so entsteht im untern Raume y\ des Gehäuses y ein Überdruck, der ein Durchbiegen beider Membranen y1, y2 nach oben und ein Anlegen des Kontakthebels y" an den Kontakt y27 zur Folge hat. Dadurch wird das Relais y22 des das Solenoid y26 enthaltenden Stromkreises y21, y25 erregt.
Während die Relaisspule den Relaisanker y81 in die Mittellage zieht und zur Berührung mit dem Kontakt y88 bringt. zieht die Sole noidwicklung y23 den den Ventilkörper y' tragenden Kern y28 hoch, wodurch der Gas- zufluss zum Abschmelzbrenner y1 freigege ben ist.
Findet gegen Ende des Abschmelz- vorganges, also wenn das Pumpröhrchen der undichten Lampe noch nicht ganz durchge- sehmolzen ist, durch Nachlassen des Über- druckes im untern Gehäuseraum y\ ein Zu rückbiegen - der Membranen in die Normal stellung, unter Abheben des Kontakthebels ;
f18 vom Kontakt y27 statt, so, wird dadurch das das Gaszuflussventil y6 steuernde Sole noid y" noch nicht stromlos.
Letzteres bleibt vielmehr auch dann noch erregt, weil sein Stromkreis y21, y23, y24, y25 nach Unterbre chung am Kontakt y27 noch über die vom erregten Relais y22 gebildete Hilfsleitung y32, y34 geschlossen ist.
Erst nach einer für die richtige Durchschmelzung des Pumpröhr- chens der schadhaften Lampe stets ausrei chenden Zeit, nämlich beim Übergang oder sogar erst nach Übergang der Lampe in die zweite Entlüftungsstellung der Maschine, wird durch Wirkung der vom Maschinenan trieb zwangläufig gesteuerten Nockenscheibe y35 die Hilfsleitung y32, y34 durch Nieder drücken des Relaisankers y31 getrennt.
Der Kern y28 des dann erst stromlos werdenden Solenoids fällt in seine Anfangslage zurück, was ein Aufsetzen des Ventilkörpers y' auf seinen Sitz und eine Unterbrechung des Gas zuflusses zum Abschmelzbrenner y1 zur Folge hat.